Die Staatsanwaltschaft in Bonn und Staatsanwalt Fred Apostel vertreten eine seltsame Rechtsauffassung. Wenn wir schon keine Beweise die für eine Anklage reichen haben, dann drohen wir dir eben damit, solange zu ermitteln bis wir irgendwas finden:
Die Staatsanwaltschaft Bonn wollte zum angeblich bevorstehenden Übereinkommen im Fall Ullrich nichts sagen. „Ich weiß nicht, die wievielte Klappe der Spekulationen das ist. Dazu nehmen wir keine Stellung“, erklärte Staatsanwalt Fred Apostel.
„Wir warten weiter frohen Mutes. Unser Angebot an die Ullrich-Seite besteht ja seit langer Zeit“, sagte er weiter. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hatte von einer angestrebten Einigung berichtet, nach der die Ermittlungen wegen Betrugsverdachts gegen ein Schuldeingeständnis und die Zahlung einer hohen Summe eingestellt werden sollen. Die „Bild“-Zeitung schrieb am Montag, Ullrich habe ein entsprechendes Entgegenkommen abgelehnt. „Angebote können angepasst werden, aber grundsätzliche Eckpfeiler sind nicht zu verrücken“, sagte Apostel.
Kuhhandel pur. Was für eine mächtige Staatsanwaltschaft. Was für Helden. Anzeigeerstatterin im Fall Ullrich war ja eine Werner Franke Mitstreiterin und es geht immer noch um Betrug an der Telekom, die mit viel Geld an der Universität Freiburg in Sachen Doping forschen und probieren ließ. Natürlich ist Telekom die Betrogene. Die brauchte die Uni ja nur zum Blutdruckmessen. Ich sehe das anders:
Aber wen verdammt nochmal haben die Fahrer betrogen. Herr Franke wusste das gedopt wurde. Ich auch. Die Sportjournalisten, die Sponsoren und eigentlich jeder andere auch. Gut der Chef des Bundes deutscher Radfahrer, dieser Scharping, der könnte betrogen worden sein. Bei dem bin ich mir nicht sicher, ob der in den letzten dreißig Jahren überhaupt etwas bemerkt hat.
Betrug setzt Täuschung voraus. Hier wurde niemand getäuscht. Aber natürlich nimmt Franke die Telekom in Schutz. Dafür gibts ja extra Staatsanwälte die das gleiche machen. Aber auch die haben Jan Ulrich bis heute nicht angeklagt, auch wenn sie immer wieder gerne an die Presse gehen. Wäre Franke eine Sekunde ehrlich, würde er sagen, die Sponsoren sind selbst schuld. Alle Hinweise waren immer da, nicht schön, aber eben Realität. Wer wie die Telekom extra Freiburger Uniärzte einsetzte und bezahlte, um besser zu dopen als alle anderen, kann nicht betrogen worden sein, sondern war vermutlich Teil des Betruges.
Aber wer wurde dann betrogen. Die anderen Doper? Die jeweiligen Rennleitungen, die Zuschauer. Es wurde niemand betrogen. Es wurde gedopt. Ende. Es wird übrigens weiter gedopt. Hier und da und sicherlich auch dort. Wir wissen es alle. Ob Medaillenregen bei Biathleten oder Superleistungen bei bestimmten Fußballmannschaften. Nur ein Idiot kann glauben, das nicht gedopt wird.
Aber Staatsanwalt Apostel will Ullrich weich kochen. Mag sein das es ihm gelingt. Apostel will nicht anklagen. Der will siegen ohne vor Gericht gegangen zu sein. Wenn dieses Beispiel Schule macht, können wir unser Rechtssystem gleich auf den Müll werfen. Da wo ein Ankläger Richter oder ein Richter Ankläger ist, gibt es kein Recht mehr. Fred Apostel ist das egal. Solange er die Telekom draußen hält ist alles in Ordnung. Da dürfte er wohl für sein Leben und das seiner Kinder ausgesorgt haben. Anders ist sein Verhalten nicht mehr zu erklären.
Bevor wieder jemand nachfragt. Natürlich wurde gedopt. Aber einvernehmlich und damit ist Apostel draußen. Die einzige mögliche Straftat ist die Anstiftung zum Doping durch die Telekom. Aber selbst das halte ich für fraglich, weil diejenigen die gedopt wurden nicht so dämlich waren das nicht zu verstehen. Es bliebe nur schwere Körperverletzung durch Doping, die aber kaum beweisbar ist.



















Ich meine die Staatsanwaltschaften in Deutschland sind ja eh nicht besonders gut angesehen, aber das Ding ist ein echter Höhepunkt.