Die Globalisierung kannst du abheften
Ich hatte am Sonntag Anrufe von zwei hochrangigen Managern, die beide in weltweit operierenden Konzernen arbeiten und die mich noch aus gemeinsamer Arbeit in einem solchen Konzern kennen. Wir haben uns in den letzten zwanzig Jahren nie aus den Augen verloren. Grund für die Anrufe war ein Artikel in der New York Times.
Beide Manager sind zu alt und zu klug um sich der reinen neoliberalen Lehre unterworfen zu haben, aber spielen natürlich das Spiel mit, das alle spielen. Allerdings waren die Risiken dieses Spiels ihnen immer bewusst und sie haben sich auch weitgehend dagegen geschützt, so dass ihre Unternehmen kaum direkt von den aktuellen Krisen betroffen sind.
Natürlich sind die Beiden in den letzten Jahren selten vollständig mit mir einer Meinung gewesen, aber in vielen Punkten stimmten wir schon immer überein. Trotzdem haben sie lange geglaubt, das meine Vorhersagen über den freigelassenen Raubtierkapitalismus, die Energieprobleme und die Unmöglichkeit dass die Wirtschaft sich selbst regulieren kann, pure Übertreibung sind. Mittlerweile bestätigen sich meine Prophezeiungen in fast täglichem Abstand und wir haben zuerst die Situation analysiert und dann festgestellt, das heute vieles schon schlimmer ist, als ich es je gedacht hätte.
Ich hätte wirklich nicht geglaubt, das sich der 25. Oktober 1929, der als "schwarzer Freitag" in die Geschichte einging, noch einmal übertreffen ließe. Tatsächlich sind sowohl, die jetzt schon verlorenen Summen um einen irrsinnigen Faktor höher und dieser Faktor wird sich noch weiter vervielfachen. Das einzige was anders ist, ist dass die Steuerungsmechanismen geölter sind, als damals.
Heute werden die Verluste einfach viel schneller sozialisiert, in dem die Notenbanken, den Geldhahn weit aufdrehen. Die rabiaten Kursverluste an den Aktienmärkten spielen nicht mehr die Rolle, weil die Verluste in den diversen Scheingeschäften noch viel größer sind und alle Akteure ja wissen, das sie saniert werden, auch wenn sie Federn lassen müssen. Bezahlen müssen am Ende die kleinen Leute.
Allerdings kann diese Krise nicht so leicht gebügelt werden, wie die vielen kleineren Krisen, die wir zwischen 1929 und 2004 hatten. Zum einen ist daran die absurde Schuldenhöhe der USA schuld, zum anderen haben wir das Problem, dass sich die Anzahl der Spieler durch Staaten wie Russland, China aber auch Indien erhöht hat, dass mehr Finanzprodukte ohne Wert im Markt sind und das gleichzeitig sich das Angebot der freien Nahrungspflanzen durch gentechnische veränderte Pflanzen und Konzentration auf dem Saatgutsektor dramatisch verringert, während gleichzeitig Peak Oil und drastische Klimaveränderungen aufeinander treffen.
Die Anzahl der Baustellen ist einfach zu hoch. Normalerweise sortiert man dann nach Dringlichkeit und versucht die Probleme nacheinander abzuarbeiten. Das war z.B. bei der Finanzkrise durch eine Zusammenarbeit zwischen USA und Europa in der Vergangenheit leicht möglich. Wie bitte aber bindet man in solche Gespräche China ein, das haufenweise Dollar in der Welt rumliegen hat und hilflos zusehen muss, wie sein Vermögen dahin schmilzt. Was macht man mit einem Rußland, das von den USA gleichzeitig militärisch direkt bedroht wird und an dessen Rändern der CIA neue Kriege schürt.
Aber selbst wenn man sich auf staatlicher Ebene einigen könnte, nützt das ja nichts. Tatsächlich weiß niemand, was die vorhandenen Produkte der Finanzindustrie wert sind, oder ob sie allesamt nur heiße Luft enthalten. Da kommt als Beispiel und Rettungsanker immer der deutsche Pfandbrief. Ja der ist sicher. Solange er nicht hinterfragt wird.
Ob er aber auch noch sicher ist, wenn die Immobilienkrise in Deutschland ankommen ist, bleibt fraglich. Wenn ein Objekt mit 120 Prozent seines realen Wertes in die Kalkulation eingegangen ist, und dann ganz korrekt mit 60 Prozent in Pfandbriefe umgelegt wurde, sind schon 72 Prozent des Objektes mit Pfandbriefen abgedeckt. Wie die Immobilienkrise in den USA, England, und Spanien zeigen, sind viele Objekte aber schnell nur noch die Hälfte ihres realen Wertes wert und können auch noch weit darunter landen.
