Leser die sich häufiger auf diesen Blog verirren, wird die Überschrift nicht weiter verwundern, die kennen die Irrungen und Wirrungen meines Geistes und warten geduldig auf die Auflösung. Sie kommt auch meistens und wenn nicht, dann eben nicht, weil ich unterwegs den Faden verloren habe. Beginnen wir also mit dem Anfang mit der Phobie, die von Wikipedia als phobische Störung bezeichnet wird:
Eine Phobie (v. altgriech. φόβος, φοβία [gespr. fóbos/fobía] „Furcht“/„Angst“), auch phobische Störung, ist eine krankhafte, das heißt unbegründete und anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen, allgemein vor dem phobischen Stimulus. Sie äußert sich im übermäßigen, unangemessenen Wunsch, den Anlass der Angst zu vermeiden. Der Begriff Phobie wird jedoch auch im nichtmedizinischen Sinne für Abneigungen aller Art gebraucht.
Bei der Islamophobie scheint es sich nach der Klassifierung der WHO, gemäß den Regeln der internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) um das Unterkapitel F4 „Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen“ der ICD 10 zu handeln und dort speziell um die sozialen Phobien deren Ursachen unter anderem in folgenden Problemen zu suchen sind:
Wie die meisten anderen Ängste entstehen auch die sozialen Ängste nicht durch ein bestimmtes Ereignis als solches, sondern durch die Art, in der Betroffene darauf reagieren. Im Mittelpunkt der sozialen Phobien stehen Fragen nach der Bewertung der eigenen Person durch andere, wie, ob man beliebt oder unbeliebt ist, ob man akzeptiert oder abgelehnt wird, ob man bewundert oder ausgelacht wird. Wegen des unangenehmen Gefühls, das durch negative Selbstbewertungen entsteht, fürchten sich die Betroffenen davor, dumm, unfähig und schwach zu wirken. Die Furcht bezieht sich auf möglicherweise unangenehme Reaktionen anderer Menschen sich selbst gegenüber. Eine Ursache kann auch die falsche Erziehung eines Kindes durch ein Elternteil sein. Wenn Eltern das „Angst machen“ als erzieherisches Mittel benutzen, z. B. „du bekommst Schläge/großen Ärger mit mir wenn du das nicht ordentlich machst“. Für Kinder, die es praktisch nie schaffen, es ihren Eltern „recht zu machen“, kann dies fatale Auswirkungen haben. Somit entsteht Leistungsdruck und die permanente Angst vor Versagen. Die Betroffenen geben sich auf und werden oft als faul dargestellt, da sie bestimmte Situationen zu vermeiden versuchen. Neben falscher Erziehung kann eine Sozialphobie auch durch Mobbing ausgelöst werden, besonders in jungen Jahren (Mobbing in der Schule). Ein weiterer Auslöser kann durch Vertrauensmissbräuche entstehen. So zum Beispiel wenn Kinder in jungen Jahren oft weggegeben werden und so das Urvertrauen und die Bindung zu anderen Menschen gestört werden.
Es besteht also gar kein Zweifel, das es bei der Islamophobie um eine Krankheit handelt. Damit steht in Folge dessen auch fest, dass die vermeintlichen Täter eigentlich Opfer sind, was wir ja in vielen Straftatbereichen, wie z.B. beim Missbrauch von Kindern, der Vergewaltigung und bei sonstiger Unterdrückung kennen. Natürlich kann und darf das keine generelle Entschuldigung sein, muss aber sicher beim Strafmaß und bei der Bewertung von Taten mit berücksichtigt werden.
