Einträge für Dezember 2007
Al Qaida ist überall oder wie man eine Geschichte richtig erzählt
Drei Chinesen mit dem Kontrabass
saßen auf der Straße und erzählten sich was.
Da kam die Polizei, fragt "Was ist denn das?"
Drei Chinesen mit dem Kontrabass.
Die Geschichte an sich ist bekannt. Auch ihre Weiterentwicklung durch den Austausch von Selbstlauten ist bekannt. Eigentlich könnte die Geschichte hier zu Ende sein. Was aber würde passieren, wenn ein Mitglied der Achse der gutwillig Dummen diese Nachricht für ein ehemaliges Nachrichtenmagazin bearbeitet. Wir können da nur vermuten, aber vermuten macht Spaß.
Zunächst einmal gehen Chinesen überhaupt nicht. Es gibt ja bekannterweise keine gelbe Gefahr aus China mehr, wie uns das Ministerium für Wahrheit (Miniwahr) und die ehrenhaften Manager und Nichtarbeitgeberverbände versichern. Die Chinesen sind nicht nur gut, sondern auch besser als wir. Sie machen unsere Arbeit nämlich für den halben Preis und haben nichts dagegen ihre Umwelt zu töten. Also geht mit Chinesen gar nichts. Russen wären möglich, weil Putin nicht bereit ist sein Land amerikanischen Interessen und der Mafia zu unterwerfen. Aber nein. Da bekommen wir ja in Zukunft Gas her. Russen gehen auch nicht.
Aber Muslime gehen immer. Muslime sind auch immer eine Nachricht. Vor allem aber sind alle Muslime in der Al Qaida und in der Achse des Bösen. Manchmal zusammen mit Nordkorea, früher war da auch mal Vietnam mit drin, Laos und Kambodscha, das ist eine wandelbare Achse. Nicht so die Achse der gutwilligen Dummen. Die haben nur einen Glauben. Sie glauben an die US von Amerika. Die können sowas von mit Inbrunst glauben, da wird man richtig neidisch.
Sehr gläubige Muslime und Katholiken haben Tränen in den Augen wenn sie ihren unvollständigen Glauben mit dem Glauben der gutwilligen Dummen vergleichen. Welch ein Glanz von Glauben und Dummheit. Aber der Mensch der glaubt, muss ja auch gut sein. Vor allem vereint es Menschen so leicht, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben. Feinde sind so etwas wie das Pech, das ein Rutenbündel zusammenschweißt. Hat ja in Deutschland auch ganz gut geklappt. Nur das da die Juden der Feind waren und die Achse der Guten von der deutschen Volksgemeinschaft gebildet wurde.
Das war dann aber auch eine Achse. Zäh wie Leder, flink wie Windhunde dumm wie Bohnenstroh. Der Glaube formt den Charakter. Macht der Glaube an Scheiße dann auch einen Scheißcharakter? Nö. Das werde ich nicht beantworten. Dann werde ich nur wieder verklagt. Lieber zurück zu den Muslimen von Al Qaida. Warum sollten die auf einem Kontrabass sitzen. Das ist bestimmt nur das Gehäuse eines Kontrabasses. Samsoniteumhüllung für schmutzige Atomwaffen.
Da. Jetzt haben wir sie. Schon wird alles klar. Drei muslimische Al Qaida-Terroristen mit einer kontrabassförmigen schmutzigen Atombombe. Das macht Sinn. Nun müssen wir nur noch festlegen auf welcher Straße sie sitzen. Ich bin für die Bahnhofstraße. Man sollte immer nahe am ursprünglichen Text der Meldung bleiben. Die Bahnhofstraße ist am Bahnhof. Das ist doch logisch.
Drei muslimische Al Qaida-Terroristen mit einer kontrabassförmigen schmutzigen Atombombe, sitzen auf der Bahnhofstraße und erzählen sich was. Erzählen geht gar nicht. Man kann die ja eh nicht verstehen. Wahrscheinlich beten die gemeinsam, bevor sie sich und den Bahnhof in die Luft sprengen. Wäre ja logisch. Die wollen ja schließlich die ganze Stadt atomar verseuchen, da haben die Grund zum Beten. Vielleicht das der Wind richtig steht und die Jungfrauen, auch wirklich jung und Frauen sind.
Drei muslimische Al Qaida-Terroristen mit einer kontrabassförmigen schmutzigen Atombombe, sitzen auf der Bahnhofstraße und beten was. Da kam die Polizei, fragt "Was ist denn das?". Das könnte auch wieder von so einem Sozialromantiker stammen. Polizei, die einfach mal so kommt. Gibt es doch schon lange nicht mehr. Die bewachen doch alle Politiker, Manager, wichtige Gebäude und fahren ansonsten in diesen kleinen Autos rum und hoffen, das sie von den Kriminellen nicht gesehen werden, damit die sich nicht wegen der Behinderung ihrer Geschäfte beschweren.
Nein das geht gar nicht. Wenn etwas kommt, dann das SEK. Die erschießen in Hessen ja sogar schon psychisch Kranke wenn es mal etwas länger dauert. Wahrscheinlich kriegen die weder Schokoriegel noch Überstundenbezahlung. Wenn das SEK kommt wird also nicht geredet sondern erschossen und Ruhe ist.
Drei muslimische Al Qaida-Terroristen mit einer kontrabassförmigen schmutzigen Atombombe, sitzen auf der Bahnhofstraße und beten was. Da kam das SEK und erschoss die schnell. Drei muslimische Al Qaida-Terroristen mit einer kontrabassförmigen schmutzigen Atombombe.
Gut das reimt sich jetzt nicht mehr so schön. Könnte aber ohne Probleme im ehemaligen Nachrichtenmagazin von einem Mitglieder der Achse der gutwilligen Dummen veröffentlicht werden. Sie meinen das sei nun keine Nachricht mehr sondern reine Lüge. Wann haben sie denn das letzte Mal Zeitung gelesen oder Fernsehen gesehen. Nachrichten müssen doch verpackt werden.
Wer jetzt Benasir Bhutto getötet hat wollen sie wissen. Ich habe keine Ahnung. Der Vogel auf dem Foto mit der Sonnenbrille sah verdammt nach CIA aus. Wäre auch deren Stil. Präsident Musharraf ist ja der Zuschläger der USA in dieser Gegend. Die hätten auch ein Interesse ihn an der Macht zu halten, koste es soviele Bhuttos und andere Leben wie vorhanden sind. Al Qaida, wenn es die denn gibt, müsste eher an einer neuen Machthaberin interessiert sein. Aber glauben wir doch einfach.
Drei muslimische Al Qaida-Terroristen mit einer kontrabassförmigen schmutzigen Atombombe,
sitzen auf der Bahnhofstraße und beten was. Da kam das SEK und erschoss die schnell.
Drei muslimische Al Qaida-Terroristen mit einer kontrabassförmigen schmutzigen Atombombe.
Wer will schon ein alter Bertelsmann Mann sein
"Mutti, Mutti da kommt der Mann von Bertelsmann." Schreckgeweitete Kinderaugen überall. Mütter die ihren Kindern die Hände vor die Augen halten und sie unter ihren Mänteln verbergen, um sie vor dem bösen Blick des Mannes von Bertelsmann zu beschützen.
