Hier hatte ich mit der Bewertung von Haiders Ableben angefangen und damit, u.a. Robert Misik zu zitieren. Das tue ich jetzt schon wieder. Aber erst genügen wir mal unserer Chronistenpflicht: Jochen und ich hatten recht: Jörg Haider ist mit
1,8 Promille im Blut in den Tod gerast. Natürlich sollte das nicht an die Öffentlichkeit, wie "die Presse" vermeldet, wegen des Staatsbegräbnisses am Samstag, aber nu' isses raus. Die medizinischen Tatsachen kann ich direkt aus dem "Presse"-Artikel übernehmen:
■1,8 Promille: Eine Alkoholisierung in diesem Ausmaß entsteht, wenn zuvor sechs bis acht große (vier Liter) Bier oder 16 bis 20 Achterl (2,5 Liter) Wein getrunken wurden. Das sind, so Experten, Richtwerte. Denn der konkrete Alkoholgehalt im Blut hängt ab vom Körpergewicht, der Konstitution, von der Menge der verzehrten Speisen und der Zeit, in der Alkohol konsumiert wird. Pro Stunde wird 0,1 Promille im Blut abgebaut. Bei 1,8 Promille besteht ein 30-faches Unfallrisiko.
Das schreibt die
TAZ.
Das sagt
Robert Misik
Und das Land Kärnten wird eine
Schadensersatzforderung stellen.
Solche Bilder sind schon früher überliefert worden:
Das gibt keinen Raum mehr für Verschwörungstheorien: der große Staatsmann war zugelötet und ist viel zu schnell gefahren.
Allerdings blubbert jetzt noch was hoch: die Diskussion um Haiders tatsächliche oder vermeintliche Homosexualität. Ganz offensichtlich gibt es die Diskussion in Österreich schon länger und sie wurde 2000 von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek (mit der ich persönlich überhaupt nichts anfangen kann), noch mal
angestoßen, wobei, wenn ich dem Artikel folge, sich Jelinek mehr durch antihomosexuelle Vorurteile leiten ließ.



Zwangsoutings durch Unbeteiligte und Nazi-Bashing mit den Mitteln der Homophobie finde ich übrigens zum Kotzen, genau wie Schnitzeljagden nach dem Motto: "Isser oder isser nich...'" und die Gleichung Schwul plus rechts gleich Faschist muß für mich trotz Ernst Röhm auch nicht stimmen. Der Vorwurf lautet dann meistens ganz platt: was die als Politik verkaufen ist doch nichts anderes als homosexuelles Geklüngel - und das ist dann wie bei
Lilliana Cavani und
Luchino Visconti auch noch irgendwie sexy: die beiden drehten in den 70ern eine Menge Filme zu dem Thema, die immer irgendwie damit zu tun hatten, daß man/frau als FaschistIn doch eine ganze Menge Spaß am Sex hatte und man Dirk Bogarde und Helmut Berger in SS-Uniform - aber auch in Drag -immer gut aussehen ließ.
Es gibt in diesem konkreten Fall allerdings auch noch andere Aspekte: Der Salzburger Medienwissenschaftler
Stefan Weber stellt
die Frage, warum die österreichischen Medien die Dinge nicht klarer aussprechen wollen/können/dürfen. Denn gerade der derzeitige Kurs der Anspielungen nährt noch mehr die Gerüchteküche und wirkt letztlich verhöhnender als das Aussprechen einer möglichen "Wahrheit", wie auch immer diese konkret aussehen möge.
Klaus Wowereit, Guido Westerwelle, Cornelia Scheel und zuletzt Anne Will und Miriam Meckel haben sich zu ihren gleichgeschlechtlichen Neigungen bekannt – in allen Fällen hat es den Karrieren eher genützt als geschadet (warum sollte es auch anders sein?). In Österreich ging offenbar der größte Kämpfer für Ehrlichkeit und Anstand und auch gegen gewisse Minderheiten den Weg eines unausgesprochenen, aber Insidern bestens bekannten Doppellebens. Was sagt das über die Scheinmoral im Land aus?