Das Margarineproblem ist bei weitem einfacher zu verstehen und auch hier hilft Wikipedia:
Margarine (Kunstbutter) ist ein Streichfett, das häufig anstelle von Butter verwendet wird. Margarine besteht heutzutage im Wesentlichen aus gehärteten und ungehärteten Pflanzenfetten sowie Wasser oder Magermilch. Damit sich das Fett mit dem Wasser verbindet, wird meist der Emulgator Soja-Lecitin hinzugegeben. Das Aroma wird durch Säuerungsmittel, Milchsäure, Zitronensäure, Sauermolke oder Joghurtkulturen verbessert. Die gelbliche Farbe der Margarine stammt meist vom zugegebenen Beta-Carotin. Ihr Energiegehalt ist genauso hoch wie der von Butter: rund 3.000 kJ pro 100 Gramm. Bei Halbfettmargarine wird häufig zusätzlich Sorbinsäure als Konservierungsmittel verwendet. Verbreitet ist auch die Zugabe der fettlöslichen Vitamine A, D und E.
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Die Wasserbindung und Härtung erfolgt durch Emulgatoren bzw. den Einsatz von Verdickungsmitteln wie Gelatine, Pektin, Alginate oder Milcheiweiß. Bei konventionellen Margarinen erfolgt die Härtung vor allem durch chemische Umesterung bei bis zu 200 °C, wodurch viele gesättigte Fettsäuren entstehen und Vitamine zerstört werden. So verloren gegangene Bestandteile werden später meist wieder zugesetzt.
Margarine wurde entwickelt um billigere Butter zu haben, die man länger transportieren konnte und die deshalb als Kriegsverpflegung gut geeignet war. Nachdem sich die Margarinefabriken mangels Kriegen und ähnlichem nicht mehr rentierten, versuchten sie mit Werbung die Butter abzulösen. Ich erinnere mich noch an Tante Emmi und ihr "Erwin, denk doch an dein Cholesterin", was immer in höchstem Diskant ertönte, wenn er mal wieder einen kräftigen Hieb bester Bauernbutter auf sein Brot strich und ihre Chemiemargarine nicht mit dem Hintern ansah.
Margarine ist Ersatz. Wie ich meine schlechter Ersatz. Vor allem warum soll ich etwas durch Chemie ersetzen was in ausreichender Menge natürlich vorhanden ist. Warum soll ich Margarine nehmen, wenn ich Butter haben kann. Weshalb sollte ich die Freiheit für alle eingrenzen um die Freiheit der Muslime einzuschränken. Es ist doch genügend Freiheit für alle da. Was gewinne ich wenn der eine seine Kirchtürme, der andere seine Zwiebeltürme, der dritte seine Bankenbürotürme, aber der vierte seine Moscheen nicht mit Minarett oder gar nicht bauen kann.
Ich war gestern mit meiner Tochter beim Schularzt zur Einschulungsuntersuchung, auf dem Rückweg wollten wir im Kolumbarium nachsehen ob es der Mutter von Oma, die eben nicht die Uroma ist, auch gut geht, ob die Abdeckung sauber ist. Auf dem Weg sind wir an einer Moschee vorbeigekommen, die direkt neben einer russisch-orthodoxen Kirche und einem christlichen Friedhof liegt. Sie existiert dort mindestens seit 1920 und vertritt eine eigene Glaubensrichtung, die sie sehr deutlich von anderen abgrenzt. Aber ich weiß nicht worum es dabei geht, es scheint jedoch wichtig für die Leute zu sein.
Soll ich die gute Butter des freundlichen Zusammenlebens, gegen eine Margarine, ein Kunstprodukt der Angst tauschen. Wohl eher nicht. Mich haben die Leute dort immer freundlich gegrüßt, genau wie die Orthodoxen etwas weiter oder die Christlichen Wissenschaftler. Ich freue mich über jede Synagoge und wenn die evangelische Kirche in der Wilhelmsaue nicht immer die Umwelt mit ihren Plakaten verschandeln würde, wäre ich über diese schöne Kirche noch mehr erfreut. Nein ich will keine künstliche Abgrenzung, keine Margarine. Ich will Butter und fröhliches Zusammenleben.
Jeder der mal bei der freiwilligen Feuerwehr war, aber auch viele Berufsfeuerwehrleute kennen das Problem des eifrigen Feuerwehrmanns. Bei der Freiwilligen fällt er schneller auf, weil die sich ja nur nach einem Alarm versammelt. Er ist zu oft der Erste der an der Wache ist. Seltsam erholt, während der Rest japsend angerannt kommt, auf ulkige Art vom Trecker oder aus dem Auto springt und die Truppe vor lauter Luftholen kaum versteht, worum es bei dem Einsatz geht.