So ähnlich wird sich auch der Verleger und Publizist Michael Naumann seinen Wahlkampf als Spitzenkandidat der SPD in Hamburg vorgestellt haben, als Horste Bethge, Hamburger Vorstandsmitglied sowie bildungspolitischer Sprecher der Partei Die Linke, in einer Mail an ca. 60 politische Weggefährten, Freunde und Bekannte, Michael Naumann als alten Bertelsmann bezeichnete.
Dagegen musste er etwas tun und rannte also vor Gericht. "Herr Richter, Herr Richter das darf der nicht.". Wäre Horste Bethge nur etwas schlauer gewesen, hätte er nicht von einem alten Bertelsmann gesprochen. Die Verflechtungen von Naumann zu Mohn/Bertelsmann sind für rechtliche Laien wie mich genauso offensichtlich, wie die Tatsache das niemand mit der Tochter des BND-Chef Wessel verheiratet sein kann, ohne in die BND Maschinerie zu geraten. Es kann also nur das "alter" gewesen sein, was die Richter störte.
Dabei geht es gar nicht um eine Schuldfrage Naumanns, es geht darum, das sich seine Haltung natürlich auch aus seiner persönlichen Entwicklung und seinen persönlichen Erfahrungen ergibt. Er vertritt die Mohn/Bertelsmann-Linie in der Schulpolitik und Bürgerrechte kommen soweit mir bekannt, in seinem Wortschatz nicht vor, was die BND-Linie ist. Das alles ist sein gutes Recht. Als SPD-Spitzenkandidat darf er heute eine Reaktionär und ein neoliberaler Wirtschaftsfaschist sein. Das ist für die heutige SPD kein Problem mehr.
Für die SPD wäre es viel schlimmer, wenn er ein Sozialdemokrat wäre. So auf der Linie Brandt oder gar Wehner. Das wäre dann Grund für einen Parteiausschluß. Aber da besteht bei Michael Naumann ja gar keine Gefahr. Er ist, wer er ist.
Lustig ist nur, das der Mann von Bertelsmann, zumindest offiziell kein Mann von Bertelsmann sein will. Ob er sich schämt für bertelsmannnahe oder gar bertelsmanneigene Firmen gearbeitet zu haben. Gibt es da so etwas wie Scham. Kaum zu glauben. Vielleicht ist es auch einfach nur Kalkül. Wer will heute schon noch mit Bertelsmann in einem Atemzug genannt werden. Da zucken selbst die Hartgesottenen schon schmerzhaft auf. So als wenn ein kaltes Eis einen freiliegenden Nerv im Mund trifft. Das tut richtig weh.
Den Menschen in Deutschland wird es allerdings nichts nützen. Bertelsmann lässt sich nicht mehr zurückdrängen. Es ist viel zu tief, wie ein Krebsgeschwür in die deutsche Politik und Beamtenschaft eingedrungen. Streukrebs wäre die richtige Diagnose. Da nützt ein Naumann der sich vielleicht schämt, nichts mehr. Da müsste die ganze Politik erneuert werden.
So bleibt den Müttern nur, ihre Kinder vor dem bösen Blick zu schützen. Davor das Mohn/Bertelsmann den Kindern jede Chance auf ein erfülltes und sinnvolles Leben nehmen will, kann keine Mutter ihre Kinder schützen. Sie wird das Büchergeld genauso wenig aufbringen können, wie die Studiengebühren. Des Armen Recht, des Reichen Pflicht. Leere Worte und mehr nicht.
Mütter die ihre Kinder vor Mohn/Bertelsmann und deren maßloser Gier schützen wollen, die dürfen in Hamburg nicht Herrn Naumann wählen. Der will zwar kein alter Bertelsmann sein, aber wer mit den Hunden schläft, wird den Geruch der Hunde nicht los. Wer mit den Hunden gemeinsam hetzt, muss sich gefallen lassen, das er mit den Hunden geschlagen wird. Mütter die ihre Kinder schützen wollen, müssen kämpfen. Väter auch. Kämpfen dafür, das dies Land wieder unser Land wird. Das dies Recht wieder unser Recht wird und das diese Schulen und Universitäten wieder unsere Universitäten und Schulen werden und das die Bertelsmänner für die Familie Mohn in Gütersloh, wieder verlogene fromm Traktätchen drucken und sich aus der Politik raushalten.
Das ist ein langer Kampf. Aber wir sollten ihn heute anfangen.
Ich kann die Schweizer verstehen
Wie die Süddeutsche berichtet, fürchten sich die Schweizer vor einer Germanisierung.
Schweizer beklagen die Welle deutscher Einwanderer. Nach Ärzten und Managern stehen jetzt die deutschen Wissenschaftler in der öffentlichen Kritik: Vielen Schweizern sind sie zu dominant.
Ich kann die Schweizer wirklich gut verstehen. Allerdings muss ich auch sagen, das die Schweizer angefangen haben. Deren Bürger wandern bei uns zwar nicht ein, aber sie wollen unser Land umkrempeln, uns alle Bürgerrechte nehmen und sie schaffen das Geld wie mit Kieslastern aus dem Land.
Wer uns Ackermann und Straubhaar geschickt hat, darf keine Gnade erwarten. Diese Herren und ihre Handlanger haben uns in eine Zeit vor Bismark zurückgebombt und wenn ich das Victory-Zeichen von Ackermann vor meinem inneren Auge erscheinen lassen, dann gönn ich den Schweizern all ihr Ungemach mit den deutschen Einwanderern. Sie sollen die Schweiz überlaufen. Ohne Gnade.
Niemand nimmt uns Straubhaar und Ackermann ab. Warum sollen wir dann Mitleid mit der Schweiz haben. Möge es der Schweiz so dreckig wie uns gehen. Sollen die Leute dort doch auch arbeitslos werden und mit Hartz IV fast verhungern. Sollen die Schweizer Kinder doch auch keine Chance auf Bildung mehr haben. Das hat die Schweiz sich verdient. Wer Ackermann und Straubhaar auf friedliche Völker loslässt, hat damit sogar einen Kriegsgrund geliefert. Wir könnten mit besserer völkerrechtlicher Berechtigung die Schweiz bombardieren als sie die USA im Irak oder in Afghanistan hat.
Aber wir liefern keine Bomben sondern Einwanderer die von genau dem dummen Geist befallen sind, denn Straubhaar und Ackermann hier in Deutschland verbreitet und durchgesetzt haben. Vom Krebs des neoliberalen Wirtschaftsfaschismus. Möge die Schweiz nun auch leiden wie wir leiden.
Wir werden allerdings früher oder später Revolution machen. Da brauchen wir keinen Tell. Wir werden für die Herren einen Kerker finden, in dem sie bis zu ihrem Lebensende Buße tun dürfen. In dem Fall meine ich Kerker wörtlich. Da liefere ich persönlich jede Woche ein paar neue Ratten, weil selbst die sich im Umfeld von Ackermann und Straubhaar kaum lange halten werden.
Nein meine lieben Schweizer. Ihr habt angefangen. Nun bekommt ihr, was ihr verdient habt.
Meine Tochter ist nicht neoliberal und damit auch nicht dumm
Kinder wie die Zeit vergeht. Heute Nacht war die Zahnfee das erste mal bei meiner Kleinen. Gestern fiel der erste Milchzahn. Der wurde feierlich in ein Papiertaschentuch gewickelt und unter das Kopfkissen gelegt. Wider allen Erwartens funktionierte die Sache mit der Zahnfee. Leider gab es kein Buch über Zähne putzen, was auch unnötig wäre, weil sie die Zähne gut putzt und sogar ihre kleineren Brüder beim Zähneputzen, oder besser Zahnpastafressen beaufsichtigt, sondern es gab Bargeld. Ein Euro gegen einen Milchzahn. Nicht viel aber ein Anreiz. Vor allem aber viel besser als die obligatorische Zahnbürste, die bei uns eh regelmäßig gewechselt wird.
