Einträge für Sonntag, 6. April 2008
Erich Kurt Mühsam geboren am 6. April 1878 in Berlin - ermordet am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg
An den 130. Geburtstag von Erich Mühsam erinnert der Opablog und bietet uns zudem noch drei seltene Aufnahmen, in denen Ernst Busch, Gedichte von Mühsam vorsingt.
Ich mochte gerne noch Mühsams "Brennende Erde" hinzufügen und zum Lesen empfehlen.
Was wäre es gut wenn wir heute einen Erich Mühsam hätten. Wir brauchten ihn so dringend.
Was Daniel Bax in der taz nicht erwähnte
Daniel Bax hat in der taz einen hervorragenden Artikel über die Hassprediger des Westens geschrieben:
Die neue Rechte, deren Konturen sich heute in fast allen westlichen Ländern abzeichnen, richtet ihre Abneigung exklusiv gegen Muslime. Homophobie und Antisemitismus unter Muslimen malt sie sogar in den düstersten Farben aus, nur um sich selbst in umso helleres Licht zu rücken. Und sie begreift sich als "pro-amerikanisch" und "pro-israelisch", betrachtet sie beide Länder doch als Speerspitze im Kampf gegen "den Islam". Schließlich trumpfen sie militärisch auf, während das alte Europa angeblich nicht mehr als laue Diplomatie zu bieten hat.
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Zum Teil gleichen sich die Angstszenarien der Islam-Apokalyptiker bis aufs Wort. So schrieb der deutsche Islam-Alarmist Henryk Broder jüngst, die Europäer merkten gar nicht, "was für eine Tsunami-Welle auf sie zurollt". Von einem moslemischen "Tsunami" hatte kurz zuvor Geert Wilders gesprochen. Und bald darauf warnte auch die FPÖ-Politikerin Susanne Winter vor einem "islamischen Einwanderungs-Tsunami".
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Auch wenn es in Deutschland bislang keine Partei gibt, die ähnlich absurde Forderungen wie Wilders erhebt, ist es zu früh, Entwarnung zu geben. Geifernde Polit-Blogs und andere Hassprediger des "freien Westens" haben einem Populisten wie ihm auch hierzulande längst den Boden bereitet.
Im Grunde genommen könnte ich den Artikel praktisch ohne Kommentar stehen lassen, wenn ich mich nicht mehr oder weniger zwangsweise, weil ich mir den Prozess mit Udo Ulfkotte und seinem Pax Europa eingetreten hatte, damit beschäftigen musste.
Wenn ich die extrem kurze Zeit nehme, in der gleichartige und gleichlautende Artikel in drei in Deutschland führenden Internetpräsenzen, der nicht sehr islamfreundlichen Bewegungen Pax Europa von Udo Ulfkotte auf akte-islam.de, von Herre auf PI und Kewil auf fiction-irgendwas ansehe und dazu Broders Äußerungen, dann kann das nur funktionieren, wenn dahinter ein Kommunikationsnetzwerk steht, das sich zumindest gegenseitig gut informiert.
Ich persönlich gehe von einer organisierten Struktur aus, zumal ja auch PI öffentlich erklärt hat an der Parteigründung von Pax Europa teilnehmen zu wollen. Das es nicht zur Gründung der Ulfkotte Partei kam, könnte daran liegen, das ihm in der CDU genau der Raum geboten wurde und wird, den er für die Sammlung seiner Anhänger braucht.
Es könnte deshalb sein, dass es in Deutschland gar keine eigene Partei braucht, sondern dass diese praktisch als innerer Bestandteil der CDU aufgebaut wird. Wie Dr. Ulfkotte ja selber sagte:
Ich habe viele Veranstaltungen bei der CDU und dort merkt man, was an der Basis los ist. Ich denke, die CDU wird sich stärker dieser Thematik annehmen. Daher ist eine Parteigründung nicht notwendig. Ich sehe in anderen europäischen Ländern, dass es politisch sehr Erfolg-versprechend ist, sich für das Thema zu engagieren. Das haben wir gerade in der Schweiz erlebt.
