Seit dem die Bundeswehr durch Rot-Grün als Einsatztruppe für meist amerikanische Interessen in der ganzen Welt unterwegs ist, brauchten wir eigentlich
eine völlig andere Armee, als die Panzerarmee, die in der Norddeutschen Tiefebene die Russen nur solange aufhalten sollte bis die Amerikaner kamen oder die Russen durchgebrochen waren. Dummerweise hat sich dies nicht bis in die deutsche Politik herumgesprochen.
Wie alles was SPD und Grüne in ihrer Regierungszeit veranstalteten war auch der weltweite Bundeswehreinsatz von keinerlei Ahnung getrübt. Im Wesentlichen ging es eigentlich nur darum, möglichst schnell einen festen Sitz im Un-Sicherheitsrat zu erlangen, am besten mit Vetorecht. Schröder und Fischer brauchten so einen Status für ihr relativ beschränktes Ego, das aber gut mit ihren tatsächlichen Möglichkeiten korrelierte.
Es kam also wie es kommen musste. Während die Politikusse schon Afghanistan unterwarfen und gedanklich bereits Weltmacht waren, fehlte es den Soldaten im Einsatz an praktisch allem. Ob es um
Schutzwesten ging, oder um Ersatzteile und Munition. Es wurden Schiffe in heiße Länder geschickt, die für den Einsatz im kalten Atlantik gebaut waren.
Hubschraubern fehlte es an so ziemlich allem um in Afghanistan in der Höhe und bei Kälte vernünftig operieren zu können, die deutschen Leopard Panzer sind viel zu unhandlich um Erfolge zu erzielen. Die Transall kann als Transportflugzeug die Gegenden nicht erreichen wo die Sachen hinmüssen und die Tornados sind weder einsatzbereit noch in der Lage bis zum Einsatzort zu fliegen.
Das ganze sieht eher wie der schlecht geplante Campingausflug von Stiftsdamen in den Wald aus. Aber die Etappe ist voller Helden.
Generalmajor Reinhard Kammerer will schon deshalb keinen Abzug aus Afghanistan, weil das wie eine Kapitulation aussehen könnte. Ja es ist auch eine, verloren ist der Krieg ja schon.
Dafür sind die Etappenhengste aber toll in Kontrolle und Überwachung. Nach deren Rechnung verbrauchte jeder Soldat täglich
10 Rollen Lokuspapier. Aber so ist sie die Etappe. Das machte auch der damalige deutsche ISAF-General Bruno Kasdorf deutlich als er mutig schwadronierte:
"Wir haben die Taliban in die Defensive gedrückt", sagte der Chef des Stabes der Internationalen Schutztruppe ISAF und ranghöchste deutsche Offizier in Afghanistan bei seinem Abschied am Donnerstag in Kabul. "Ich bin optimistisch, dass die ISAF, die NATO und die beteiligten Nationen weitere Fortschritte erzielen werden." Nach 13 Monaten sei es für ihn ein sehr bewegender Moment, "die Verantwortung als Chef des Stabes im ISAF-Hauptquartier an meinen Nachfolger, Generalmajor Hans-Lothar Domröse, zu übergeben".
Ja da hört man den Generalfeldmarschall Paulus doch markig durchklingen. Die armen Soldaten. Aber deutsche Soldaten hatten ja selten eine gute Führung. Ab dem Hauptmann wurde es meist wüst und leer, vor allen in den Köpfen. Haltung statt Intelligenz. Das scheint sich nicht geändert zu haben.
In Friedenszeiten ist es völlig egal, welche Pflaumen nun irgendwelche militärischen Ränge bekleiden. Die Wehrpflichtigen müssen die zwar ein paar Monate grüßen, aber danach und selbst während dieser Zeit, haben sie oft viel Spaß mit derartigen Intelligenzbestien. Völlig anders sieht das im Krieg aus. Wenn Leute die es schaffen, sich auf dem eigenen Kasernenhof zu verirren, plötzlich unter Beschuss führen sollen. Das funktioniert natürlich nicht.
Die
echten Helden wie Boris Schmuda müssen sich den Krieg als wichtig einreden, weil sie sich ehrlichen und tapferen Herzens in ihn begeben haben. Das ist menschlich verständlich.
Ein deutscher General sollte jedoch ehrlich sein. Aber die meisten sind so wie
Generalmajor Wolf Langheld der mich sehr stark an einen Offizier erinnert, den mir mein Großvater beschrieben hat, wie er vor einem großen Ankleidespiegel stand und deklamierte:
Was ich bin, beweisen meine Sterne!
War ich kann, beweisen meine Kolbenringe!
Oh Mama, was hast du für einen stolzen Sohn!
