Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts
Das Nationale Referenzzentrum für Influenza des Robert Koch-Instituts hat am Morgen des 29.4.2009 drei Erkankungsfälle durch die neue Grippe A/H1N1 („Schweinegrippe“) bestätigt. Es handelt sich um eine 22 Jahre alte Frau, die nach einer Mexikoreise mit Influenza-ähnlichen Symptomen in
Hamburg ins Krankenhaus gekommen war. Die erste Labordiagnose wurde im Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg erstellt. Der zweite Fall ist ein Mann Ende 30, der in der Universitätsklinik
Regensburg behandelt wird. Ein dritter Fall wurde aus
Kulmbach bestätigt. Dabei handelte es sich um eine 37-jährige Frau, ebenfalls nach einer Mexikoreise. Auch hier wurde die erste Diagnose an der Universität Regensburg gestellt. Daneben sind derzeit einzelne weitere Verdachtsfälle aus unterschiedlichen Bundesländern in Untersuchung.
Für die Bevölkerung wird derzeit nach wie vor keine allgemeine Gefährdung durch die Schweinegrippe gesehen. Generell empfohlene persönliche Hygienemaßnahmen sollten aber besonders beachtet werden, insbesondere bei Kontakt zu Reiserückkehrern aus betroffenen Regionen. Influenzaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Insbesondere beim Niesen oder Husten können Erreger auch auf die Hände gelangen und darüber weiterverbreitet werden. Daher wird häufiges Händewaschen empfohlen, außerdem sollten die
Hände vom Gesicht ferngehalten werden, die die Erreger leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können. Beim Husten sollte in den
Ärmel gehustet werden.
Lesen Sie hier die komplette Pressemitteilung:
Robert Koch-Institut
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Peter Petermann für das WAI 28.04.2009
In den ersten Tagen gab es
irreführende Informationen über die genetischen Merkmale des "neuen" H1N1-Virus, die weite Verbreitung fanden, von allen Medien aufgegriffen und von einigen Experten (z.B. dem Friedrich-Loeffler-Institut) offenbar ohne kritische Prüfung weitergesponnen wurden. Wie die US-Seuchenbehörde CDC inzwischen klargestellt hat, sind die Viren tatsächlich reine "Schweine-Influenzaviren". Eine Mischung von Humangrippe-, Vogelgrippe- und Schweinegrippeviren, wie behauptet wurde, hat es
definitiv nicht gegeben.
Lesen Sie hier den Kommentar:
WAI – Wissenschaftsforum Aviäre Influenza
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Wie das 'Center fo Disease Control and Prevention'
vermelden ließ, gibt es in den Vereinigten Staaten den ersten Todesfall zu beklagen.