dann hätte ich eine menge juristischer Problem. Also denke ich mir mein Teil und lass andere reden:
Gottfried Ludewig, Bundesvorsitzender des CDU-nahen Studierendenverbandes RCDS, hat die laufende Umverteilungsdebatte um drei Thesen bereichert. In einem knappen Brief an die CDU-Verbände schrieb Ludewig am Donnerstag: Erstens orientieren sich die Parteien "mehr an den Empfängern staatlicher Leistungen" als an den 26 Millionen Arbeitnehmern. Zweitens: "Allein mit Hartz-IV-Beziehern und Rentnern kann der soziale Ausgleich nicht funktionieren". Drittens: "Die Lösung könnte ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht bei Bundestags- und Landtagswahlen für alle Leistungsträger in Deutschland sein."
Mit seiner Anregung stellt sich Ludewig in die Tradition der Parteipolitik, wonach junge Leute immer etwas radikaler sein dürfen als die Großen. Ihre Unverdorbenheit und Frische äußert sich vor allem dadurch, dass sie in ihren Forderungen zwar oft über das Ziel hinausschießen, im Grunde aber nur aussprechen, was viele der Erwachsenen nur denken dürfen.
Hier irrt die taz. Die CDU braucht genau diese Leute um die Menschen auf ihren Kurs einzustimmen. Die CDU hat zusammen mit der SPD die Klassengesellschaft wiedererschaffen und nun geht es strikt weiter. An der Abschaffung der Demokratie und Errichtung einer Diktatur wird ja schon fleißig gebastelt.
Als Doktorand der Gesundheitsökonomie muss Ludewig zum Glück nicht rechnen können. Seine Elite beträgt knapp 10 Prozent der Deutschen. Selbst wenn die zwei Stimmen hätten wären das nur 20 Prozent. Also eine doppelte FDP. Dafür hätte die vereinigte Linke in einem solchen System 80 Prozent der Stimmen und wir könnten die Mißfelder und Ludewigs arbeiten schicken. Denn von Arbeit können die immer nur reden.
Auch Rolf Potthoff redet in " Neues aus Absurdistan" deutlich Klartext:
Doch umso abstoßender wirkt das krude Menschenbild, das Leute wie der RCDS-Vorsitzende offenbar pflegen. Es maßt sich ein Eliteverständnis an, das andere zu Minderwertigen stempelt und die Gesellschaft unterhöhlt. Es trennt in "wertvolle" und nicht wertvolle Menschen und verhöhnt so menschliche Würde. Wie weit ist es da zum "menschlichen Müll"?
Leider hat Potthoff nicht verstanden das die CDU längst so trennt. Wertvoll für die CDU und nicht wertvoll für die CDU, Christ oder Muslim, Schwarzbraun oder links. Nur deshalb dürfen ja Leute die Herr Potthoff als "Wicht" bezeichnet, was ich mir nie erlauben würde, ja sicher sein in der CDU Karriere zu machen. Sie sind die Wegbereiter und wehe demjenigen der sich ihnen Einhalt gebietend in den Weg stellt. Den wird sich unsere Klassenjustiz greifen. 1933 ist die Jahreszahl die sich am Horizont immer deutlicher manifestiert.
Willkommen im Deutschland der Eliten.



















Gruß
Alex
Erschießen, aufhängen oder ähnliches sind keine Lösungen. Wir brauchen eine Revolution, eine verfassunggebende Versammlung, eine Volksabstimmung dazu, dann sehr schnelle und sehr harte Schnitte durch den Gesetzesdschungel und ein striktes Verbot sich auf andere Urteile zu beziehen.
Dann könnten wir sehr schnell eine vernünftige und ehrliche Justiz in gang bringen und diejenigen die sich schuldig gemacht haben verurteilen und in die Gefängnisse stecken.
Dieser RCDS-Typ würde als Gesundheitsökom in einer neuen Gesellschaft nicht gebraucht, er verursacht ja nur Kosten, und könnte dort für saubere Parks sorgen.
Sein Hirn wird dadurch nicht besser, aber zumindest bekommt er viel frische Luft. Vielleicht hilft und wenn nicht, kann er den Heupferdchen, Ameisen und Vögeln seine Lehre predigen.
Nur keine Märtyrer schaffen. Nie wieder. Nichts wird besser dadurch wenn man ein Arschloch hinrichtet und einen Märtyerer erzeugt. Da ist ein lebendiges und vorzeigbares Arschloch doch viel besser.
Ja ich gehe noch einen Schritt weiter. Unsere Knäste müssen besser sein, als die jetzigen um jeden Vorwurf zu vermeiden.
Das dieser Ungeist noch in einigen Köpfen herrscht ist die eine Sache. Das er sich so nach aussen traut eine andere. Da wird mir schon etwas bange. Denn da fühlt sich jemand offenbar nicht alleine mit seinem Standpunkt. Wozu haben denn CDU und CSU noch die Wörter demokratisch und sozial in ihren Namen? Mit diesen Dingen haben sie doch offensichtlich nichts am Hut.
Für unsere erlauchten Elitaristen (5000 Heinis plus diverse Handlanger) könnte das doch die Gelegenheit sein, in einem Akt meditativer Selbstverwirklichung in engem Wechselspiel mit Natur und menschlicher Kultur Erleuchtung zu erfahren.
Nö, hinrichten ist (abgesehen von prinzipiellen Erwägungen hinsichtlich der Todesstrafe) nicht angesagt.