Auf jeden Fall hat Langheld die Afghanen vollständig im Griff:
Nach Auskunft des Kommandeurs der 1. Panzerdivision, Wolf Langheld, ist die Bundeswehr schon jetzt für die Entsendung einer schnellen Eingreiftruppe (Quick Reaction Force/QRF) gerüstet. "Wenn der Auftrag kommt, werden wir in der Lage sein, Soldaten mit der entsprechenden Ausbildung nach Afghanistan zu schicken", sagte Generalmajor Langheld beim Jahresempfang der Bundeswehr in Hannover. Dafür würden etwa 250 Soldaten zur Verfügung gestellt. Generell sei seine Panzerdivision "in der Lage, auch in einem hochintensiven Gefecht den Frieden auch mit Waffengewalt zu sichern".
Ja sicher. Er kann den Frieden mit Gewalt sichern und seinen Namen in den Schnee pinkeln. Die Realität der Bundeswehr sieht ganz anders aus. Nach 12 Jahren Entwicklungsarbeit hat man die
Entwicklung eines Rettungshubschraubers für abgeschossene Piloten einfach ergebnislos eingestellt.
Ist ja auch richtig so. Die Piloten sollen sich einfach nicht abschießen lassen und wenn sie wissen, dass sie nicht gerettet werden können, wird sie das vorsichtiger machen. Natürlich wurden auch gleich das
Budget für militärische Forschung gekürzt. Wozu Forschung, wenn man doch auf jeden Fall siegt.
Etwas dramatischer ist da schon die Geschichte mit den Piloten die bei der Bundeswehr in Reihe aussteigen um im Zivillleben als Piloten zu arbeiten und dafür sogar anteilige Ausbildungskosten an die Bundeswehr erstatten. Das ist allerdings auch logisch und sinnvoll. Denn sie könnten ja im Ernstfall nicht gerettet werden und das nimmt dem ganzen Kriegsspiel ein wenig den Spaß.
Dummerweise haben aber auch die
Militärärzte die Schnauze voll. Das ist für eine kriegsführende Nation schon deutlich schlechter. Denn im Krieg werden Soldaten getötet und verletzt. Die Verletzten brauchen Ärzte.
Bei Bundeswehrmedizinern grassiert der Frust. Wegen häufiger Auslandseinsätze und miserabler Arbeitsbedingungen in der Heimat verlassen viele Ärzte die Truppe. Insider warnen in Brandbriefen an Verteidigungsminister Jung vor einem "Zusammenbruch des Systems".
Wenn es um die medizinische Betreuung seiner Truppe geht, spricht Franz Josef Jung (CDU) in der Öffentlichkeit gern große Worte. Den Soldaten daheim und bei riskanten Einsätzen im Ausland "bestmögliche sanitätsdienstliche Versorgung" zu sichern, erklärt der Verteidigungsminister, sei "Ausdruck der Verantwortung, die Gesellschaft und Politik gegenüber der Bundeswehr haben". Die deutsche Militärmedizin zähle zur "internationalen Spitzenklasse", verkündete Jung immer wieder. Egal, ob ein Lazarett in Berlin, Koblenz, Masar-i-Scharif oder Prizren steht: Der Standard sei "weltweit führend".
Was vom deutschen Verteidigungsminister Jung zu halten ist klar. Der braucht ja für seine
Gedächtnisbaracke möglichst viele tote Soldaten, deren zerbrochene Erkennungsmarken er dort anhängen kann, damit ihm am Abend dort so schön schauern kann, im Vollgefühl seiner Macht.
Außerdem möchte er doch so gerne
"Eiserne Kreuze" an Verwundete und die Hinterbliebenen der Toten überreichen, aber vor allem an seine verdienten Generale und die Freunde aus der Waffenindustrie. Dabei wird ihm bestimmt sehr feierlich zumute sein.
Wer zwischen den Zeilen liest, kann nur zu dem Schluss kommen, das unsere Bundeswehr eigentlich technisch, personell und ausbildungsmäßig nur sehr bedingt für einen Kriegseinsatz geeignet ist. In Deutschland hat die Bundeswehr vieles an Zivilangestellte übergeben, die nicht mit in den Kampfeinsatz ziehen und deren Vorgesetzte oft keine Vorstellung von Kriegseinsätzen haben, aber alle Dienstvorschriften bei 3,5 Promillle Kesseldruck und frisch aus dem Tiefschlag geweckt, rezitieren können. Das ist gut aber nicht nützlich.
Am besten wäre es wir blieben bei unserer Spaßbundeswehr der Vergangenheit. Dies ist mit unseren Politikern die so gerne Krieg spielen und bedeutend an den Särgen toter Soldaten stehen wollen, während sie sich innerlich zuraunen: "Den habe ich selbst umgelegt. Ich bin Herr über Leben und Tod!" nicht machbar. In einer solchen Welt muss die Bundeswehr massiv besser ausgerüstet und versorgt werden.