Gilt Schwulsein in Österreich immer noch als peinlich? Oder war es neben ökonomischen Erwägungen der Massenmedien vor allem auch das mutmaßliche Doppelleben von Jörg Haider mit Gattin und zwei Töchtern, das ein Outing von vornherein verunmöglichte?
Sexuelle Orientierung und Alkoholkonsum Jörg Haiders waren wohl schon länger ein Thema aber man kann zu Recht die Frage stellen:
Wer will das wissen? Eigentlich niemand, es sei denn, man hat im Programm des BZÖ gelesen:
Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Unsere Kinder sind kostbar, denn nur eine familien- und kinderfreundliche Gesellschaft hat Zukunft. Daher dürfen Kinder nicht zum Armutsrisiko werden. Wir wollen die Familie stärken und unterstützen, die Rechte der Kinder sichern und ausbauen. Wir werden nicht zulassen, dass die Institution Familie unter die Räder eines egoistischen Individualismus kommt!
Orange Ziele & Antworten
Schutz der Familie - Volle Absetzbarkeit der Kinderkosten - Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken - Einführung des Familienwahlrechtes - Privilegierung der Ehe - Keine Diskriminierung für alternative Lebens- und Partnerschaften.
Da kann man sich den Passus "Keine Diskriminierung" sparen: wo die Familie privilegiert ist, wird alles, was nicht Familie ist, diskriminiert.

Bei den Rechten und Ausländerfeinden gibt es traditionell ein Herunmgeeiere zum Thema Homosexualität: einerseits lässt sich das Thema wunderbar
gegen die "Musels" anbringen, mit den im Iran hingerichteten Teenagern als Wurfgeschoss, andererseits wird der politische Gegner ad Personam mit permanenten Hinweisen auf seine sexuelle Orientierung niedergemacht - hier sind die Ausfälle von PI gegen Volker Beck legendär. Versucht man sich ganz vorsichtig in etwas Toleranz - wie unser Lieblings-Ex-Polizist - wird man
zurückgepfiffen und muß zurückrudern:
...und ich bin nicht derr Don Quichotte der Schwulen in meiner Partei.
Und ein anderes Parteimitglied muß das dann via Interview wieder geradeziehen:
Homoseksualiteit is een onvolgroeide vorm van seksualiteit. Jongeren die zeggen dat ze homo zijn, moeten begeleid worden. We moeten die mensen tonen dat hun seksualiteit in feite onvolgroeid is. Dat ze moeten groeien naar een huwelijk tussen man en vrouw.
Was sinngemäß heißt, daß Homosexualität eine unreife Form von Sexualität sei, und wenn Jugendliche sagen, sei seien homosexuell, muß man sie
begleiten,
bis sie zur Ehe zwischen Mann und Frau reif seien. Wie man sich das Begleiten so vorzustellen hat, verriet der VB-Funktionär nicht. Aber da kann man sich ja bei Frau Palin
und den Ihren inspirieren lassen

Problematisch ist nicht, schwul zu sein - und das ist auch gut so - und problematisch ist auch nicht, das nicht öffentlich machen zu wollen. Sehr problematisch ist allerdings, dann einer Partei vorzustehen, die ein solches Programm auflegt. Und um einen solchen Widerspruch auszuhalten,
muss man vielleicht zu viel trinken. Und auch das kann man ja machen, aber dann noch als "Nähe zur Jugend" zu verkaufen, wenn man sich als
alter Sack im Kreis von Jugendlichen betrinkt.
Ja, und da stehen jetzt auch schon eine Menge Verschwörungstheorien im Netz. Wie
diese hier.
Vielleicht sollte ich hier mal anfügen, dass ich als Notärztin der Feuerwehr mehrere male bei solchen Unfällen war, bei denen ein Fahrer mit übehöhter Geschwindigkeit von einer Straße abkam und sich überschlug. Die Wagen waren
immer solche aus der Gewichtsklasse "Phaeton".