Die vielgeschmähten Chinesen (deren Regierungsform und Ideologie ich gewiß nicht befürworte, haben es doch mit ihrem "letzten Kaiser" schon vorgemacht.
Richtig vorbildhaft. Henryk M. Broder könnte beispielsweise bei der Reinigung öffentlicher Latrinen sinnvolle Beschäftigung finden, und CCM - Mahlzahn könnte in Vorstadtkindergärten (nicht um-erziehen, das sicher nicht)einfache Clown-Kunststücke vorführen und unsere Kleinen erfreuen. Merkel könnte beispielsweise auf dem Wochenmerkt saures Bier verkaufen (als auflockernde Attraktion zur Zerstreuung für die arbeitende Bevölkerung) und Roland Koch könnte man Schäferhunde ausführen lassen.
Jedem nach seinen Bedürfnissen und jeder nach seinen Fähigkeiten.
Zugegeben, dieser Begriff "Leistungsträger" ist schon sehr verschleiernd, da die Herrschaften der Elite sich merkwürdigerweise dazu zählen.
Aber durch derartige erzieherische Maßnahmen (und was anderes sollen Ein-Euro-Jobs ja gar nicht sein)gewönne dieser Begriff tatsächlich wieder an Relevanz, weil sie ja wirklich eine gesellschaftlich nützliche Arbeit erbringen würden.
Es ist nicht auszuschließen, daß sie - wie Pu I seinerzeit, wirklich eine entscheidende Erleuchtung in ihrem Leben erfahren.
Servus Alex,
in Plutokratien westlicher Bauart wird es mit ein paar Kugeln auf Politiker nicht getan sein. Die wahren mächtigen sitzen in der Frankfurter, Londoner und anderen Börsen dieser Welt und treiben Ihre Mietmäuler wie die Politiker oder die Wirtschaft-Sachverständigen wie die Säue vor sich her.
Revolutionen auch die von 1989 im ehemaligen Ostblock bringen nur größere Geschwüre hervor als sie zu beseitigen. Schau Dir einfach die Entwicklung von der DDR und Westdeutschland nach 1989 an. Glaubst Du wirklich die Leute in Leipzig wären 1989 auf die Strasse gegangen, wenn sie gewußt hätten was für eine Scheiße sie sich damit einhandeln würden? Fakt ist, dieses Plutokratische System muss zum implodieren gebracht werden und zwar durch Subversion, also permanenter Unterwanderung und massenhafter Verweigerung der systemimanent hervorgebrachten Zwänge. Als kurzes Beispiel wieso soll ich einen Opel kaufen der ca 20 Prozent teurer ist als ein Skoda oder noch billiger einen Proton aus Malaysia oder noch besser ganz aufs Auto verzichten. Ohne Autos fliegt den Bonzen hier in der Bananrepublik ca 20 Prozent des BIPs um die Ohren. Ein sinkener BIP ist auch schlecht für die kleinen Leute, könnte man sagen, aber von einem steigenden BIP haben mehr als 80 Prozent der Leute auch nicht mehr in der Tasche, also was solls. In diesem System, wenn der kleine Mann schon als Wähler nicht gebraucht wird, als Konsument ist er jedoch noch unabdingbar, oder erklär mir wie die Bonzen den kleinen Mann zum konsumieren zwingen wollen, wenn der nicht mehr mal das Geld hat seine Kinder mit dem derzeit zu verdienenden Niedriglohn zu ernähren.
Natürlich brauchen wir einen Umsturz, eine Revolution und keine Märtyrer. Aber wir sollten endlich aufhören, den permanenten Gewaltverzicht zu predigen, denn die Gegenseite interessiert sich dafür nicht und läßt sich so auch nicht beeindrucken. Man sollte besser eine prinzipielle Gewaltabwehr formulieren, aber Gewalt - wo sie denn nötig sein sollte - nicht kategorisch ausschließen. Die heutige Weltordnung und deren Profiteure morden im Sekundentakt Männer, Frauen, Kinder, ja den ganzen Planeten. Und da sollen wir auf Gewalt verzichten? Wozu? Also: Prinzipeill Gewaltfreiheit, aber wenn es nicht anders geht, sollte das Volk nicht davor zurückschrecken. Hätte die französische Revolution ohne Gewalt funktioniert? Sicher nicht. Wir können dem neoliberalen Pack ja anbieten, sich enteignet mit leeren Taschen ins Ausland absetzen zu dürfen. Wer danach noch da ist, hat dann eben Pech gehabt. Anders kriegen wir die Revolution nicht hin, sorry.
Gruß
Alex
Tatsächlich glaube ich gar nicht an Gegenwehr. Diese Leute sind feiger Abschaum. Sie werden sofort ihre Meinung ändern und das Winseln wird unerträglich sein. Deshalb wäre es so leicht an dieser Stelle hinzurichten. Genau das darf nicht passieren.
Es darf weder unserem noch irgendeinem anderen Mob freie Hand gelassen werden. Revolution bedeutet ja nicht den Verstand abgeben.
Schau mal was ich morgen an Musik habe.
Manueller Trackback zum dritten Teil meines Beitrags zum Armutsbericht:
http://www.franktireur.de/wordpress/2008/05/24/der-tragoedie-dritter-akt-oder-olaf-der-luegner/
Gruß, Frank
http://kolumnistenschwein.de/blog/2008/05/26/irrland/ ;-)