Nach offizieller Lesart wäre das Risiko im Pfandbrief bei einem solchen Preisverfall nur um 10 Prozent überschritten, im vorliegenden Fall aber um 22 Prozent. Sobald dieses Problem öffentlich wird, ist der Pfandbrief erledigt und der Immobilienmarkt stirbt auch hier. Mit dem Immobilienmarkt und der Vertrauenskrise stirbt auch immer der Kreditmarkt. Der ist in den USA schon praktisch tot und auch in Europa stammen die Kredite fast nur noch von EZB und helfen nur den Banken beim reduzieren ihrer Spekulationsverluste.
Dies führt weltweit zu einem Kreditproblem. Es werden mehr Kredite benötigt als gewährt werden, so dass die Zinsen steigen. Steigende Zinsen machen viele geplante Investitionen fraglich, wenn sie nur zu Gewinnoptimierung der Banken und nicht als Inflationsschutz dienen. Richtig kritisch aber wird es dadurch, dass sehr viele Ölförderländer Peak Oil, also die höchste jemals mögliche Förderung an Rohlöl bereits erreicht haben, oder kurz davor stehen.
Selbstverständlich hört mit Peak Oil die Ölförderung nicht auf, sie nimmt einfach nur langsam immer weiter ab. Wie schnell das geht, hängt zum einen davon ab, wieviel Öl in früheren Zeiten tatsächlich gefördert wurde und welche Felder noch neu erschlossen werden können. Alle Berechnungen beruhen nämlich auf den bekannten und vermuteten Fördermengen, abzüglich der real geförderten Menge. Bei nichts ist aber in der Vergangenheit mehr gelogen worden, als bei der Fördermenge.
Eine Erhöhung der Fördermenge ist wie eine Lizenz zum Gelddrucken. Viele Förderländer haben praktisch ständig geringere Fördermengen angegeben als sie tatsächlich gefördert haben. Das könnte und wird sich in Zukunft rächen, weil die Vorräte schneller als gedacht zu Ende sind. Dadurch wird der Ölpreis auf Dauer hoch bleiben, auch wenn er immer mal wieder runterspekuliert wird. Tatsächlich ist die Datenlage viel zu unklar um mit Sicherheit etwas sagen zu können.
Der Ölpreis mag ein Grund für die Umwandlung von Agrarprodukten in Treibstoff, anstatt deren Auslieferung als Lebensmittel gewesen sein. An den hohen Lebensmittelpreisen sind aber eher die großen Saatgutlieferanten und vor allem das gentechnisch veränderte Saatgut schuld. Tatsächlich sind die Erträge dieser tollen neuen Sorten sehr viel schlechter als geplant und es müssen viel mehr Pestizide und chemische Dünger als geplant eingesetzt werden, zudem ist das Saatgut, da patentgeschützt auch viel teurer und nur einjährig.
Selbst wenn man von den Nebenwirkungen für Bienen, Schmetterlinge, Bodenlebenwesen und auch Menschen absieht, ist es eine der sehr teuren Fehlentscheidungen der Vergangenheit, die langfristig noch teurer wird als die Hypotheken- und Kreditkrise, weil es Jahrhunderte dauern kann bis dieses falsche Erbgut wieder aus den Pflanzen dieser Erde heraus ist, wenn es überhaupt noch geht.
Über diese Kette von Abfolgen und Zusammenhängen konnten wir uns einigen, wobei natürlich noch Unterschiede in der Feinbewertung bleiben. Klar ist jedoch, das die Menschheit nicht einfach so weiter machen kann wie bisher. Das hat auch der zu Anfang genannte Artikel in der NYTimes deutlich gemacht.
Die Firma Tesla Motors mit ihren Elektoautos hatte ein Geschäftsmodell das darauf beruhte, die Batterien in Thailand zu fertigen und in England die Autos weitgehend zu produzieren und dann in die USA zur Endfertigung zu bringen. Tesla Motors hat sich stattdessen dafür entschieden alles in Kalifornien erledigen zu lassen, obwohl die Umweltschutzbestimmungen in Kalifornien für eine Batterieproduktion eine harte Sache sind. Aber so sparen sie 5.000 Meilen Transport.
