Bankenkrise, nein Danke. Gestern morgen erreichte uns ein Leserbrief eines unserer bekannteren und sehr guten Kommentatoren, der nur mal eben eine Überlegung rüberschieben wollte, die er zur Diskussion stellen möchte. Während hier oft die Rede von revolutionärem Umsturz ist, hatte der Leser der erst einmal ungenannt bleiben möchte, die Knalleridee schlechthin.
Die WIR-Bank
Ich weiß nicht ob dieser Weg gangbar ist, aber eine konsequente Maßnahme
wäre es für Arbeitnehmer, ihre Konten bei deutschen Banken zu kündigen und sich einer Bank zuzuwenden, die entsprechend ethische Grundsätze vertritt.zb Umweltbank.
Zu überlegen wäre auch, ob es nicht möglich wäre eine eigene Bank zu gründen. 4 Millionen Arbeitslose und mit Sicherheit ein Potential von mehreren Millionen Arbeitnehmern, die Interesse an einer genossenschaftlichen eigenen Bank hätten, sollten reichen. Es verbietet uns ja keiner eine Partei zu gründen, ebensowenig eine eigene Bank.
Ich könnte mir vorstellen, dass man diese Idee zb. auch über Attac transportieren könnte. Die letzte Ausgabe ” Entwaffnet die Märkte” sagt da schon einiges.
Ich bin leider kein Finanzexperte, aber derer gibt es sicherlich genug bei dem potenziell intersssierten Publikum. Wenn ich mal weiter träumen darf.
Sagen wir mal wir gewinnen 2 Millionen Kunden, die mit einem Einlagenkapital von 5 € eine eigene Bank gründen. Damit kann man doch schon einiges machen. Dieses Geld konsequent in Umwelt- und neue Energietechnologie sowie Kultur angelegt.
Dezentrale Verwaltung der Bank über Internet.
Transparente demokratische Entscheidungen über die Verwendung der Gelder.
Hauptamtliche Mitarbeiter erhalten Gehälter, die denen eines durchschnittlichen Angestellten entsprechen.
Alle Vorstandstätigkeit erfolgt ehrenamtlich gegen Aufwandsentschädigung.
Die Bank setzt sich zum Ziel internationale Allianzen mit ähnlichen Projekten einzugehen. ( zb. Indien/Grameen-Bank)
Die Bank fördert vornehmlich lokale dezentrale wertschöpfende Unternehmen des Mittelstandes und Kleinunternehmen, die den Richtlinien einer Nachhaltigkeit entsprechen.
Die Bank handelt keine Aktien und Derivate, sondern sieht ihr Geschäftsfeld in der Förderung von Realwerten, wie Grund & Boden, Immobilie, Landwirtschaft, lokaler Infrastruktur und Unternehmensförderung.
Die Bank bietet jedem eine Guthabenkonto auf Plusbasis ohne weitere Bedingungen.
Zielsetzung ist es, ausgehend von den Erfahrungen der Graham-Bank/Indien, die Eigeniniative sozialer Randgruppen und deren Teilnahme im sozialen und wirtschaftlichen Leben zu fördern.
Die Bank gibt sich den Namen:
W I R ( Wirtschaft ist regional)
Über den Rahmen der Bankgeschäfte hinaus, bietet die WIR-Bank eine Plattform zur Integration außerparlamentarischer Opposition und motiviert ihre Mitglieder sich aktiv im politischen Leben zu beteiligen
und Einfluss auszuüben.
Warum jetzt?
Warum eine Bank?
Ich glaube wir haben in den letzten Jahren immer geglaubt, wir könnten über rein politische Betätigunng Änderungen herbeiführen und sind kläglich gescheitert. ( wenn wir ehrlich sind)
Die Bankenkrise macht nun aber eines deutlich:
Nicht die Politik hat die Macht, sondern das Kapital.
Wir können das verdammen und verteufeln wie wir wollen, was auch berechtigt ist, aber obkjektiv betrachtet ist es ein Faktum.
Das Besondere an dieser Krise, die im Endeffekt eine Vertrauenskrise ist, ist die Möglichkeit, dass etwas Neues entstehen kann, denn in der Tat traut niemand heute mehr den etablierten Bankensystem als auch der Politik.
Das ist ein Vakuum, welches darauf wartet sinnvoll gefüllt zu werden.
Und wir haben heute alle Mittel zur Hand.
Wir haben die Möglichkeit der umfassenden Vernetzung über Internet.
Wir haben Experten.
Wir haben Millionen hinter uns.
Wir haben schlummernde Reserven.
Wir haben Visionen.
Wir haben Kapital.
Wir können etwas bewegen in dieser Krise, wenn wir aufhören uns auf die Kritik und den Zynismus zu versteifen, so sehr ich das auch verstehe.
Wir wollten mit dem Kapitalismus nicht zu tun haben, sowenig wie Agnostiker mit dem Papst. Wir haben uns unsere Refugien gebastelt, die sich als undichte Hütten herausgestellt haben.
Tatsache ist: Wir brauchen ein Tauschsystem um Waren und Dienstleistungen zu handeln.
Definieren wir Kapitalismus neu.
Jetzt ist unsere Chance dazu.
Es gibt natürlich einen oder zwei Punkte an denen man jetzt herummäkeln könnte und später sicher auch noch mäkeln muss. Aber als Anfangskonzept ist dieses Papier absolut erste Sahne. Duckhome wünscht sich eine rege Diskussion darüber. Allerdings möchten wir jedem Kommentator eine Vorgabe mitgeben. Es ist nicht zielführend zu sagen das es nicht geht und das es morgen regnet. Es geht darum konstruktive Kritik zu äußern.
Sagt nicht, wie es nicht geht. Sagt wie es geht. Eine bessere Bank als Ackermann bekommen wir immer hin. Es wäre auch schön wenn mal irgendwer aus muslimischer Sicht etwas zu dem Phänomen islamischer Banken sagen würde. Da gibt es soweit ich weiß ein paar ganz nützliche Ethikregeln.
Aufgrund technischer Probleme gibt es zur Zeit keine Antworten auf die Kommentare von Jochen. Das ist kein Desinteresse. Die Antworten folgen spätestens morgen.
An einem Forum für eine "WIR" Bank und eine Parteigründung wird gearbeitet
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/278/36242/
http://www.papyrossa.de/sites_buchtitel/cockshott_alternativen.htm
Warum will der/die Urheber/in eigentlich anonym bleiben? Gut - wenns Steinbrück ist (irgendwann bricht jeder unter der Last des schlechten Gewissens zusammen), verstehe ichs ;-)
Leider hat ein derartiges Vorhaben auch einen gravierenden Denkfehler, der nicht in die Kalkulation mit einbezogen wurde.
Das etablierte System lässt keine femden Götter neben sich zu und wird entsprechend handeln. Politiker haben anscheinend den Auftrag, Konkurrenten und unliebsame Störer zu eliminieren, oder in den Reigen des Vorhandenen gewaltsam einzugliedern.
Würde jemand eine eigene Bank gründen, die ausschliesslich dem Volke dient, dann würden sich ganz sicher staatliche Finanzverwalter mit wenigen Federstrichen die geschaffenen Werte dem "Gemeinwohl", also zu Gunsten von Politk und Wirtschaft, einverleiben.
Unzählige Bespiele in der Vergangenheit beweisen, dass Rentenfonds, Krankenkassenrücklagen und sonstige Gelder aus Bürgerhand - und zu Bürgergunsten - vom Staate konfisziert, und ein Neubeginn dieser Institutionen mit harten Gesetzen torpediert wurden.
Zu den Paradebeispielen zählt auch die Riesterrente, die dem Staat den absoluten Zugriff selbst auf die wenigen Rücklagen der einzelnen Bürger garantiert, und es nur eine Frage der Zeit ist, wann diese Ersparnisse in den Saatshaushalt überführt werden. Zum Wohle der Bürger, selbstverständlich!
Seltsamerweise ist sich die bestehende Regierungs- und Wirtschaftsmacht auch nicht zu schade, selbst winzige Eigeninitiativen, wie z.B. das Regiogeld, genauestens zu observieren und zu kontrollieren, denn es ist schlichtweg verboten, seinen Weg auch ohne die Erlaubnis und den Segen des Staates zu gehen, selbst wenn es sich nur um Pfennigsbeträge am Gesamtvolumen des Staates handelt.
Solange also die bestehende Politik und Wirtschaft sich die absolute Kontrolle und Regulierung aller Angelegenheiten im Staate vorbehält und eifersüchtig verteidigt - und mitunter sogar die Tötung unliebsamer Konkurrenten nicht ausschliesst, - solange werden bürgereigene Banken und Währungen wohl ein Traum bleiben...
...zumindest solange, bis der Papst zum Islam übertritt, oder der Volkszorn die Bäume in den Wäldern mit unzähligen Politikern, Staatsbeamten und Wirtschaftswächtern schmückt...!!
Viele "Gutmenschen" werden diesen Einwand natürlich nicht gelten lassen, da derartiges nicht vereinbar mit ihren Gewissen ist.
Dummerweise akzeptiert jedoch genau diese Menschheit die Machenschaften des Staates ohne Gegenwehr, aber diese Machenschaften beruhen ausschliesslich auf der Ausübung brutaler Gewalt in allen Formen gegen die eigenen Bürger.
Ich würde also vorschlagen, diese feine Idee mit einer "Bürgerbank" für den Tag danach zu konservieren!
In diesem Sinne
hulprivat
sächsischen Unternehmen.Wir haben ein Trockenlegungsgerät auf Basis Freier Energie neu ins Angebot genommen und werden dafür von den Anderen unserer Branche belächelt - bis bekämpft. Doch wir werden es schaffen! Vertriebserfahrung habe ich auch - also, los gehts...
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/278/36242/
Auch wenn man mir ein radikales Denken vorhält, komme ich nicht umhin zu behaupten, das jetzt und heute eine Generalreinigung dieser Republik angeagt ist, die eine gnadenlose Verfolgung und Ausrottung dieser verbrecherischen Elemente in Politik bedeutet.
Nur Tote können den Lebenden nicht mehr schaden!!!
Sollte man diese Gelegenheit verpassen und sich auf einen seichten Selbstreinigungseffekt verlassen, der lediglich wie eine Beruhigungspile für die ewig Zaudernden wirkt, der hat seine Zukunft schon verspielt und wird mit ansehen müssen, wie seine Nachkommen auf den Müllhalden dieser Erde verkommen.
Wer heute bereits zur Generation der Sechzigjährigen gehört, der kann sich glücklich schätzen, denn das Schlimmste steht nun den Jüngeren bevor.
Ich möchte nicht hoffen, dass sich jene Generationen eines Tages vor ihren Kindern für ihre schwachsinnig träge Haltung zu verantworten haben...