Wir müssen also damit leben, dass sich in der CDU eine Art Geert Wilders Partei mit all ihren Folgen für ein friedliches Zusammenleben bildet und das dies von der CDU-Führung so gewollt ist. Zumindest habe ich bis heute kein Wort einer echten Distanzierung gehört. Selbstverständlich ist man gegen Herrn Wilders und seinen Film in Holland, fährt aber gleichzeitig eine Politik des Schweigens gegenüber diesen Leuten in der eigenen Partei.
Dazu kommt noch das zumindest bei Herrn Ulfkotte wohl eine Vielzahl an Kontakten zum BND und zum Mossad bestehen oder bestanden, die ihm einen gewissen Schutz bieten und auch bei der Beeinflussung der Justiz nicht unwesentlich sind. Des weiteren gibt es eine wirtschaftliche Komponente, in der große Firmen, die von eigenen Verfehlungen ablenken wollen, das System Ulfkotte durch sogenannte Vorträge zur Sicherheit und Industriespionage oder Beratungen finanzieren. Der Vorwurf gegen Herrn Herre das er als Verbindungsmann zum Verfassungsschutz agiere, konnte allerdings nicht belegt werden.
Wir müssen also davon ausgehen, das es in Deutschland gar nicht mehr um eine Parteibildung geht, weil die "Bewegung" schon im Parteiensystem angekommen ist. Allzu laute Demagogie ist auch nicht nötig, weil die Anhänger ihre Predigten in abgestufter Form jederzeit verbrauchsgerecht erhalten. Für die demokratienahen Kräfte und den Normalbürger treten Broder und Ulfkotte auf, Pax Europa liefert auf Akte Islam schon die etwas härtere Kost unter Ulfkottes Aufsicht, die dieser auch in seinen Büchern anbietet.
In der zweiten Reihe stehen PI und Kewil die mit ihrem Kommentaren den kräftigen Ausdruck der "gesunden" Volksmeinung erlauben und auch die wahren Ziele erraten lassen. Da geht es dann auch mal schnell über zu den Juden, die natürlich als ebenso wertlos wie die Muslime angesehen werden. Die Linken und Gutmenschen werden ebenfalls nicht vergessen. Ob Grüne Pest oder diverse christliche Spinner, alle verfolgen ein Ziel. Eigentlich schon hinter der Grenze der Volksverhetzung, aber das ist Ansichtssache.
Hinter diesen Seiten gibt des dann die richtige Hardcore, die weltweit vernetzt im Grunde entweder direkt auf der "Heilslehre" der Nazis aufbaut oder das ganze in einer Art evangelikaler Western Frontier Verpackung anbietet.
Daniel Bax hat zwar nicht Entwarnung gegeben, aber eben auch nicht die notwendigen Warnungen vor dem bisher sichtbaren ausgesprochen. So dankbar ich ihm für das was er gesagt hat bin, so dringend brauchen wir Leute aus den Medien, die in diesen Sumpf einsteigen. Ich habe Angst, das wir zu lange warten und dann nicht mehr gewinnen können.
Überall erreichbar
Überall erreichbar so titelt Lumières dans la nuit seine Epistel gegen den Erreichbarkeitswahn:
Viel zu häufig wird der »Fortschritt« zum Selbstzweck. Und. Viel zu selten wird der »Fortschritt« hinterfragt; wird ihm die an sich sehr nahe liegende Frage gestellt, was da eigentlich fortschreitet. Wenn man durch den Alltag der Menschen geht, kann man zum Beispiel sehen, dass sich Menschen überall und in allen Situationen »erreichbar« machen, dass sie kaum noch imstande sind, in irgendeiner Situation ihre Quasselfunke ihr Mobiltelefon zu ignorieren. Als offensichtlich völlig verpönt scheint es zu gelten, dieses nervquäkende Ding in der Tasche einfach einmal auszuschalten; so etwas scheint unter den heutigen Menschen fast schon als eine Form des Autismus zu gelten, die allein deshalb besonders schlimm ist, weil man sie mutwillig herbeiführt.