Natürlich war das keine Herzensentscheidung sondern die pure Not, die durch die exorbitant hohen Frachtkosten entsteht. Wenn selbst in den US erkannt wird, wie es der gesamte Artikel vermittelt, das die Globalisierung eine Fehlentwicklung war, die dazu geführt hat, das hochwertige Arbeitsplätze exportiert wurden um aufgrund billiger Transportkosten vielfach schlechtere und selten gleichwertige Produkte einzuführen.
Wenn es so aussieht, als ob sich die USA eher auf das ursprüngliche Denkmodell der alten Grünen Bewegung in Deutschland konzentriert, die man keinesfalls mit der real existierenden Grünen Partei verwechseln darf, die mit dieser Bewegung nichts mehr zu tun hat und sich bei zufälligen Berührungen vor Ekel schüttelt, dann ist das ein klares Signal zum Umdenken. Für jeden.
Des geht darum die Grundbedürfnisse der Menschen möglichst dezentral und möglichst in hoher Eigenverantwortung zu erfüllen. Den Joghurt, die Avocado und das Mineralwasser nicht zum Reisegut sondern zum ortsnahen Produkt zu machen oder eben notfalls auf Produkte wie Erdbeeren im Dezember zu verzichten.
Das geht natürlich nicht bei allen Produkten, aber der Anteil der "Reiseprodukte" kann ohne Problem auf einen Bruchteil reduziert werden. Dies gilt insbesondere für Kühl- und Lebensmitteltransporte. Es macht keinen Sinn einen Joghurt durch ganz Europa zu transportieren und die spanischen Erdbeeren sollten in Spanien verzehrt werden oder besser wegen Wassermangel gar nicht erst angebaut werden.
Das gleiche gilt für eine weitgehend dezentralisierte Energieversorgung und natürlich auch für Wasser und Abwasser. Natürlich wird es aus Kostengründen Einschränkungen beim Reisen geben. Auch wenn Air-Berlin-Chef Joachim Hunold nun nach dem Staat ruft um weiter Flugkapitän und Großkotz spielen zu können, darf die einzige Antwort natürlich nur nein lauten. Wenn er nicht überlebensfähig ist, muss er sterben.
Das gleiche gilt für weite Teile der Großindustrie die nicht fähig ist wieder auf Regionalproduktion umzustellen. Es macht keinen Sinn, etwas das nicht funktioniert und nur ein Unternehmen ist, auch noch zu subventionieren. Natürlich brauchen solche Märkte auch die Großbanken und Großversicherer nicht. Vieles wird sich über genossenschaftliche Umlagesysteme regeln lassen, einiges wird nur durch Nachbarschaftshilfe lösbar sein.
Natürlich darf nicht vergessen werden, das hier über einen Prozess gesprochen werden muss. Vieles wird zuerst in den Köpfen der Menschen stattfinden müssen und sich über deren Verhalten und vor allem deren Kaufverhalten nur langsam in die Realität umsetzen.
Nachdem der Neoliberalismus den Menschen die Achtung vor sich selbst genommen hat und sie immer wieder als jämmerliche Würstchen dastehen ließ, wird es schwer den Verlorenen neuen Mut zu geben. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es den Menschen ihre Berufe wieder zurück zu geben. Früher erlernte man einen Beruf um ihn ein Leben auszuüben. Selbstverständlich änderte sich die Welt auch früher ständig, aber ein Schlosser blieb ein Schlosser, weil er ständig dazu lernte.
Heute ändern sich die Berufsbezeichnung alle paar Jahre. Das bedeutet, das alte Qualifikationen plötzlich wertlos sind und neue sich in immer abstrusere Berufsbilder aufspalten, die weder alleine lebensfähig sind noch irgendwo in der Realität auftauchen. Dies wird von den IHKs zusammen mit gewissenlosen Bildungspolitikern wie Frau Schawan so gestaltet, damit niemand mehr Schlosser sein kann und im Endeffekt alle Hilfsarbeiter sind.
Ein Schlosser aber war ein Arbeiter der seinen Beruf konnte, zu dem auch ein Meister mal hin ging und um dessen Meinung fragte, weil ja Kompetenz eben hilfreich war. Dies wurde schon im Zusammenhang mit den Gastarbeitern aufgelöst und heute sind wir bei Produktionsschritten, die ein dressierter Affe oder ein Roboter erledigen kann.
Diese Produktionsschritte machen aber nur Sinn, wenn sie tagaus und tagein jahrelang immer gleich bleiben und nur geringen Änderungen unterworfen sind. Eine flexible Produktion ist damit nicht aufzubauen. Je näher jedoch an den Märkten produziert werden muss, desto kleiner ist die Losgröße des Produktes und desto breiter muss die Erfahrung der Mitarbeiter sein. Gruppenarbeit in hoher Eigenverantwortung wäre die einzig denkbare Antwort.
