Michael Konken ist hauptberuflich der Chef des Deutschen Journalisten-Verbandes und kotzt sich normalerweise in seiner Freizeit genauso unqualifiziert wie er seinen Job macht, über das Internet und Blogschreiberlinge aus. Zum Glück ist es gar nicht nötig, das ich ihm sage was ich über ihn denke und mir dafür einen Prozess einhandele. Das hat Thomas Knüwer im Handelsblatt formvollendet und viel höflicher als ich je könnte erledigt ohne an Deutlichkeit noch Wünsche offen zu lassen:
Seit dem Wochenende schäme ich mich. Ich schäme mich, Mitglied des Journalisten-Verbandes DJV zu sein. Der Grund: sein Vorsitzender Michael Konken.
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Es liegt mir in den Fingern, mal so richtig zu kontern. Von einem Ewiggestrigen Gewerkschaftsheini, der seine Führerbunkermentalität hauptberuflich auch noch an Studenten weitergeben darf an der Uni Vechta und der FH Oldenburg. Über einen, dessen intellektuelles Niveau in Sachen Mediendiskussion tiefer liegt als die Golf GTI in meiner münsterländischen Heimat.
Man sollte bei Thomas Knüwer die Ergüsse des Herrn Konken ganz ruhig ein bis zweimal nachlesen um zu verstehen, wofür der steht. Im Grunde hat er nichts begriffen. Sein Journalismusgefühl ist von keiner Realität getrübt. Seine Feinde sind nicht etwas gekaufter Journalismus, die Vermischung von Text und Werbung oder gar die ständige Widerholung des neoliberalen Liedgutes. Ihn stört auch nicht die steigende Einmischung der Eigentümer in die redaktionellen Belange. Ihm geht es nur darum das Internet auszugrenzen.
Ich finde das für jemand mit so geringen Qualifikationen wie Herrn Konken eine typische Haltung. Alles Fremde ist böse und das was man nicht versteht ist um so schrecklicher. Jeder Afrikareisende der Vergangenheit wusste über derartiges zu berichten. Während Konken allerdings noch mit der Holzlanze im tiefen Staub der Niederungen des heutigen Journalismus mit den Füßen und der Lanze trotzig aufstampft und Urlaute in die Gegend brüllt, ist die Realität schon wieder ein Stück an ihm vorbeigezogen.
Jetzt hat ihm jemand erzählt das es an die Pfründe der Journalisten gehen soll und schon ertönt wieder sein Kriegsgeschrei:
Billige Lohnschreiber» bedrohen Journalismus
Leiharbeitnehmer statt qualifizierter Redakteursstellen. Die Praxis vieler Verlage Redakteursstellen nicht zu besetzen, gefährdet nach Auffassung des Journalistenverbandes die Pressefreiheit.
Der Deutsche Journalisten-Verband hat zum Tag der Arbeit am 1. Mai die Bedrohung der unabhängigen Presse durch immer mehr Leiharbeit in den Redaktionen angeprangert. «Einige Verleger setzen alles daran, Journalisten zu billigen Lohnschreibern zu degradieren», kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken am Mittwoch.
Die ehrlichen Journalisten haben mein aufrichtiges Bedauern, aber auch das hält sich in Grenzen. Das was jetzt den Journalisten passiert, habe ich in diesem Blog und an vielen anderen Stellen oft vorausgesagt. Der Neoliberalismus frisst zum Schluss auch seine Helfer. Als den Arbeitnehmern ihre Rechte genommen wurden, als die Kranken und Schwachen verteufelt wurden, haben die Journalisten in ihrer Mehrheit nicht nur genickt, sondern fleißig mitgeholfen den Wünschen von Kannegiesser, Mohn, INSM, Springer und Bertelsmann einen intellektuellen Unterbau zu geben.
Sie haben gegen die faulen Arbeitslosen gehetzt, waren gegen Kündigungsschutz, gegen alles wofür die Menschen in dieser Republik nach 1945 gekämpft haben. Gegen gutes Geld waren unsere Journalisten willige Werkzeuge des Hasses. Sie haben in Talkshows, Leitartikeln aber auch ganz nebenbei in gehässigen Berichten über die kleinsten Freuden der Schwachen das Leben für viele in diesem Land unerträglich gemacht. Sie haben kurzum gegen Geld gelogen und betrogen.