Das muss nichts besagen. Vielleicht hat er ja nichts zu tun. Ärger zu Hause. Es gibt tausend Gründe, warum jemand öfter der Erste an der Wache ist. Aber wenn es dann mehr Brände als üblich gibt, meist kleineres Feuer, das ein beherzter Mann auspinkeln könnte, bei dem aber dann doch die Feuerwehr alarmiert wurde, dann beginnt man sich Sorgen zu machen. Fährt mal bei der Einsatzzentrale vorbei und hört sich die Bänder an. Denen muss man nicht viel erzählen. Die suchen dann auch die älteren raus, wenn sie die noch haben und schneiden sie zusammen und den nächsten Alarm gleich dazu. Ohne etwas zu sagen.
Zum Glück ist es meist nur falscher Alarm. Aber eben nicht immer. Wenn die Lust am Löschen und das Held sein überwiegt, hat man ein echtes Problem. Geht man so jemanden massiv an, dann kann es passieren das der völlig freidreht und beim nächsten Mal Menschen sterben. Das gleiche kann passieren, wenn man ihn suspendiert oder aus der Feuerwehr wirft. Man muss ihn ertappen, ohne das er Verdacht schöpft. Das ist schwer und oft findet man ja auch schlaue Polizisten die ruhig mitspielen. Viele unauffällige Jäger bekommen den Brandstifter fast immer.
Der Feuerwehrmann als Brandstifter. Der Polizist als Dieb. Der Sicherheitsexperte der in dem, von ihm gegen viel Geld geschütztem Haus, den Tresor ausräumt. Das sind nicht nur Verbrechen, das geht tiefer, das untergräbt ein natürliches Vertrauen, genau wie der Pfarrer der Kinder missbraucht. Da ist eine Grenze verletzt, die von den meisten von uns für unverletzlich gehalten wird.
Natürlich ist der Feuerwehrmann meist krank. Entweder will er Held sein und vor allem immer wieder Held sein, oder er ist vernarrt in das Bild der Flammen und den Geruch. Der Held ist schlimmer, weil der Leben retten will und dafür Leben riskiert. Es ist Krankheit aber sie macht die Taten nicht verzeihlicher, weil sie an Urängste des Menschen geht.
Einige werden sich fragen worauf ich hinauswill, andere werden auf Dr. Udo Ulfkotte tippen. Aber sie liegen falsch. Es ist nicht Ulfkotte gemeint, oder wenn dann doch nur Teilaspekte von ihm, die zusammengefügt kein Bild, sondern eben nur eine Sammlung von Teilaspekten ergeben. Ich sage das nicht weil ich Angst vor weiteren Verfahren habe, die werden sich so oder so nicht vermeiden lassen, aber dieses Beispiel passt so recht auf keinen der bekannten Antiislamkämpfer. Zumindest nicht in seiner Gesamtheit, auch wenn Teilaspekte treffend sind
Islamophobie ist nur ein Teil der sozialen Phobien. Aber nach Ansicht der WHO sollen 10 Prozent der Deutschen von derartigen Phobien betroffen sein. Ich befürchte die Islamophobie hat einen beträchtlichen Anteil daran. Die Angst vor dem Fremden oder dem Anderen, dem Unbekannten ist eine sehr alte Angst. Sie beruht unter anderem auf der fehlerhaften Selbsteinschätzung "Wir sind die Guten, also müssen die Anderen die Bösen sein.". Dumm, aber gerade weil es so dumm ist, auch so leicht nachzuvollziehen.
