In den USA wirken sich die gefallenen Immobilienpreise auf alle US-Haushalte aus. Zur Zeit wird vielfach versucht den Lebensstandard durch Kreditenkartenkäufe zu halten, was aber auch nur kurzfristig funktionieren wird. Es ist bereits zu einer Sozialkrise gekommen die sich Tag für Tag verschärft. Da die amerikanische Regierung keine Antworten weiß, verliert sie dramatisch an Vertrauen.
Dieses Vertrauen gewinnt in gleichem Maße das amerikanische Militär, das mit Sicherheit an der Krise in Afghanistan und im Irak nicht unschuldig ist, vom US-Bürger aber für unschuldig gehalten wird. Dummerweise ist Krieg die einzige Lösung die das Militär kennt. Weil die Demokraten normalerweise den Militär-Haushalt beschneiden, musste Barack Obmama mit seinem "Vizepräsidenten" Senator Joseph Biden dem Militär ein Zeichen setzen. Es ist aber fraglich ob das reicht.
Wer die aktuelle Berichterstattung in den USA verfolgt, merkt, dass ähnlich wie Göllner in Deutschland für Mohn/Bertelsmann die SPD herunterschreibt, auch Obama kleingeschrieben wird. Der militärisch-industrielle Komplex hat andere Wünsche und wird sich wahrscheinlich auch durchsetzen, zumal Obama nicht das Standing eines Kriegspräsidenten hat.
Wahrscheinlich musste Condoleezza Rice auch deshalb Druck auf Georgien ausüben, um jetzt gegen Russland, über den Umweg Südossetien und Abchasien, zuschlagen zu können. Für die USA, die Bush und Co. läuft alles plangemäß. Krieg und Wahlkampf fallen zusammen. In einem Weltkrieg kann man den Menschen zu Hause Leiden abverlangen und niemand wird den Dollar hinterfragen.
China hat das Problem, dass seine Wirtschaft langsamer wächst oder wenn man die Inflation herausrechnet, wahrscheinlich schon stagniert. Wenn China ein Konjunkturprogamm von 37 Milliarden Euro in der nächsten Woche verabschiedet, dann ist das ein schon verzweifelter Versuch den Dingen noch eine Wende zu geben. China wird die Teuerung nicht in den Griff bekommen, weil es nicht über ausreichend eigene Rohstoffquellen verfügt. Nach dem Ausfall von Burma könnte selbst die Nahrung ein Problem werden.
China muss hilflos zusehen wie die USA in ihrem Hinterhof und in Uigurien hetzt, ohne etwas dagegen unternehmen zu können, gleichzeitig wird das in den USA und im Dollar investierte Geld praktisch wertlos, während die Absätzmärkte auch noch wegbrechen. China hat keine Wahl. Es wird mit den USA marschieren müssen und eine sibirische Front eröffnen.
China müsste den Druck im Inneren erhöhen um die Menschen zusammenzuhalten, aber die vielen unterschiedlichen ethnischen Gruppen streben auseinander, die Menschen haben das Vertrauen in den chinesischen Weg des diktatorischen Kapitalismus verloren. Nur ein Krieg löst all diese Problem, weil in einem großen Krieg die Menschen eben eher zum Verzicht bereit sind.
In Südamerika wird sich die Entwicklung der US-nahen und der eher freiheitlichen Länder von einander entfernen. Die Vasallen der USA werden die volle Härte des Verfalls der amerikanischen Wirtschaft mitbekommen, die anderen werden sich eher zu einer eigenen Union zusammenschließen, schon um sich verteidigen zu können, falls die USA Entlastungskriege brauchen.
Australien, Japan, Neuseeland und die Philippinem haben kaum eine Wahl, als den USA zu folgen. Unabhängigkeit wäre gleichbedeutend mit Schutzlosigkeit und Indien würde sich zu gerne Neuseeland und auch Australien einverleiben. Platz, Rohstoffe und Nahrungsmittel.
Die westlich orientieren arabischen Staaten am Mittelmeer stehen unter einem unheimlichen inneren Druck. Sie dürfen zwar billig Rohstoffe liefern, aber jede Beteilung am Ertrag wird ihnen vorenthalten. Um die Menschen beherrschen zu können muss immer mehr Gewalt im Inneren aufgebaut werden, die irgendwann zur Explosion führt. Wirtschaftlich werden sie zudem schwächer, je weiter die Weltkonjunktur und damit der Verbrauch von Rohstoffen einbricht. Das wird auch ein Problem für Südafrika.