In diesem Sinne
hulprivat
1.) Der Fehler sind nicht die Banken, sondern das System.
2.) Der Mensch ist eine nicht schützenswerte Rasse! Er wird auf Dauer niemals ehrenamtlich was machen, wofür woanders Millionen gezahlt werden. Jeder hat seinen Preis!
3.) Ein Guthabenkonto für jeden und alle bedeutet nur Aufwand für eine wirtschaftliche Bank. Es geht nicht auf Dauer! Die Bank muss Gewinn machen, wie jedes andere Unternehmen!
4.) Wir haben Kapital? Ja wer denn? Die Masse der Bevölkerung hat (fast) gar nichts mehr (leider)!
berlin.business-on.de/sensationelle-diw-studie-vermoegensverteilung-in-deutschland_id85.html
5.) Den Kapitalismus kann man nicht neu definieren. Das wollten die Turbo-Wir-sind-das-Volk-Ossis (für die, die von mir noch nichts gelesen haben, auch ich war mal einer) nach der Wende auch. Die sozialen Errungenschaften der DDR, die billigsten Mieten etc. und ein Westeinkommen der oberen Schicht! Man kann den Kapitalismus nur abschaffen!
6.) Es gibt kein Vacuum. Es war eine Umverteilung!
In diesem Sinne!
Widerstände des System sind zu erwarten. Das Besondere an der jetzigen Situation ist aber, dass das System selbst kollabiert und damit offen für Neuentwicklung wird.
In der Antiglobisierungsbewegung haben die Ideen hervorragender Köpfe, wie James Tobin und Prof. Stieglitz heute zunehmenden Einfluss auf das politische Geschehen. Die Tatsache, dass sich etablierte Politker, wie Heiner Geißler diesen zuwenden, zeigt, dass die vormals verlachten und bekämpften Ideen im Mainstream angekommen sind.
Kapital an sich ist nichts Böses. Es sind immer die Menschen und deren Intention.
Die Idee ist nicht neu. Ist sie aber deshalb schlecht?
Die Idee wurde schon erfolgreich umgesetzt.
ich finde die Idee auch klasse.Ich bin kein Finanzexperte fuer islamic banking,aber ich kann hinzufuegen,dass wenn die WIR Bank keine Zinsen nehme und nicht an Geschaeften ,die Alkohol,Drogen,Prostition etc befuerworten teilnehme,ich mir sehr gut vorstellen koennte,das viele Muslime an dem Projekt teilnehmen wuerden.Denn hierzulande sucht man vergeblich nach Banken,die islamisch gesehen korrekt sind.Deshalb wuerde ich bei der genauen Planung immer im Hinterkopf behalten,dass die Bank moeglichst so strukturiert ist,dass auch Muslime gerne Kunden werden.So wuerde man viele, viele Kunden gewinnen.
http://www.goest.de/satire.htm
ps Vom Linktitel nicht täuschen lassen!
Warum das Rad neu erfinden?
Das Modell ist zwar ein wenig anders, aber ebenso interessant. Ich denke es wird sowieso notwendig sein Kooperationsverbände und Zussammenschlüsse einzugehen.
Wichtig jedoch ist , dass sich lokale Gruppen bilden, die auch eigenständig agieren können. Wir wollen Vielfalt.(jedenfalls ich will das)Und die kann es nur geben, wenn es starke autarke Gruppen im globalen Dorf gibt.
Daher halte ich an der Idee fest, in einer Interessengruppierung die Idee mit dem Ziel der Eigenständigkeit weiter zu entwickeln,aber gleichzeitig Tuchfühlung mit den bestehenden Projekten aufzunehmen.
Also das alte bewährte Idee von Herrn Raiffeisen für die Landwirtschaft, aber in der heutigen Zeit mit den Mitteln, die uns heute zur Verfügung stehen.
Als Bauberater, könnte ich sicherlich so jene Projekte auf die Beine stellen. Die uns dem solaren Zeitalter näher brächten.
Über das Handwerk und die Hersteller von hocheffizienten und ressourcen schonenden Produkten würden wieder sinnvolle Arbeitsplätze entstehen.
Auch bei uns würden viele Mikro-Kredite eine Menge schöpferische Energie in Bewegung setzten können.
es freut mich sehr was ich hier lese! Ich habe leider selbst von dieser Materie überhaupt keine Ahnung, möchte aber gerne zur weiteren inspiration folgenden link einbringen: kiva.org loans that change lifes... - ist eine internetplattform die es Menschen mit Geld ermöglicht anderen Menschen ohne Geld einen Mikrokredit zur Verfügung zu stellen. Habe es selbst noch nicht ausprobiert aber sobald ich etwas Knete beisammen habe möchte ich das tun...sicherlich eine Investition die lohnender ist als die meisten Geldanlagen die uns die Banken sonst so anbietn ;-) Lohnender weil sie FÜR MENSCHEN und FÜR eine LEBENSWERTE ZUKUNFT gedacht sind...einen wunderschönen Tag wünsche ich allen!
PS darüber wie die Bank auch Gewinn machen kann müsste man sich eben intenviv Gedanken machen, ich meine gibt es keine Alternativen zum Zinssystem? Jeder Kreditnehmer könnte beispielsweise vom Gewinn seines Geschäfts einen Teil wieder abgeben u. der Bank für neue Kredite zur Verfügung stellen..(sihe kiva im link oben..)usw bin wie gesagt keine Bankerin!
Alles Gute
Geheimrätin
teilweise als Kommentar in Radio-Utopie veröffentlicht. Gestern wies
mich ein Kommentar dort darauf hin, dass es in der Schweiz ein WIR-Bank
gibt.
http://de.wikipedia.org/wiki/WIR_Bank
Und wie es der Teufel will, ist es genau das Bankmodell was mir
vorschwebte. Das ist zwar schade um Namen, aber der ist sekundär. Was
aber das Tolle daran ist, die WIR-Bank/CH beweist durch ihr 75jähriges
Bestehen und ihre Anlehnung an Silvio Gesell, daß es möglich ist. Und
mehr noch, sie wurde in der Zeit einer Wirtschaftkrise gegründet und ist
überaus erfolgreich damit gewesen, so daß heute 60.000 Betriebe in der
Schweiz ihre alternative Währung akzeptieren.
Also weg von dem Namen WIR-BANK oder noch besser zur WIR-Bank in die
Schweiz fahren und sich von ihnen für Deutschland beraten lassen.
Was das grobe Wirtschaftmodell angeht, wie ich es mir vorgestellt habe:
Wie könnte man aber über ein anderes Modell
1. regionale Wirtschaft fördern
2. Die Bankkunden aktiv in diesen Prozess einbinden
3. Gewinne sozialisieren.
Ich träume mal weiter.
das Einlagenkapital, angelegt in zukunftssichere Projekte der
alternativen Energieversorgung, Landwirtschaft usw erwirtschaftet Gewinne.
Ein Teil dieser Gewinne dient der Organisation, Verwaltung usw.,wobei
hier ein absolut notwendiges Maß beibehalten wird.
Ein anderer Teil fließt an die Anteilseigner in Form von zweckgebunden
Verwendungsscheinen, zb, für regionale Lebensmittel, Energie usw zurück.
Die Zweckgebundenheit deswegen, weil wir dafür sorgen wollen, dass die
Projekte, die von der Bank unterstützt werden, auch genügend Kunden
bekommen.
Wir bieten also nicht einfach nur einen Kredit mit Zinsen an, sondern
führen diese letztlich wieder teilweise dem Kreditnehmer selber zu,
indem wir seine Marktsituation verbessern.Ein nachhaltiger Kreislauf.
Die Anteilseigner der Bank werden also durch den Zuwachs an Kapital
nicht merkantil reicher, sondern verbesseren ihre regionale Lebensqualität.
Es gibt da einen entscheiden Punkt, der sich vom herkömmlichen
Zinssystem unterscheidet.
Die erwirtschafteten Zinsen werden als zweckbestimmte alternative
"Währung" emmitiert und vermehren nicht das Stammkapital, sondern die
reale Wirtschaftskraft.
Das ist eine natürliches Modell. Ebenso wie die Früchte des Baumes auf
fruchtbaren Boden fallen müssen, um zu gedeihen. Das Wachstum des Baumes
selbst ist und bleibt aber selbslimitiert.
Bei einem solchen Bankmodell ebenso: Die Stammkapitalmenge wird nur
durch die Anzahl der Teilnehmer bestimmt. ( man könnte auch von einer
humanen Bindung sprechen)
Diese Zweckbestimmung, dieser kleine Eingriff, als Akt der
Freiwilligkeit entschärft das Zinssystem und führt Geld wieder seiner
eigentlichen Bestimmmung zu - Tauschmittel.
Warum ich anonym bleiben will.
1. Ich bin ein Freund der Opensource Idee.
2. Der Artikel ist nur eine kleine Anregung und keineDoktorarbeit.
3. Ich verfolge keine persönlichen Interessen damit, außer vielleicht
dort selbst ein Konto zu haben.
Wenn wir uns entschliessen, soetwas wirklich anzugehen und nicht nur in
Blogs zu diskutieren, bin ich mit meiner ganzen Person dabei.
Ich bin dabei!
Der kann sich freuen, der die nicht kennt!
Ihr fragt noch immer: Wen?
Sie borgen sich Geld für fünf Prozent
und leihen es weiter zu zehn.
Sie haben noch nie mit der Wimper gezuckt.
Ihr Herz stand noch niemals still.
Die Differenzen sind ihr Produkt.
(Das kann man verstehn, wie man will.)
Ihr Appetit ist bodenlos.
Sie fressen Gott und die Welt.
Sie säen nicht. Sie ernten bloß.
Sie schwängern ihr eignes Geld.
Sie sind die Hexer in Person
und zaubern aus hohler Hand.
Sie machen Geld am Telefon
und Petroleum aus Sand.
Das Geld wird flüssig. Das Geld wird knapp.
Sie machen das ganz nach Bedarf.
Und schneiden den anderen die Hälse ab.
Papier ist manchmal scharf.
Sie glauben den Regeln der Regeldetri
und glauben nicht recht an Gott.
Sie haben nur eine Sympathie.
Sie lieben das Geld. Und das Geld liebt sie.
(Doch einmal macht jeder Bankrott!:))
Ganz gleich, ob David Rockefeller, Josef Ackermann oder WIR Eigentümer oder Geschäftsführer einer Bank sind, so lange das Wucherprinzip von Zins und Zinseszins Geschäftsgrundlage bleibt, wäre der Unterschied nur marginal. Denn das herrschende Zinssystem ist die wahre Ursache dessen, daß auf unserem Planeten ein maßloses Ungleichgewicht herrscht, das in prinzipieller Konsequenz Arme immer ärmer und Reiche immer reicher werden läßt. Es heizt die Wirschaft an und zwingt alle Beteiligten zur Teihabe am Irrsinn vermeintlich stetigen Wachstums mit unausweichlichem Crash nach ein paar Jahren.