So sammelt z.B. die Akte Islam fleißig Nachrichten die aufzeigen sollen, wie böse die Muslime doch sind und wie sie sehr sie uns doch in unserem Leben eingrenzen. Gegen eine solche Sammlung ist nichts einzuwenden, Thomas Harris ließ seine Romanfigur Hanibal Lector Kircheneinstürze sammeln. Meine Großmutter hätte gesagt "Jedem Tierchen sein Pläsierchen" und damit verlangt, das man jedem sein Vergnügen lassen soll, solange es nicht andere wirklich beeinträchtigt. Formal und juristisch gesehen beeinträchtigt diese Seite wahrscheinlich niemanden. Ob sie beleidigend und ehrverletzend ist vermag ich nicht zu prüfen und habe ich zum Glück auch nicht zu entscheiden.
Während die Akte Islam vorsichtigerweise keine Kommentare zulässt, weil die ähnlich wie bei den mit den gleichen Inhalten versehenen Schwesterseiten Politically Incorrect und Kewils Fakten - Fiktionen sehr drastisch ausfallen könnten. Ich selber befasse mich da weniger mit den einzelnen Kommentaren und Kommentatoren, weil ich auch ohne die schon einige Probleme mit dem Magen habe, aber POLITISCH KORREKT zeichnet die Höhepunkte des Geschehens getreulich auf. Da muss jemand einen sehr guten Magen haben und Nerven aus Stahl.
Anhand dieser Kommentare und auch der Artikel lässt sich die Islamophobie leicht beweisen, auch wenn man als Laie versucht ist nicht zwischen den unterschiedlichen Ausprägungen zu unterscheiden. Da gibt es welche im Endstadium aber auch Anfänger. Nun will ja auch der Islamophobe nicht alleine mit seiner Phobie sein, sondern möchte sich als Teil einer starken Gemeinschaft von Islamophoben fühlen. Das ist wichtig, damit er sich endlich nicht als Ausgestoßener und Gemiedener fühlt, sondern als angenommenes Mitglied einer starken Truppe, die jederzeit bereit ist die Herrschaft über Europa, wenn nicht gar über die ganze Welt zu übernehmen.
Genau hier taucht das Margarineproblem auf. Alle wissen dass sie keine Butter anzubieten haben, sondern nur Kunstbutter, also Margarine. Ein Nachbau, ein Ersatzstoff. Das was die Margarinehersteller noch aus reinem Geschäftsinteresse taten, nämlich die Butter schlecht zu reden, wird jetzt plötzlich zum Zwang. Es muss eine Mauer errichtet werden eine Margarinemauer der Islamophobie gegen die Butter der Freiheit und Gleichheit. Nein das ist kein Witz, das ist ein Beispiel.
Innerhalb dieser Margarinemauer der Islamophobie, die das Innere des Lagers von der bösen Außenwelt abschirmt, geht es dann darum möglichst viele, die sich bereits im Lager befinden, vom Anfangsstadium der Islamophobie ins Endstadium zu bringen. Es geht also um innere Überzeugungsarbeit. Am leichtesten geht das mit immer neuen noch grauslicheren Geschichten. Da berichtet der Eine:
Tag für Tag vergewaltigen auch Moslem-Vorbeter (Imame) junge Mädchen. Wir berichten immer wieder einmal über diese sich häufenden Fälle und könnten hier in der Redaktion inzwischen eine eigene Rubrik mit den steigenden Zahlen moslemischer Vergewaltiger füllen.
Damit liefert er dem nächsten die Vorlage für einen noch grauslicheren Bericht. Es geht auch hier nicht um Ulfkotte von dem das Zitat wohl stammt und es gibt ganz sicher muslimische Vergewaltiger und garantiert auch Imame die vergewaltigen. Keine Frage. Ob sie das allerdings Tag für Tag tun wage ich ein wenig zu bezweifeln, ich persönlich würde es auch keinem Imam raten. Der Vater und die Brüder würden sich von einem Status als Imam keine Sekunde aufhalten lassen.
Es geht darum dass Geschichten immer wieder neu aufgekocht und ausgeweitet werden. Märchen aus tausend und einem Unsinn. Das heißt so ganz unsinnig sind sie nicht. Denn natürlich muss die heilige Margarinekirche der Islamophobie auch missionieren. Je abscheulicher aber der Feind ist, gegen den die eigene Kirche vorgibt vorzugehen, desto leichter sind neue Gläuibige zu überzeugen und zu missionieren. Ich muss dabei immer an den alten Witz über den evangelikalen Pastor in den USA denken, der in seiner Predigt folgendes Versprechen machte:
Pastor: "In der Hölle wird Heulen und Zähneklappern sein!"