Neoliberalismus ist aber wie Krebs. Er führt unweigerlich zum Tode des Patienten. Erst waren es die Facharbeiter deren Berufe wertlos gemacht worden, weil sich die Berufsbilder alle Jahre änderten und sie somit auf den Stand von Hilfsarbeitern und deren Bezahlung fielen. Dann durften die Arbeitslosen keine Chance mehr haben und mussten möglichst schnell nach Hartz IV und dann in die Ein Euro Jobs, in ein Leben ohne Hoffnung und ohne Zukunft abgeschoben werden.
Das die Kinder der Armen nicht studieren sollen und Mohn/Bertelsmann nicht nur Schulgeld für die Universitäten, sondern auch für die Sekundarstufe will, wurde von Konkens Leuten bejubelt. Die sahen sich ja als Elite. Als die fleißigen Lügner der neuen Machthaber. Als Frau Schavan die Einwanderungsschleusen bei 30.000 Euro für qualifizierte Arbeitnehmer öffnen wollte, hat auch kein Journalist gegen diesen neuen Maximallohn geschrieben. Natürlich mussten sie jetzt auch noch die Rentner beschimpfen. Ist ja auch unverschämt, das die Rente wollen anstatt zu sterben. Die Gesundheitsreformen haben den Journalisten auch gefallen. Sie haben laut und deutlich ja geschrien zu allem was anderen Menschen angetan werden sollte.
Nun sind sie selber dran. Wie nicht anders zu erwarten, werden jetzt die Herren Journalisten entsorgt. So funktioniert das System. Machen wir uns doch nichts vor. Die INSM und Mohn/Bertelsmann haben genug Leute die für die Grundstimmung und die Fehlinformationen sorgen. Daraus kann ein dressierter Affe Artikel machen. Wozu also diese Journalisten bezahlen. Die sind überflüssig.
Natürlich tut das Herrn Konken weh. Scheiße wenn man zu doof ist, auch nur zwei Zentimeter in die Zukunft zu sehe. Aber keine Sorge Herr Konken auch die die Billigschreiber werden bald ersetzt. Mit Indern die genau die gleichen Sülztexte wie sie die deutschen Journalisten in den letzten Jahren verfassten, genau so schlecht, aber viel billiger können. Im Wettbewerb mit China werden die sogar die Preise noch mal senken müssen.
Ach ja Herr Konken, falls sie jetzt auf Solidarität der Arbeitnehmer hoffen, kann ich ihnen sagen, dass diese Hoffnung vergeblich ist. Man kann die Menschen nicht ständig beschimpfen und ankotzen und dann deren Solidarität verlangen wenn man selbst den Bach runtergeht. Ihre Zukunft Herr Konken heißt Hartz IV. Denn Journalisten die man nicht mehr braucht, braucht man auch nicht auszubilden. Aber keine Sorge, unter ihrer Führung haben sie auch die anderen Journalisten auf diese schiefe Ebene gebracht. Einige sind schon krachend unten aufgeschlagen, auf andere wird noch gewartet, aber sie sind schon auf dem Weg.
Die nächsten die von ihren neoliberalen Herren gefressen werden, sind übrigens die Berater. Auch da geht es schon los.



















Daß es nun auch die Journalisten verstärkt trifft ist da nur gerecht und sowieso längst überfällig. Leider wird es viele Unschuldige treffen, nämlich Freiberufler, die noch ordentlich arbeiten. Leute wie Konken und Leitende Redakteure werden leider nicht großartig betroffen sein davon. Aber was nicht ist kann ja noch werden.
Keine Angst, die Mühlen des Neoliberalismus mahlen unaufhörlich vor sich hin. Da kommt auch noch das Letzte zwischen die Steine.
Wer selber schon durchgemahlen wurde gönnt diese Erfahrung eigentlich Niemanden. Bei der deutschen Journalie mache ich da gerne eine Ausnahme.
ich kann das zwar nicht so schön wie ein journalist (wo kommen wir da eigentlich hin wenn ich als blogbetreiber erst journalistische fähigkeiten nachweisen muss) aber meine meinung sage ich trotzdem zu dem thema. siehe: www.illuvid.de/dummdumm/103/