< Stellvertreterkrieg im Kaukasus | Springer, Köhler und Axel Möller vom Störtebeker-Netz - Brüder im Kampf um Tapferkeitsorden >
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• Milliarden-teure Sanierungen bereits nächstes Jahr fällig
• Verkalken statt verschmoren
• Es besteht keine Staatskirche VIII - Kirchenaustritt gebührenpflichtig
• History Repeating
• Sommerliche Erfrischungen
Milliarden-teure Sanierungen bereits nächstes Jahr fällig
"Wenn Wirtschaftsminister Glos die Laufzeit- verlängerung mit dem Argument durchsetzen will, Atomstrom sei billig, so ist das eine Lachnummer", reagiert Ulla Lötzer, Obfrau im Wirtschaftsausschuss, zur Antwort auf eine Kleine Anfrage der LINKEN zu den volkswirtschaftlichen Kosten der Atomenergie. "Wird den Bürgern das Geld für die teure Atomenergie nicht über den Strompreis aus der Tasche gezogen, dann eben über Steuern. Denn letztlich ist es der Staat, der die Defizite dieser Technik bezahlt", so Lötzer.
Ob Atomforschung, Stilllegung von Reaktoren, Beiträge zu Euratom und IAEO oder die Altlasten der Atomenergie in Ostdeutschland - Steuerzahlerinnen und Steuerzahler seien kräftig dabei, wenn es um die Lasten der Atomindustrie geht. Über 667 Millionen Euro seien im Bundeshaushalt 2008 für die Unterstützung der Atomenergie eingestellt. Zugegeben habe das Wirtschaftsministerium zudem, dass auf den Staat auch in den nächsten Jahren Milliarden Lasten aus der Atomenergienutzung zukommen:
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Verkalken statt verschmoren
Treibhausgase reduzieren war gestern - Kalken der Ozeane lautet das Rezept für morgen. Damit könne die Erwärmung der Erdatmosphäre ganz ohne neue Techniken, Einsparungen und Konsumverzicht gestoppt werden. Mehr noch: Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre liesse sich sogar auf vorindustrielles Niveau senken. «Cquestrate» verspricht diesen Zauber, ist bislang aber erst eine Idee. Doch der Ölkonzern Shell hat Forschungsgelder bereitgestellt, um ihre praktische Umsetzung zu testen.
Einmal mehr sollen die Ozeane das Kohlendioxid schlucken. Das tun sie sowieso schon. Zusammen mit der Biosphäre, der anderen grossen «CO2-Senke» der Erde, speichern die Meere die Hälfte des jährlich vom Menschen verursachten CO2. Jedenfalls zeitweise, dank eines Effekts namens physikalische CO2-Pumpe. Der hat mit den weltweiten Meeresströmungen zu tun: Warmes Wasser strömt an der Oberfläche in Richtung Nord- und Südpol und nimmt dabei CO2 aus der Luft auf, das sich im Wasser zu Kohlensäure löst. In der Nähe der Pole kühlt das Wasser ab, wird dadurch schwerer und sinkt auf den Meeresgrund, wo es wieder zurückströmt. Das mitgeführte, gelöste CO2 kann Jahrhunderte lang in den Tiefen verbleiben, bevor es wieder an die Oberfläche gelangt. Allerdings wird dieser Effekt immer schwächer: Die Aufnahmefähigkeit des Meerwassers für CO2 sinkt mit fortschreitendem CO2-Anstieg.
Die Pumpe wiederbeleben
Eine britische Studie schlug vor einigen Monaten Alarm. Messungen im Nordatlantik ergaben, dass die Leistungsfähigkeit der CO2-Pumpe im Zeitraum von 1995 bis 2005 um die Hälfte gesunken sei. Die Ozeane könnten also bald mit den von Menschen freigesetzten Emissionen gesättigt sein. Sie könnten nicht mehr als Senke dienen, und der Treibhauseffekt würde beschleunigt.
Hier setzt Tim Kruger, der Kopf hinter der Cquestrate-Idee, an: Er will die CO2-Pumpe der Weltmeere wieder auf Touren bringen. Die Ozeane verlieren ihre Fähigkeit zur zeitweisen CO2-Speicherung, weil sie immer saurer werden. Dem könne entgegengewirkt werden, indem man basischen Kalk in die Meere einbringt und damit deren Säuregehalt senkt.