Alter Farmer: "Aber ich habe doch gar keine Zähne mehr."
Pastor. "Zähne werden nachgeliefert."
Ein Witz nicht mehr, aber einer der viel über Mission aussagt. Da muss sich manches zurechtgebogen und passend gemacht werden. Wer da noch als vortragsreisender Prediger unterwegs ist, der kann sich nicht lange mit Erklärungen aufhalten. Der muss mit Argumenten kommen. Man nannte Pater Leppich nicht umsonst das Maschinengewehr Gottes und Billy Graham, ein ähnliches Kaliber missionierte den jetzigen Präsidenten Bush der USA. Entweder Gott oder kein Geld mehr, hieß der Handel. Aber auch da mussten die Worte sitzen.
Missionieren ist so ähnlich wie Margarine verkaufen. Ein Scheiß-Geschäft, wenn man nicht daran glaubt. Aber wenn man daran glauben will, muss man nur verkürzt genug darstellen und es geht schon. Und wenn es gerade mal nicht passt. Dann muss man es eben passend machen. Wer hat denn noch keinen Übersetzungsfehler gemacht, wer hat denn noch nie vergessen zu erwähnen, dass es da einen zweiten Absatz gab. Kommt vor im Eifer des Gefechtes und es geht doch um eine gute Sache. Wer dem Guten dient, kann doch nichts wirklich Böses tun.
Man sieht den eifrigen Feuerwehrmann schon überall um die Ecke blinzeln. Es ist ja nur ein kleiner Schritt von der Bereitschaft das Gute zu tun, bis dahin wo man erst das Schlechte tun muss, um das Gute tun zu können. Ein Feuerwehrmann ohne Brand sieht ziemlich dämlich und gar nicht heldenhaft in seiner Uniform aus. Dazu kommt noch das dieses Monstrum schwer und viel zu warm ist. Wer will sich schon zum Narren machen, indem er immer nur die Uniform spazieren trägt, ohne einen Brand zu haben.
Man muss ja nicht selber etwas tun, man muss den Brand nicht selber legen. Das geht auch anders. Man reizt den bösen Feind bis irgendeine Knalltüte reagiert. Theo van Gogh hat es geschafft. Das er es herausgefordert hat, rechtfertigt nicht den Mord an ihm und auch keine Gewalttat. Den hätte man zum Leben verurteilen sollen, denn eine schlimmere Strafe als mit sich selbst zusammen zu sein, hätte man ihm nicht antun können. Das gleiche gilt für Geert Wilders und dessen Filmchen.
Auch der wartet auf den Irren, genau wie jener Karikaturist in Dänemark. Während ich hoffe, dass sie niemandem wichtig genug sind, brauchen die Missionare der Margarinekirche der Islamophobie aber genau solch einen Vorfall. Sie müssen der Welt beweisen das sie bedroht sind. Sie müssen der Welt zeigen, das der von ihnen propagierte Feind wirklich existiert.
Sie haben es versucht. Brüssel hätte ein loderndes Flammenmeer geben können und Köln sicher auch. Aber neben dem klugen Verbot der Demonstration durch den Brüsseler Bürgermeister hat sich etwas ganz anderes herausgestellt. Diese Kirche ist nur im Internet stark. In Parteiversammlungen der CDU vielleicht auch. In geschlossenen Sälen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Aber draussen an der Sonne gibt es sie nicht. Ein, zwei Hände voll Leute die verloren in der Gegend rumstehen. Mehr nicht.