Israel tobt wie ein junger Kettenhund an seiner Laufkette und möchte zu gerne den Iran angreifen. Noch kann das die USA nicht erlauben, aber da jetzt von den USA ein Radar und Raketenabwehrsystem in Israel aufgebaut wird, oder wohl besser eines bekannt gegeben wird und da amerikanische Truppen nach Israel verlegt werden, ist es nur eine Frage der Zeit, wann Israel den Reigen eröffnet.
Der Iran lässt über den Fraktionschef der Hisbollah im libanesischen Parlament, Mohammed Raad, ausrichten, dass ein Angriff auf den Iran mit 11.000 Raketen auf Israel beantwortet wird. Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad neigt halt zu etwas Übertreibung, aber der Iran wird sich zu wehren wissen. Raketen auf Israel ziehen automatisch so eine Art nie zugesagter Bündnispflicht Deutschlands nach sich. Deutschland ist also beim Angriff auf den Iran sicher dabei. Der Angriff dient dann auch nur dem Schutz Israels und nicht dem Öldiebstahl.
Saudi Arabien fast am Ende seines Öl ist genau wie Kuwait kein Thema mehr. Man wird sehen ob die Bevölkerung den Aufstand probt, oder ob das noch vorhandene Geld ausreicht, um die Massen ruhig zu halten. Syrien hat sich entschieden und bietet den Russen einen Standort für ein Raketenabwehrsystem an. Die haben auch keine Wahl. Die USA mögen Syrien nicht. Kein Öl, kein Geld, das ist einfach nicht sexy.
Bei der Türkei ist vieles denkbar. Die USA könnten von heute auf Morgen die kurdische Karte spielen. Das wäre trickreich, weil sie damit von der Türkei bis zum Iran das meiste Öl in einem Staat bekämen der ihnen erst einmal vor Freude um den Hals fallen würde. Das hätte zur Folge das die Türkei zutiefst verbittert wäre und wahrscheinlich die religiösen Kräfte gewännen.
Ein unabhängiges Kurdistan würde aber eine Umgehung Armeniens ermöglichen, das als eher unsicherer Kandidat gilt, weil ein solches Kurdistan über Kars und Adahan bis nach Georgien reicht. Georgien aber ist und bleibt der Dreh- und Angelpunkt. Es wird unbedingt gebraucht um das Öl vom Kaspischen Meer an das schwarze Meer und dann über Pipelines nach Rumänien und Bulgarien zu bekommen.
Die amerikanische Abzugsdiskussion im Irak lässt erwarten, dass, das Öl um Basra bald zu Ende ist. Da wäre ein kurdischer Staat eine bessere Lösung zumal wohl auch auf der iranischen Seite um Basra, die Felder sich dem Ende zu neigen, weil sie ja schon so lange ausgebeutet werden. Ein Schlag gegen den Iran, der diesen auf lange Sicht hin angriffsunfähig macht und die Abtrennung Kurdistans wären wohl der Idealweg ohne den Iran besetzen zu müssen, was ja auch beim Irak nicht funktioniert hat.
Afghanistan ist nur ein Übungsplatz und soll komische Aktivitäten in der Gegend unter Kontrolle halten. Wenn es nicht wie eine Niederlage aussehen würde, hätte man dort schon lange weggehen können. Es gibt dort nichts zu gewinnen, aber es kann viel an Menschenleben und Geld, vor allem aber an Reputation verloren werden.
Georgien hat nach seinem Angriff aus Südossetien und dem Scheinangriff auf Abchasien nun einen "Verteidigungsfall", wie er wohl auch gewünscht war. Die israelischen Spezialisten, die vor dem Angriff Georgiens das Land verlassen haben, sind wieder zurück. Mit ihnen kamen die Schiffe der Amerikaner ins Schwarze Meer. Natürlich nur um Hilfslieferungen zu bringen.
Das ist eine etwas mühsame Art Hilfsgüter zu bringen. Während so ein Kriegschiff mal gerade 70 t Nutzlast hat, bekommt man in eine
Galaxie bis zu 131 t hinein. Dazu kommt, dass die Lockheed C-5 auch noch deutlich schneller, als so ein Kriegschiff ist.