Natürlich ging ich das Geschäft heute morgen noch mal mit ihr durch. 28 Zähne hat der Mensch, also entspricht das 28 Euro. Kapitalistisch gesinnt wie ich nun einmal bin, schlug ich ihr vor, die restlichen Zähne auch alle rauszuziehen und gegen Geld einzutauschen. Herr Kannegießer und seine Freunde von der INSM und die Mohn/Bertelsmann werden entsetzt sein. Aber meine Tochter ging auf diesen neoliberalen und wirtschafsfaschistischen Vorschlag zur schnellen Gewinnmaximierung nicht ein.
Sie zeigte mir vielmehr einen Vogel und meinte treuherzig: "Du bist wohl bescheuert Papa. Die Zähne brauch ich doch noch zum Kauen und das Geld kriege ich doch auch später noch.". Da sieht man mal wieder wo diese Erziehung durch sozlalistisch angehauchte Eltern hinführt. Die Kinder sind einfach nicht lebenstauglich. Anstatt das schnelle Geld zu wählen, wollen sie kauen und den Dingen, bzw. Zähnen ihren natürlichen Lauf lassen. Das kann natürlich nicht gut gehen.
Nehmen wir Herrn Obermann von der Telekom. Hat da übrigens mal jemand geprüft was die Dopingspezialisten der Telekom beim FC Bayern einsetzen. Die werden doch all ihre Erfahrung nicht auf den Radsport alleine konzentriert haben. Das wäre doch so gar nicht neoliberal. Also dieser Herr Obermann, der macht es meiner Tochter doch richtig vor. Er entlässt alle die Ahnung haben, oder gliedert sie aus dem Unternehmen aus, um sich dann darüber zu wundern, das die Kunden weglaufen, weil sie keinen Service bekommen.
Anders als meine Tochter, weiß der Herr Obermann nicht, das man ohne Zähne nicht beißen kann. Aber deutsche Manager und Politiker brauchen ja auch keine Zähne sondern Arsch. Die sitzen sich hoch.
Auf mein Töchterchen bin ich allerdings stolz. Vielleicht ist das, was ich und die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen machen, doch so etwas wie Erziehung.
Bayern: Zeigen das man doof ist
Ehrlich gesagt überraschen mich die Bayern nur noch selten. Das liegt nicht daran, das sie so leicht vorhersagbar sind, sondern daran, das ich ihnen einfach alles zutraue und sie entäuschen mich selten. So auch nicht im Fall Bruno.
Bruno heißt ja eigentlich in amtsbayrisch „JJ1” und diente im wesentlichen dazu, eine Zeitlang von der bayrischen Unfähigkeit zur Lebensmittelkontrolle abzulenken, die unter dem Minister Schnappauf Bayern zum größten Gammelfleischlieferanten der Welt machte. Irgendwo müssen sogar Bayern mal vorne sein.
Da bayrische Jäger genauso unfähig wie bayrische Politik und Politiker sind, war es auch nicht möglich den Problembär Bruno mit Betäubungsgewehren zu fangen, sondern er musste erschossen werden. Der Grund dafür, weshalb ich mein Leben lang keinen Fuß mehr in die Region Spitzingsee/Schliersee setze und jeden Mitarbeiter der dort, oder überhaupt in Bayern eine Konferenz oder ein Meeting vorschlägt, entlassen werde.
Als wäre es nicht genug damit den ersten Bären der seit 171 Jahren seine Tatzen wieder auf deutschen, aber leider bayrischen Boden setzte, zu ermorden, muss Bayern noch einen drauf setzten. Bruno wird im Schloss Nymphenburg im Museum "Mensch und Natur" neben seinem Artgenossen, der als letzter frei lebender Bär Bayerns 1835 in Ruhpolding ermordet wurde, ausgestellt.
Übrigens soll Bruno braune Glasaugen bekommen. Wahrscheinlich wegen des treuherzigen Blickes:
Die "heiße Phase" der Präparation läuft, das Modellieren und Abformen des Körpers mit einem Kunststoff. Dabei gehe es etwa um eine natürliche Haltung, aber auch darum, ob der Besucher "mit dem Tier in irgendeiner Form in Kommunikation treten" könne. "Man soll nicht nur ein totes Tier vor sich haben, sondern das Gefühl haben, er könnte sich gleich bewegen", sagt Apel. "Das ist eine bildhauerische Arbeit." Das fertige Modell wird dann mit dem Originalfell bezogen.
Mein Gott was müssen die für einen Sockenschuss haben. Erst bringen sie Bruno um, anstatt ihm die paar Schafe zu gönnen, oder ihn zumindest einzufangen und dann soll er mit dem Menschen in irgendeine Art von Kommunikation treten. Was soll er ihnen denn erzählen? Das die doofen Bayern ihn mit dem Segen der bayrischen Staatsregierung ermordet haben. Oder erwarten die Bayern so eine Art Absolution, weil er ja jetzt so einen schönen Plastikkörper kriegt.
Wo die doch schon Ratzinger als Papst haben, könnte ihnen der Bär doch auch vergeben. So ein bisschen ermordet sein, darf der doch nicht krumm nehmen. Man kann den Bayern wirklich vorwerfen was man will, aber sie stehen dazu, das sie doof sind.
Löhne sollen Inflation bremsen
Axel Weber der Präsident der Deutschen Bundesbank ist auch so ein rechtes, neoliberales und wirtschaftsfaschistisches Schätzchen wie er uns per dpa mitteilen lässt:
Bundesbank warnt wegen Inflation vor zu hohen Lohnabschlüssen
Hamburg - Bundesbank-Präsident Axel Weber hat wegen der Inflationsgefahr vor zu hohen Tarifabschlüssen im kommenden Jahr gewarnt. Die aktuellen, außerordentlich hohen Preissteigerungsraten in Deutschland und im Euroraum insgesamt dürften nicht Messlatte der kommenden Lohnverhandlungen sein, so Weber in einem Gastbeitrag für „Bild am Sonntag”. Ein Preisschub ausgelöst durch überhöhte Lohnabschlüsse könne die Preisstabilität auf mittlere Sicht gefährden. Die Bundesbank beobachte die Preisentwicklung mit Sorge.
Nun wissen wir endlich warum wir im November/Dezember 2007 über 3 Prozent zugegebene Inflation haben, die real und bei einem ehrlichen Warenkorb wohl eher bei 7,5 Prozent liegen dürfte. Es sind die Lohnerhöhungen, die die Inflation treiben. Hätten wir uns doch gleich denken können.
Dumm nur, das die Löhne real seit über 10 Jahren sinken. Dumm nur das schon ein großer Teil der Menschen auf Sklavenarbeit in Verleihbuden umgeschichtet wurde, um dem Kapital die Ausbeutung zu erleichtern. Natürlich muss ein Chef der Deutschen Bundesbank von seinem Job nichts mehr verstehen. Der darf doof wie unsere Politiker sein. Das schadet ihm nicht und die Menschen denen er schadet, können sich ja nicht wehren.