Der Mut reicht nur um anonym im Internet rumzupöbeln und den Untergang des Islam und einiger anderer zu fordern. Da ist nichts mit offenem Visier und dem Feind ins Auge sehen. Die heilige Margarinekirche der Islamophobie besteht aus Feiglingen. Das blödeste daran ist, das ich das erst so spät gemerkt habe, obwohl ich den Begriff Phobie doch schon lange verwende. Ich hätte genauer nachlesen sollen:
Menschen mit sozialer Phobie meiden gesellschaftliche Zusammenkünfte, da sie fürchten, Erwartungen anderer nicht zu erfüllen und auf Ablehnung stoßen zu können. Sie fürchten, dass ihnen ihre Nervosität oder Angst angesehen werden könnte, was ihre Angst oftmals noch weiter verstärkt. Begleitet wird die Angst oft durch körperliche Symptome wie Erröten (Erythrophobie), Zittern, Herzrasen, Schwitzen, Atemnot, Verkrampfung, Sprechhemmung, Schwindelgefühle, Kopf- und Magenschmerzen oder Panikgefühlen.
Um all dies zu vermeiden, gehen Menschen mit sozialen Ängsten Situationen, in denen sie der Bewertung durch andere ausgesetzt sind, oft von vornherein aus dem Weg, was ein berufliches und privates Weiterkommen sehr erschweren und mitunter zu vollkommener sozialer Isolation führen kann. Diese Störung kann über einen langen Zeitraum anhalten, und viele Betroffene erkranken noch zusätzlich an einer Depression oder werden abhängig von Alkohol, Beruhigungsmitteln oder anderen Drogen/Medikamenten, die hilfreich sind, die Symptome zu überdecken oder zu verdrängen.
Damit alles erklärt. Es reicht wenn die Führer der Bewegung die Bücher, Filme und das sonstige Aufregematerial an ihre Gläubigen verkaufen und ihnen Treffen mit Gleichgesinnten im Netz erlauben. Das Geld fließt und eine der wichtigsten Aufgaben einer Kirche ist erfüllt. Die Priester bekommen ihr Geld. Das sie dafür den eifrigen Feuerwehrmann brauchen ist zwar unschön, aber wohl Teil des Geschäftes.
Allerdings frage ich mich wie ehrlich die Priesterkaste ist, wenn sie selber durchaus den öffentlichen Auftritt liebt und genießt, zwar über die Verfolgung jammert, aber sonst die Zeichen der Krankheit real gar nicht zeigt. Könnte es sein, dass auch diese Religion von Leuten geführt wird, die gar nicht an sie glauben? Ist auch die heilige Margarinekirche der Islamophobie nur Opfer einer bigotten verräterischen Führung, die einfach nur Absatz für ihre Devotionalien sucht. Ich weiß es nicht. Am Ende dieses Artikels bin ich ratloser als zu vor.
Vielleicht sollte ich mich mehr mit aktueller Politik beschäftigen über die Mein Parteibuch berichtet und sich fragt, ob Adorno ein Volksverhetzer war:
“Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“
Theodor W. Adorno
Aber das ist ein anderes Thema.



















Die Kommentare sind in den meisten Fällen lesenswerter als die Artikel. Ab und zu schafft es ein PI-kritischer Kommentar durch die Kontrolle der Betreiber( - andere aber auch nicht). Dann greifen die Anwesenden ganz tief in die Schimpfwortkiste "Islamofaschos" oder "Gutmenschen" sind ziemlich häufig.
PI findet auch in den Medien ein für einen Blog verhältnismäßig großes Echo. Es lohnt sich einige der auf der PI-Seite verlinkten Artikel anzulesen um mehr über das Selbstbild der Autoren herauszufinden.
Es gibt aber auch andere Gruppen mit dem selben Phänomen, z.B. die um den Blog Alles Schall und Rauch von einem gewissen Freeman. Ich habe bei diesem auch den Eindruck, dass zwanghaft versucht wird, die Fassade eines Weltbilds bloß nicht bröckeln zu lassen. Es sind aber deutlich mehr kritische Kommentare vorhanden, die oft genau das bemängeln. Beispiel Klimawandel: Bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit wird ein Wetterextrem genannt, das nicht zur Gesamt-Erwärmung passt. Genau das Selbe wie bei PI, Einzelne Tatsachen völlig aus dem Zusammenhang gerissen und zur Bestärkung der eigenen Überzeugung gebraucht.