Robert Misik hat auch
ein paar:die Banken warn's.
Jetzt allerdings verlassen wir den Boulevard und wenden uns wieder der Politik zu. Wir beginnen mit wiederum Robert Misik:
Immer wieder hat der Jörg Haider mit Unmenschlichkeit überrascht. Er war Volksverhetzer, aber auch ein Clown. Und immer wieder fragte man sich: Wie tickt der eigentlich? VON ROBERT MISIK
Jörg Haider war ein harter Rechter, aber auch ein Spieler und Exzentriker. Mal war er depressiv, mal euphorisch. Eine Art James Dean der österreichischen Politik. Jetzt fuhr er sich zu Tode.
Mehr
bei Misik. Oder in der
taz, weil schöner zu lesen.
Und wie kriege ich jetzt wieder den Übergang zur FPÖ? Indem ich zunächst mal
Herrn Straches Nachruf auf Haider nehme:
Strache: Mein Mitgefühl gilt der Familie des Kärntner Landeshauptmannes!
Bei aller Auseinandersetzung in den letzten Jahren muß man Jörg Haider hohen Respekt und Anerkennung zollen!
Tief geschockt und betroffen reagierte heute der Bundesobmann der FPÖ, Heinz Christian Strache, auf die Nachricht vom Ableben des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider. Auch wenn sich unsere Wege vor ein paar Jahren getrennt haben, so war Haider eine der prägendsten Politikerpersönlichkeiten der zweiten Republik. Mein Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde der Familie des Verstorbenen.
Jörg Haider hat seit dem Jahr 1986 die österreichische Innenpolitik nachhaltig geprägt und für kaum vorstellbare Veränderungen innerhalb des rot-schwarzen Machtfilzes in Österreich gesorgt. Haiders Leistungen für das Land und die Republik sind unbestritten - mit seinem Ableben verliert die Republik einen großartigen Politiker, so Strache abschließend.
Und hier die anderen Schranzen der FPÖ:
(1),
(2),
(3),
(4) oder
(5) - Motto: Über die Toten nur Gutes, oder: es wird nirgendwo so viel gelogen, wie auf Beförderungen oder Beerdigungen.
Der Vollständigkeit halber auch das, was der
Vlaams Belang zum Thema zu sagen hat: In Österreich hätten die Politiker noch Klasse. Als
Geschichtsrevisionist und Vlaams blok/belang-Gründer Karel Dillen verstorben sei, habe kaum einer gratuliert. Wobei die Gleichsetzung wirklich Charme hat...
Wegen der allgegenwärtigen Trauerbezeigungen ist die folgende Nachricht jetzt auch nicht überraschend, besonders dann nicht, wenn man die Haiderianer einsammeln will:
Strache verurteilt pietätlosen Umgang mit Andenken Jörg Haiders
Empört zeigte sich FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache über die Versuche, den tragischen Todesfall des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider zum Anlass zu nehmen, das Andenken an ihn am offenen Grab beschmutzen zu wollen. Es sei absolut pietätlos, jetzt eine Sudelkampagne zu inszenieren. Haiders Angehörige und Freunde würden jetzt ihre ganze Kraft brauchen, um den Schmerz um ihn bewältigen zu können, und hätten es sich nicht verdient, dass man so mit der Erinnerung an Haider umgehe.


Gut, jetzt gibt es morgen das
Staatsbegräbnis, und man kann weidlich Astrologie betreiben, wie sie zu Zeiten des Kalten Krieges immer anlässlich der Paraden zum Jahrestag der Oktoberrevolution betrieben wurde: wer steht wo auf der Kreml-Mauer und wenn nicht, warum nicht? Und solche Fragen waren dann Gegenstand von Magazinsendungen, Korrespondentenstatements und Leitartikeln. Diese hohe Kunst hat man seidtem vernachlässigt. Es geht sicher nicht nur rechtsdraußen, aber damit könnte man ja mal anfangen. Das würde wieder eine Menge Journalisten in Zeilenhonorar und Brot bringen. Und die Bruderküsse...