Das ist übrigens kein wirtschaftlicher Nachteil. Kleine Losgrößen ermöglichen das schnelle Einbringen von technischen Neuerungen. Innovation lässt sich viel schneller in der Praxis überprüfen. Es ist übrigens nicht so, dass es keinen Handel mehr geben würde. Es wird nur ein ruhigerer Handel sein. Sehr auf realen Nutzen bedacht und nicht mehr darauf, wegen eines Viertelcents an Extraprofit, die Mitmenschen mit einem Euro an zusätzlichen Kosten zu belasten.
Meine Freude sind mit mir überein gekommen, an diesem Thema weiter zu arbeiten. Sie in ihren Unternehmen, ich, in dem ich Texte wie diese schreibe und mit Beratungsleistung dienen kann, die nicht Bevormundung sein wird. Wir können nicht die Großindustrie fit für eine Welt nach dem Neoliberalismus und nach dem billigen Öl machen. Dafür sind die schon viel zu lange in falschem Fahrwasser und auf den Brücken stehen meist nur die Dummen und Verantwortungslosen.
In ein neues Zeitalter kann man nur mit kleinen Einheiten, schlanken Führungsmodellen und vor allem direkten und begründeten eigenen Entscheidungen marschieren. Es wird schwer werden, die Menschen wieder dazu zu bringen, wenigstens in geringem Umfang Vertrauen in ihre Unternehmer zu haben. Zu tief sind die Wunden der Vergangenheit.
Da hilft nur schrankenlose Offenheit. Es nützt nichts mehr die Belegschaft zu belügen. Ehrlichkeit und eine sichtbare Portion Selbstzweifel sind unbedingt angebracht. Aber wenn die Menschen merken, dass die neuen Leute zu ihrem Wort stehen, werden sie das auch wieder tun. Die Zeiten werden so schnell nicht wieder gut, aber je eher die Menschen anfangen die Dinge wieder selbst in die Hand zu nehmen, desto eher ist es möglich wieder festen, guten und vor allem sicheren Boden unter die Füße zu bekommen.
Natürlich wird die Politik und die neoliberale Kaste alles versuchen um jeden gesellschaftlichen Umbau zu verhindern. Das sieht man in der Affäre Clement. Es ist allerding schon ziemlich bald völlig egal was diese Herrschaften wollen. Ihre Zeit ist vorbei. Ihr Neoliberalismus und ihre Art der Globalisierung kann man getrost abheften. Als Muster ohne Wert und ohne Sinn und Verstand.
Heute ist die Zeit des Neuanfangs.
Tags für diesen Artikel: dezentrale produktion, dollar, euro, europa, finanzmarkt, globalisierung, neoliberal, transportkosten, usa
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Duckhome am
08/05/08 um 03:00
Das waren die XXIX. Olympischen Sommerspiele von Peking
Manch einer mag es als etwas verfrüht empfinden, wenn das Résumé schon vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele gezogen wird. Aber im Grunde ist das wichtigste bereits geschehen. Was jetzt noch folgt ist ein wenig Sport, tägliche Medaillen ...
Manch einer mag es als etwas verfrüht empfinden, wenn das Résumé schon vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele gezogen wird. Aber im Grunde ist das wichtigste bereits geschehen. Was jetzt noch folgt ist ein wenig Sport, tägliche Medaillen ...
Duckhome am
08/19/08 um 02:44
ZEW Wahrsager und ihre Berg und Talbahn
Wahrsagerei ist neben der Hurerei eines der ältesten Gewerbe der Menschheit. Beide genossen zu unterschiedlichen Zeiten auch unterschiedliches Ansehen. Während bei der Hurerei wenigstens ein Gegendienst geboten wird, gibt es bei de ...
Wahrsagerei ist neben der Hurerei eines der ältesten Gewerbe der Menschheit. Beide genossen zu unterschiedlichen Zeiten auch unterschiedliches Ansehen. Während bei der Hurerei wenigstens ein Gegendienst geboten wird, gibt es bei de ...


















Vielen Dank für diesen Artikel. Er spricht mir aus dem Herzen. Schon über Jahre schaue ich dem Treiben der Globalisierung und dem Neoliberalismus hilflos zu. Im meinem sozialen Umfeld werde ich als Pessimist betitelt, wenn ich die Verwerfungen und den Niedergang des Erreichten durch die Kaste der Neoliberalen, als falschen Weg aufzeige.