Aber es geht ja gar nicht um Hilfslieferungen. Es geht darum ein Gegengewicht zur Schwarzmeerflotte Russlands zu schaffen. Der US-Zerstörer McFaul hat 50 Tomahawk Raketen an Bord, die Atomsprengköpfe tragen können und ausschließlich für die Vernichtung von Bodenzielen bestimmt sind. Bei dem in den Medien angesprochenen Kutter Dallas, dürfte es sich um den
Coast Guard Cutter Dallas handeln, der am 11. August ein werbewirksames Fototreffen mit der
USS Dallas, einem Atom-U-Boot der Los-Angeles-Klasse hatte, welches speziell für verdeckte Einsätze umgebaut wurde.
Angeblich fährt die USS Dallas nach Hause. Es ist aber genauso denkbar das im Schwarzen Meer, vielleicht vor dem Hafen der russischen Schwarzmeerflotte ein verdeckter Einsatz gestartert werden soll, der die strategische Kampfkraft der Russen schwächen soll. Es gibt zumindest das Gerücht, dass die Küstenwache der USA schon lange mit den Atom-U-Booten Koppelfahrten übt, bei denen das Überwasserschiff die Deckung für das U-Boot gibt.
Außerdem ist für Ende August die
USS Mount Whitney angekündigt, die das Flaggschiff des Kommandanten der 6. US-Flotte ist und bisher bei vielen wichtigen Kriegseinsätzen das Führungsschiff war.
Die Mount Whitney war während des Kosovo-Krieg sowie der Operation Iraqi Freedom ein zentrales Element der Kommandostruktur der US-Streitkräfte. 2004 übernahm das Military Sealift Command offiziell das Kommando über das Schiff, die vorher rein militärische Besatzung wurde drastisch verkleinert und zum Teil durch zivile Angestellte des MSC ersetzt. Im Februar 2005 löste sie die La Salle endgültig von ihrer Aufgabe als Flaggschiff der 6. Flotte im Mittelmeer ab.
Sie ist das idealtypische Kommandoschiff auch für die bereits im schwarzen Meer positionierten Schiffe der
"Standing Nato Maritime Group 1" (SNMG1) der sich nicht an den Hilfslieferungen nach Georgien beteiligt, aber völlig arglos zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort ist.
Dieser ständige Eingreifverband der NATO wird derzeit vom spanischen Admiral Juan Rodriguez geführt. Der Verband fährt nicht nach Georgien. Die "Lübeck" ist schon am 22. August in die rumänische Hafenstadt Constanza eingelaufen. Die übrigen Schiffe des Verbandes folgen am 25. August. Zusammen mit dem spanischen Flaggschiff "Almirante Juan De Borbon" hatte die "Lübeck" bereits am 21. August die Dardanellen passiert. Die polnische Fregatte "General Kazimierz Pulaski" folgte am darauffolgenden Tag. Am 25. August wird die ebenfalls zum Verband gehörende "USS Tailor" als letztes Schiff des Nato-Verbandes den Bosporus passieren. Das Einlaufen der Nato-Schiffe ins Schwarze Meer war langfristig geplant und angemeldet.
Sicher. Der Termin an dem Georgien Russland überfallen sollte war ja wohl auch schon langfristig geplant. Denn während der US-Verband kaum Schiff-Schiff-Raketen hat und damit der russischen Marine scheinbar schutzlos ausgeliefert wäre, hat die SNMG1 bestätigte
64 Anti-Schiff-Raketen vom Typ Harpoon an Bord, die aber sicherlich schnell, durch auf rumänischen und bulgarischen Transportschiffen bereitliegenden Nachschub, ersetzt werden könnten.
Damit ist Russlands Schwarzmeerflotte nicht mehr sehr viel wert, wenn es zu einem Schusswechsel kommt. Wahrscheinlich war das Küstenwachschiff als Agent Provokateur gedacht. Aber Russland hat dummerweise den Hafen Poti nicht geräumt von dem aus das Schiff hätte vor Abchasien und bis nach Russland hinein Stärke demonstrieren können. Nun sitzen sie alle im 70 km entfernten Hafen Batumi.
Überhaupt haben sich die gemeinen Russen nicht so verhalten, wie man es sich erhofft hatte. Sie haben sich an alte Verträge erinnert und halten immer noch Teile von Georgien aufgrund des GUS-Mandates unter Kontrolle. Selbstverständlich nur als Schutztruppe. Russland macht das sehr geschickt. Es hält sich formal an alle Regeln, dehnt sie ein wenig, aber immer noch im Bereich dessen, was ein ehrlicher Beobachter als tolerabel empfinden würde.