Was auf gar keinen Fall passieren darf ist, dass die Bundeswehr ihre Logistik an die Arvato AG von Bertelsmann überträgt. Überall wo Mohn/Bertelsmann heute tätig ist, haben die Menschen kaum eine Chance ihr bisheriges Leben weiter zu führen. Bei Soldaten bedeutet dies viel tausendfachen Tod weil Mohn/Bertelsmann natürlich Gewinne ohne Leistung will.
Es würde unseren Soldaten an allem fehlen. Logistik ist die Kernkompetenz einer Armee und Deutschland braucht kein
Halliburton und Mohn/Bertelsmann ist deutlich gemeiner als Halliburton.
Zur Ehrenrettung von Paulus, seine 6. Armee wäre auch mit erfolgtem Ausbruch zerschlagen worden.
Aufgrund seiner damaligen Informationslage wars wohl der richtige Entschluss sich in Stalingrad solange es geht zu halten und wenigstens die Kameraden im Kaukasus zu retten.
Man kann heute nicht mehr sagen, wieviele hätten gerettet werden können, wenn Paulus persönliche Ehre gehabt hätte. Aber er war deutscher Wehrmachtsoffizier also ehrlos.
Fest steht, dass die NVA niemals zu Kriegszwecken ihr eigenes Territorium verlassen hat, noch nicht mal zum Prager Frühling (was viele nicht wissen).
Dafür waren aber die Ostdeutschen gern die nicht unerheblichen Teilerbauer der Druschbatrasse (Erdgaspipeline), über die heute die Russenstaatskonzerne/Oligarchen/westliche Energiekonzerne sich dumm und dusslig verdienen!
Wenn aber die ersten Bilder oder nichtoffiziellen Horrormeldungen durchsickern, wie es in Afghanistan wirklich zugeht, dann würde auch heutzutage zumindest ein wenig der deutsche Herdenmichel ein wenig oder kurzzeitig aufwachen! Für Kenner sage ich nur, dass wir damals die unbegreifliche Unmenschlichkeit bzw. Greueltaten der "Freiheitskämpfer" Modschahedin (beispielsweise: Rucksack) nicht begreifen konnten.
Ich sollte mal über unsere total unfähige Bundeswehr eine Artikelserie machen.
Ich kenne genug von der Truppe, um zu wissen, daß die meisten trotz der vielen Zuschläge, die für Afghanistan oder einen anderen Auslandseinsatz drin sind, lieber daheim sein würden.
Was nutzt die ganze Kohle, wenn die Ehefrau nur eine schwarze Kiste zurück kriegt?
Das da chronischer Munitionsmangel schon seit Monaten herrscht, ist auch so eine Sache. Pro Soldat 200 Schuß Munition. Und die soll nach Möglichkeit noch für die 6 Monate Stationierung reichen.
Die Helikopter können nicht fliegen, die Panzer nicht fahren. Die Schützenpanzer schon, solange sie nicht Kette haben!
Und wenn ich mich dann nur noch einmal an das niederländische Kontingent erinnere, daß sich fast komplett in die Luft sprengte, als sie eine Mine entschärfen wollten, die sie fanden. Natürlich gingen damals auch 3 von unseren Jungs mit drauf, die den Niederländern zeigen wollten, wie das richtig geht. Aber die Niederländer die Sache haben machen lassen.
Unsere Bundeswehr ist nicht für Einsätze geschaffen, wurscht jetzt ob In- oder Ausland. Wenn der Ausbildungsstand so ist, wie du es beschrieben hast, ist jeder Strategiespielspieler jedem BW-General haushoch überlegen. Und so was gibt zu denken.
MfG
Und wenn Mohn Bertelsmann mit der Arvato AG erst die Logistik übernimmt sind unsere Kinder tot.
Die waren ja sogar zu dämlich CDs zu verkaufen.
Der Kollege mit dem Text zur NVA hat vollkommen recht - die einzige Armee der Welt, die nie selbst Krieg geführt hat
Und Bundeswehr und Spaßarmee - solche Vergleiche sollten wir lassen:
• http://0815-info.de/old/archiv/2007/januar/010721.php
(Der gezeigte Leutnant pinkelt übrigens munter auf so ziemlich alle Länderflaggen in Nahost - inkl. der der Israelis)
Aufgrund der angespannten dt. Kräftelage hätte eine sofortige Kapitulation von Stalingrad ebenfalls zum Untergang der im Kaukasus stehende Heeresgruppe A geführt, womit sich das Thema "Sieg" oder wenigstens "Waffenstillstand zu eigenen Bedingungen erledigt hätte.
Und dafür zu sorgen das zeitnah eine rote Flagge über Berlin weht kann ja nun nicht die Aufgabe eines Generals sein.
Das das halten von Stalingrad für noch mehr Tod und Elend geführt hat, steht auf einem anderen Blatt.