Danke für die klaren Worte und Sie haben recht: Heute ist die Zeit des Neuanfangs.
Ich weiß letztlich nicht, welche Theorie war ist, würde aber der offiziellen nicht so einfach glauben.
Ein denkbares Szenario:
Entsprechende Kreise haben Beweise für die ständige Neuentstehung von Erdöl, dieser Prozess ist aber zu langsam, um 6 Milliarden Menschen dauerhaft zu versorgen. Sie wissen aber, wieviel pro Jahr an Öl "nachkommt", und haben sich anhand dessen ausgerechnet, auf welche Größe man die Weltbevölkerung reduzieren müsste...
Anderes Szenario:
Der Ölpreis wird künstlich hoch gehalten bzw. gesteigert, obwohl es gar keine Produktionsengpässe gibt. Dank entsprechender Propaganda steigert man so seine Profite ins Unermessliche ohne großen Mehraufwand.
Aber natürlich möglich ist auch das Szenario:
Das Erdöl wird wirklich langsam akut und permanent knapp, und wenn wir nicht die Kurve kriegen (und das werden wir im derzeitigen System nicht), wird die Weltwirtschaft spätestens am Ölmangel zusammenbrechen. Das resultierende Chaos nutzen dann die Mächtigen um endlich und endgültig ihre "Neue Weltordnung" durchzuseten.
Ich kann für mich nur sagen, dass das zweite Szenario noch am wenigsten unangenehm ist. Welches davon (oder ein völlig anderes) der Realität entsprich, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass es seiner Zeit so viele Saurier und/oder Pflanzen gab, die hermetisch plötzlich abgeschnitten und verdichtet waren, dass Millionen Jahre später so viel Öl daraus wurde. Und Öl findet sich wohl auch in großen Tiefen. wie sollen dorthin bitteschön die Saurierkadaver hingekommen sein? Ergo wie immer: im Mittelalter war auch die Erde eine Scheibe, zumindest lt. öffentlicher Meinung der Mächtigen.
Und: wenn das Öl wirklich so schnell endlich wäre, gebe es schon lange Maßnahmen der NWO einer offenen oder verdeckten Rationierung, damit der "Pöbel" nicht das kostbare Gut "verdampft".
Was ich nur nicht verstehe ist die Tatsache, dass die Russen heutzutage nicht kategorisch und energisch auftreten, um der Welt zu zeigen, was sie für gigantische Reserven haben. Oder wollen die es einfach nur für sich behalten? Das bedeutet dann aber so oder so leider Krieg.
Vergiss auch die Sache mit den verschütteten Sauriern. Die waren nur zufällig dabei. In Wirklichkeit geht es um Sedimentschichten die im anaeroben, also sauerstofflosen Bereich nicht biologisch abgebaut werden konnten.
Bei der Braunkohle findest du noch Äste und Blätter, in der Steinkohle noch Äste, im Öl die Zersetzungsrückstände der Ursprungsstoffe, die z.B. heute den Schwefelgehalt und das Brennverhalten bestimmen.
Die aneroben Sedimente bilden selbst in unserer Zeit noch Schichtdicken von bis zu 100 Meter. Bei Mooren kennen wir Schichtdicken bis zu 200 Meter.
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/search/label/Energie
Gut, ich gebe dem Blogger dort auch nicht 100%-tig Recht bzw. manches hat schon gebetsmühlenartiges Sektendasein zur Folge (besonders die 9/11 Story bei ihm -> sicher ist das was oberfaul gewesen, na und, wer sagt was offiziell dagegen?), aber vielleicht möchte man selbst nur glauben, dass das Öl unendlich ist, denn jeden einigermaßen mit beiden Füßen auf dem Boden der Realität stehenden Menschen muß klar sein, dass das Ende des Öls auch das Ende der heutigen (doch recht unbeschwerlichen) Lebensweise bedeutet. Alles was dann kommt bzw. sich daraus ergibt, ist wirklich nur Schall und Rauch, denn dann sitzen wir höchstwahrscheinlich wieder mit dem Kienspan in der Höhle... denn an erneuerbare Energien kann ich nicht wirklich glauben. Leider!