Natürlich gibt es keine ehrlichen Beobachter. Georgien ist sauer, weil es was auf die Nase bekommen hat. Die Ukraine fürchtet sich, weil sie auf das falsche Pferd gesetzt hat und nun viel mehr Geld für Öl und Gas ausgeben muss, als es geplant hatte. Zudem rücken Weißrussland und Moldawien wieder näher an Russland, das gerade den Streit um die Unabhängigkeit Transnistriens mit Öl und Geld für Moldawien interessant macht. Der nächste Schachzug dürfte die Unabhängigkeit Transnistriens sein, welche von Moldawien anerkannt wird.
Damit hat Georgien wieder einmal den schwarzen Peter, weil Russland mit Hinweis auf den Kosovo und Transnistrien natürlich auch Südossetien und Abchasien anerkennt. Der Westen wird sich schwer tun Transnistrien nicht anzuerkennen, weil es dafür keinen Grund gibt, außer das damit eben auch Südossetien und Abchasien frei sein müssten.
Kuba wird wohl noch im August größere Öllieferungen, Nahrungsmittel und Rohstoffe bekommen und Raoul Castro wird nachgeben und den Russen einen Stützpunkt für ein Raketenabwehrsystem in Kuba anbieten. Er kann gar nicht anders entscheiden, wenn Kuba nach dem Tode Fidels unabhängig bleiben soll. Das wird übrigens die schwerste Niederlage für die USA in diesem Krieg, die schon jetzt feststeht.
Neben der Ukraine fürchten sich auch die baltischen Völker. Sie sind wieder einmal zum Spielball der Macht geworden. sie fürchten sich zu recht. Sie können nicht verteidigt werden. Egal ob sie in der Nato sind oder nicht. Da wird Frau Merkel auch nichts dsran ändern können, aber so hat die deutsche Reisekanzlerin wenigsten noch eine schöne Urlaubsreise, bevor die Lage im Baltikum zu brenzlig wird. Es ist davon auszugehen das schon bald auf Europa eine Flüchtlingswelle zukommt.
Das Zentraleuropa und Deutschland der Ort aktiver Kampfhandlungen werden ist im Moment nicht anzunehmen. Es wird Kämpfe an den Rändern Russlands geben, die aber auch nicht wirklich die russischen Kerngebiete betreffen. Nicht einzuschätzen ist, wie weit China gehen wird, wenn es merkt das es in Sibirien finanziell und an Menschenleben ausblutet.
Ebenso unklar ist, wie sich Indien und Pakistan verhalten. Die beiden Atommächte sind für jeden irrationalen Blödsinn jederzeit zu haben. Nur Nordkorea wird keine Rolle spielen. Es wird hungern und versuchen den Status Quo zu halten.
(Ich träume in letzter Zeit auch schlecht, muss ich zugeben).
Ohne Scheiß: Saubere Analyse, das. Um die Zeit - Respekt.
Für die Analyse hatte ich rund 40 Artikel als geordnete Basis, musste nur noch geschrieben werden.
Morgens früh ist es bei mir ruhig - wenn die Kinder wach sind kannst du schreiben erst mal vergessen.
auch die Ukraine hat autonome Gebiete(AO) und ehemalige ASSR(autonome soz. Sowjetrepubliken). Der heißeste Kandidat für Probleme ist die Krim. IMHO wurde die Krim genauso wie Abrasien in den 30er einfach einer "großen" Sowjetrepublik angeschlossen. Die Krim ist prorussisch, wie große Gebiete im Osten der Ukraine auch.
Zur SNMG1, die mag paar Schiffe der Schwarzmeerflotte versenken. Danach haben sie IMHO keine Chance mehr. Rußland hat gute Antischiffraketen die von See, aus der Luft oder von Land gestartet werden können und so groß ist auch das Schwarze Meer nicht.
0.02 FRZ only
Die Ukraine wird vermutlich zerfallen. Der Zusammenhang ist nicht so stark. Zwischen dem prowestlichen Westteil und dem prorussischen Ostteil liegen Welten. Das war ja auch bisher der Grund für die politische Instabilität.
Hin und wieder lese ich mir Georg Heyms Gedicht "Der Krieg" durch. Hier der Link:
http://ingeb.org/Lieder/aufgesta.html
Grüße
Micha
Nie zugesagt?