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Es besteht keine Staatskirche VIII - Kirchenaustritt gebührenpflichtig
Eine oftmals geäußerte Behauptung in Grundgesetz-Kommentaren lautet, dass Art. 4 I GG nicht nur die positive Religionsfreiheit schütze, sondern auch die negative in exakt dem selben Maße. D.h. das Recht, keine Religion zu haben und dieses auch so anerkannt zu bekommen. Das dass so nicht stimmt, ist lang bekannt. Atheisten zahlen, genau wie alle anderen Nicht-Christen über allgemeine Steuern die Großkirchen mit und Kinder können sich sowieso nicht wehren und erst mit 14 selbst entscheiden. Wenn also so ein Kind gezwungen wurde, in eine Kirche einzutreten, ohne seinen Willen natürlich (denn Babies können ihn nicht artikulieren) und dieses Kind sich als Erwachsener entschließt, diese Mitgliedschaft zu beenden, dann muss es in den meisten Unions-regierten Ländern dafür bezahlen! Und zwar dafür zu dokumentieren, was eh schon bekannt ist, nämlich dass diese Person nicht Kirchenmitglied sein will.
Das Bundesverfassungsgericht, Hüterin der Verfassung und Büttel der Staatskirchen, hat heute entschieden, eine Beschwere dagegen nicht zur Entscheidung anzunehmen. Denn, so sagt es, es sei nicht verfassungsrechtlich zu beanstanden, dass die Kosten für den Austritt dem Austretenden zur Last gelegt werden, obwohl er keinerlei Schuld daran hat, dass er als Kirchenmitglied geführt wurde.
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History Repeating
Ach, wenn doch alle Menschen das Wissen und die Erfahrungen aller Menschen teilten! Stattdessen: alle nur gestreift… Buddha, Breton, Dalí, Éluard, Cocteau, Picasso, all die anderen und, herrje, Dieter Bohlen…
Angesichts unserer lächerlichen Lebensspanne können wir das kulturelle Erbe der Menschheit nur kurz anrempeln und gehen ins Grab wie ein Schweizer Käse: in dem Wissen, dass das bisschen, was wir an Menschengeschichten aufgesogen haben, gerade ausreicht, um uns klarzumachen, was wir alles versäumt haben. Und weil es unmöglich scheint, unserem Hirn rappzapp Wissen aufzuspielen wie auf Festplatten, wird sich daran auch nichts ändern. Und so wird der Mensch, statt dort anzuknüpfen, wo die Verwesenden aufhörten, mit jeder Geburt Fehler und Wonnen wiederholen müssen, die schon mehr als oft fehler- und wonnevoll gelebt wurden. Noch der schlechteste Witz wird neue Lacher finden, wenn erst die nächste Generation von Privatfernsehzuschauern unter der Erde ist.
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Sommerliche Erfrischungen
Der Aufhänger für diesen Paukenschlag kommt wieder aus dem Morgenmagazin, diesmal aus dem der ARD.
Am Mittwoch hieß es da:
Auf der anderen Seite der Erde,
da ist gerade Winter,
na ja, was man halt so als Winter bezeichnet, zum Beispiel in Brasilien,
da ist es immer noch über 20 Grad warm -
und da gibt es in Sao Paulo Abkühlung,
die man eigentlich sonst nur aus Norwegen, Schweden oder Grönland kennt,
eine Eisbar nämlich,
da sind selbst die Gläser aus gefrorenem Wasser,
und das in einem Land,
in dem es sonst niemals schneit.
Dann folgte ein Bericht über eine Bar, ganz aus Eis, Stühle, Tische, Wände - ja selbst die Gläser: Alles gefrorenes Wasser.
Die Innentemperatur liegt bei -10 Grad Celsius, weshalb die Besucher, bevor sie den Kühlschrank betreten, eigens in Thermoklamotten gepackt werden.
Die Morgenmagaziner haben sich an ihrem Filmchen über die neue Errungenschaft Sao Paulos ergötzt - und viele Zuschauer sicherlich auch, und alle miteinander haben vergessen, dass uns Europäern von einem übereifrigen Klimakommisar in Brüssel schon ab dem nächsten Jahr die herkömmlichen Glühlampen verboten werden sollen, damit wir Energie sparen.