• Wird Frau Mussolini Herrn Strache die Hand geben (Südtirol)?
• Die Republikaner werden da sein, aber auch Pro Köln?
• kommt die Liga polnischer Familien trotz Andreas Mölzer? ("Ostgebiete unter polnischer Verwaltung")
• Was lernt Filp Dewinter aus dem Ortstafelstreit??
• Kommt Blocher?
Fragen über Fragen...
Die Zukunftsdimension sollte man allerdings nicht aus den Aufen verlieren, denn unsere Eingangsfrage war ja, wie es denn weitergeht mit Haider:
Die
Linke Zeitung schreibt in ihrem Kommentar:
Der Tod Haiders hat zwar einen gefährlichen Rechtsextremisten aus der Welt geschafft. Er könnte sogar das Ende des BZÖ einläuten. Aber gleichzeitig macht es den Weg frei für die Vereinigung des Dritten Lagers unter der Führung Straches und seiner FPÖ...
und:
Dieses Begräbnis wird kein Trauermarsch, es wird ein Treffen der rechtsextremen Eliten Europas. Jean-Marie Le Pen vom französischen Front National, Umberto Bossi von der italienischen Lega Nord und Mussolini-Enkelin Allesandra haben sich bereits angekündigt. Es wäre auch keine Überraschung, würden sich Jung- und Altnazis unter den Gästen tummeln.
Der
Telepolis-Artikel von 2006 ist immer noch aktuell.
Unsere Vermutung, daß von Haiders Tod letztendlich Strache und die FPÖ profitieren, wird auch vom österreichischen Politologen
Anton Pelinka in einem Interview mit dem ehemaligen Nachrichtenmagazin aus Hamburg geteilt. Darüberhinaus hat er für "die Presse" einen Kommentar verfasst hat, der sich auch mit den Zukunftsaussichten der FPÖ auseinandersetzt:
...SPIEGEL ONLINE: Wird Haiders BZÖ überleben?
Pelinka: Das ist eine Kärntner Partei, der nun der Führer abhanden gekommen ist. Ein österreichweites Überleben kann ich mir nur schwer vorstellen ...
SPIEGEL ONLINE: ... aber bei der Landtagswahl in Kärnten im Frühjahr?
Pelinka: Da könnte die Haider-Nostalgie noch zu einem Aufschwung führen. Danach aber gilt: Solche Leute wie Haider haben keine Nachfolger.
SPIEGEL ONLINE: Erwarten Sie eine Wiedervereinigung des rechten Lagers, einen Zusammenschluss von BZÖ und FPÖ?
Pelinka: Sehr zweifelhaft. Das BZÖ ist derart geschwächt, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache annehmen kann, dass ihm dessen Wähler eh zufallen werden. Strache muss nur aufpassen, dass nicht der Eindruck entsteht, er habe Glück durch Haiders Tod.
Die Kernaussage des
Gastkommentars:
...Und wird nicht die FPÖ auch in Kärnten versuchen, das durch Haiders Tod entstandene Vakuum zu nutzen?
Die FPÖ repräsentiert – in acht von neun Ländern – das Milieu eines Lagers. Schlagende Burschenschafter stellen den Kern der Partei. Die nationalistischen Parolen – gerichtet gegen bestimmte „andere“ (im Moment bevorzugt: Muslime) – sorgen für die Mobilisierung einer Gefolgschaft. Die eine oder andere, zumeist nur vorsichtig angedeutete Geschichtsinterpretation demonstriert die Kontinuität einer Partei, deren Gründungsobmann eine Karriere beim Landbund der Ersten Republik begonnen und bei NSDAP und SS fortgesetzt hatte.
Dieses Milieu allein reicht bestenfalls aus, die Vier-Prozent-Hürde zu überspringen. Das Gros der Wähler der FPÖ heute kommt aus einem anderen Hintergrund: Es ist das jüngere städtische Proletariat vor allem männlichen Geschlechts. Die FPÖ war schon in den Zeiten des rasanten Wachstums unter Haider keine bürgerliche, sie war eine proletarische Partei.