Natürlich entsteht auch aus den heutigen Urwäldern, soweit so noch existieren irgendwann wieder neue Kohle und neues Öl, dauert nur ein wenig.
das Kohlenwasserstoffe(KW) auch nicht biologisch entstehen können, ist bewiesen. Auf dem Saturnmond Titan gibt es haufenweise davon. Auch in kosmischen Nebeln sind sie nachgewiesen. Ich würde es für die Erde nicht ausschießen wollen, daß es abiologisches Erdgas bzw. -öl gibt. Das soll nicht heißen, das wir es weiter zügellos verbrennen sollten. Zumindest das Erdöl ist zum Verfeuern zu schade. Neu entstehen(aus dem nichts) geht natürlich nicht, aber auch noch heute finden Bewegungen von KW in Erdkruste statt. Peaköl ist für mich z.Z. eine ziemlich krude ökonomische Theorie um viel(oder noch mehr) Geld zu schneiden. Die Fördermengen sind nicht nur von den Vorräten abhängig. Schon zu meiner Schulzeit wurde behauptet: "Das Öl ist in 50 Jahren alle!", dann haben wir noch ~10 Jahre. ;-) Das Peaköl funktioniert, zeigen die einschlägigen Quartalsgewinne ganz gut. Das mit dem Dezentralisieren unterstütze ich voll. Die Konzerne haben null Interesse daran, daß sich irgend etwas ändert. Ist IMHO das gleiche wie beim Politbüro.
Die Erkenntnisse aus der Weltraumforschung beruhen auf Analysen des Lichtes. Da ist sehr viel Mutmaßung im Spiel.
Peak Oil ist nur ein Begriff, der wie andere Begriffe auch, von vielen missbräuchlich benutzt wird. Richtig angewandt werden, kann er nur immer in Bezug auf ein Fördergebiet.
Die mögliche Fördermenge eines jeden bekannten Ölfeldes wurde berechnet und sobald aus diesem Feld gefördert wird, wird rückwärtz in Richtung Null gezählt.
Sind 50 Prozent erreicht, spricht seriös vom Peak Oil dieses Feldes, da normalerweise die ersten 50 Prozent die am leichtesten zu fördernden Teile der Gesamtmenge sind, und es zum Ende hin immer schwieriger und teuerer wird zu fördern.
Sind in einem Gebiet, wie z.B. der Nordsee alle Ölfelder unter den 50 Prozent, ist die mögliche Höchstfördermenge also Peak Oil überschritten.
Ich weiß nur, dass alle Förderländer immer mehr gefördert haben, als sie offiziell zugegeben haben. Das könnte bedeuten, das wie im Fall Saudi Arabien, Peak Oil schon 2005 oder vielleicht 1995 gewesen sein könnte.
Das genau aber macht das Problem. Als man 1975 vom Ende des Ölzeitalters in 50 Jahren sprach, meinte man eigentlich Peak Oil. Das kommt auch ungefähr hin, weil man ja seit dem bessere Fördermethoden und neue Felder gefunden hat, wäre es bei den damaligen Verbräuchern sogar erst in 75 Jahren.
Dummerweise ist der Verbrauch so stark angestiegen, das es eben keine 50 Jahre sondern nur 35 - 40 Jahre sind. Einge Felder werden vielleicht ihr Peak Oil erst in 30 Jahren erreichen, andere haben es lange hinter sich und auf vielen Feldern ist die Förderung schon eingestellt oder wird in Kürze eingestellt.
Des weiteren ist von russischen Forschern schon vor Jahren nachgewiesen worden, das Erdöl nach der allgemein gültigen Theorie nicht entstehen konnte oder kann.
Das Interesse an alternativen Energiequellen wurde nie wirklich ernsthaft praktisch angewendet, obwohl es mehr als ausreichende Möglichkeiten gibt, wie schon Wissenschaftler im vergangenen Jahrhundert beweisen konnten.
Hier scheint jedoch das Interesse der Ölindustrie sowohl als auch der Autoindustrie nicht wirklich vorhanden zu sein, denn sodann würden Ihre Gewinne deutlich einbrechen.
Technisch ist schon sehr viel möglich, doch verdienen an den alten Techniken zu viele zu viel Geld - somit ist das ganze Gerede darum nur eine Farce.
Fakt ist auch, das bislang im Jahre 2008 sehr viele neue Quellen entdeckt wurden, wobei eine schon wohl größer sein soll als die noch offiziell vorhandene Reserve von Saudi Arabien.
Das eine Ölkrise nicht wirklich existent ist belegen ja schon die neuen Quellen. Ebenso in den 70er Jahren hatten wir eine Ölkrise, die künstlich geschaffen wurde.