Ich habe noch nicht einmal nachgesehen was dieser Herr Weber in seinem Leben jemals gelernt hat. Was es auch immer war, er sollte sein Lehrgeld zurückfordern. Es war bei ihm schlecht angelegt. Er hat nämlich nichts gelernt. Er kann sich nicht ausrechnen das die Preiserhöhungen bei Lebensmitteln und Energie, die meisten Einkommen in Deutschland noch weiter verkürzt haben. Er weiß nicht, das wir mehr als zwei Drittel unseres Bruttoinlandsproduktes aus dem Binnenkonsum generieren.
Jeder Cent den das Großkapital beiseite schafft und dann in sinnlosen Spekulationen im Ausland vernichtet, fehlt uns im Inland für den Konsum, dem eigentlichen Wirtschaftsmotor. Aber warum soll ein Bundesbanker das wissen. Wir müssen ja noch richtig dankbar sein, das die europäische Zentralbank wenigsten ein paar Fachleute hat, so daß trotz Herrn Axel Weber die Dinge nicht aus dem Ruder laufen.
Es ist wirklich erstaunlich wohin uns die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten gebracht haben. Früher war die Deutsche Bundesbank der Hort von Verstand in volkswirtschaftlichen und finanztechnischen Fragen. Heute haben die am Eingang ihrer Gebäude wahrscheinlich ein Prüfgerät, das alle, die auch nur die Spur von Ahnung haben, schon an der Tür abweist. So ist auch erklärt warum Axel Weber Chef der Deutschen Bank werden konnte. Da wo die Einäugigen wegen zu großem Blickwinkel abgewiesen werden, sind die Blinden eben König.
Getreu der alten wirtschaftsfaschistischen und neoliberalen Parole: "Veranwortungslose und Vollidioten nach vorne - es müssen Entscheidungen getroffen werden."
Otto Depenheuer - der Mann mit dem fehlenden P
Wenn sich die Springerpresse heute auf Otto, das Deppenungeheuer stürzt, dann muss dieser Artikel richtig eingeordnet werden. Das Interview gilt keinem besonderen Zweck, außer das es von der PIN AG und dem Totalversagen des Springerkonzerns ablenken soll. Es soll die Leute auf eine andere Fährte jagen, damit sie nicht darüber nachdenken, wieso Friede Springer nicht mit ihrem Privatvermögen für den Schaden aufkommen muss, den sie oder ihre Handlanger bei den Mitarbeitern der PIN AG und beim Steuerzahler angerichtet haben.
Das Interview mit dem Mann dem nicht nur ein P im Namen sondern auch sonst einiges im Oberstübchen zu fehlen scheint, ist also nur ein weiteres Ablenkungsmanöver von der Verantwortungslosigkeit der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten und insbesondere vom Springerkonzern.
Trotzdem muss man den Deppenotto ernst nehmen. Immerhin ist er der geistige Führer unserer Innenministers:
Der Staatsrechtler Otto Depenheuer hat für den Umgang mit Terrorismus ein klares Konzept: Er spricht sich im Interview mit WELT ONLINE dafür aus, Terroristen – ähnlich wie im Lager Guantánamo – in Sicherungsverwahrung zu nehmen. Innenminister Schäuble gilt als Anhänger Depenheuers.
Das Otto Depenhauer sich selbst als Staatsrechtler bezeichnen lässt, zeigt eigentlich nur, wie weit es mit unserem Staat schon gekommen ist. Guantanamo als leuchtendes Beispiel für den Umgang mit dem Bürger. Der um sich hauende Depp soll mir bitte nicht mit Terroristen kommen. Wer Terrorist ist, ist eine reine Definitionsfrage. Wenn Schäuble oder sein Freund Depenhauer definieren dürfen wer Terroist ist, dann sind sofort alle denkenden Menschen Terroristen.
Natürlich interessiert Schäuble und seinen Vordenker Depenheuer unsere Verfassung nicht. Wozu auch. Der eine ließ sich von Waffenschiebern bestechen, der andere möchte ein System in dem solche Leute wie er, nicht Abscheu erregen, sondern Macht haben.
Noch aber erregen Leute wie Depenheuer nur Abscheu und eine gehörige Portion Wut. Wer das Recht teilen will, will das Recht zerstören. Wer das Recht zerstört gehört wie Depenheuer und Schäuble in den Knast. Da geht es auch nicht um Denkverbote. Es geht um Grenzen die nach nationalen und internationalen Gesetzen nicht überschritten werden dürfen. Als sie das letzte Mal überschritten wurden, waren wir Deutsche zum Schluß für mindestens 10 Millionen Tote verantwortlich.
Aber noch einmal. So verdorben dieser Depenhauer auch sein mag. Er dient dem Springer-Konzern nur als Ablenkungsmanöver.
Gespaltene Gefühle zu Benazir Bhutto
Ich kann mich an Zeiten erinnern in denen mir das Schicksal von Bangladesch und damit auch das von Indien und Pakistan sehr nahe ging. Meine damaligen Artikel in Schülerzeitungen waren eindeutig. Sehr zum Bedauern meiner Lehrer war ich mir damals sicher, das Pakistan nur benutzt wurde um Indien für seine Annäherung an Moskau zu bestrafen und das die Briten und die USA ihr eigenes Süppchen zu kochen versucht hatten und damit, wie schon so oft jämmerlich gescheitert waren.
Die Leidtragenden waren die Bewohner von Bangladesch. Der von ihrem Vater Zulfikar Ali Bhutto ausgehandelte Frieden mit Indien sah sie als Botschafterin des guten Willens und das war mir damals schon zu dick. Natürlich war ich nie in der Lage, die gegen ihren Vater erhobenen Mordvorwürfe und die Korruptionsvorwürfe gegen sie, wirklich zu überprüfen. Für mich stand auf jedenfall schnell fest, das die nur eine weitere unfähige, korrupte Politikerin in einer langen Reihe von unfähigen, korrupten Politikern war. Auch die sichtbare Absicht eine Familiendynastie zu errichten, machte mich nicht glücklich.
Man kann diesen Teil ihrer Geschichte sicher auch anders sehen. Das ist nur meine Sicht der Dinge, durch die Fakten gestützt, die ich für mich zu Fakten gemacht habe. Das Geschehen in Pakistan wirklich zu beurteilen, wird noch dazu dadurch erschwert, das Pakistan ein Kunstgebilde ist, das die islamischen Teile des britisch-indischen Kolonialreiches zusammenfasst.
Dort leben die unterschiedlichsten Volksgruppen zusammen, die sich sowohl in der Ausprägung ihrer Religion, als auch in ihrer nationalen Zuordnung stark unterscheiden. Afghanen und Iraner in ihren landestypischen, ethnischen Gruppierungen treffen mit ihren Interessen auf die Interessen von verschiedenen islamischen Gruppen, die teilweise völlig andere Wegvorstellungen und Ziele haben.
Pakistan ist also mehr eine Idee als ein Land. Das Pakistan die Atombombe besitzt, mit stiller Genehmigung der USA und Australiens, verschlimmert die Lage noch, ist aber vor allem seiner Aufgabe als rostiger Nagel im Fleisch Indiens geschuldet. Australien sieht sich von Indien wahrscheinlich zu recht bedroht. Es wäre der natürliche Erweiterungsraum für das längst zu enge Indien, das sowohl Raum, als auch Bodenschätze braucht, die in Australien in Mengen vorhanden sind.
Für die USA ist ein islamisches Pakistan als Verbündetet im Kampf gegen das, was die US-Amerikaner Terror und der Rest der Welt amerikanische Hirngespinste nennt, eine Trumpfkarte. Ein Keil in der islamischen Welt. Da macht es auch nichts , wenn in Pakistan eine Diktatur herrscht, die jetzt ein wenig demokratisch angestrichen werden soll.