Um ein Beispiel zu nennen: «Wenn Joseph zu »Christi Geburt« einen Pfennig angelegt hätte, wäre dieser bei einer Verzinsung von 5% im Jahre 2000 mit Zinseszinsen auf den Gegenwert von 216 Mrd. Erdkugeln aus purem Gold angewachsen.» (vgl. Unser Zinssystem)
Es gilt, einmal klar zu sehen, daß alles darauf ankommt, nach Alternativen zum Zinssystem zu suchen. Das ist der Punkt.
Interessant finde ich persönlich die Ansätze Silvio Gesells, über dessen Freilandversuche einmal gesondert berichtet werden müßte.
Was nun die muslimische Sichtweise betrifft, so ist der genannte Zins nur ein Beispiel dessen, was auf arabisch riba genannt wird. Auch dies verlangte eine genauere Beschäftigung, zumal sich die Indizien dafür mehren, daß auch das sogenannte «Islamic Banking» auf der Grundlage einer Fehlinterpretation der zugrundeliegenden Bestimmungen ruht. Ein Einblick in eine differenzierte Analyse von riba-Fragen finden wir in einer Studie über die muslimischen Regeln der Ökonomie von ‘Umar Ibrahim Vadillo, der in drei Teilen von der Islamischen Zeitung - Teil 1 - Teil 2 - Teil 2 veröffentlicht wurde. Der letzte Satz dieser bemerkenswerten Studie lautet:
«Ein korrektes Verständnis von Riba An-Nasi’a eröffnet den Blick auf Papiergeld als Form von Riba, denn dessen gewünschte Anwendung geschieht auf eine Art und Weise, die im Islamischen Recht nicht erlaubt ist.»
Folgt man dem Autor, scheint es also sogar für Papiergeld als solches unter islamischer Sicht Probleme zu geben.
So weit mit Grüßen
wassalam,
Salim
Selbst wenn es dann auch schiefgehen würde, so habe ich wenigstens Alles versucht und wenn wir nichts tun, haben wir umso größere Verluste.
www.gls.de
So bleibt ihr systembejahend.
Banken sind nur ein Symptom !
Die Grundfeste ist das Geld und wie es in die Welt kommt.
Bei jeder Bank und auch bei der Zentralbank kommt alles Geld nur als Schuld in die Welt und verschwindet mit deren Tilgung.
Viel wichtiger ist es, ein schuldloses Geld in die Welt zu setzen, dann und nur dann kann auch eine Bank segensreich wirken.
Ein Gold ohne Schuld gibt es schon. Ihr müßt es Euch nur schenken, ich wiederhole schenken. Und dann natürlich verwenden. Wie verwendet man ein Gold, das man sich geschenkt hat? Einkaufen nennt sich das.
Dürfte doch nicht so schwer sein.
Und das gibt es alles hier und jetzt. Da braucht es kein langwieriges Bankengründen, nur um im System zu bleiben und es eben s.o. nicht in Frage zu stellen.
Ihr könnt in einer freien Willensentscheidung Euer eigenes Geld verwenden, wenn Ihr nur begreifen würdet, wie einfach das ist.
Hier geht es weiter:
http://www.rheingoldregio.de
Ich habe nicht in Abrede gestellt, dass ein derartiges Vorhaben möglich ist.
Es sollte aber jedem "Visionär" klar sein, dass der Status "Bank/Sparkasse" den gegebenen gesetzlichen Regeln unterliegt und auch fiskalischen Grundsätzen zu gehorchen hat.
Demzufolge ist eine Bank/Sparkasse ein Wirtschaftsunternehmen, das darüberhinaus der Bankenaufsicht unterstellt und somit dazu verdammt ist, Gewinne zu machen.
Gewinne werden durch Zinsen und Zinseszinsen generiert.
Damit wären wir wieder beim alten Muster und die Vision von Gerechtigkeit und sozialem Agagement sind dahin. Will eine Bank/Sparkasse zudem das gesamte Volk ansprechen, dann hat man sich wohl oder übel auf die "Bearbeitung" der gültigen Valuta zu beschränken, in unserem Fall überwiegend dem Euro, der als gültiges Zahlungsmittel von der EZB gebührenpflichtig "verliehen" wird. Somit kann man sich auch nicht einfach von den europäischen Richtlinien lösen, sondern hat im Konzert der etablierten Banken sein Lied zu pfeifen.
So weit so gut!
Das humane Konstrukt einer volkseigenen und bürgerfreundlichen Bank ist selbstverständlich ein hervorragendes Element zur Notlinderung und Aufbauhilfe für den Tag danach.
Alternativen:
Wer tasächlich einen Beitrag zur Verbesserung der Wirtschaft in seinem Umfeld schaffen möchte, der kann das gerne mit einer bankähnlichen Institution schaffen, die eine gewisse Kopfzahl Gleichgesinnter vereinigt.
Dazu gehört eine enorme Portion an Überredungskunst, denn Privatleute, kleinere Firmen und Dienstleister, sind auf den Verkehr mit der amtlichen Währung angewiesen und werden nur unter gewissen Umständen einen regionalen Warenaustauch mit einer ebenfalls regionalen Währung akzeptieren.
Zu diesem Thema gibt es weitreichende Informationen und Beispiele von Visionären, aber ob der Aufwand im gesunden Verhältnis zum Nutzen steht, wage ich zu bezweifeln.
Es ist mir nur eine einzige Region ausserhalb Deutschlands, aber im europäischen Raum bekannt, wo 482 Bürger eine eigene, geschlossene und autonome Infrastuktur geschaffen haben - und einige Menschen dort noch nie einen Euroschein zu Gesicht bekamen. Dieses Beispiel, wo zwar das umlaufende Geld mit einer kleinen Beartungsgebühr behaftet ist, die zur Deckung der Kosten der "Bank" dienen, aber ansonsten Zinslos vergeben wird, ist die mir die einzig bekannte Möglichkeit, Geld im Sinne eines Tauschmittlers zirkulieren zu lassen, von dem alle Bürger profitieren.
Natürlich stehe ich der hier angesprochenen Idee generell nicht negativ gegenüber, möchte aber zuvor eine gangbare und halbwegs legale Struktur erkennen können, die ein derartiges Vorhaben auch mit Erfolg krönen könnte...
...denn wenn man schon etwas zum Vorteil der Bürger tut, dann MUSS ein Projekt einfach, übersichtlich und für jeden Bürger begreiflich sein, denn man verwaltet schliesslich das Eigentum dritter...!!
Ob man derartiges auch den aktuellen Politikern, Staatsbeamten und etablierten Banken begreiflich machen kann, wage ich noch immer zu bezweifeln...!!
In diesem Sinne
hulprivat
Es ist nicht wichtig, daß eine Währung regional zu sein hat. Das ist doch gar nicht der Punkt. Jede Währung ist regional auch der Euro.
Es ist auch nicht wichtig, eine "gute" Bank ins Leben zu rufen.
Wichtig ist, sich mit einem Geld auszustatten, daß bei der Erschaffung keine Verschuldung erfordert, altes Geld sind Schuldscheine.
Das einfachste und völlig legal ist:
Selber seine eigenen Gutscheine herauszugeben für deren Akzeptanz man im Verbund mit Gleichgesinnten selber sorgt.
Gutscheine gibt es völlig legal seit hunderten von Jahren.
Gutscheine muß man auch nicht aktuellen Politikern und etablierten Banken begreiflich machen. Wenn die für Gutscheine zu doof sind, sollen sie halt keine herausgeben.
Was man mit seinen eigenen Gutscheinen so alles machen kann ist hier beschrieben.
http://www.rheingoldregio.de
oder hier
http://www.erzregio.de
Jedoch möchte ich zu Bedenken geben, dass auch "Regiogeld", oder "Gutscheine", wie Sie die Dinger nennen mögen, schon die gleichen Voraussetzungen zu erfüllen haben, wie z.B. der Euro.
Es muss als permanentes Zahlungsmittel im Gegenwert von Sachwerten oder einer speziell geschaffenen Deckung zur Verfügung stehen, eine Deckung, für die der Herausgeber zu sorgen hat. Es ist nicht genug, einfach Papier bunt zu bedrucken und diese Schnipsel zu Geld zu erklären, sondern es gehört eine Investition in "echter" Währung, oder Sachwerten, zur Deckung, oder als Leitwährung dazu. Hier dürften bereits die ersten Schwierigkeiten beginnen.
Das so geschaffene Zahlungsmittel hat auch diese Funktion der Zahlung in vollem Umfang zu erfüllen, es hat als Mittel der kurz- und mittelfristigen Hortung zu dienen und muss über jeden Zweifel erhaben sein. Das wären die weiteren Schwierigkeiten.
Dann hat jenes Zahlungsmittel auch grösseren Anschaffungen zu dienen, was eine dementsprechende Emission voraussetzt, selbst wenn der Benutzerkreis eine gewisse Interessentenzahl übersteigt. Jetzt geht es richtig ins "richtige" Geld.
Als letztes möchte ich bemerken, das Regiogeld nur dann eine breite Akzeptanz findet, wenn es konvertibel ist, also eintauschbar in bankübliche Valuta. Das wäre dann das grösste Problem.
In der mir bekannten Autonomie, befindet sich zur Zeit ein Umlaufvermögen von umgerechnet 8 Millionen Euro, das den Ansprüchen der Beteiligten weitestgehend entspricht.
Leider dauerte die Entwicklung des Konzeptes und die Schaffung und Bereitstellung der Deckung mehr als zwei Jahre, wobei aber die Tauschbarkeit des Regiogeldes immer noch in den Händen eines Sponsors liegt, der zudem der "Schirmherr" aller Bürger der Autonomie ist und die Risiken der dann steigenden oder sinkenden Geldmenge aus Privatmitteln und absolut gratis zu 25% abfedert. Die restlichen 75% werden durch Sachwerte der Gemeinschaft gedeckt.
Diese Person stellt im Grunde die Funktion eines Staatsoberhauptes dar, der mittels Privatbürgschaft (die er sich auch leisten kann) dem "Geld" die Garantie der Werthaltigkeit gibt.
Es ist also nicht so einfach, nur mal eben ein paar Geldscheine zu drucken, sondern es hat auch die gesamte Infrastruktur dieser neuen Währung zu entsprechen - oder die Währung der Infrastruktur - ganz wie Sie möchten.
Ich finde, das ein derartiges System doch eine gewisse Profiarbeit ist und narrensicher zu funktionieren hat, denn auch ein unverschuldeter Kollabs würde die Arbeit von Jahrzehnten vernichten - und alle Beteiligten ruinieren. Was uns die Realwirtschaft ja gerade lehrt.