Heute versucht man zusätzlich noch mit dem Unsinn der Klimaveränderung Panik hervorzurufen, was nur den in Panik versetzt, der sich nicht mit dem Thema auseinandersetzt.
Die Entwicklung des Klimas ist völlig normal und keineswegs der Veränderung durch CO² zuzuschreiben.
Wer sich im weiteren dafür interessiert, möge sich bitte mit der Erdachse, deren Verschiebung und der langsamen Aufrichtung beschäftigen.
Kurz gesagt: Jahreszeiten gibt es erst, seitdem die Erdachse verschoben ist und die Erde eine Taumelbewegung ausführt.
Die Erdachse richtet sich aber langsam nach und nach wieder in die ursprüngliche Position auf - somit ändert sich das Klima, weil es bei senkrechter Stellung der Erdachse überall auf der Erde ein Klima gibt - es gibt keine Jahreszeiten mehr, wie wir sie jetzt und heute kennen.
Das lässt sich nachlesen und ist absolut logisch.
Vor einigen tagen hat übrigens ein Wissenschaftler, der für die Regierungen die Theorie des CO² als Verursacher vertreten hat, von dieser Meinung abgegangen und hat dazu erklärt, das er und seine Kollegen das letztlich nur deshalb gemacht haben, weil es plötzlich in rauen Mengen Forschungsgelder gab und man als Wissenschaftler wichtig war.
Nun jedoch hat er eingesehen, das es absolut falsch war, nur um des Ego willen derartiges zu verbreiten, weil es eine Lüge ist und in keinster Weise bewiesen wurde, das CO² überhaupt dafür verantwortlich sein kann - denn CO² ist unter anderen auch im Gewächshaus als Wachstumsförderer in Gebrauch. Welch Widerspruch, oder?
Es gäbe noch viel dazu zu sagen - angefangen bei den Umweltzonen, die absolut Sinnlos sind, denn es ist schon lange nachgewiesen, das die Luft sich dann besonders verändert, wenn es entweder besonders heiß oder besonders kalt ist.
Die CO² Konzentration erhöht sich dabei, ohne das Autos fahren. Das ist schlichtweg ein Geldgrab.
Oder Katalysatoren, die nicht wirklich etwas bringen und wir hinterher noch sehr teuer zu entsorgenden Sondermüll haben.
Würde ein Katalysator wirklich die Abgase so reinigen wie behauptet wird, gäbe es in den USA wohl kaum derartige Luftverschmutzungen durch Kraftfahrzeuge...
Der jetzt erhältliche Rußpartikelfilter ist ist eben solcher Unfug, denn ein Dieselfahrzeug mit diesem Filter kann nicht mit Biodiesel gefahren werden.
Wozu also dieser Unfug, aus Lebensmitteln Treibstoffe zu machen - Mobilität ist wichtiger als Nahrung, oder wie soll man den Irrsinn verstehen?
Langsam sollte man wohl überall einmal wach werden...
Die 35 Prozent stammen aus der Steinzeit der Fördertechnik.
Ja es werden neue Felder entdeckt und sie sollen die Größenordnung von Saudi Arabiens Menge haben. Dummerweise liegen die beiden die gemeldet wurden in 5000 Meter Tiefe unter dem Meer vor Brasilien unter einer vermutlich 1000 Meter dicken Salzschicht. Allerdings hat es bei beiden Feldern bis heute keine Probebohrung gegeben. Sie sind mathematisch ermittelt worden. Es kann gut sein, dass es sie gar nicht gibt.Das gleiche gilt für Ölfelder in Arktis. Sie sind therotisch vorhanden, aber eben nicht praktisch.
Wir haben die thermalen Sonnenkraftwerke und damit ist unser Energieproblem für die Lebensdauer unserer Sonne weltweit gelöst. Wir müssten nur friedlich mit den Mensch in Nord- und Südafrika zusammen arbeiten und uns auf die Gefahren der Wasserstoffwirtschaft einlassen.
Ihr Ruf nach einer mehr dezentralen Organisation der Wirtschaft werden wir in nächster Zeit wohl etwas konkretisieren müssen, wobei die Frage nach lebenfähigen und lebenswerten Organisationsstrukturen die eine ist, die Frage nach Werkzeugen dezentralen Wirtschaftens die nächste. Ich würde mich freuen, wenn Sie die regional orientierte Richtung künftig intensiver aufgreifen würden.
Ich rede von radikaler Demokratie und von im wesentlichen selbstverwaltenden und selbstversorgenden regionalen Einheiten aber ohne daraus eine Religion zu machen. Berlin ist nicht München und auch nicht die Insel Rügen. Rezepturen müssen immer der lokalen Situation angepasst sein.