Und natürlich hat auch Schall und Rauch einen Feind: Die globale Geld-Elite die uns alle für dumm verkauft, uns bei jeder Gelegenheit betrügt und ein weltumspannendes totalitäres Regime errichten will. Und auch bei Schall und Rauch ist sich ein Großteil der Anwesenden einig, wer der Feind ist und dass alle jetzt zusammenhalten müssen. Sie kündigen übrigens auch die Rückkehr des Faschismus hinter einer guten Maske an.
Ich beginne zu zweifeln, ob die Online-Gurus wirklich an ihre Aussagen glauben oder sich nur einen Spaß daraus machen von einer anonymen Masse verehrt zu werden. Dass sie viel Geld mit ihrer Arbeit machen, glaube ich allerdings nicht. Dafür ist das Internet weniger geeignet.
A propos (Xeno)phobie und Sprachfehler: Gestern gabs ne Doku über Rechte Volksgenossen, in der auch Jürgen Rieger zu Wort kam. Er hat es nicht geschafft das Wort "Halbafrikanerin" auszusprechen.
"Sie sind ja Halbafro...afre...af...af...eh?!"
Ich habe das Gefühl, ( ohne ihr Engagement zu mindern)
daß sie eine oft sehr einseitige Sichtweise auf den heutigen Faschismus haben. Danke für diesen Beitrag
Über PI und den anderen: ich warte ja nur darauf, dass irgendwann die 4m langen Echsen auftauchen, die eigentlich die eigentlichen Drahtzieher des Bösen sind.... Obwohl, erfahren werde ich es wohl nicht, da ich bei denen nicht mehr mitlese.
Theo van Gogh hat das Drehbuch einer aus Somaila stammenden niederländischen Parlamentsabgeordneten, Ayaan Hirsi Ali, zu einem Film gemacht. In diesem Film wurden staatliche und familiäre Vergehen an Frauen gezeigt, die aufgrund des Korans immer noch geschehen. In Saudi Arabien beispielsweise werden Frauen wegen Ehebruchs immer noch mit 100 Peitschenhieben bestraft. Hirsi Ali und Van Gogh haben in ihrem Film aktuelle Fakten geschildert, indem eine Frau zu Allah betete und über das Schicksal der anderen Frauen berichtete. Weil der Mörder van Goghs, Mohamed B., an Hirsi Ali nicht heran kam, hat er sich an van Gogh gehalten. Um zu verstehen, was Ayaan Hirsi Ali angetrieben hat, sollte man sich ihren Hauptsatz anhören: "Gebt uns Muslimen einen Voltaire." - Später, als sie sich für ungläubig erklärte hieß der Satz: "Gebt den Muslimen einen Voltaire." Theo van Gogh ist - ganz im Gegensatz zu Wilders- nicht der Feuerwehrmann, wie er hier beschrieben wird. Er glaubte, wegen dieses Films könne ihm nichts passieren, er war bei weitem nicht so dramatisch wie andere Äußerungen von ihm gegen Auswüchse der christlichen Kirche beispielsweise. Ich bin nicht mit allem einverstanden, was er gesagt hat, aber der Bekennerbrief bei Theo van Gogh behandelte nicht ihn, sondern die Freveltat der Ayaan Hirsi Ali, die als Frau noch mehr gestraft werden würde. Hier gilt es zu differenzieren.
Entschuldigung für den langen Kommentar.
Theo van Gogh sehe ich deutlich anders. Für ihn war Hirsi Ali nur Mittel zum Zweck. Wie Wilders ging es ihm darum Stimmung zu machen und aus der Stimmung persönlichen Ruhm abzuleiten. Allerdings ist es müßig das heute noch zu diskutieren. Er ist tot, was sicherlich falsch ist.
Was den Bekennerbrief angeht so hast du natürlich recht.
Du darfst hier so lang kommentieren wie du willst. Mir geht es auch immer so. Hätte ich mehr Zeit könnte ich kürzer schreiben.