Die von Ihnen mit Link belegten Gutscheinsysteme sind NICHT nach unserem Standard aufgebaut und haben eine mehr oder mindere Akzeptanz in der Bevölkerung, da die Gutscheine neben einer Hauptwährung, z.B. dem Euro, gehandelt werden.
Ich betrachte diese Sache als eine Art des zweigleisigen Systems, die neben einigen greifbaren Vorteilen, doch noch mit einem gewissen "Spassfaktor" behaftet ist.
Daher fallen für mich alle diese Systeme als echte Alternative zum gängigen Banken- und Zahlungssystem aus.
In diesem Sinne
hulprivat
Sie schreiben:
"Der in Ihrem Kommentar verwendete Begriff "Gutschein" ist lediglich eine legalisierende Benennung eines eigenen Zahlungsmittels, da die offizielle Bezeichnung "Geld" für Regiozahlungsmittel in Deutschland nicht gestattet ist."
Nein. Geld ist definiert. Es hat per definitionem auch eine Wertaufbewahrungsfunktion. Die ist bei unseren Gutscheinen ausgehebelt, weil es die Funktion "Tauschmittel" sonst aushebeln würde.
Ja, der einzelne Herausgeber deckt seine Gutscheine. Das tut auch McDonald. Deren McDonald Gutscheine sind mit Hamburgern gedeckt. Das war und ist nie ein Problem gewesen.
Gutscheine mit "echtem" Geld zu decken wird uns nicht einfallen, da das "echte" Geld überhaupt nicht gedeckt ist und massenhaft in Umlauf gebracht wurde.
Gutscheine mit Euro konvertibel zu machen, ist bislang nicht nötig, weil wir lieber unsere Gutscheine zum Einkaufen verwenden. Warum sollten wir unsere Gutscheine also erst in Euro umwechseln, wenn wir mit Gutscheinen direkt einkaufen gehen können?
Wenn sich ein Markt entwickelt, es also Leute gibt, die statt Euro lieber Gutscheine haben möchten und umgekehrt, dann wird sich ein Markt entwickeln.
Schön, daß es bei Ihrem Projekt einen Sponsor gibt, den Sie "Staatsoberhaupt" nennen. Der "deckt" nun also die Scheine seiner Untertanen mit "echtem" Geld, um deren Wertlosigkeit wir doch wissen (könnten).
Ihre Untertanen bräuchten doch nur sich selber vertrauen, dann bräuchten sie die Krücke des alten Geldes nicht mehr.
Die Gutscheine sind zur Zeit additiv zum Euro. Alternativ brauchen sie in der Anfangszeit doch gar nicht zu sein, da wir Zahlungsmittel nicht als Monopol denken.
Die Frage lautet also für uns nicht Euro oder Gutscheine, sondern Euro und Gutscheine. Für den Crash des alten Euro sorgt der schon alleine. Erst dann treten verschiedene leistungsfähige Gutscheinsysteme (wie auch das von Ihnen beschriebene) alternativ, aber hoffentlich nicht als Monopol, an Euros Stelle.
Und richtig: Wir genießen natürlich auch den Spaßfaktor, den das Einkaufen und Umsatz machen mit unseren Gutscheinen bringt.
Ein Wettbewerb ist demnach etwas, bei dem sich Dinge und Figuren gegenseitig messen können...!!
Klammern Sie den Wettbewerb aus, erhalten Sie eben KEINE funktionierende Wirtschaft, sondern nur ein Gutscheinsystem mit Unterhaltungswert, wo es als Prämie einen Hamburger zu ergattern gibt.
Wer also davon träumt, sich eine Regiowährung im Dienste vieler Menschen zu schaffen, der sollte die wirtschaftlichen Grundsätze des Wettbewerbs nicht vergessen, die dem Menschen eigen und nützlich sind...!!
Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr "mitspielen", denn Regiogeld, gleich welcher Form, ist Hauptbestandteil einer funktionierenden, regionalen Wirschaft, die mit purer Träumerei und blossem, gutem Willen nicht zu verwirklichen ist...!!
Das Monopoly-Spiel wurde schliesslich schon einmal erfunden und bedarf keiner Überlegungen mehr!
In diesem Sinne
hulprivat
Kapitalismus kommt von "Kapital". Hier ist definiert, was Kapital ist
http://www.geldseiten.info/index.php?menu=45&id=371
mit freundlichen Grüßen Wolfgang
Dies ist eine freie Übersetzung und kein Aufruf zur Gewalt
Geld regiert die Welt...., Wer also das Geld regiert....
Einige der größten Männer in den USA, zugange in Handel und Herstellung, haben Angst vor etwas.
"Sie wissen, dass es eine Macht gibt, so organisiert, suptil, aufmerksam, verzweigt und allumfassend, dass sie besser nur flüsterten, wenn sie ihre Stimme gegen sie richteten."
Wodrow Wilson, ehemaliger Präsident der USA
"Jedesmal, wenn eine Bank einen Kredit gibt, wird neues Guthaben erzeugt--neue Einlagen--brandneues Geld."
Graham F. Towers, Direktor der Bank von Kanada,1934-54
"Der Vorgang, mit dem die Banken Geld erzeugen, ist so simpel, dass der Geist ihn kaum fassen kann."
John Kenneth Galbraith, Ökonom
"Erlaubt mir, das Geld eines Staates auszustellen und zu kontrollieren, und es ist mir egal, wer seine Gesetze macht."
Mayer Anselm Rothschild, Bankier
Geld als Schuld
Zwei große Geheimnisse bestimmen unser Leben:
Liebe und Geld.
Was Liebe ist, dieser Frage wurde schon ausführlich nachgegangen, in Geschichten, Liedern, Büchern, Film und Fernsehen--
Dasselbe kann aber nicht über Geld gesagt werden.
Es ist nicht überraschend, dass Geldtheorie keine Kinohits inspiriert hat, aber sie wurde ja nichtmal an den Schulen, die die meisten von uns besucht haben, erwähnt.
Den meisten kommt auf die Frage, wo denn das Geld überhaupt herkommt, das Bild der Münzanstalt in den Sinn, die Noten druckt und Münzen presst.
Geld, so glauben die meisten, wird von der Regierung hergestellt. Das stimmt.... ,aber nur teilweise.
Diese Symbole für Werte aus Metall und Papier, von denen wir als Geld sprechen, werden tatsächlich von einer Behörde des Staates hergestellt. ( Bei uns diverse nationale Münzanstalten )
Aber der Großteil des Geldes kommt nicht von diesen Anstalten, er wird hergestellt--alltäglich, und in riesigen Mengen--von privaten Gesellschaften, die sich Banken nennen.
Die meisten von uns glauben, dass Banken Geld verleihen, dass ihnen andere anvertraut haben--leicht vorstellbar, aber nicht die Wahrheit.
Tatsächlich erschaffen Banken das Geld, dass sie verleihen--
es stammt weder aus ihren eigenen Einnahmen, noch aus verwalteten Guthaben, sondern unmittelbar aus dem Versprechen des Schuldners, es zurückzuzahlen.
Des Schuldners Unterschrift auf dem Vertrag stellt eine Verpflichtung dar, der Bank das Geld zurückzuzahlen--plus Zinsen.... ,oder das Haus, das Auto, oder sonstige Güter zu verlieren, die man als Sicherheit vorweisen mußte.
Das ist eine bedeutende Verbindlichkeit für den Schuldner.
Zu was verpflichtet sich die Bank durch diese Unterschrift?
Die Bank darf nun das Volumen des Kredits herbeizaubern und einfach auf das Konto des Schuldners buchen. Klingt unglaublich?
Das kann doch bestimmt nicht wahr sein.... Aber das ist es.
Um zu zeigen, wie es zu diesem "Wunder" des modernen Bankwesens kam, betrachten wir einmal "Das Märchen des Goldschmieds": Früher einmal, da wurde beinahe alles als Geld benutzt, es mußte nur handlich sein und für viele Leute einen Wert darstellen, so dass man es als Tauschwert benutzen konnte, etwa für Nahrung, Kleidung und Unterkunft. Muscheln, Kakaobohnen, hübsche Steine, selbst Federn wurden schon als Geld genutzt.
Gold und Silber waren reizvoll, weich und einfach zu verarbeiten, daher wurden einige Kulturen sehr erfahren im Umgang mit diesen Materialien. Goldschmiede erleichterten den Handel, indem sie Münzen gossen--genormte Einheiten dieser Metalle, deren Gewicht und Reinheit zertifiziert war.
Und um sein Gold zu schützen, brauchte der Goldschmied ein Tresor, und schon bald standen seine Mitmenschen vor der Tür, die Platz im Tresor mieten wollten, um auch ihr Gold zu schützen.
Rasch hatte der Goldschmied allen Platz im Tresor vermietet und verdiente ein wenig an seinem Tresormietgewerbe.
Jahre gingen ins Land.... , da machte der Goldschmied eine gerissenen Beobachtung: Einleger kamen selten herein, um ihr eigentliches Gold abzuholen, und sie kamen niemals alle gemeinsam.
Und zwar, weil die "Schecks", die der Goldschmied als Quittungen für das Gold geschrieben hatte, auf dem Markt gehandelt wurden., als wären sie das Gold selbst. Dieses Papiergeld war sehr viel praktischer als schwere Münzen und Mengen konnten einfach beziffert werden, anstatt mühsam einzeln gezählt werden zu müssen.
Inzwischen führte der Goldschmied ein weiteres Geschäft: Er verlieh sein Gold gegen Zinsen. Als sein praktisches Scheckgeld in Umlauf kam, verlangten Schuldner Kredite zunehmend in Form des Scheckgelds, anstatt des tatsächlichen Metalls.
Als die Wirtschaft wuchs, wollten mehr und mehr Leute Kredite vom Goldschmied. Da kam dem Goldschmied eine noch bessere Idee: Er wusste, dass nur sehr wenige seiner Einleger jemals ihr tatsächliches Gold zurücknahmen, da dachte er, er könne mit Leichtigkeit Schecks ausstellen, die vom Gold seiner Einleger gedeckt würden, zusätzlich zu seinem eigenen. Solange diese Kredite zurückgezahlt werden würden, merkten seine Kunden davon garnichts und blieben schadlos.
Während der Goldschmied-- nun eher Bankier als Handwerker--einen weit größeren Profit machen würde, als er könnte, wenn er nur sein eigenes Gold verleihen würde. Jahrelang genoss der Goldschmied so im Geheimen ein gutes Einkommen--von den Zinsen seiner Einlagen und der seiner Einleger. Nun ein bedeutender Geldgeber, wurde er ständig reicher, als seine Mitbürger, und er zeigte es....
Der Verdacht regte sich, dass er das Geld seiner Einleger ausgab.