Die USA sind auf Gedeih und Verderb mit dem Diktator General Pervez Musharraf verbunden. Fällt Musharraf, sind die Amerikaner in Pakistan und Afghanistan erledigt. Eine neue, demokratische Politik lässt sich nicht mit den US-Amerikanern machen. Die sind zu sehr Teil des alten Unterdrückungssystems.
Benazir Bhutto war also eigentlich chancenlos. Von Anfang an. Die Bevölkerung Pakistans hat ihre Taten nicht vergessen, egal was ihre Anhänger nach draussen darstellen. Aber selbst wenn sie in der Bevölkerung eine Mehrheit hätte erreichen können, hätten die Amerikaner sofort einen neuen Militärdiktatur an die Macht bringen müssen. Da gilt es die Interessen der Drogenbarone im Grenzgebiet zu Afghanistan zu schützen, für die ja auch die deutsche Bundeswehr, dank Peter Struck, kämpfen muss.
Nun wurde Benazir Bhutto ermordet. Das ist nicht gut zu heißen. Das ist falsch. Allerdings würde mich mehr interessieren wer sie denn nun wirklich getötet hat. Damit meine ich nicht den ausführenden Hansel, sondern die Hintermänner. False Flag könnte ja in der internationalen Politik zum meistgebrauchten Schlagwort werden. Das übt ja heute selbst unser BKA und Verfassungsschutz mit seinen Blondierungsmittelbombern aus dem Sauerland.
Wennn ich einen Tipp abgeben sollte ist sie entweder ein Opfer der US-Amerikaner oder ihrer eigenen Leute. In ihrer Partei haben auch andere starke Interessen und vielleicht schon längst das Geschäft mit den USA unter Dach und Fach. Wer auch immer es war, wir werden es nicht erfahren. Es macht allerdings auch keinen Sinn jetzt in ein Trauerlamento auszubrechen. Benazir Bhutto war keine Lösung sondern Teil des Problems.
Herr Wirt, die Rechnung bitte
Es ist die Stunde der Wahrheit. Jeder Wirt und jeder Gast fürchtet sie. Meist quillt durch die fest verrammelten Fenster bereits das Licht des neuen Tages und zeichnet Lichtsperren in den Qualm, die sich im Spiegel hinter dem Tresen, und an den Gläsern davor vervielfältigen. Es gibt kein Ausweichen mehr. "Die Messe ist gesungen!" pflegte mein Freund Hans-Joachim in solchen Momenten immer zu sagen.
Schon zum sechsten Mal wurde die allerletzte Runde bestellt. Es gibt kein Ausweichen mehr. Der neue Tag ist da. Man wird sich ihm stellen müssen. Wirt wie Gäste. Die Realität hat sie wieder. Es war schön. Aber nun ist es vorbei. Es muss Kasse gemacht werden. Meist wissen Wirt wie Gäste das es nicht reichen wird. Ob der Kredit noch einmal verlängert. Der beim Wirt und der des Wirtes bei der Bank. Die Angst geht um. Großspurigkeit soll Lässigkeit ersetzen.
Aber in solchen Momenten sitzt da eine Schicksalsgemeinschaft. Für den Anfang dieses Tages reicht der Zusammenhalt gerade noch. Die Kredite werden noch um Stunden prolongiert. Aber die Messe ist gelesen. Spätestens heute Abend muss die Zeche gezahlt sein. Auf dem Ende der Fahnenstange steht nur, das hier das Ende der Fahnenstange ist. Kein mysteriöser Hinweis auf eine Verlängerung der Fahnenstange.
So ähnlich geht es jetzt auch der internationalen Finanzwirtschaft. Die Messe ist gelesen. Standard & Poor's-Experten stellen fest, das die Preise für Einfamilienhäuser in den USA so stark wie seit 1991 nicht mehr gefallen sind. Dabei ist der Index von Standard & Poor's nur auf die wichtigen Gebiete der USA beschränkt. Er zeigt nur die Spitze des Eisbergs. Die Metropolen.
Außerhalb der Metropolen sieht es noch schlimmer aus. Es trifft jetzt auch schon Mietshäuser und Bürogebäude. Man spricht bereits offen von Rezession. Rezession in den USA. Rezession in einem Land wo alles auf Pump gekauft wird. Häuser, Aktien, Autos. Rezession in einem Land, in dem schon jetzt klar ist, das die Kreditkartenschulden nicht mehr zurückzuzahlen sind. In einem Land das Milliarden in sinnlosen Kriegen vergeudet hat und keinen dauerhaft gewinnen konnte.
Das bedeutet nach fallenden Immobilienpreisen vor allem fallende Aktienkurse. Natürlich nicht vor dem Jahresende. Die Banken und Finanzinstitute müssen doch ihre Jahresabschlüsse sauber hinbekommen. Deshalb haben ja auch die Notenbanken Geld ohne Ende in diesen ruinierten Finanzmarkt geschossen. Das ist wie eine Bluttransfusion bei einem Selbstmörder dessen Pulsadern weit geöffnet sind, in den aber trotzdem Blut gepumpt wird, anstatt zuerst einmal die Pulsadern zu verschließen.
Aber bei unserem internationalen Finanzsystem sind nicht die Pulsadern geöffnet. Das ähnelt eher einem Fischernetz mit weiten Maschen. Da tropft es an allen Enden. Man kann kein Wasser mit einem Netz transportieren. Natürlich wussten das die Notenbanken. Allerdings ging es neben den Bilanzen der Banken auch um das Weihnachtsgeschäft. Die Bevölkerung muss konsumieren. Sie muss schließlich die Verluste bezahlen.
BMW wird zunächst 8.000 entlassen. Obermann und seine Telekom bestimmt noch einmal 30.000. Eine Rezession in den USA und immer mehr Hausbesitzer die pleite gehen und ihre Schulden nicht mehr zahlen können, bedeutet, das die Zinsen steigen und damit auch die Zinslasten für Aktien nicht mehr bedient werden können. Aktien müssen verkauft werden, auch wenn sie für die Altersversorgung gedacht werden. Was nützt Geld im Alter, wenn man jetzt zu Grunde geht.
Fallende Börsenkurse machen Milliardenkredite bei Banken und Finanzinstituten obsolet. Das bedeutet weiter steigende Zinsen und macht es völlig unmöglich Geld in die Produktion neuer innovativer Produkte zu stecken. Es wird nur der alte Ramsch weiterproduziert. Siehe BMW. Der alte Ramsch lässt sich aber nur billig verkaufen, deshalb müssen die Löhne runter und die Mitarbeiter raus.
Entlassene Mitarbeiter kosten das Geld der Allgemeinheit. Deshalb müssen die Sozialleistungen runter. Das Ganze ist eine Katze die sich selbst in den Schwanz beisst. Josef Ackermann wollte die Spekulation, weil er völlig verrückte Renditen brauchte, um für sich selbst mehr Gehalt zu generieren. Wie bei Mannesmann war es immer die Allgemeinheit die bezahlen musste. Vodafone hat Mannesmann abgeschrieben und dafür Gewinne nicht versteuert.