Ich als Verweigerer der totalen Telekommunikation kann mir immer wieder anhören, wie Mitmenschen mir mit vorwurfsvoller Stimme sagen, dass ich gar nicht erreichbar sei. Dabei gebe ich persönlich Bekannten gern und oft meine Mailadresse, aber offenbar ist ihnen dieser sehr praktische Weg zu wenig unmittelbar und vielleicht auch zu kostengünstig, lieber zahlen sie die recht hohen Tarife der Telefongesellschaften und holen sich auf Knopfdruck des gewünschten Menschen Stimme an das Ohr. Diese Menschen begeben sich selbst in einem Zustand der völligen Verfügbarkeit für andere Menschen, sie haben keine Vorstellung mehr davon, welchen Wert es haben kann, einmal ungestört und konzentriert ein eigenes Interesse zu verfolgen. Es ist gar kein Wunder, dass sie so vieles nicht zuwege bringen und dass sie so häufig dumme Entscheidungen treffen…
Ich kann nur sagen er hat sie nicht verstanden die Menschen. Natürlich ist die Mail sinnvoller als das Telefonat wenn ich Informationen übergeben will. Das ist Effizienz pur. Sofort raus, schnellster Transport und der Andere kann es lesen, wenn er Zeit dafür hat, oder es negieren und wegwerfen, ohne unhöflich sein zu müssen.
Aber es geht gar nicht um Information, es geht um Status. Ich erinnere mich noch gut als das erste Mal auf den Messen die Pager auftauchten. Wer einen Pager hatte war wer. Meiner lag beim Empfang, ich hab immer vergessen den abzuholen. Dann standen sie auf der CeBit, der Orgatech oder wo auch immer. Den Blick fest auf den Pager. Bitte lass ihn klingeln, lass mich wichtig sein. Derweil drehten die Kunden kopfschüttelnd ab. Von denen wollte keiner der Verkäufer was. Die hatten ja ihre Pager. Ich hab die Biester entweder gar nicht erst ausgeben lassen oder sie durften nur eingeschaltet werden, wenn die Jungs und Mädels nicht auf dem Stand waren.
Dann hatten wir alle die Dinger, auch draußen. Manch arme Sekretärin musste ihren Chef zu festgelegten Zeiten am Pager anpiepsen, damit der wichtig war. Meiner war aus. Er hatte nur einen Sinn. Wenn ich abends mit Leuten unterwegs sein musste, auf die ich keinen Bock hatte, habe ich dafür gesorgt das jenes Ding piepste. Ein kleiner Magnetschalter und schon war ich frei.
Dann die Handys. Mein erstes war tragbar. Wie zwei Bierkästen. SEL-Alcatel irgendwas um die 13 kg. Dazu ein Toshiba-Schlepptopp. Damit die Arme gleich lang blieben, und keine Haltungsschäden auftraten. Das Ding machte Sinn. Anders als mit meinem B-Netz Autotelefon war ich wirklich erreichbar. Der Preis für das Telefonat hielt die Irren ab und sorgte auch bei Mitarbeitern für Zurückhaltung. Das war Information.
Was habe ich gelacht wenn wir Funktelefonbesitzer uns in der ehemaligen DDR, zum Beispiel bei der Abfahrt Wilsdruff bei Dresden auf dem Berg trafen, um mit den Lieben zu Hause zu telefonieren. Da machte der Kram Sinn. Auch dann noch als die Dinger kleiner wurden. In der Hand haltbar, wenn man große Hände hatte. Siemens hieß der Knochen mit Nachnamen. Immer noch waren die Gebühren hoch, genau wie in der Anfangszeit des D-Netzes. Es war Auszeichnung wenn man telefonierte mit den Dingern.
Irgendwann stehe ich vor der Berliner Volksbank am Kaiserdamm mit einem Haufen anderer Leute die gerade eine windige Finanzierung hastig zusammengelötet haben, und eigentlich alle nur wegwollen, bevor jemand abspringen kann. Da klingelt ein Handy. Meins war noch aus, aber alle anderen griffen hektisch in ihre Taschen. Aber der Straßenkehrer war scheller. Lässig auf seinen Besen gestützt parlierte er in breitestem Türkisch der Schwarzmeerküste mit demjenigen der ihn angerufen hatte.