Seine Einleger kamen zusammen und drohten damit, ihr Gold zurückzufordern, sollte der Goldschmied nicht auspacken, woher dein plötzlicher Wohlstand kam. Entgegen möglicher Erwartungen war das keine Katastrophe für den Goldschmied. Trotz seines doppelten Spiels funktionierte sein Plan: Die Einleger hatten überhaupt nichts verloren, ihr Gold war alles im Tresor in Sicherheit. Anstatt ihr Gold zurückzufordern, forderten die Anleger, dass der Goldschmied--nun ihr Bankier--sie beteiligte, indem er ihnen Zinsen zahlte.
Das war der der Anfang des Bankwesens.
Der Bankier bezahlte einen geringen Zins auf Einlagen des Geldes anderer Leute, dass er dann wiederum anderen zu höherem Zins verlieh. Die Differenz deckte den Unterhaltskosten der Bank, und ihren Profit.
Die Logik dieses Systems ist einfach, und sie erscheint wie ein sinnvoller Weg, die Nachfrage nach Krediten zu decken.
Allerdings ist das nicht die Weise, wie das Bankwesen heutzutage funktioniert.
Unser Goldschmied/Bankier war nicht zufrieden mit seinem Einkommen, das blieb, nachdem die Zinsen mit seinen Einlegern geteilt waren, und die Nachfrage nach Krediten wuchs rapide, als Europäer weltweit ausströmten.
Aber Kredite waren durch die Menge an Gold im Tresor eingeschränkt. Dann hatte er noch eine dreistere Idee: Da niemand außer ihm selber wußte, wieviel überhaupt in seinem Tresor war, konnte er sogar Schecks verleihen, die überhaupt nicht durch Gold gedeckt waren--
Solange die Scheckbesitzer nicht gleichzeitig zum Tresor kamen, um ihr Gold abzuholen, wie sollte es jemand bemerken? Diese neue Intrige funktionierte sehr gut und der Bankier wurde unwahrscheinlich reich durch Zinsforderungen für Gold, das garnicht existierte.
Die Vorstellung, dass der Bankier einfach Geld aus dem Nichts schaffen konnte, war zu unerhört, um geglaubt zu werden, also kam dieser Gedanke den Leuten lange nicht.
Aber die Macht, Geld einfach zu "erfinden", stieg dem Bankier zu Kopf, wie man sich wohl vorstellen kann. Mit der Zeit erregte das Ausmaß seiner Kredite und der pompöse Reichtum des Bankiers einmal mehr Verdacht.
Einige Kreditnehmer verlangten wieder echtes Gold anstatt der papiernen Schecks. Gerüchte gingen um--plötzlich tauchten einige reiche Einleger auf, um ihr Gold zurückzufordern.
Das Spiel war aus: Ein Meer von Scheckbesitzern versammelte sich auf der Straße vor den verschlossenen Tüten der Bank.
Tja, leider hatte der Bankier nicht genug Gold und Silber, um all das Papier auszuzahlen, das er ihnen gegeben hatte. So was nennt man "Ansturm auf die Bank"--und es ist, wovor sich jeder Bankier fürchtet.
Dieses Phänomen eines Ansturms auf die Bank ruinierte einzelne Banken--und kam überraschend, schädigte das öffentliche Vertrauen in alle Bankiers.
Es wäre naheliegend gewesen, die Praxis der "Gelderschaffung aus dem Nichts" für illegal zu erklären, aber die großen Mengen an Krediten, die die Bankiers anboten, waren für den Erfolg des europäischen Wirtschaftswachstums notwendig geworden.
Also wurde diese Praxis stattdessen legalisiert und reguliert.
Die Bankiers verpflichteten sich, Beschränkungen auf die Menge des fiktiven Schuldgelds zu achten. Die Schranke wäre weiterhin eine viel größere Zahl, als die tatsächliche Menge als Gold und Silber im Tresor.
Sehr oft war das ein Verhältnis 9:1. Diese Regeln wurden durch Stichproben durchgesetzt. Es wurde auch abgemacht, dass im Falle eines Ansturms, die Zentralbank örtliche Banken mit Notfalleinlagen unterstützen würde.
Nur durch einen ausgedehnten Ansturm auf mehrere Banken gleichzeitig, könnte die Kreditblase platzen und das System zusammenbrechen.
Das Geldsystem von Heute
Über die Jahre wurde das "fractional reserve system" und seine integrierten Banken, die von der Zentralbank geschützt werden, das beherrschende Geldsystem der Welt.
Gleichzeitig wurde der Bruchteil des Goldes, der das Schuldgeld deckt, ständig kleiner--bis nichts mehr übrig blieb.
Das grundlegende Wesen von Geld hat sich verändert: Früher war der Papierdollar tatsächlich eine Quittung, die man bei der Zentralbank gegen eine feste Menge Gold oder Silber umtauschen konnte.
Heutzutage kann man einen Papier- oder Digitaldollar nur gegen einen weiteren solchen eintauschen.
Früher gab es privat geschaffene Kredite nur in Form privater Banknoten, die Leute als Zahlungsmittel ablehnen konnten, so, wie wir private Schecks heute ablehnen können.
Heutzutage ist privat geschaffener Kredit direkt tauschbar in "Fiat-Währung" der Regierung--
Die Dollars, Euros und Pfund, die wir gewohnheitsmäßig als Geld ansehen.
"Fiat-Währung" bedeutet Währung erschaffen durch "Regierungs Fiat", oder Erlass, und Gesetze besagen, dass Bürger diese Währung als Zahlungsmittel akzeptieren müssen, oder Gerichte werden die Schuld nicht geltend machen.
Nun stellt sich also die Frage: Wenn Regierungen und Banken beide einfach Geld erschaffen können, wieviel Geld gibt es dann?
In der Vergangenheit war die komplette Menge Geld, die es gab, beschränkt durch die tatsächliche physische Menge an Gütern, die als Geld genutzt wurden.
Zum Beispiel: Um neues Gold- oder Silbergeld zu erschaffen, musste neues Gold oder Silber gefunden und geschürft werden.
Heutzutage wird Geld buchstäblich als Schuld erzeugt.
Neues Geld wird geschaffen, wann immer jemand einen Kredit von der Bank annimmt.
Das Ergebnis ist, dass die Menge an Geld, die geschaffen werden kann, nur durch einen einzigen Parameter eingeschränkt ist: Dem kompletten Maß der Verschuldung.
1957 - 5 Billionen
Regierungen schaffen ein zusätzliches, satzungsmäßiges Limit auf die Geldmenge, indem sie Grenzwerte festlegen, die "fractional reserve requirements" genannt werden.
Im wesentlichen mutwillig, sind diese Grenzwerte von Land zu Land und von Zeit zu Zeit unterschiedlich.
Früher war es üblich, wenigstens Gold im Wert eines Dollars als Deckung für zehn ungedeckte Dollars zu haben.
Heutzutage gelten die Grenzwerte nicht länger für das Verhältnis Geld zu Gold, sondern gerade Mal für das Verhältnis von neuem Schuldgeld zu vorhandenem Schuldgeld.
Heutzutage bestehen die Reserven einer Bank aus zwei Dingen: der Menge an Bargeld, oder vergleichbarem, die die Bankiers bei der Zentralbank eingelegt haben, und der Menge an bestehendem Schuldgeld, die die Bank als Einlagen hat.
Um das einfach zu veranschaulichen, stellen wir uns einmal vor, dass eine neue Bank gerade neu eröffnet hat und noch keine Einleger hat.
Allerdings haben die Investoren der Bank eine Einlage von 1.111,12 Dollar bei der Zentralbank gemacht--tatsächlich vorhandenes Bargeld bei der Zentralbank. Das nötige Verhältnis (von Schuldgeld zu Bargeld) ist 9:1.
Schritt 1: Die Türen sind geöffnet und die neue Bank begrüßt ihren ersten Kreditnehmer. Er braucht 10.000 Dollar, um ein Auto zu kaufen.
Das Verhältnis von 9:1 erlaubt der Bank, durch ihre Reserven bei der Zentralbank--auch als "Turbogeld"bekannt--einfach und ganz legal Geld zu "erfinden", und zwar die neunfache Menge--
also 10.000 Dollar, auf Grundlage der Verpflichtung des Kreditnehmers.
Diese 10.000 Dollar kommen nirgendwo her--es ist brandneues Geld, einfach in das Konto des Kreditnehmers getippt-- als Bankkredit.
Der Schuldner stellt dann einen Scheck darauf aus, um das gebrauchte Auto zu kaufen.
Schritt 2: Die Verkäuferin löst nun diesen frisch erschaffenen Kredit von 10.000 Dollar bei Ihrer Bank ein.
Im Gegensatz zum "Turbogeld", eingelegt bei der Zentralbank, darf dieser neue Kredit nicht mit dem festgelegten Verhältnis multipliziert werden--stattdessen wird er dadurch geteilt.
Bei einem Verhältnis von 9:1 kann also immerhin ein weiterer Kredit von 9.000 Dollar ausgestellt werden, auf der Grundlage des 10.000 Dollar Schecks.
Schritt 3: Werden diese 9.000 Dollar dann von einer 3. Partei bei derselben Bank eingezahlt, die sie geschaffen hat, oder auch bei einer anderen Bank, so entstehen daraus wiederum weitere Kredite, diesmal im Wert von 8.100 Dollar.
Wie eine russische Matruschka, bei der jede Hülle eine weitere, kleinere beinhaltet, ermöglicht jede solche Einlage einen weiteren, kleineren Kredit-- in einer unendlichen, fallenden Reihe.
Nun, wenn das erschaffene Schuldgeld nicht bei einer Bank landet, dann endet dieser Vorgang, das ist der unvohersehbare Teil des Gelderschaffungsmechanismus.
Wahrscheinlicher aber ist es, dass die Kredite bei jedem Schritt wieder ihren Platz bei einer Bank finden und der anschließende Vermehrungsprozess sich immer und immer wiederholen kann, bis beinahe 100.000 Dollar brandneues Geld im Bankensystem erschaffen wurden.
Dieses ganze neue Geld wurde vollständig aus Schulden erschaffen, und der gesamte Prozess war gesetzlich erlaubt auf Grundlage der eingänglichen Reserven von 1.111,12 Dollar, die immer noch unberührt bei der Zentralbank liegen.
Darüber hinaus: In diesem raffinierten System müssen die Bücher aller Glieder der Kette nachweisen, dass die Bank stets 10% mehr Ein- als Auslagen hat.
Das gibt Banken einen echten Anreiz, Einlagen zu bekommen, um Kredite geben zu dürfen und stützt die allgemeine, irreführende Annahme, dass Kredite aus Einlagen stammen.