Die FPÖ unter Strache ist dies erst recht: Am 28. September 2008 haben mehr Arbeiter die FPÖ gewählt als die SPÖ. Ein Blick auf die Bezirkswahlergebnisse in Wien macht dies deutlich...
Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse schreibt in einem
Gastkommentar über die jetzt einsetzende Pietät gegenüber dem "unerkannten Austrofaschisten":
Was hierzulande als „Pietät“ bezeichnet wird, nämlich die plötzliche Einigkeit dahingehend, über einen nur noch Gutes zu sagen, ist in Wahrheit bloß deren entfernt verwandte österreichische Kulturtechnik, den konkreten Menschen durch eine Legende zu ersetzen, die es ermöglicht, seine wirklichen Taten und deren Konsequenzen zu verdrängen und zugleich „als Erbe“ anzunehmen.
- Was die Frage danach, wie es denn weitergeht, genauso beantwortet, wie die
Einschätzung des israelischen Historikers Tom Segev:
Der Haiderismus lebt auch ohne Haider weiter.
Und das in der FPÖ.
Bildnachweis:
(1) Standbild "der Nachtportier",1976
(2) t-online
(3) Titelcover "die Verdammten", 1969,
(4) vedeze.be,
(5) Vorarlberg online
(6) artquake.ch,
(7) 1Live
Nachtrag: wer den internationale Impact des Wahlsieges der Rechten einschätzen will, sollte wissen, daß Österreich seit gestern - wie die Türkei - neues nichtständiges Mitglied des
UN-Sicherheitsrates ist.
Aber zynischerweise kommt mir der Gedanke, dass man mal bei unsern "Helden" (Politikern) Drogentest machen könnte ooooder den Fahrservice abschaffen - dabei könnte sich so manches Problem "von alleine" lösen...
Ich glaub, ich trinke erstmal nen Kaffee - der holt mich in die Realität zurück.
Was hierzulande als „Pietät“ bezeichnet wird, nämlich die plötzliche Einigkeit dahingehend, über einen nur noch Gutes zu sagen, ist in Wahrheit bloß deren entfernt verwandte österreichische Kulturtechnik, den konkreten Menschen durch eine Legende zu ersetzen, die es ermöglicht, seine wirklichen Taten und deren Konsequenzen zu verdrängen und zugleich „als Erbe“ anzunehmen.
und die Verschwörungstheorien der, denen sowas nicht ins Bild passt. Da werden wir sicherlich noch einiges lesen.
Eine
Flasche Wodka, dann starte er durch,
Doppelmoral,
Legendenbildung
Dazu passt ganz offensichtlich auch, daß Rechtsdraußen nicht erschienen ist. Haider ist ja jetzt Staatsmann.
Wo sind Deine Quellen?
http://www.giftspritzer.de
Wisnewski hat auf der Seite vom Kopp-Verlag dazu bereits einiges geschrieben.
Zum Thema "Haider schwul": Das wäre sicher in Kärnten und Wien unbemerkt geblieben...
Es ist wohl vielmehr das letzte Stück Dreck, dass vor der Beerdigung geworfen wurde. Denn man kann sich denken, dass nichts für mehr Empörung bei seinen Anhängern führen würde, als dies. Dummerweise frißt das blöde Stimmvieh aber nicht mehr alles.
duckhome: ganz schwacher, einseitiger, subjektiver Artikel, unter deinem Niveau.