Meine "Partner" sahen ziemlich betreten aus. Die Pawlowsche Glocke hatte nicht ihnen gegolten. Keine Futternäpfe die ihre Wichtigkeit unterstrichen. Der Speichel war da, aber das war auch alles. Dann wurde telefonieren mit dem Handy immer billiger, die Kids kamen auf den Geschmack. Es ist ja auch praktisch. Ich telefoniere oft im Laden. Entweder weil ich den Einkaufszettel vergessen habe, oder die bester aller Lebensabschnittsgefährtinnen fragen will, ob wir die Dorade aus dem Sonderangebot nicht morgen oder heute essen wollen.
Informationsaustausch. Ich würd ihr ja auch ne Mail schreiben, aber bis sie die liest, bin ich längst wieder zu Hause. Aber das ist die Seltenheit. Die meisten Anrufe die man so bekommt, sind belanglos. Wo bist du, wo bin ich, was machst du, was mach ich, wir sollten mal wieder telefonieren und tschüss. Belanglosigkeit pur.
Ich glaube nicht. Wir haben in Brandenburg wieder Wölfe. Das ist gut so. Und da wir keinen Schnappauf als Minister haben und auch weniger ganz bescheuerte und schießgeile Jäger als in Bayern haben, werden die mit etwas Glück überleben. Diese Wölfe haben eine Eigenart. Sie heulen. Natürlich heulen sie für uns belangloses Zeug. Aber es scheint für sie nicht belanglos zu sein. Ich saß vor Jahren mal in der sibirischen Taiga zusammen mit einem Jäger, der alleine am Ruf des Wolfes zu erkennen glaubte, wer da ruft und weshalb. Er unterschied für sich 14 unterschiedliche Rufe. Der wichtigste aber sei, der Ruf der das Rudel zusammenhält.
Wir kennen das ja auch von Zugvögeln oder Krähenschwärmen. Zusammenhalt durch Lautgeben. Könnte es sein, das all diese scheinbar sinnlose Anruferei nichts anderes ist als dieses sehnsüchtige Lied. Hier bin ich, wo bist du, schön es gibt uns beide noch. Der Klingelton als Lied der Taiga. Ich weiß es nicht. Aber ich kann es mir gut so vorstellen.
Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit, Heimat und der Gemeinschaft. Ein Mittel der Entfremdung als Bindeglied. Eine schöne Vorstellung.
Die Wahrheit kann doch einen Staatsanwalt nicht erschüttern
Die Wahrheit kann doch einen Staatsanwalt nicht erschüttern.
die Wahrheit macht doch so nen Staatsanwalt nicht an.
Der ist dem Höheren verpflichtet,
die Wahrheit geht in gar nichts an.
Der kann doch einen Pierer nicht verklagen,
da hängt doch auch die Merkel dran.
Da nimmt er sich die Kleinen, vor denen hat er keine Angst.
Die quält er dann ein wenig härter, das zeigt wie stark er ist.
Das Recht gehört den Herren, genau wie jener Staatsanwalt.
Die Herren die sind mutig, sind frech und auch noch dreist.
Sie haben ihre Büttel, und uns, uns bleibt der Scheiß.
die Wahrheit macht doch so nen Staatsanwalt nicht an.
Der ist dem Höheren verpflichtet,
die Wahrheit geht in gar nichts an.
Der kann doch einen Pierer nicht verklagen,
da hängt doch auch die Merkel dran.
Da nimmt er sich die Kleinen, vor denen hat er keine Angst.
Die quält er dann ein wenig härter, das zeigt wie stark er ist.
Das Recht gehört den Herren, genau wie jener Staatsanwalt.
Die Herren die sind mutig, sind frech und auch noch dreist.
Sie haben ihre Büttel, und uns, uns bleibt der Scheiß.
