Hier noch mal das, was LtCol ret (Oberstleutnant a.D.) Ralph Peters im oben verlinkten Artikel zum Iran so eingefallen ist:
Iran, ein Staat mit wirren Grenzen, würde einen großen Teil seines Territoriums an ein Vereinigtes Aserbaidschan, ein Freies Kurdistan und ein Freies Belutschistan verlieren, aber die Provinzen um Herat im heutigen Afghanistan dazugewinnen – eine Region mit historischer und sprachlicher Affinität zu Persien.
Iran würde im Endergebnis wieder zu einem ethnisch reinen Persischen Staat, und die schwierigste Frage wäre, ob es den Hafen Bandar Abbas behalten oder ihn dem Arabisch-Schiitischen Staat überlassen sollte.
Wie hatte man sich doch Mühe gegeben - Daniel Pipes hat in der letzten Zeit allein folgende ins Deutsche übersetzte Artikel verfasst:
- Den Angriff (auf den Iran) vorbereiten. Kernsatz
hieraus, nachdem er zunächst beklagt, dass der US-Geheimdienst zu dem Schluss gekommen war, dass der Iran sein
Atomwaffenprogramm 2003 eingestellt habe:
Erstens muss die Bush-Administration einen möglichen Angriff auf die nukleare Infrastruktur des Iran vorbereiten; zweitens muss sie dies öffentlich signalisieren. (Führende Israelis sollten dasselbe tun, wie es manche bereits getan haben.) Drittens muss die Administration den unvermeidlichen Tsunami der Kritik durchstehen. Viertens sollte sie die Regierungen, die am stärksten gegen einen solchen Angriff opponieren – darunter die Europäische Union, Russland und China – ermutigen Druck auf Teheran auszuüben seinem Atomprogramm ein Ende zu setzen.
Sollte diese Vorgehensweise Erfolg haben, ist die Krise gelöst. Sollte sie erfolglos sein, wird die US-Präsidentschaftswahl vom November eine große Rolle spielen...
Wie prophetisch...
Dann schien Herr Pipes so langsam etwas zu dämmern und
er schrieb:
- Wird Washington die iranischen Regimegegner verraten?, in dem er erst beklagt:
Während das UNO-Mandat, das die Anwesenheit von US-Streitkräften im Irak legitimiert, am 31. Dezember 2008 ausläuft, rückt eine humanitäre und strategische Katastrophe ins Blickfeld. Das Schicksal von etwa 3.500 iranischen Regimegegnern wird im Zuge der Verhandlungen über den Status der Streitkräfte zwischen Washington und Bagdad entschieden.Sie sind Mitglieder der Mudschahedin-e-Khalq, der führenden iranischen Oppositionsgruppe (MEK, auch Volksmudschahedin des Iran oder PMOI genannt)...hat sich das Netzwerk der MEK-Helfer im Iran als Quelle unbezahlbarer Informationen erwiesen. Beispielsweise deckte es Teherans Atomambitionen und seine Lieferungen von Straßen-Sprengsätzen in den Irak auf.
Und das schlägt Pipes vor:

Nach der Entfernung der Mudschahedin-e-Khalq von der Liste der Terrorgruppen sollte Washington die fast schon pathologische Angst des Regimes in Teheran nutzen, indem es sich mit der MEK trifft und ihr bei ihren Public-Relations-Anstrengungen hilft. Das ist der einfachste und effektivste Weg die Islamische Republik Iran einzuschüchtern.
Womit Herr Pipes einer Organisation aufwertet und für einen Angriff nutzen will, die noch immer auf der
EU-Terrorliste steht, und die für ihre etwas
seltsamen Binnenverhältnisse (mit Führerkult um Frontfrau Radjavi) früher berüchtigt war.
Auch hier setzte Herr Pipes auf die Gruppe große Hoffnungen.
Merkt Ihr was? Die ganze Islamkritik guckt bei dem vorbei, was sie
links verortet, was aber streng genommen nur
die Judäische Befreiungsfront oder die Front für die Befreiung Judäas ist.

Und, frei nach der Regel, daß
der, dem nichts mehr einfällt, mit Appeasement und München '38 kommt,
kommt Pipes auch damit.
Und dann war da noch die Falschübersetzung des Ahmadinedjad-Zitates, die wir ausdrücklich nicht Pipes anlasten.
Die Chronik mit zahlreichen weiteren Links kann man bei
Steinbergrecherche bis ins Detail nachlesen.
Und jetzt? Barack Obama,
angeblich Muslim und noch angeblicher
nicht mal US-Bürger, der - noch viel angeblicher -
mit Terroristen herumhängt. Und die Propagandafront kann so recht nicht gehalten werden:
Ausgerechnete eine israelische Zeitung, Haaretz, zu 25% im Besitz des
bösen Verlagshauses DuMont Schauberg, hat die Nachrichten - heute auf der
Titelseite:
IAEA chief: Iran not close to developing nuclear weapons
The head of the United Nations' nuclear watchdog agency said on Monday that Iran remains far from acquiring capabilities to develop nuclear weapons.
In an interview broadcast on Channel 10, the chief of the International Atomic Energy Agency, Mohammed ElBaradei, said the Islamic Republic is still lacking the key components to produce an atomic weapon.
Und es kommt für die pro-Israelerei noch schlimmer - auch wieder Ha'aretz:
NYU poll: Two-thirds of U.S. Jews back Obama over McCain
A new poll commissioned by researchers at New York University reveals that American Jews favor Democratic presidential frontrunner Barack Obama over his Republic rival, John McCain, by a 67 - 33 margin...Of all the Jews surveyed who said that Israel is of "high" importance, 63 percent said they would vote for Obama.
Und die Einsicht, die sich hier
durchsetzt, hat - wie
schon wieder Ha'aretz berichtet - Konsequenzen:
Israel expects U.S.-Iran talks under Obama
Israel expects the U.S. to initiate direct talks with Tehran if Senator Barack Obama is elected president, in which case a critical Israeli interest would be to condition any talks between the West and Iran on halting uranium enrichment, according to a senior government source...
Und eine
Analyse dieser Nachricht kommt zu dem Schluss, daß Israel sich an einen US-Iran-Dialog gewöhnen müsse.
Im
Ausland wird darüber berichtet. - In Deutschland (noch) nicht.
Deswegen zum Schluß noch was Positives:
Tapesh 2012.
Ein erneutes Glanzstück von schwarzer Propaganda gegen den Iran finden wir auf dieser Seite, die als iranische Menschenrechtsseite in Englisch und Französisch daherkommt: Den Hinwweis darauf bekamen wir von einer völlig irritierten Leserin: Helmut K ...