Und das ist für Dich eine zitierfähige Quelle?
wieso soll die quelle wisnewski nicht zitierfähig sein? lügt er? behauptet er dinge, die ernicht widerlegen kann? zitiert er ohne quellenangabe?
man muss bei der bewertung des todes von haider ganz strikt zwei dinge auseinander halten. erstens die person haider und seine art politik zu betreiben und zweitens den hergang des unfalls oder eben der tat, der/die zum tod von haider geführt hat. und genau das wird bei den gegenern von haider nicht getan. es geht nicht um haider! es geht darum ob die offizielle darstellung der wahrheit entspricht oder nicht. und wenn es da zweifel gibt - und die gibt es - dann müssen die aufgeklärt werden! das hier eingestellte video von herrn haider in einer kneipe mit jugendlichen und flasche in der hand beweist jedenfalls nicht, dass haider gerne über den durst getrunken hat und sich dann auch noch ans steuer setzt und zu schnell gefahren ist. das ist lächerlich und ganz schwacher journalismus.
wieso soll die quelle wisnewski nicht zitierfähig sein? lügt er? behauptet er dinge, die er nicht belegen kann? zitiert er ohne quellenangabe?
man muss bei der bewertung des todes von haider ganz strikt zwei dinge auseinander halten. erstens die person haider und seine art politik zu betreiben und zweitens den hergang des unfalls oder eben der tat, der/die zum tod von haider geführt hat. und genau das wird bei den gegenern von haider nicht getan. es geht nicht um haider! es geht darum ob die offizielle darstellung der wahrheit entspricht oder nicht. und wenn es da zweifel gibt - und die gibt es - dann müssen die aufgeklärt werden! das hier eingestellte video von herrn haider in einer kneipe mit jugendlichen und flasche in der hand beweist jedenfalls nicht, dass haider gerne über den durst getrunken hat und sich dann auch noch ans steuer setzt und zu schnell gefahren ist. das ist lächerlich und ganz schwacher journalismus.
Kann natürlich auch sein, daß ich nicht den ganzen Film gesehen habe, oder der Rest einfach nicht öffentlich zugänglich ist, oder es mag sein, daß hier auch nur die üblichen Trolle am Werke sind... Schmutzfinken und ganz üble Banditen, die das Versagen des Neoliberalen Wahnsinns mit einem Haufen von Ablenkungen kaschieren wollen.
Auf der Seite des Kopp-Verlages wird von Gerhard Wisnewski in einem Artikel vom 18.10. mitgeteilt, daß Haider zur fraglichen Zeit - als er mit einem jungen (sic) Mann in einer Schwulenbar saß - ein Radiointerview gab. Fakten Fakten Fakten und nicht die länger die Propaganda nachlabern, auch wenn das leichter ist. Dieser Artikel hier ist wohl von einem Demokratenpapagei verzapft worden.
http://info.kopp-verlag.de/news/cherchez-le-camion-kollidierte-haider-fahrzeug-mit-lkw.html
im konkreten fall nimmt er die offiziellen angaben und stellt sie z.b den fotos des völlig zertrümmerten autos gegenüber und zwar detailliert. er überprüft diverse animationen des tathergangs und vergleicht die beschädigungen am wagen. mir leuchtet seine hypothese, dass weder die offizielle noch die animierte darstellung zu derartigen zerstörungen eines autos, welches als eines der sichersten und stabilsten seiner art überhaupt gilt, zu einander passen. er geht noch weiter und macht sich darüber gedanken, wie der unfall ausgesehen haben könnte um die vorhandenen demolierungen des wagens zu erklären. ich nenne das seriös und investigativ.
was noch fehlt ist das motiv. warum hat wer ein derart starkes interesse an haiders tot, dass man sich zu solch einer gemeinen tat entschließt?
und nun bitte ich um die antwort zu meiner frage: warum ist wisnewski nicht seriös?
http://info.kopp-verlag.de/fileadmin/user_upload/gerhard_wisnewski/2008-10/WS30104.mp3
Ihr könnt sagen was Ihr wollt, aber ich denke, dass man sich in so Kurzer Zeit mit Wein nicht besaufen kann.
Das er Wodka getrunken hat, wiederspricht seinen Gepflogenheiten.
Des weiteren, ein Pheaton zerknautscht wie ein Trabi, wo doch auch ein Golf 2 nach einem Überschlag noch viel schöner aussieht, na für wie blöd hält man das Volk eigentlich ?