Nein ich rege mich doch gar nicht auf. Ich doch nicht. Ich traue den deutschen Staatsanwaltschaften alles mögliche zu, nur nichts Gutes. Nun ist es genau so gekommen wie ich es mir von Anfang an gedacht habe:
Bei der Siemens AG hat der frühere Vorstand unter Konzernchef Heinrich von Pierer nach Ansicht der Münchner Staatsanwaltschaft nichts von dem Schmiergeldsystem gewusst. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach ist die Staatsanwaltschaft bei ihren bisherigen Ermittlungen zu der Erkenntnis gelangt, das bei Siemens über viele Jahre hinweg betriebene System schwarzer Kassen und weltweiter Korruptionsdelikte sei dem Zentralvorstand nicht bekannt gewesen. Auf der Ebene unterhalb der Konzernspitze sei dafür gesorgt worden, dass kein Mitglied des Zentralvorstands von diesem System erfahren habe.
Ja, aber sicher doch. Der von Pierer der vielen als Kontrollfreak galt, dem nachgesagt wird, das er sogar den durchschnittlichen Toilettenpapierverbrauch je Mitarbeiter habe nachkontrollieren lassen, der hat von hunderten Millionen Schmiergeld nichts gewusst.
Das haben die da unten alles unter sich ausgemacht. Es gab keine hauseigene Revision, keine Fremdrevision. Nichts. Herr von Pierer hat nichts gewusst. In dem Laden hat Herr von Pierer den Lagerort jeder Büroklammer gekannt. Da ging gar nichts, überhaupt gar nichts ohne seine Zustimmung. Schon gar keine hunderte von Millionen.
Aber was soll so ein Münchner Staatsanwalt denn machen. Siemens in der Führung angreifen. Die ganze neoliberale und wirtschaftsfaschistische Verschwörerbande hochgehen lassen. Der könnte sich doch gleich beerdigen. Man kann als Münchner Staatsanwaltschaft nicht gegen Siemens ermitteln. Das wäre Aufgabe der Bundesanwaltschaft, da sich die Taten ja auf das gesamte Bundesgebiet, ja die ganze Welt erstrecken. Aber die Bundesanwaltschaft ist ja nur ein Handlanger dieser neoliberalen Truppe. Soll Terroristen finden damit Bürgerrechte weiter eingegrenzt werden können.
Wenn sie wirklich mal eingreift dann kommt für die Angeklagten ein dreißigsekündliches Bewerfen mit Wattebäuschchen dabei heraus und das war es. Pierer ist also frei. Die anderen werden hart bestraft und wirtschaftlich vernichtet. Dem Gesetz ist genüge getan. Mal im Ernst. Auf dieses Gesetz mag ich nicht einmal scheißen.
Viel interessanter finde ich allerdings die folgende Meldung:
Der Fraktionschef der SPD im Landtag, Franz Maget, und die Grünen verlangen von Ministerpräsident Günther Beckstein Auskunft über einen Besuch von Pierer Mitte Dezember 2006. Maget will wissen, ob Pierers Gespräch mit Beckstein Einfluss auf das Ermittlungsverfahren gehabt habe.
Maget sagte, es sei ein ,,eigentümlicher zeitlicher Zusammenhang‘‘, dass nach diesem Gespräch die Untersuchungen über die Verstrickung der Konzernspitze offenbar ins Stocken geraten seien.
Beckstein war damals als Innenminister für die Kriminalpolizei zuständig, die zusammen mit der Staatsanwaltschaft ermittelt. Bayerns CSU-Regierung bestreitet Eingriffe in die Ermittlungen. Pierers Anwalt teilte mit, sein Mandant habe bei Beckstein keinen Einfluss genommen.
Ich bin selbstverständlich davon überzeugt, das der damalige Innenminister Beckstein keinen Einfluss auf die Ermittlungen genommen hat. Der hat doch schließlich Leute die das für ihn machen können. Nein das war ein Spaß. Beckstein ist ein deutscher Politiker, der ist doch nicht korrupt. Gut das ist auch ein Witz. Also wir werden es nie beweisen können, aber wir wissen das wir verarscht wurden. Wie immer.
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