Ausser wenn alle nachfolgenden Kredite bei derselben Bank landen würden, kann man also nicht sagen, dass eine Bank ihre anfänglichen "Turbogeldeinlagen" von 1.111,12 Dollar auf fast 90-fache Größe vermehrt hat, indem sie Bankkredite aus dem Nichts ausstellte.
Allerdings ist das Bankensystem ein geschlossener Kreislauf--Bankkredite von einer Bank werden zu Einlagen bei einer anderen und umgekehrt.
Im Idealfall völlig gleichberechtigter Umsätze wäre der schlussendliche Effekt genau derselbe, als würde der gesamte Prozess an nur einer Bank stattfinden.
Und zwar: Die ursprünglichen Einlagen der Bank bei der Zentralbank im Wert von 1.111,12 Dollar ermöglichen es ihr, im Endeffekt Zinsen auf bis zu 100.000 Dollar zu beziehen die die Bank nie besaß.
Banken verleihen Geld, dass sie NICHT HABEN!
Wenn das lächerlich anmutet, schaut hier: In den letzten Jahrzehnten sind durch beständigen Lobbyismus der Banken die Bedingungen, um neue Einlagen in der Zentralbank zu machen, in manchen Ländern so gut wie aufgehoben worden,
und das tatsächliche Verhältnis ist nicht unbedingt länger 9:1.
Für manche Gattungen von Bankkonto sind 20:1 oder auch 30:1 üblich.
In manchen Fällen gar keine Reserven. In jüngerer Zeit--indem man Kreditgebühren nutzt, um die nötigen Reserven vom Kreditnehmer zu holen--haben Banken einen Weg gefunden, Reservebedingungen komplett zu umgehen.
Also.... auch wenn die Regeln komplex sind, merkt der gesunde Menschenverstand: Banken können soviel Geld erschaffen, wie wir leihen können.
Jedermann spürt unbewußt, dass Banken kein Geld verleihen.
"Wenn man von seinem Konto abheben möchte, sagt einem die Bank nie, dass man gerade nicht kann, weil sie das Geld jemand anderem geliehen hat."
Mark Mansfield, Ökonom und Author
Trotz der ständig gezeigten Münzanstalten, macht von der Regierung ausgestellte Geld normalerweise weniger als 5% der Geldmenge im Umlauf aus.
Mehr als 95% alles heutzutage vorhandenen Geldes wurde erschaffen, indem jemand mit seiner Unterschrift, einer Schuldverpflichtung gegenüber einer Bank einging.
Hinzukommt, dass dieses Schuldgeld in großen Mengen geschaffen und vernichtet wird-- jeden Tag--indem neue Schulden gemacht und alte abbezahlt werden.
"Ich fürchte, dass ein normaler Bürger nicht gerne hört, dass Banken Geld erschaffen können und es auch tun. ....Und die über den Kredit einer Nation verfügen, lenken deren Politik und haben das Schicksal des Volkes in der Hand."
Reginald McKenna, vormaliger Vorsitzender der Midlands Bank of England
Banken können dieses Geldsystem nur betreiben, wenn die Regierung kooperiert.
Zunächst verabschieden Regierungen Gesetze, die eine Währung als gesetzliches Zahlungsmittel etablieren.
Dann erlauben es Regierungen den privaten Banken, Kredite dieser Währung auszuzahlen.
Weiterhin setzen staatliche Gerichte Schuldforderungen um.
Zuguterletzt verabschieden Regierungen Regelungen, um die Funktionalität und Glaubwürdigkeit in den Augen der Öffentlichkeit zu sichern, während sie rein garnichts tun, um die Öffentlichkeit darüber informieren, woher Geld eigentlich kommt.
Die einfache Wahrheit ist, dass sobald wir auf der gepunktelten Linie unterschreiben, um einen sogenannten Kredit zu erhalten, unsere Verpflichtung, ihn zurückzuzahlen--abgesichert durch die Güter, die wir als "Sicherheit" angeben und im Falle der Insolvenz abgeben müssen--
das einzig wirklich wertvolle in diesem Handel darstellt.
Für jeden der glaubt, dass wir unserer Verpflichtung nachkommen werden, stellt dieser Vertrag, oder Pfand, nun ein handliches, tauschbares und verkäufliches Stück Papier dar. Es ist ein Schuldschein, (I.O.U=I owe you), der einen echten Wert darstellt und daher eine Art Geld ist.
Es ist genau das Geld, dass der Schuldner gegen seinen sogenannten Kredit tauscht.
Nun bedeutet aber ein Kredit in der echten Welt, dass der Geber etwas zu verleihen haben muß.
Wenn man einen Hammer benötigt, wird die Leihgabe eines Hammers, den es nicht gibt, nicht viel helfen.
Aber in der künstlichen Welt des Geldes darf das Versprechen einer Bank, Geld zurückzuzahlen, das sie nicht hat, als Geld verbreitet werden.... und wir akzeptieren es als solches.
"So ist unser national umlaufendes Medium nun Transaktionen von Banken ausgeliefert, die verleihen-- nicht Geld, sondern Versprechen Geld zu liefern, das sie nicht haben"
Irving Fisher, Ökonom und Author
Sobald der Kreditnehmer den Schuldvertrag unterschreibt, erfüllt die Bank ihren Teil des Handels, indem sie mit wenigen Tastenanschlägen ein entsprechendes Guthaben des Schuldners bei der Bank schafft.
Vom Standpunkt des Schuldners wird daraus Schuldgeld auf seinem oder ihrem Konto.
Weil die Regierung zuläßt, dass die Schuld der Bank gegenüber dem Kreditnehmer in Fiatwährung der Regierung verwandelt werden kann, muß jeder diese so annehmen--als Geld.
Und wieder ist die zugrundeliegende Wahrheit sehr einfach: Ohne den Schuldvertrag, den der Schuldner unterschrieben hat, hätte der Bänker rein garnichts zu verleihen.
Haben sie sich je gewundert, wie jeder--Regierungen, Konzerne, kleine Unternehmen, Familien--alle gleichzeitig verschuldet sein können, und in diesem astronomischen Ausmaß?
Haben sie sich je gefragt, wie überhaupt soviel Geld zum Verleih existieren kann?
Jetzt wissen sie es! Gar nicht! Banken verleihen kein Geld, sie erschaffen es aus Schulden.
Und da Schulden potenziell unbegrenzt sind, ist es auch der Nachschub an Geld. Und wie es sich herausstellt, ist das Gegenteil ebenfalls wahr: Keine Schulden, Kein Geld.
Ist es nicht erstaunlich, dass trotz des unglaublichen Reichtums an Recourcen, Innovation und Produktivität, beinahe jeder von uns--von Regierungen über Unternehmen bis zu Individuen--schwer bei Bankiers verschuldet sind?
Wenn die Leute nur innehalten und nachdenken würden.
Wie kann das sein? Wie kann es sein, dass die Leute, die tatsächlich den ganzen Reichtum in der Welt herstellen, verschuldet sind--bei denen, die gerade mal das Geld verleihen, dass diesen Reichtum darstellt.
Noch erstaunlicher ist, dass sobald wir begreifen, dass Geld eigentlich Schuld ist, wir begreifen, dass, würde es keine Schulden geben, es gar kein Geld gäbe.
"So ist unser Geldsystem: Gäbe es keine Schulden in unserem Geldsystem, dann gäbe es gar kein Geld."
Mariner S.Eccles, Vorsitzender und Chef des Federal Reserve Board
Wenn das für sie Neuigkeiten darstellt, sind sie nicht allein.
Die meisten stellen sich vor, dass wenn alle Schulden abbezahlt wären, es der Wirtschaft gut tun würde.
Das stimmt sicherlich von einem persönlichen Standpunkt:Genau wie wir mehr Geld zum ausgeben haben, sobald unsere Kreditabzahlungen beendet sind, glauben wir, dass falls jeder schuldenfrei wäre, es insgesamt mehr Geld zum ausgeben gäbe.
Aber das genaue Gegenteil ist wahr: Es gäbe überhaupt gar kein Geld mehr.
So ist es also, wir sind volkommen abhängig von neuen Bankkrediten, damit es überhaupt Geld gibt.
Keine Kredite, Kein Geld--genau das, was während der Wirtschaftskrise passierte.
Der Geldnachschub schwand drastisch, als der Nachschub an Krediten nachließ.
"Es ist ein erschütternder Gedanke: Wir sind vollkommen abhängig von den Banken.Jemand muss jeden Dollar, der im Umlauf ist, Bar oder nicht, leihen.
Wenn die Banken reichlich künstliches Geld herstellen, herrscht Wohlstand. Wenn nicht, verhungern wir.
Wie haben absolut kein nachhaltiges Geldsystem.
Sobald man einen Blick auf das gesamte Bild wirft, erscheint die tragische Absurdität unserer hoffnugslosen Lage unglaublich, aber so ist es"
Robert H. Hemphill, Kreditmanager, Federal Reserve Bank Atlanta
Fortwährende Schulden
Und das ist noch nicht alles: Banken erschaffen nur das Grundkapital.
Sie erschaffen nicht die Menge, die für Zinsen erforderlich ist.
Doch wo soll die herkommen?
Der einzige Ort, an den Schuldner gehen können, um das Geld zu bekommen, um die Zinsen zu bezahlen, ist die allgemein zugängliche Geldmenge.
Aber fast alles darin wurde auf dieselbe Weise geschaffen--als Bankkredit, der zurückgezahlt werden muß--mit mehr als erschaffen wurde.
Also gibt es überall andere Schuldner in derselben Lage: Verzweifelt versuchend, das Geld zu bekommen, dass sie brauchen, um Schuld UND Zinsen zurückzuzahlen--aus der gesamten Geldmenge, die nur auf Grundschulden beruht.
Es ist einfach unmöglich, dass Jeder Grundschuld und Zinsen zurückzahlen kann, da das Geld für die Zinsen nun Mal nicht existiert.
Das kann man sogar mit einer einfachen mathematischen Formel darstellen: P:P+I P=Principal, also Grundschulden, sowie Geldmenge; I=Interest, Zinsen
Das grosse Problem ist, dass bei langfristigen Krediten, wie Hypotheken und Staatsverschuldung, die totalen Zinsen bei weitem die Grundschuld übertreffen. I:P+I
Es sei denn, es wird eine Menge zusätzliches Geld erschaffen, um die Zinsen zu zahlen, führt das zu einer sehr hohen Zahl an Insolvenzen und Schließungen und einer nicht funktionierenden Wirtschaft.
Um eine funtionierende Wirtschaft aufrechtzuerhalten, muß die Quote der Insolvenzen niedriger sein.
Um das zu erreichen, muß immer mehr Schuldgeld geschaffen werden, um den heutigen Bedarf an Geld zu stillen, also nur um die Zinsen zu bezahlen.
Aber selbstverständlich wird dadurch die Gesammtschuld größer und das führt zu immer mehr Zinsen, was schließlich in einer dauerhaft eskalierenden und unausweichlichen Spirale endet--exponentiell steigender Verschuldung.