Hier 2 Beiträge außerhalb der Mainstreampresse, die ich für glaubwürdiger halte, als das pietätlose Gebahren dieses Beitrages hier:
http://www.secret.tv/artikel4970666/HaiderUnfall_Ungereimtheiten
(mit Filmbeitrag)
http://www.secret.tv/artikel4971046/Haider_nicht_betrunken
http://uk.youtube.com/watch?v=SotunihA5AE
Dr.Jörg Haider war ein Genie als Politiker und Mensch...
Wer sagt das es ein Unfall war???
Wer sagt das er schwul war??
Wer sagt das er ein Raser war?
Und wer sagt das er alkoholisiert war?
Könntet ihr selber denken,dann hättet ihr einiges gemerkt.
Kann von euch noch jemand normal denken??
Oder könnt ihr nur den Herdentrieb folgen..
Armes Volk !!!!!!!
Hier stellt sich heraus wer extrem veranlagt ist.
Jegliche geäußerte Aussage von J.H. ist ein Wortgottesdienst gegen diese ketzerischen Worte.
Schande und Strafe über den der dies zu verantworten hat.
Guckst Du hier
Und ganz persönlich für Dich noch mal
aus:
Auch der HOSI Wien sind seit rund zehn Jahren die vielen Gerüchte über Haiders Homosexualität bekannt gewesen. Einerseits haben wir es als positiv empfunden, daß derartige Gerüchte der Karriere eines Politikers nicht mehr schaden (so desaströs und problematisch das Wirken Haiders in der österreichischen Innenpolitik auch ist), andererseits wäre gerade ein Outing Haiders schon früher gerechtfertigt gewesen, wenn man Outing als politischen Akt gegen versteckte Homosexuelle betrachtet, die in wichtigen politischen Funktionen durch ihr anti-homosexuelles Wirken anderen Homosexuellen schaden. Immerhin hat Haider 1996 als Nationalratsabgeordneter gegen die Aufhebung der menschenrechtswidrigen Paragraphen 209 und 220 gestimmt (diskriminierendes Mindestalter, Informationsverbot über Homosexualität).
"Für Lesben und Schwule bringt das Outing Haiders allerdings sicherlich nichts Positives", meint HOSI-Wien-Obfrau Waltraud Riegler. "Er ist kein Renommee für Schwule, keine positive Identifikationsfigur und kein Sympathieträger für schwul/lesbische Anliegen. Deshalb war die HOSI Wien eigentlich froh, daß Haider bisher nicht geoutet wurde. Allerdings war es uns immer klar, daß dies früher oder später passieren würde. Daher müssen wir uns jetzt diesem Outing stellen. Auch Lesben und Schwulen ist die Wahrheit zumutbar. Sie müssen sich damit abfinden, so schmerzlich das auch sein mag, daß Lesben und Schwule nicht automatisch die besseren Menschen sind, daß Homosexuelle nicht nur Gutmenschen, sondern auch Schlechtmenschen sein können."
"Wir sind auch zuversichtlich, daß heute die Gesellschaft schon so weit ist, einen Menschen nicht mehr wegen seiner Homosexualität anzugreifen", erklärt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. "Gerade die Haider-GegnerInnen schätzen wir als aufgeschlossen genug ein, diesen Umstand nicht gegen ihn einzusetzen. Es gibt genug Gründe, Haider und seine Politik zu bekämpfen. Homosexualität kann und darf auf keinen Fall einer sein. Andererseits soll und darf Homosexualität auch kein Grund sein, einen politischen Gegner zu schonen. Wir distanzieren uns auf jeden Fall von Haider und verstoßen ihn aus der schwulen Gemeinschaft. Wer unsolidarisch ist mit Schwulen und Lesben und wer gegen andere Minderheiten auf übelste Art und Weise hetzt, hat jegliche Solidarität verwirkt."
Siehst Du jetzt, worum es geht? Dieses Statement stammt schon aus dem Jahr 2000.