Aber wenn wir das Geld bei den Kommunen einnehmen, die ihrerseits, Kreise, Regionen und den Bund mitversorgen, dann steht das System wieder auf den Füßen.
Dann erledigen sich Subventionen, weil das Geld dafür nicht da ist.
@whamberg: ach, und woher kommen deine "garantierten" Erkenntnisse. Schon ein Blick in die Wikipedia zeigt ganz andere Möglichkeiten (!) auf. Weiteres findet sich z.B. hier:
http://www.extrasolar-planets.com/de/news/2008032101.php
so u.a. die Aussagen: "...„Wir glauben, das über 100 Kilometer unter der eisigen, organischen Oberfläche sich ein Ozean aus flüssigem Wasser vermischt mit Ammoniak befindet“ sagt Bryan Stiles vom Jet Propulsion Laboratory der NASA..." und "...Die Kombination einer reichhaltigen organischen Umgebung und flüssigem Wasser ist anziehend für Astrobiologen..."
Und noch etwas: Leben mag vielleicht aus mancher Sicht kompliziert sein, andererseits zeigt unser Planet, dass es omnipräsent ist, selbst in einigen Kilometer Gesteinstiefe! Wenn Leben (Stoffwechsel + Fortpflanzung) theoretisch möglich ist, dann findet es seinen Weg über kurz oder lang (ob der Mars steril ist, ist noch lange nicht klar). Und wenn Leben möglich ist, dann sind auch eine Menge andere chemische Prozesse denkbar.
Krieg um das Öl wird es geben und wir alle müssen dafür bezahlen. Frieden gibt es nur wenn man von Ressourcen von anderen Ländern unabhängig wird. und der Text oben gibt uns ein guten Hinweis wie es gemacht wird.....
Oder auch nicht.
Welcher Kunde würde denn heute relativ teure Windkraft nachfragen wenn er genauso gut billige Energie aus Kohle und Gas bekommen könnte?
Und welcher Anbieter würde das Risiko eingehen in überteuerte Produktionsanlagen zu investieren?
Das große Erwachen kommt idR immer erst dann wenns schon brennt.
Nicht das ich jetzt das derzeitige Subventionssystem verteidigen will, nur denke ich persönlich das sowhl Verbraucher als auch Anbieter v.a. auf den eigenen finanziellen Vorteil achten und weniger auf andere, wichtigere Faktoren.
Andererseits hat der Verbraucher aber auch ein gutes Gespür, wenn er in den Medien ehrlich informiert wird.
Es sind die Lügen der Medien die es dem Verbraucher aber praktisch unmöglich machen sich zu informieren.
www.utopia.de
umzusehen? Da treffen sich viele nette
Leute, die auch viele tolle Meinungen zu
den unterschiedlichsten Themen haben.
Unter anderem Öl, Atomkraft oder eben wie
man ökologisch besser leben kann. Dort
kann man jeden Tag immer wieder etwas Neues entdecken und Tipps finden, oder ...
Es gibt Alternativen! Wenn man will.
Man muß nur eben möglicherweise seinen
bisherigen Weg verlassen, was unter
Umständen mühsam ist, aber nicht sein
muß, denn ich weiß es selber, daß es
durchaus Spaß machen kann, Neues
auszuprobieren.
http://www.youtube.com/user/Utopist07
ist mir eigentlich auch ziemlich gleich.
Es kostet nichts und ich habe viele nette
Leute kennengelernt, die es sich zur
Aufgabe gemacht haben, diesen Planeten
zu erhalten, ach Alternativen zu suchen
und sich auch so zu verhalten.
Also eigentlich das, was Jochen auch
schon öfter gefordert bzw. angemahnt
hatte.
Aber zum Glück ist ja nix Pflicht. Dann läßt du es halt bleiben.
Wenn die von Jochen prognostizierten
Folgen eintreten, werden die Menschen,
also wir, sich sowieso umorientieren
müssen. Tompkins ist da ja auch ein
toller Indikator.
Es ist spannend, sich mal vor Augen zu
führen, was alles aus Öl produziert wird
und welche Alternativen es dazu gibt.
Das fängt doch schon bei der Zahnbürste
an.
Aber, wie gesagt, es muß ja niemanand.
Aber wo wird ehrlich informiert?
Da stehen noch viel zu viele monetäre Interessen im Weg, die Spin-Factories und Realitätsklempnereien haben hochkonjunktur.
Weitermachen wie bisher.