Dr. Angela Merkel, MdB, anlässlich der Festveranstaltung „60 Jahre CDU“ am 16. Juni 2005, Berlin :
"Heute können wir sagen: Die Verantwortung Deutschlands für die europäische Einigung, für die transatlantische Partnerschaft, für die Existenz Israels - all das gehört zum Kern der Staatsräson unseres Landes und zur Räson unserer Partei."
Anlässlich der israelischen Intervention in Libanon setzt sie den Einsatz der deutschen Flotte im Rahmen der FINUL durch, indem sie erklärt:
«Wenn die Daseinsberechtigung Deutschlands darin besteht, das Existenzrecht von Israel zu garantieren, können wir jetzt, wo dessen Existenz in Gefahr ist, nicht untätig bleiben.»
Rede von Bundeskanzlerin Merkel vor der UN-Generalversammlung in New York, 25.09.2007:
" ... jeder deutsche Bundeskanzler vor mir war der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Existenz Israels verpflichtet. Zu dieser besonderen historischen Verantwortung bekenne auch ich mich ausdrücklich. Sie ist Teil der Staatsraison meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar. Und wenn das so ist, dann dürfen das auch keine leeren Worte bleiben."
Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Knesset, 18.03.2008:
"Gerade an dieser Stelle sage ich ausdrücklich: Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsraison meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar - und wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben."
Na, wenn das mal keine Zusagen sind ...
Du bedankst Dich gerade dafür, dass Dich jemand bloßgestellt hat.
Na dann, Prost!
Wenn du dich nicht ein wenig zusammen nimmst du Troll gibt es Kommentarverbot. Entweder du hast etwas zur Sache beizutragen oder schweig.
Durch ihre Lage sind sie praktisch nicht zu verteidigen weil die Russen jederzeit mehrfach bis zur Ostsee durchstoßen und dann von der Küste her Kessel bilden würden. Dagegen gibt es kaum ein Mittel.
Die Ostseeküster der baltischen Staaten in russischer Hand würde das Machtgefüge in der Ostsee deutlich verändern.
Die Russen haben sich bisher viel gefallen lassen, auch die offenen Aufälle in den baltischen Staaten gegen die russische Minderheit in ihnen. Da ist viel Hass.
in der Tat sind die baltischen Staaten geschützt. Jedoch nicht durch Ihre Mitgliedschaft in der EU, sondern durch den Beitritt zur NATO in 2004.
Die Russen können die Baltischen Staaten auch nicht so einfach einkesseln oder überollen. Dazu tragen zwei wesentliche Faktoren bei: erstens die atomare Abschreckung der NATO und zweitens divers Abrüstungsabkommen zwischen NATO und Russland z. B. START 2, die ein paritätisches Gleichgewicht nach unten vereinbaren.
Die baltische Flotte der Russen umfasst ca. 100 Kampfschiffe und hat eine sehr geringe strategische Bedeutung, da die Verbindung zur Nordsee bzw. Atlantik in "deutscher Hand" ist. Während des Kalten Krieges hat deswegen die Nordmeerflotte der Russen immer mehr an Bedeutung gewonnen, die baltische Flotte hingegen nicht.
Natürlich hoffe ich. Aber hörst du eine Friedensbewegung. Ich nicht. Nirgendwo.
Nur das kann nicht gelingen, da sehr gut recherchiert und die Schlußfolgerungen nachvollziehbar. Ja nicht einmal die Überschrift ist unpassend, kommt vielleicht einige Tage(?) zu früh...
so jetzt hat Russland sie anerkannt. Morgen(vielleicht auch später) fällt dann unserer Kanzlöse auf, dass die Logistik der Vorneverteidiger am Hindukusch etwas schwerer ist, wenn man nicht mehr durch/über Russland darf.
Die USS "Dallas" scheint wieder in Amerika zu sein:
http://www.militaryphotos.net/forums/showpost.php?p=3499242&postcount=13
Ich meine wenn Russland fallen sollte , dann kann sich ja China gleich begraben lassen , weil welche große Macht gibts denn dann noch als Ziel ?
Ich denke vielmehr Russland/China werden sich annähern , weil es auch gemeinsame Interessen gibt.
Es ist die blanke Not, die die Entscheidung erzwingt.
Deine Argumentation, dass sich Russland und China nicht annähern können, weil China Rohstoffe aus Sibirien braucht, ist doch ein Widerspruch in sich. Wenn ein Land von einem anderen Rohstoffe möchte, muss man sich doch annähern (Sibirien ist ein Teil Russlands, ich gehe davon aus, dass Du das weisst).