Ackermann hat die deutsche Bankenwelt nachhaltig ruiniert, um bei der Deutschen Bank höhere Gewinne zu generieren und andere neoliberale Wirtschaftsfaschisten wie Kannegießer und seine INSM oder Mohn/Bertelsmann haben alles getan um ihm dabei zu helfen. Wir haben weltweit den Beweis das neoliberaler Wirtschaftsfaschismus ein System für Irre ist, die in völliger Verantwortungslosigkeit ihre Unternehmen, einzelne Volkswirtschaften und die Weltwirtschaft ruinieren.
Jetzt ist es an der Zeit zu bezahlen. Aber die Verursacher haben sich längst aufs trockene gerettet. Zahlen müssen die einfachen Menschen, die weder die Spekulation wollten noch von ihr profitierten. Genau da müssen wir ansetzen. Wir müssen diejenigen bezahlen lassen, die gewonnen haben. Das Großkapital. Sie haben gewissenlos und gegen besseres Wissen gehandelt. Sie sind schuldig. Wir sollten sie kommentarlos enteignen. Ihr Vermögen reicht nämlich nicht um den Schaden wieder gut zu machen.
Das gleiche gilt für ihre Handlanger. Die Kannegießer und seine Mietmäuler, jenen unsinnigen Professor aus München, Herrn Straubhaar und jene Professoren die sowohl für Mohn/Bertelsmann als auch für die INSM gelogen haben, bis die Schwarte krachte. Wir müssen diese Leute für immer aus dem Spiel nehmen. Sie gehören in den Knast. Sie aufzuhängen, wie oft gefordert wird, macht nur Märtyrer aus ihnen.
Nehmen wir ihr Geld und sperren wir sie weg. Gönnen wir ihnen die Vorzüge eines Rechtstaates, aber zeigen wir ihnen auch, das unser neues Recht nicht mehr käuflich ist. Es sind alle Messen gesungen. Jetzt geht es ans bezahlen. Wenn wir Bürger nicht wieder die Lasten alleine tragen wollen, dann müssen wir handeln.
Die große Schlacht ist geschlagen
Nein nicht die Schlacht am kalten Büffet. Die kommt erst Silvester und ist harmlos im Vergleich zu der allweihnachtlichen Schlacht an der toten Gans. Dabei ist es nicht nur die Schlacht selbst, sondern schon ihre Vorbereitungen, die alljährlich meine Haare noch weiter ergrauen lassen. Zum Glück vor allem an den Schläfen, ganz oben geht ja auch nicht, da beginnen sie auszugehen. Haarausfall ist bei vielen Männern eine typische Folge von Weihnachten. Die raufen sich die Haare aus, oder bekommen Sehnenscheidenentzündungen vom Ringen der Hände.
Selbst ich als schlachterprobtes Weihnachtsroß, zucke immer noch zusammen, wenn die beste aller Lebensgefährtinnen so mitten im August fragt, was es denn dieses Jahr zu Weihnachten geben soll. Die Frage ist natürlich rhetorisch gemeint, aber ich schlage tapfer Krustentiere, Steaks, gebackene Ameisen und sonstige Köstlichkeiten vor, aber das Urteil ist gefallen. Gans. Kein Mitleid liegt im Auge jener Dame. Die niedlichen kleinen, aber wachsamen Tiere, die bei unseren Freunden im Luch, so fröhlich über die Wiese toben, die müssen es sein.
Natürlich ist das längst keine Überraschung mehr. Die Gänse sind längst geordert. Wie immer. Meinetwegen könnten sie leben, bis sie am Gras ersticken. Ich mag Gans nicht. Weder ganz noch in Teilen. Der besten aller Lebensabschnittsgefährtinnen geht es genau so. Aber trotzdem muss es Gans sein. Wir haben schließlichlich Gäste und Verpflichtungen. Die erwarten von uns die Weihnachtsgans. Natürlich müssen es mehrere von den Viechern sein, wir haben viele Gäste.
Gänse sind übrigens eine Fehlkonstruktion der Natur. Die Mistviecher haben nur zwei Keulen und die Flügel verabscheut selbst der Dackel. Den Rücken will auch keiner. Theoretisch müsste so ein Vieh mindestens 8 Keulen und vier Brüste haben. Natürlich könnten wir weniger Gäste einladen. Aber tatsächlich laden wir nicht unsere Gäste ein, sondern die Gäste sich.
Am heiligen Abend taucht wie selbstverständlich die vergammelte Verwandtschaft auf. Einige fahren sogar weite Strecken, um bei uns Gänse mit Klößen und Rotkohl zu vernichten und mit der sonstigen Sippschaft zu streiten. Nur das mit dem Übernachten haben wir abgestellt. Der Dackel lässt keine Fremden über Nacht zu und außerdem haben wir soviel Kinder, das kein Platz bleibt. Aber die Gänse haben wir zu braten.
Wer jemals mit einer ganzen Gans und ihren Geschwistern vor dem heimischen Einbaubackofen stand, war sicherlich überrascht. Im Gegensatz zu Hühnchen, passen eben nicht mehrere Gänse in diesen Backofen. Das liegt nicht so sehr daran, das an den Gänsen so viel Fleisch ist, sondern daran, das die Viecher in der Mitte ein relativ großes Loch haben. Mag ja sein, das da früher der Magen und andere Innereien drin waren. Ist das meine Schuld. Wenn ich aus einem Fußball die Luft rauslasse wird er auch klein und handlich.
Apropo Fußball. Wenn man bei diesen Biogänsen nicht aufpasst, können sie leicht zäh wie Leder werden. Anders als ihre Verwandten aus der konventionellen Landwirtschaft, wurde ihr Gewicht nämlich nicht mit der doppelten Menge an Wasser verbessert. Das rächt sich. Während man die konventionellen problemlos braten kann, weil es Tage dauern würde, das Wasser wieder heraus zu kriegen, müssen die biologischen betreut, also begossen werden. Wer den Job als Chefgänsebegießer bekommt, dürfte auch klar sein.
Trotzdem passen die Gänse nicht auf einmal in den Backofen. Selbst der alte, der im Keller nur zum Zwecke der Gänsebratenherstellung noch ein verschlafenes Dasein fristet, hilft nur bedingt. Er erhöht die Zahl der gleichzeitig fertigstellbaren Gänse auf zwei. Zwei von fünf ist trotzdem ein Problem.
Unsere Verwandtschaft ist nicht nur verfressen sondern auch zahlreich. Also beginnt die Gänsebraterei bereits zwei Tage vor dem großen Fressen. Nur werden die Gänse nicht fertiggestellt, sondern quasi nur nahe an ihr endgültiges Ziel gebracht. Ein Jahr haben wir versucht, die Viecher bereits zerlegt aus der Küche zu bringen. Die Kritik war vernichtend.
Heute sind wir gewitzter und spielen den ganzen heiligen Abend über Gänsejonglieren. Mal ist die eine im Ofen, dann wieder die andere. Dazwischen Zeiten in einem Wärmeschrank den Klaus gebaut hat. Ich warte jedes Jahr darauf, das dieser Schrank in Flammen aufgeht. Unnötig zu sagen, das auch der Baum geschmückt werden muss. Aber da rase ich zwischen Keller und Küche hin und her und begieße die Gänse.
Außerdem habe ich einen Tannenbaumallergie. Meine Mutter meckerte schon immer wegen dieser Scheiß-Jahresend-Krüppelfichte. Dabei konnte sie sich bereits im Sommer in einem ganzen Wald von Weihnachtsbäumen ihren aussuchen. Aber der, der kam, war immer der Falsche. So entwickelte ich früh eine Tannenbaumallergie. Es ist mir egal ob das Ding schief ist, oder Äste fehlen. Manchmal sind sogar welche zu viel.