Es liegt nur an der Zeitverzögerung zwischen der Gelderschaffung als Krediten und seiner Zurückzahlung, dass die allgemeine Geldknappheit nicht die Tatsachen einholt und das System zusammenbricht.
Wie dem auch sei, während das unersättliche Kreditmonster der Banken größer und größer wird, wird die Notwendigkeit, mehr und mehr Geld zu schaffen, um es zu füttern, immer dringlicher.
Wieso sind die Zinssätze so niedrig? Wieso erhalten wir unaufgefordert Kreditwerbung mit der Post?
Wieso gibt die US Regierung Geld schneller aus als je zuvor?
Könnte es ein Aufschieben des Zusammenbruchs des gesamten Geldsystems sein?
Ein vernünftiger Mensch muß fragen: Kann das echt ewig so weitergehen?
Ist ein Zusammenbruch nicht unausweichlich?
"Etwas das man über unser Geldsystem wissen sollte ist, dass es, genau wie "Reise nach Jerusalem" solange die Musik spielt keine Verlierer gibt."
Andrew Gause, Geldhistoriker
Geld vereinfacht Produktion und Handel.
Steigt der Geldnachschub, verliert Geld zunehmend an Wert--es sei denn die Menge an Handel und Gütern steigt proportional.
Bedenkt man zudem, dass, wenn gesagt wird, die Wirtschaft wachse um 3% pro Jahr, das wie eine stetige Rate klingt--aber das ist sie nicht.
3% in diesem Jahr stellen mehr Güter und Leistungen dar, als 3% im letzten Jahr, denn es sind 3% des neuen Gesamtwerts.
Statt einer Geraden, die man sich anhand der Worte vorstellt, ist es in Wirklichkeit eine exponentielle Kurve, die steiler und steiler wird.
"Das größte Manko der Menschen ist unsere Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen."
Albert A. Bartlett, Physiker
Das Problem ist natürlich, dass ständiges Wachstum der echten Wirtschaft, ständig ansteigenden Gebrauch von Rohstoffen und Energie erfordert.
Mehr und mehr Dinge müssen aus Rohstoffen in Müll verwandelt werden, jedes Jahr, bis in alle Ewigkeit--nur um den Zusammenbruch des Systems abzuhalten.
"Jeder der glaubt, exponentielles Wachstum könne ewiglich in einer endlichen Welt fortschreiten, ist entweder ein Irrer, oder ein Ökonom."
Kenneth Boulding, Ökonom
Was können wir gegen diese geradezu furchteinflößende Lage tun?
Eine Sache wäre, ein grundverschiedenes Konzept von Geld anzuerkennen.
Es ist an der Zeit, dass mehr Leute sich und ihren Regierungen 4 einfache Fragen stellen.
Rund um die Welt leihen Regierungen Geld gegen Zinsen von privaten Banken--Staatsverschuldung ist ein wesentlicher Teil der Totalverschuldung.
Die Zinsen zu decken bedarf eines großen Teils unserer Steuern.
Nun wissen wir, dass Banken das Geld das sie nicht verleihen, einfach "erfinden"
und die Regierungen haben ihnen die Erlaubnis gegeben, das zu tun.
Die erste Frage ist: Warum leihen Regierungen das Geld von privaten Banken gegen Zinsen, wenn sie das Geld, das sie benötigen, genausogut selbst--und zinsfrei--erstellen könnten?
Die zweite große Frage ist: Wieso überhaupt Geld als Schuld generieren?
Wieso nicht Geld schaffen, das ständig umläuft, und nicht fortwährend gegen Zinsen erneuert geliehen werden muß um überhaupt zu existieren?
Die dritte Frage: Wie kann ein Geldsystem, das nur unter andauernd beschleunigtem Wachstum funktioniert, genutzt werden, um eine nachhaltige Wirtschaft zu schaffen?
Ist es denn nicht einleuchtend, dass andauernd beschleunigtes Wachstum und Nachhaltigkeit inkompatibel sind?
Zuguterletzt: Warum ist unser jetziges System vollständig abhängig von andauerndem Wachstum?
Was muß geändert werden, um die Entstehung einer nachhaltigen Wirtschaft zu ermöglichen?
Wucher
Es gab eine Zeit, da wurde jegliche Zinsnahme auf Kredite als Wucher bezeichnet und wurde mit harten Strafen geahndet--eingeschlossen dem Tod. Jede große Religion verbat Wucher.
Die meisten Argumente gegen diese Praxis waren moralischer Natur.
Es war anerkannt, dass der einzige, legitime Zweck des Geldes, die Vereinfachung des Handels echter Güter und Dienstleistungen war.
Jedwede Art, Geld zu verdienen einfach indem man Geld hatte, wurde als das Verhalten eines Parasiten angesehen--oder eines Diebes.
Als jedoch der Kreditbedarf des Handels anstieg, wurden moralische Argumente schließlich durch das Argument abgelöst, dass Verleih ein Risiko beinhaltet, als auch eine Gelegenheitseinbuße des Verleihers, und somit das Bestreben des Verleihers, einen Profit daraus zu schlagen, berechtigt sei.
1700,1800,1900, Heutzutage erscheint der Gedanke altmodisch.
2000-- Heutzutage wird das Prinzip, Geld aus Geld zu machen, als Ideal angesehen, das man anstrebt--
Wieso sollte man arbeiten, wenn man sein Geld für sich "arbeiten" lassen kann?
Jedoch, wenn man versucht sich eine nachhaltige Zukunft vorzustellen, ist klar, das Zinsnahme nicht nur unmoralisch, sondern auch ein handfestes, systemisches Problem ist.
Stellen sie sich eine Gesellschaft und Wirtschaft vor, die über Jahrhunderte überdauern kann, denn, anstatt ihre Hauptvorräte an Energie zu plündern, beschränkte sie sich auf ihren tagtäglichen Ertrag.
Es wird nicht mehr abgeholzt, als in der selben Zeit nachwächst.
Alle Energie ist erneuerbar: Solar-,Hub-,Geothermal-, Magnetisch- und was wir sonst noch entdecken mögen.
Diese Gesellschaft lebt innerhalb der Grenzen ihrer nicht erneuerbaren Rohstoffe, indem sie alles wiederverwendet und receycelt.
Die Bevölkerung erhält sich selbst und bleibt stabil.
Eine solche Gesellschaft könnte niemals funktionieren auf Grundlage eines Geldsystems, das vollkomen von andauernd beschleunigtem Wachstum abhängt.
Eine stabile Wirtschaft würde ein Geldsystem benötigen, das zumindest in der Lage ist, stabil zu bleiben ohne zu kollabieren.
Nehmen wir an, dieser Kreis stellt das Gesamtvolumen einer stabilen Geldmenge dar.
Nehmen wir weiterhin an, dass Geldleiher tatsächlich Geld besitzen müssen, um es zu verleihen.
Wenn nun manche innerhalb dieser Geldmenge anfingen, systematisch Geld gegen Zins zu verleihen, würde ihr Anteil an der Geldmenge wachsen.
Wenn sie alles beständig weiterverleihen würden--eingeschlossen der eingenommenen Zinsen--was wäre das unausweichliche Ergebnis?
Ob nun Gold, Fiat- oder Schuldgeld--es ist gleich: Die Geldverleiher hätten schließlich alles Geld.
Und nach den Schließungen und Insolvenzen sogar noch alle echten Besitztümer.
Nur wenn die Gewinne des Verleihs gegen Zins gleichmäßig innerhalb der Bevölkerung verteilt würden, wäre dieses Kernproblem beseitigt.
Schwere Besteuerung von Bankengewinnen könnte dieses Ziel erreichen--aber wieso sollten Banker dann weiterhin Interesse an ihrem Geschäft haben?
Wenn wir jemals in der Lage sein wollen, uns aus der derzeitigen Lage zu befreien, könnten wir uns das Bankwesen geführt als gemeinnützigen Dienst an der Gesellschaft vorstellen, der die Zinseinnahmen als allgemeine Bürgerdividende ausschüttet--oder verleiht ohne überhaupt Zinsen zu verlangen.
"Ich habe noch niemals jemand gesehen, der durch Logik und Verstand begründen konnte, weshalb die Regierung ihr eigenes Geld leihen sollte.... Ich glaube die Zeit wird kommen, in der die Leute fordern werden, dass dies geändert wird.
Ich glaube in diesem Land wird die Zeit kommen, in der sie sogar Sie, mich und alle anderen mit dem Kongress verbundenen Leute beschuldigen werden, die nichts getan und zugesehen haben, während dieses idiotische System weiterlief."
Wright Patman, demokratischer Abgeordneter 1928-1976
Vorsitzender des Kommitees für Bankwesen und Währung 1963-1975
Das System verändern
Wenn es die grundlegende Natur des Systems ist, die die Probleme verursacht, wird flicken daran sie niemals lösen.
Das System muß ausgetauscht werden.
Viele Kritiker des Geldwesens fordern eine Rückkehr zum goldgedeckten Geld und behaupten, Gold habe eine lange Geschichte der Verlässlichkeit.
Sie vernachlässigen die vielen Schwindel, die mit Gold betrieben werden können: Münzen abschaben, das Metall verdünnen, den Markt bestimmen--was alles reichlich im alten Rom betrieben wurde und zu seinem Niedergang beitrug.
Manche befürworten Silber, da es häufiger vorkommt als Gold, und deswegen schwieriger zu monopolisieren ist.
Viele stellen in Frage, ob man überhaupt zurück zu Edelmetallen wechseln sollte--niemand möchte wieder schwere Beutel mit Münzen herumschleppen, um einkaufen zu gehen.
Mit Sicherheit wäre Papier-,Digital-,Plastik-,oder wahrscheinlich biometrisch gekennzeichnetes Geld, das tatsächliche Tauschmittel mit dem selben Potenzial, unendlich viel Schuldgeld zu schaffen, dass wir bereits Heute haben.
Darüberhinaus würde Gold einmal mehr die einzige legale Grundlage des Geldes sein, hätten die, die kein Gold besitzen, auf einmal kein Geld.
Andere Befürworter einer Währungsreform schlussfolgerten, dass Gier und Unehrlichkeit die Hauptprobleme sind, und dass es bessere Wege geben muß, ein ehrliches und gerechtes Geldsystem zu schaffen, als wieder auf Gold oder Silber zu bauen.
Erfinderische Geister haben eine Vielzahl alternativer Wege vorgeschlagen, Geld zu generieren.
Viele private Tauschsysteme erzeugen Geld als Schuld, so wie es Banken tun, aber es wird offen gemacht und ohne Zinsen zu fordern.