Was ich als Grundgedanken Deiner Analyse wahrnehme, nämlich, daß die Widersprüche des globalisierten Kapitalismus sich so verschärfen, daß der Ausweg in offender Diktatur und Krieg gesucht (und gefunden) wird, ist leider absolut überzeugend.
Nicht nachvollziehen kann ich, daß sich China in auswegloser Situation befände und proamerikanisch/antirussisch handeln wird. (Vielleicht habe ich einen Grundsatzartikel dazu verpaßt.)
Der Schlaf der Vernunft brütet Ungeheuer aus. Die rationale Analyse enthüllt Ungeheuer.
Ich freue mich an der Amsel, die vor meinem Fenster in meinem vor 20 Jahren gepflanzten Ebereschenbaum schmaust.
(Es ist eine eßbare Edeleberesche. Von der ernte ich nie etwas.)
Es ist die blanke Not, die die Entscheidung erzwingt.
Die Unsichertheit was die USA in Uigurien anstiften kommt noch dazu. Nur im gemeinsamen Kampf gegen den Terror mit den USA kann China auf Ruhe hoffen.
Jede andere Lösung wäre ein Mehrfrontenkrieg. Die USA haben Taiwan, Tibet, Birma und Uigurien als Thema. Da gibt es keinen Ausweg für China.
Außerdem braucht es die USA als Absatzmarkt.
(http://flot.sevastopol.info/eng/)
Nach der Konvention von Montreux darf der Bosporus nur von Kriegsschiffen (von Nicht-Anrainern) mit einer Maximalverdrängung von 15.000 Tonnen passiert werden. Die Türkei hat in den letzten Tagen das amerikanische Ersuchen für 2 Schiffe mit 70.000 Tonnen abgelehnt. Die im Text geäußerte Vermutung, dass nun die USS Dallas auch noch einlaufen könnte, hätte man sich bei genauerem Kenntnisstand sparen können.
Der dritte Weltkrieg wird also nicht im Schwarzen Meer vollzogen werden.
Die Türkei hat nun die Wahl. Es gibt übrigens einen Ausweg. Die Schiffe fahren unter rumänischer Flagge und offiziell rumänischen oder bulgarischem Befehl.
Was die russische Schwarzmeerflotte angeht, so ist nur ein Teil auf aktuellem Stand und wirklich einsatzbereit. Ein kombinierter Schlag mit Harpoons und Tomahawks würde von der Flotte nicht viel übrig lassen, das noch kämpfen könnte. Zumal ja noch die Schiffe der Rumänen und Bulgaren, wie auch der Türkei eingreifen könnte. Für politische Hasadeure wie Bush und Merkel reicht das aus.
Ob der Dritte Weltkrieg dort oder an anderen Stellen ausbricht, ist eigentlich egal.
Betrifft "unter fremder Flagge fahren":
Das hebt ja nicht die "Nicht-Anreiner-Problematik" auf. Wo sind denn die Kriegsschiffe registriert? Die gehisste Flagge entscheidet das nicht! Nebenbei gesagt werden z.B. die Rumänen einen Teufel tun, sich auch noch diese Problematik (falls gangbar) aufzuhalsen, angesichts der Transnistrien-Problematik!
Die russische Schwarzmeerflotte ist inzwischen Dank der vielen Petrodollars hoch modern und voll einsatzbereit mit der ganzen Palette an maritimer Kriegsführung (s. Flugzeugträger Kusnezow, Akula Jagd-Ubooten, Shipwreck-Lenkwaffen,...). Mit denen ist nicht gut Kirschen essen!
Die beiden "Lazarettschiffe" scheine trotz ihrer Größe durchgefahren zu sein.
http://www.szon.de/news/politik/aktuell/200808260541.html?_from=rss
Die Türkei müsse sich darauf einstellen, dass die USA nun auf eine Änderung des Montreux-Vertrages drängen werden, schreibt die halboffizielle Nachrichtenagentur Anadolu. Die auflagenstärkste türkische Tageszeitung «Hürriyet» schreibt, die Türkei fürchte, die Entsendung von Marineschiffen sei Teil eines Planes für die permanente Stationierung von NATO-Schiffen im Schwarzen Meer. Die Tageszeitung «Zaman» ruft zur Zurückhaltung auf. Der Zerfall Georgiens werde mit der Entsendung von NATO-Schiffen beschleunigt, warnt sie. Ein Abzug der NATO-Schiffe könne dagegen ein Signal der Entspannung sein.
