Die Staatsanwaltschaft Koblenz meldet einen Ermittlungserfolg bei Videos mit islamfeindlichem Hintergrund im Internet die, die Basis für die Fluchtgeschichte des Dr. Udo Ulfkotte bildeten:
Durch Ermittlungen der Kriminaldirektion Koblenz ist es am Wochenende gelungen, die Ersteller eines islamfeindlichen Videos zu ermitteln, das diese am 20.06.2008 auf der Internetseite you tube ins Internet gestellt hatten.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 22-Jährigen Mann und seine 23-Jährige Freundin aus Gelsenkirchen.
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Beide Tatverdächtige haben die Vorwürfe eingeräumt und wurden nach ihrer Vernehmung nach Hause entlassen. Anhaltspunkte für einen rechtsextremistischen Hintergrund liegen nicht vor. Der Tatverdächtige bezeichnet sich allerdings als "islamfeindlich".
Der Tatverdächtige bezeichnet sich also selbst als islamfeindlich. Das ist nach dem Video auch nicht weiter verwunderlich. Genau das ist das Problem. Sicherlich ist Dr. Udo Ulfkotte nicht der unbedarfte Zauberlehrling dem die Besen außer Kontrolle geraten sind, dazu ist er als Sicherheitsexperte, Journalist und Autor viel zu erfahren um nicht frühzeitig zu erkennen, dass er die Geister die er in ständiger Wiederholung rief, nicht mehr los werden würden.
Man kann sich nicht zum Führer einer Bewegung machen und hoffen, diese Massenbewegung die sich ja schon in den vielen Tausend E-Mails äußert, die er nach eigenen Aussagen am Tag bekommt, auf Dauer im Griff zu behalten. Um solchen Exzessen zu begegnen hätte er sich frühzeitig gegen die Kommentatoren und viele Artikel bei Kewil und PI stellen müssen.
Statt dessen hat er selbst ein System von Nachrichtenüberhöhung oder vielleicht sogar Nachrichtenmanipulation geschaffen, das am Beispiel der verschleierten Muslima mit der Schnapsflasche geradezu idealtypisch aufgezeigt werden kann.
Damit steht er in einer Reihe mit Heinrich von Treitschke der ja auch nie ein Antisemit sein wollte, aber durch antisemitsche Schriften und vor allem durch seinen Satz "Die Juden sind unser Unglück!" zumindest als Wegbereiter des Rassismus der Nationalsozialisten begriffen werden kann, die seinen Satz 31 Jahre nach Treitschkes Tod auf die Titelseite des Stürmers brachten.
Es ist nicht immer unbedingt der Wille der eine Entwicklung bestimmt, manchmal hat man auch schlafende Hunde geweckt, die man besser nicht geweckt hätte. Die Tatsache das die Täter zumindest aus dem gleichen Lager wie Dr. Ulfkotte kommen, der sich selbst zwar nur als islamkritisch und nicht islamfeindlich sieht, macht die Tat an sich nicht besser.
Leider sagt die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft nichts über die Motive der beiden aus, Doris Ulfkotte und die Akte Islam in diese Geschichte einzubeziehen und ob sie dies überhaupt getan haben. Deshalb wurden dem Leitenden Oberstaatsanwalt Dr. Horst Hund gestern folgende drei Fragen vorgelegt auf deren Beantwortung noch gewartet wird:
1.) Haben die Tatverdächtigen Aussagen darüber gemacht ob und wenn ja warum sie Doris Ulfkotte und die Akte Islam ins Spiel gebracht haben?
2.) Gibt es für die angeblichen Tausenden von Todesdrohungen durch "Türken" einen gerichtsverwertbaren Beweis und wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet?
3.) Gibt es in dem Zusammenhang mit dem Video und der Bedrohung von Doris Ulfkotte ein Ermittlungverfahren wegen Vortäuschung einer Straftat?
Es gab sogar eine fast umgehende Antwort von Dr. Hundt, die aber leider auch niemanden weiterbringt:
Ihre Anfrage kann ich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht beantworten. Sie fällt nicht unter das Landesmediengesetz.
Diese Einschätzung von Herrn Dr. Hundt muss man akzeptieren, denn wenn nicht er, wer dann sollte die aktuelle Lage beurteilen können. Natürlich wird früher oder später etwas durchsickern und sicherlich hat der Herr Dr. Hundt die Intention der Fragen verstanden. Warten wir also ab.
An der Geschichte stimmen so viele Details nicht, so dass jemand mit besseren Möglichkeiten, z.B. einem Presseausweis, wirklich einmal nachfragen müsste, woher der angebliche Tippgeber die Telefonnummer von Frau Ulfkotte hatte, oder wieso das Ehepaar flüchten muss, wenn doch nur eine ihrer alten Adressen bekannt ist. Aber das ist ja häufig so bei Dr. Udo Ulfkotte, der auch jetzt von Tausenden von Türkischen Feinden gehetzt noch die Zeit hat auf Akte Islam mit seltsamen Artikeln fast täglich die Welt vor den Muslimen zu warnen und beim Kopp-Verlag noch genüsslich über die eigene Verfolgung berichtet und uns daran teilhaben lässt, das ihm angeblich keiner hilft.
Ich glaube Dr. Ulfkotte sollte eher froh sein, das die großen Medien das Thema nicht aufgreifen. Deren Recherchemöglichkeiten reichen viel weiter. Bis dahin gilt es die Dinge im Auge zu behalten. Opfer sehen für mich anders aus, als das Bild das Dr. Ulfkotte zeichnet.



















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