Die Nachteile dieser kompakt geformten Neonröhren,
die nach wie vor Neonröhren sind und
die nach wie vor, im Gegensatz zur Glühlampe, nur ein kleines Spektrum des natürlichen Lichts ausstrahlen, was, wie Untersuchungen in den späten 70er Jahren ergaben, auch bei Menschen Stress verursacht und, wie es damals hieß, sogar impotent machen kann,
* die nach wie vor hochgiftiges Quecksilber enthalten und deshalb als Sondermüll entsorgt werden müss(t)en -
sind nur der eine Teil der Argumente, die nicht in die Abwägung einbezogen werden.
Über das noch viel schwerwiegendere Argument,
dass die einzelne Energiesparlampe zwar Energie spart, dass die Neonbirnen aber insgesamt überhaupt nichts zur Energieersparnis beitragen, hört man praktisch nichts.
Bodo Sturm, Mitarbeiter im Bereich Umweltökonomik des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, hat diesen Effekt so erklärt:
Glühlampenverbote sind
ein unsinniges Steuerinstrument der Politik,
da eingesparte Energiemengen zu eingesparten Emissionsmengen führen,
die dann von den Stromerzeugern im Emissionshandel verkauft werden
und an anderer Stelle zu Emissionen führen.
Ein sinnvolles Steuerinstrument zur Erreichung von Klimazielen sei allein die Begrenzung der Emissionsmenge von Kohlendioxyd. Wo und wie die Einsparung kostengünstig zu bewerkstelligen sei, würde der Markt selbst regulieren.
(So war das jedenfalls am 6. August 2008 bei Wiki unter "Glühlampe" nachzulesen)
Wieviel Energie es kostet, in Brasilien, gegen plus 25 Grad Celsius Außentemperatur eine Bar als Iglu zu betreiben, lässt sich nur abschätzen.
Dass es ein energieverschwenderischer Wahnsinn ist,
steht außer Frage.
Dabei brauchen wir gar nicht nach Sao Paulo blicken.
Wer energieverschwenderischen Wahnsinn sucht, der findet ihn auch direkt vor der Haustür.
Wissen Sie eigentlich, wie viele Schihallen es in Deutschland gibt?
Zwei bis drei Hektar große Hallen, zu denen die gleichen Leute, die sich im Dezember Erdbeeren aus Israel einfliegen lassen, im heißesten Juli mit dem großen Geländewagen mal eben schnell zum Schifahren hindüsen?
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Sonntags in die Messe, sich hinten hinsetzen, wenn Kollekte kommt 30Euro rausnehmen, Quittung des Amtsgerichtes reinwerfen, fertig.
Glück auf!
Davon mal abgesehen, das ich nicht die geringste Ahnung habe, welche Auswirkungen das massive Einbringen von basischem Kalk auf die Ökosysteme der Weltmeere hätte (Tim Kruger vermutlich auch nicht, aber ich gebe es wenigstens zu) würde mich mal interessieren, welche Mengen denn nötig wären um überhaupt einen spürbaren Effekt zu erhalten.
Ich gehe mal davon aus, das hierzu Größenordnungen in der Dimension von mehreren Miiliarden Tonnen basischen Kalkes erforderlich wären.
Selbst als Laie ist mir klar, dass das nicht ohne (unerwünschte) Nebenwirkungen bleiben kann.
Derartige Mengen an basischem Kalk sind ja auch nicht ohne weitere CO²-Produktion herstellbar. Und dann muss der Kalk noch transportiert werden (man wird den ja wohl kaum an jeder beliebigen Stelle im Meer versenken können), was weiteres CO² produziert.
Würde mich nicht wundern, wenn das Ganze bei einer sauberen und ehrlichen Kalkulation eine negative CO²-Bilanz hätte.
Imho eine typisch britische Schnapsidee.
Oh welch phantastische Möglichkeiten tun sich denn da auf. Man könnte doch auch jedes Neugeborene automatisch zum Mitglied im Bertelsmann-Buchclub machen. Dann bis zur eigenen Geschäftsfähigkeit jeden Monat den Hauptvorschlagsband (Simmel oder "Trenn dich schlank"). Wenn man raus will kommt noch eine Austrittsgebühr hinzu.
Unvorstellbar wenn die das in Gütersloh mitbekommen.