Doch die Zeichen stehen eher auf Konfrontation. Am Sonntag hat der Zerstörer «USS McFaul» seine Ladung noch in dem von der georgischen Regierung kontrollierten Seehafen Batumi abgeliefert. Nun aber werde versucht, in den georgischen Seehafen Poti zu gelangen, sagte ein US- Botschaftssprecher in der georgischen Hauptstadt Tiflis.
Es gibt noch reihenweise Meldungen von halboffiziellen Stellen aus den USA die meist mit zwei bis drei Tagen Vorlauf das bringen was kommt.
Der Vertrag ist erledigt. Glaub es mir. Die Türkei braucht die USA, weil das andere Szenario noch schlimmer ist.
wenn von 2 Kriegsschiffen die Rede ist, dann sind damit die USS McFaul und die USCGC Dallas gemeint. Als drittes Schiff wird noch die USS Mount Whitney hinzustoßen - allerdings auch nur, weil fremde Kriegsschiffe nach 21 Tagen abziehen müssen (Vertrag von Montreux). Das betrifft dann die USS McFaul. Und auch die anderen NATO-Schiffe werden das Schwarze Meer verlassen, da sie teilweise aus reinem Zufall dort sind, wie die Bundesmarine mit der Fregatte Lübeck (Besuchsfahrt in Rumänien, Bulgarien seit Monaten geplant, nun durchgeführt und am 21.09.2008 schon wieder in Wilhelmshaven). Die Lazarettschiffe USS Mercy und USS Comfort wurden eindeutig abgewiesen, wie sämtliche Artikel (einfach googeln) aussagen. Außerdem spricht die offizielle Seite der US Navy bislang nur von den beiden oben genannten Schiffen (vgl. http://www.navy.mil/swf/index.asp).
Dass sich 10-18 NATO-Schiffe im Schwarzen Meer rumtreiben ist nun mal so, wenn die meisten Anreiner selbst in der NATO sind. Das wird immer so sein. Die Russen sind ja auch im Mittelmeer ständig auf Übungen unterwegs - so what?. So hat die russische Marine im Frühling einen Kampfverband ins Mittelmeer geschickt, angeführt vom modernen Flugzeugträger Admiral Kuznetsov und das Flagschiff ihrer Schwarzmeerflotte, den schweren Raketenkreuzer Moskva. Diese schlagkräftige Gruppe bestand aus mindestens 11 Kriegsschiffen und einer unbekannten Anzahl U-Boote.
Was man sonst von irgendwelchen reisserischen türkischen Nachrichtenagenturmeldungen halten soll, bleibt dahingestellt. Klar wird hier ein worst-case-Szenario dargestellt, leeres Papier verkauft sich schlecht. Ich entgegne Dir: Der Montreux-Vertrag wird auch noch 100 Jahre weiter bestehen, glaube es mir. Ich bitte um Beispiele, wenn Du von "reihenweisen Meldungen halboffizieller Stellen" redest. Ansonsten ist die Diskussion eine Farce.
Natürlich ist die Luebeck zufällig da. Ich hab die Pressemitteilung auch gelesen und ganz zufällig machen wir die Kommandoübergabe in fremden Gewässern mit einem Kapitän der auf das engste in die amerikanische Kriegsmaschine integriert ist.
Ja du hast recht und morgen gehen wir auf den Herrmanplatz Butter kaufen.
Kommando hat auf dem Schiff ständig Fregattenkapitän Martin Wilhelm. Deutschland ist ausschließlich in die NATO integriert und ist kein Weisungsempfänger von irgend einer amerikanischen Kriegsmaschine. Amerika ist man in keinster Weise militärisch verpflichtet, ausser dem NATO-üblichen Verteidigungsfall (territoriale Integrität).
Neuer Kapitän wurde Martin Wilhelm. Der bisherige Kommandant der “Lübeck”, Marco von Kölln, sitzt jetzt im Einsatzführungsstab des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin.
Ich kann nicht dafür das du nicht informiert bist und ich kann dir nicht die Welt erklären ich habe zu tun.
Du darfst deine Meinung gerne behalten, aber hör bitte auf hier rumzutrollen.
Ist ja wie im Kommunismus!
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Work in Progress.