Die Süddeutsche Zeitung folgt treu ihrem neoliberalen wirtschaftsfaschistische Propagandaauftrag und lässt Dieter Degler so tun als ob er denkt, was natürlich prompt in die Hose geht, weil ein Journalist heute nicht mehr denkt, sondern verkündet. Also verkündet er uns, das wir Depressionen haben:
Deutschland, deine Depressionen
Abstiegsangst, Kinder- und Altersarmut und ein Mittelstand in Sorge vor dem Abstieg ins Prekariat: Eines der reichsten Länder der Welt hat seinen Optimismus verloren.
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Es ist verrückt: Die halbe Welt beneidet dieses Land um seinen Wohlstand, und die andere Hälfte, die USA vorneweg, um seine sozialen Sicherungssysteme. Ein amerikanischer Freund sagte mir kürzlich, wenn er in Deutschland sei, wünsche er sich manchmal, hier zu leben. Wenn er aber unsere Zeitungen lese, habe er das Gefühl, es würde über ein Drittweltland berichtet, für dessen Bürger man sammeln müsse.
Die soziale Depression ist deshalb auch ein Thema, für das wir Journalisten mitverantwortlich sind: Bad news are good news and good news are no news, lautet noch immer ein Mediengesetz. Abstiegs- und Verarmungsängste sind Themen, Aufstiegswünsche und Karriereträume eher nicht.
In dieser treudoofen Form ist der ganze Unsinn geschrieben, von einem der genau weiß wie sein Propagandaauftrag lautet. Machen wir es diesem neoliberalen Flachdenker ganz einfach:
Wenn zehn Leute zusammen zehn Äpfel besitzen,
dann bedeutet das nicht,
das jeder einen Apfel besitzt.
Es kann gut sein, das einer die zehn Äpfel besitzt
und alle anderen keinen Apfel.
Auf Deutschland übertragen bedeutet das:
Ein Einziger besitzt neun Äpfel,
während sich neun Andere um einen Apfel schlagen müssen.
dann bedeutet das nicht,
das jeder einen Apfel besitzt.
Es kann gut sein, das einer die zehn Äpfel besitzt
und alle anderen keinen Apfel.
Auf Deutschland übertragen bedeutet das:
Ein Einziger besitzt neun Äpfel,
während sich neun Andere um einen Apfel schlagen müssen.
Es ist nämlich völlig egal ob wir das reichste Land der Welt sind, oder einer von Deglers angeblichen Freunden uns beneidet. Wir sind nämlich in Minderheit bitter arm, so dass eine Teilnahme am sozialen Leben nicht mehr möglich ist, was zu einer Gefahr für die Gesellschaft zu werden droht. Gleichzeitig ist die große Mehrheit in der Gefahr all das zu verlieren was sie sich erarbeitet hat und spätestens im Alter in bitterste Armut abzurutschen.
All dies passiert während sich die zehn Prozent, die auch die Anzeigen in der Süddeutschen Zeitung schalten und damit Herrn Degler oder doch zumindest seine Texte kaufen, laufend ihre Spekulationsverluste aus den öffentlichen Kassen erstatten lassen, ihre Steuern hinterziehen und unsere Gesetze brechen. Da ist es auch bezeichnend, das uns Herr Degler in einwandfreiem Qualitätsjournalismus noch ein Bildchen von Frau Merkel auf die Seite schmiert, damit wir auch alle wissen wem wir es zu verdanken haben, das es uns so gut geht.
Es mag ja ärgerlich für Herrn Deglers Propagandaauftrag sein, das selbst so neoliberale und wirtschafsfaschistische Blättchen wie es unsere deutschen Printmedien praktisch alle sind, nicht immer an den Tatsachen vorbeikommen und auch ab und an mal darüber berichten. Sie berichten noch nicht einmal ein Prozent dessen was berichtet werden müsste und deshalb laufen ihnen die Leser weg.
Die Leute sind es nämlich leid sich von so Denkern wie Herrn Degler belügen zu lassen und dafür auch noch zu zahlen.


