Die Kerzen sind entweder zu kurz an den Drähten oder sich gegenseitig im Wege und es ist mir auch egal ob die Kugeln, rot, blau oder gelb sind. Wenn man mich fragen würde, wären sie silbern und es gäbe nur Engelshaar, Lametta und Holzfiguren aus dem Erzgebirge am Baum. Aber mich fragt keiner und mir ist es recht. Irgendwie kriegen die unter tätiger Mithilfe der Kinder den Baum immer aufgerichtet und geschmückt. Ich komme dann loben.
Natürlich helfen die Kinder mit. Wir unterstützen den Weihnachtsmann. Eltern die so doof sind den ganzen Nachmittag im streng verschlossenen Wohnzimmer zu verbringen und ihren Kindern dann verkaufen wollen, den Baum habe der Weihnachtsmann oder wer auch immer geschmückt, gehören verhauen. Kinder sind nicht doof.
Bei uns schmücken die Kinder den Weihnachtsbaum, weil sie zählen können. Sie wissen wie lange das dauert, und das der arme Weihnachtsmann schon am 1. Januar losfahren müsste um alle Weihnachtsbäume dieser Welt zu schmücken. Bescherung ist bei uns auch nicht am Weihnachtsabend sondern am ersten Weihnachtstag. Wenn wir schon Gänse dressieren will ich auch in Ruhe essen. Nichts ist schlimmer als Kinder die auf Geschenke warten müssen. Da ist Ärger vorprogrammiert.
Im Oktober geht es bei uns um die Tischordnung. Wer ist gerade mit wem tödlich verfeindet, Tante Martha darf keinesfalls neben Tante Hilde sitzen weil die seit Omas Tod immer noch über die Ohrringe streiten. Ich finde es gut, so hat jede einen. Mich stört die beschlossene Tischordnung nicht, weil sie sich noch ungerfähr dreißig mal ändert. Aber wehe ich zeige kein Interesse. Schließlich ist es zum Teil ja auch meine Familie. Ich darf auch nicht sagen, wohin ich meine Familie schießen würde.
Ganz zum Schluß stelle ich zu meinem privaten Vergnügen immer noch mal die Tischordnung um. Die größten Säufer und Säuferinnen zusammen. Je schneller die anfangen zu singen, desto eher werden sie von ihren ehelichen oder außerehelichen Vorgesetzten ins Bett gebracht. Auch ruhig ein paar streitende Weiber nebeneinander. Das lenkt von den angebrannten Keulen bei der einen Gans ab und auch die Klöße sind nicht ganz so wie ich sie gerne hätte.
Die beste aller Lebensgefährtinnen hat noch nie mitbekommen, das ich die Gästeliste umwürfle. Sie glaubt immer die Gäste machen das. Ich kaufe auch immer rechtzeitig Sprit ein. Süß und hochprozentig für die Frauen, für die Kerle reicht hochprozentig. An solchen Tagen haben wir zum Glück artige Kinder. Die sind eben schlau. Sie wissen genau, wenn sie sich da zurück halten, können sie es die nächsten Tage um so ärger treiben.
Aber als Weihnachtsfeierzwangsveranstalter ist man ja schon freudig erregt, wenn überhaupt irgendwas klappt. Wenn Tante Cäcila und Onkel Arthur endlich eingetroffen sind, kann das Essen losgehen. Die beiden kommen immer etwas später, um zu zeigen, das sie es nicht nötig haben woanders als zu Hause zu essen. Dafür nehmen sie dann auch immer die dicksten Pakete mit Restessen, mit nach Hause. Aber eigentlich fehlt ihnen immer etwas Trüffel an der Gans.
Sobald alle am Essen sind kann man zwischendurch auch mal die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen küssen. Das kam die letzten Tage doch etwas kurz. Dann schnell ein Glas Selter und nachschenken bei den Gästen. Jede neue Gans wird mit einem Ausruf der Freude begrüßt und dann gnadenlos gefressen. Im Ofen sind schon die für morgen, wenn die Freunde kommen. Freunde kann man sich aussuchen. Verwandte nicht.
Wenn die Schlacht ihren Höhepunkt erreicht, die fettglänzenden verschwitzten Gesichter strahlen dann hat sich die Sache gelohnt. Man hat seine weihnachtlichen Pflichten, Folge eins, erfüllt. Die Teller wandern in die Küche, der Cheftellerwäscher tritt in Aktion. Reste in den Müll oder das magere für den Köter retten. Teller heiß abspülen und dann in den Geschirrspüler. Ohne Abspülen schafft er das Fett nicht. Hatten wir schon.
Wenn der Geschirrspüler rumpelt, die Gänseknochen und sonstigen Reste bereits draußen in der Mülltonne sind, dann komme ich auch langsam zur Ruhe. Ich genieße die ersten Betrunkenen. Das macht Spaß vor allem seit ich selber nicht mehr trinke. Ich hatte meine Anteil für dieses Leben schon. Genau wie beim Rauchen. Die Streihähne hängen auch programmgemäß aneinander. Ich frage zur Vorsicht noch mal nach der genauen Lage der Dinge bei den Ohrringen. ein Vetter der mit 40 noch bei seiner Mutter wohnt, macht eine komische Geste der Verzweifelung.
Dann lichten sich die Reihen. Einige lassen Geschenke für die Kinder da, andere nur ihren Müll. Mir ist es gleich, der Geschirrspüler ruft und die Kinder bekommen eh zu viel. Ich stehe zwar eigentlich über den Weihnachtsdingen, kaufe und schenke lieber dann, wenn ich etwas finde, das mich überzeugt, aber dann verfalle ich doch auch oft in den weihnachtlichen Kaufrausch. Was solls. Das Geld ist eh immer weg.
Die Kinder müssen ins Bett. Eine Geschichte wird vorgelesen. Heute ist es das letzte Kapitel aus der Weihnachtsgeschichte von Janosch. Oberförster Pribam hat zwar die Krippe nicht gebaut, aber der Weihnachtsbär hat alles richtig verstanden und alles wird gut. Ich mag es wenn alles gut ausgeht. Aber die Geschichte ist zu kurz, also muss Harry Potter noch ein Kapitel abliefern und dann gibt es noch eines aus Peterchens Mondfahrt. Alles schläft was Kind ist und der Vater muss wieder zum Geschirrspüler.
Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen hat sich den Gästen gewidmet und sie auch teilweise verabschiedet. Ich frage obligatorisch ob wir noch einen trinken wollen. Die meisten verstehen das Signal "Schleicht euch!". Der Rest geht einfach mit. Den Qualm rauslüften und die schlechte Laune. Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen braucht meine Hilfe um Pakete aus ihren Verstecken zu holen. Natürlich sind alle Verstecke oben und sie ist klein. Zwischendurch will mich der Geschirrspüler noch einmal sehen. Dann sind wir fertig. Fix und Fertig.
Aber es wird eine kurze Nacht. Um drei will der mittlere nachsehen ob der Weihnachtsmann schon da war. Ich rate ab, weil er den Weihnachstmann stören könnte. Um halb vier kommt der Kleine. Er redet zwar nicht mit uns, will aber das ich "Komm" und "An" mache, was bedeutet, das der junge Herr Licht wünscht und ich ihn doch lieber begleiten soll, falls der Weihnachtsmann beißt. Auch er landet bei uns im Bett. Es wird langsam eng. Dann kommt die Große, die mit ihren fünf eben doch nicht so groß ist, wie sie immer gerne tut.