Ein Beispiel ist ein Tauschsystem, in dem Schulden als Verpflichtung für Arbeitsstunden ausgedrückt werden--wobei alle Arbeit gleich bewertet wird, mit einem Geldbetrag, der dann den Tausch von Stunden in den Preis von Gütern erlaubt.
Diese Art Geldwesen kann von jedem aufgestellt werden, der eine Möglichkeit hat, die Buchführung zu erledigen, und gewillte, vertrauenswürdige beteiligte zu finden.
Ein lokales Tauschhandelsystem zu erstellen, selbst wenn es im Moment kaum von Nutzen wäre, wäre ein umsichtiger Plan für den Notfall in jeder Gemeinde.
Eine Währungsreform, genau wie eine Wahlrechtsreform, ist ein großes Thema und eines, das den Willen zur Veränderung und zum Querdenken voraussetzt.
Eine Währungsreform, wieder genau wie eine Wahlrechtsreform, wird nicht von selbst stattfinden, da die enorm einflussreichen Interessen, die vom Status Quo profitieren, ihr mögliches tun werden, um ihren Vorteil zu erhalten.
Jetzt, da wir gesehen haben, dass Geld nur ein Gedanke ist, und dass in Wirklichkeit Geld alles sein kann, was wir dazu machen, hier ein sehr einfaches, alternatives Konzept von Geld als Erwägung: Diese Variante beruht auf Systemen, die in der Vergangenheit funktioniert haben--in England und Amerika. Systeme, die von den Goldschmieden/Bankiers und ihrem System untergraben wurden.
Um eine Wirtschaft auf Grundlage von dauerhaftem, zinslosen Geld zu schaffen, könnte Geld einfach von der Regierung erschaffen und der Wirtschaft zugeführt werden.
Vorzugweise durch den Bau haltbarer Infrastruktur, die der Wirtschaft nutzt, so wie Strassen, Eisenbahnen, Brücken, Häfen und öffentlichen Märkten.
Dieses Geld würde nie als Schuld erschaffen werden, sondern als Wert--ein Wert in Form dessen, wofür es ausgegeben wurde. Würde dieses Geld einen entsprechenden Handelszuwachs fördern, der seine Nutzung erforderlicher machen würde, würde das überhaupt gar keine Inflation nach sich ziehen.
Wenn Regierungsausgaben aber doch zu Inflation führen würden, gäbe es zwei Möglichkeiten: Inflation als Entsprechung einer allgemeinen Steuer auf Geld--ob das Geld nun 20% an Wert verliert, oder die Regierung 20% des Geldes von uns einzieht, die Auswirkung auf unsere Kaufkraft ist dieselbe.
So gesehen könnte Inflation anstelle von Besteuerung politisch vertretbar sein--wenn damit gut und in Grenzen gehaushaltet wird.
Im Moment haben wir beides Inflation und Steuern.
Oder aber die Regierung könnte Inflation entgegenwirken, indem sie Steuern aus dem System entzieht und somit die Geldmenge verringert und ihren Wert stabilisiert.
Um Deflation zu steuern--den Vorgang fallender Löhne und Preise--würde die Regierung einfach mehr Geld schaffen und ausgeben.
Ohne konkurrierende, private Schuldgeldherstellung hätten Regierungen wirksamere Mittel, um die Geldmenge ihres Staates zu kontrollieren.
Die Öffentlichkeit wüsste, wer die Schuld trägt, wenn etwas schief liefe.
Regierungen würden an ihrer Fähigkeit, den Geldwert stabil zu halten, gemessen werden.
Die Regierung würde weiterhin durch Steuern finanziert, wie jetzt schon, aber die Steuergelder würden sehr viel mehr nutzen, da nichts davon gebraucht werden würde, um die Zinsen an private Bankiers zu bezahlen.
Es könnte keine Staatsschuld geben, falls die Regierung einfach das benötigte Geld schaffen würde.
Unsere gemeinschaftliche Knechtschaft zu den Banken, durch Zinsen auf die Staatsschuld, wäre nicht länger möglich.
"Geld ist eine neue Form der Sklaverei, unterschieden von der alten lediglich durch die Tatsache, dass sie unpersönlich ist-- es gibt keine Zwischenmenschlichkeit zwischen Herr und Sklave."
Leo Tolstoi
Die unsichtbare Macht
"Niemand ist ein hoffnungsloserer Sklave als die, die fälschlicherweise annehmen sie seien frei."
Johann Wolfgang von Goethe
Was uns glauben gemacht wurde Demokratie und Freiheit zu sein, ist in Wirklichkeit eine raffinierte und unsichtbare Art wirtschaftlicher Diktatur.
Solange unsere Gesellschaft vollständig abhängig von ständig erneuerten Bankkrediten ist, um die Geldmenge zu erhalten, werden Bankiers in der Position sein zu entscheiden, wer das Geld bekommt, das er braucht, und wer nicht.
"Das moderne Bankwesen stellt Geld aus dem Nichts her. Der Vorgang ist vielleicht der verblüffendste Taschenspielertrick, der jemals erfunden wurde.
Das Bankwesen wurde ersonnen im Frevel und geboren in Sünde.
Bankiers besitzen die Welt. Nimm sie ihnen und lass ihnen die Macht, Geld zu erschaffen, und mit einem Federstrich werden sie genug Geld haben, um sie wieder zurückzukaufen.... Nimm ihnen die Macht, und alle großen Vermögen wie meines werden verschwinden, und sie sollten verschwinden, denn so wäre dies eine bessere und fröhlichere Welt.
Aber wenn du weiterhin Sklave der Banken sein willst, und den Preis deiner eigenen Versklavung bezahlen willst, dann lasse die Bankiers weiter Geld erschaffen und Kredite kontrollieren."
Sir Josiah Stamp, Direktor der Bank of England, 1928-1941
( dem nachgesagt wird, zu der Zeit der 2. reichste Mann in England gewesen zu sein)
"Das Unvermögen der Kolonisten, ihr eigenes Geld dauerhaft ohne George III und die internationalen Bankiers auszustellen, war der Hauptgrund für den Unabhängigkeitskrieg."
Benjamin Franklin
Wenige Leute sind sich heutzutage bewußt, dass die Geschichte der USA seit der Revolution von 1776, größtenteils die Geschichte eines epischen Kampfs um die dauerhafte Freiheit vor der Kontrolle der europäischen internationaler Banken war.
Dieser Kampf wurde schließlich im Jahr 1913 verloren, als Präsident Woodrow Wilson den "Federal Reserve Act" unterschrieb und damit dem internationalen Bankenkartell die Kontrolle über Amerikas Geld übertrug.
"Ich bin ein zutiefst unglücklicher Mann. Ich habe unwissentlich mein Land ruiniert. Eine große industrielle Nation wird von ihrem Kreditwesen kontrolliert. Unser Kreditwesen ist vereinigt. Daher ist das Wachstum unserer Nation und alle unsere Tätigkeiten in den Händen weniger.
Wir sind eine der schlechtregiertesten, meistkontrollierten und beherschtesten Regierungen der Welt.
Nicht länger eine Regierung der freien Meinung, nicht länger eine Regierung der Überzeugung, oder des Mehrheitsentscheids, sondern eine Regierung der Ansichten und Nötigungen, einer kleinen Gruppe beherrschender Männer."
Woodrow Wilson, Präsident der USA, 1913-1921
Die Macht dieses Systems ist tief verwurzelt, genauso wie das erzieherische und mediale Schweigen zu diesem Thema.
Vor Jahren befragte der kanadische stellvertretende Premierminister eine Menge Nichtökonomen, Intellektuelle, sowie Otto Normalverbraucher auf der Strasse, und fand heraus, dass nicht einer von ihnen ein zutreffendes Bild von der Geldherstellung hatte.
Tatsächlich kann wohl sagen, dass die meisten Leute, eingeschlossen der sichtbaren Mitarbeiter der Banken, dem Thema niemals einen Gedanken gewidmet haben.
Und Sie?
"All die Ratlosigkeit, Verwirrung und Verzweiflung in Amerika, entsteht nicht so sehr durch Fehler in der Verfassung oder des Staatenbunds, nicht durch Mangel an Ehre oder Tugend, als durch die ausgesprochene Ignoranz gegenüber dem Wesen von Geld, Kredit und Geldkreislauf."
John Adams, Urheber der amerikanischen Verfassung
Das moderne Geld als Schuldsystem wurde vor etwas mehr als 300 Jahren begründet, als die erste königliche Bank eingerichtet wurde durch die königliche Charta zum fraktionalen Verleih von Schecks auf Gold in einem bescheidenen Verhältnis von 2:1
Dieses bescheidene Verhältnis war nur der sprichwörtliche Fuß in der Tür--das System ist inzwischen weltumspannend, erschafft nahezu unbegrenzte Mengen an Geld aus dem Nichts, und bindet beinahe jeden Erdenbürger an eine ständig wachsende Schuld, die niemals abbezahlt werden kann.
Hätte es zufällig dazu kommen können? ... oder ist es eine Verschwörung? Offensichtlich steht hier sehr viel auf dem Spiel.
Wer auch immer die Geldmenge in unserem Land kontrolliert, ist der uneingeschränkte Herrscher über den gesamten Handel und die Industrie...
Und sobald man begreift, dass das ganze System sehr einfach gesteuert werden kann, so oder so, durch einige wenige an seiner Spitze, dann braucht einem nicht mehr erklärt zu werden, woher Zyklen der Inflation und Rezession kommen"
James A. Garfield, ermordeter Präsident der USA
"Die Regierung sollte sämtliches Geld und Guthaben schaffen und in Umlauf bringen, das sie braucht, um den Bedarf ihrer selbst zu decken.
Durch Einführung dieses Prinzips würden die Steuerzahler Unmengen an Zinsen sparen.
Das Privileg, Geld zu schaffen und auszustellen ist nicht nur das höchste Vorrecht der Regierung, sondern auch ihre größte gestalterische Einflußmöglichkeit."
Abraham Lincoln, ermordeter Präsident der USA
"Bis die Geldschöpfung wieder der Regierung obliegt und als ihre deutlichste Verantwortung anerkannt wird, ist alles Gerede über Souveränität des Parlaments und Demokratie leer und aussichtslos.... Sobald eine Nation diesen Einfluß abtritt, ist es gleich, wer ihre Gesetze schreibt.... Zinswucher, sobald wirksam, zerstört jede Nation.
William Lyon Mackenzie King, ehemaliger Premierminister von Kanada
(Der die Bank von Kanada verstaatlichte)
"Money as Dept"
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by Paul Grignon
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Bob Bossin
Editing assistance
Tsiporah Grignon
Dies ist eine freie Übersetzung und kein Aufruf zur Gewalt
Natürlich sollte es nicht heißen Graham-Bank, sondern Grameen Bank.
Wenn möglich bitte auch im Eingangsartikel abändern.
Danke