Die bester aller Lebensabschnittsgefährtinnen schläft bereits auf der Bettkante. Ich stehe auf um Kaffee zu machen. Die Kinder müssen im Bett bleiben. Der Weihnachtsmann darf nicht gestört werden. Um sechs haben sie auch die Mama hellwach. Nun gibt es kein Halten mehr. Der Weihnachtsmann war tatsächlich da. Eine Werkbank für den kleinsten, eine Ritterburg für den Mittleren und einen CD-Player für die Große. Peter und Wolf dazu. Viele Kleinigkeiten. Ein Zelt von der Nennoma, die besser als jede Oma ist.
Jubel Trubel Heiterkeit. Ich ziehe mich ein wenig zurück und schimpfe in meinem Blog darüber, das die Welt auch am ersten Weihnachtstag noch so ist, wie sie ist. Revolution ist ein mühsames Geschäft. Aber dann geht es wieder in die Weihnachtsschlacht. Diesmal kleiner mit ausgewählten Freunden. Arbeit macht es trotzdem. Ist aber netter. Wieder die Gänse, der Rotkohl und die Knödel, die heute viel besser sind.
Der Geschirrspüler rumpelt, es gibt kleine Gesprächsgrüppchen. Natürlich ist die Politik ein Thema, wann wäre sie das nicht. Streit gibt es nur um Details. Selbst die Kinder zanken leise. Es ist Weihnachten. Der Abend ist früh zu Ende. Heute liest Mama vor. Es gibt nur Harry Potter. Sie mag den Herrn Sumsemann und Peterchens Mondfahrt nicht.
Es ist vorbei. Die Schlacht um Weihnachten ist wieder einmal geschlagen. Ich frage die beste aller Lebensgefährtinnen ob wir nicht nächstes Jahr in Felix Austria sein sollten. Sie lächelt und sagt vielleicht. Aber irgendwo dahinten, tief in ihr drin, sehe ich schon eine Gästeliste für Österreich, Zimmerreservierungen und Gänse die meinen Berg emporklettern, um gebraten zu werden.
Vielleicht machen wir doch lieber die Weltrevolution und sagen Weihnachten einfach ab.
Mehr Platz für Götter?
Josef Ratzinger, der sich jetzt Benedikt nennt, was ihm aber auch nichts nützt, nahm die Weihnachtspredigt zum Anlass, mehr Platz für seinen Gott zu fordern:
«Irgendwie wartet die Menschheit auf Gott, auf seine Nähe. Aber wenn es soweit ist, hat sie keinen Platz für ihn.»
Natürlich hat Ratzinger auch was für die Armen gefordert und die Kinder. Das tun Leute seiner Profession ja immer. Es gehört halt zum Handwerk, die Armenspeisung mit Worten unterstützen und den Schweinebraten selbst zu fressen. Auf die Idee Armut zu verhindern, oder die Armen aus eigenem Vermögen oder Können zu speisen, kam aus seinem Verein nur jener Jesus, der Fische, Brot und Wein vermehrte und an die Menschen verteilen ließ.
Jener Jesus, der ein Drittel von Ratzingers komplizierter Gottheit darstellt, die aus Gottvater, Sohn und jenem Heiligen Geist besteht, dem wir angeblich im Zusammenspiel mit Maria, den Gottessohn verdanken. Sehr komplexe Familienverhältnisse die heute wohl genauer von Frau von der Leyern überprüft würden. Wahrscheinlich müsste die Famile von Jesus mit dem heiligen Geist jede Woche bei Ärzten antraben um zu beweisen, das jenes Kind noch lebt.
Allerdings hatten die damals noch keine Hochhäuser aus denen man Kinder werfen konnte und wie uns Mein Parteibuch lehrt, ist es mit der realen Existenz von Jesus, dem einen Drittel von Ratzingers Gottheiten, auch nicht weit her:
Merkwürdigerweise findet sich im für besonders lesenswert befundenen Artikel der deutschsprachigen Wikipedia mit Titel Jesus von Nazaret jedoch keine Angabe des Geburtstages, obwohl das ja, wie jeder in zahllosen Schriften nachlesen kann, der 25. Dezember ist. Das trifft sich gut, denn der 25. Dezember lässt sich als Datum für eine Jungfrauengeburt leicht merken, weil da drei Helle Sterne in einer Reihe mit dem Stern Sirius auf die Stelle hinweisen, wo die Sonne aufgehen wird und so jeder weiß, dass endlich die Tage wieder länger werden.
Wie es der Zufall so will, ist einige Tausend Jahre zuvor auch schon der ägyptische Gott Horus am 25. Dezember unter einem Stern des Ostens von einer Jungfrau zur Welt gebracht worden. Zufällig kamen dann auch drei Könige. Übrigens wurde Horus im Alter von Zwölf Lehrer und mit 30 getauft. Zufällig hatte Horus zwölf Jünger, mit denen er durch die Gegend reiste und Wunder vollbrachte, wie etwa Kranke zu heilen oder auf dem Wasser zu laufen. Nachdem Horus verraten wurde, wurde er, Zufälle gibt’s aber auch, gekreuzigt und war für drei Tage tot, bevor er wieder auferstanden ist.
Und von da an passierte es wohl öfter mal, dass göttliche Retter am 25. Dezember in einer Jungfrauengeburt zur Welt gekommen sind, dann mal gestorben und drei Tage später wiederauferstanden sind. Vor etwa 3100 Jahren passierte das zufällig dem schönen Knaben Attis genauso wie später Dionysos in Griechenland und vor gut 3200 Jahren Mithra in Persien.
Aber selbst wenn Ratzinger der Gottessohn abhanden kommt, hat er ja noch den Heiligen Geist, der, wenn er nicht mit Marias unbefleckter Empfängnis beschäftigt war, ja anderswo mehr oder weniger unbefleckt rummachen konnte. Spermaflecken sind wirklich hartnäckig. Vor allem auf blauem Samt. Aber lassen wir mal die unbefleckte Jungfrau beiseite, mitsamt ihrem Sohn. Dann bleibt noch Gottvater. Schöpfer der Erde und all dessen was darauf kreucht und pfleucht.
Gut. Die Sache mit der Schöpfung in sieben Tagen, erklärt zumindest warum Gott so eine Menge Mist gebaut hat. Waren Nero, Hitler, Stalin, unsere deutschen Politiker, Kannegießer und die Familie Mohn wirklich nötig. Wohl eher nicht. Aber so ist das mit Gottheiten. Die schöpfen da ein wenig rum und im Endeffekt schlagen wir uns mit Mehdorn und Wolfgang Clement rum.
Schöpfer sind ja zumeist Künstler. Die schöpfen. Soll sich das Geschöpfte doch selbst die Dinge schön reden. In unserem sollen wir Geschröpften uns das Geschröpfe und die Abzocke an uns schön reden. Klappt nicht so ganz. Wir würden dem Schöpfer ganz schön was erzählen, wenn er da aus seinem Himmel auftauchte. Er kann nur beten das wir nicht sterben und fälschlicherweise in seinen Himmel kommen. Dann kriegt er aber Ärger oder "ÄECHT ÄERJER" wie mein liebes Töchterlein zu sagen pflegt.
Allerdings sind Künstler oft nicht verantwortlich und wir haben ja immer noch die Evolution, die sich anders als ein göttlicher Schöpfer, sogar beweisen lässt. Was aber meint Ratzinger nun damit das wir Platz für die Götter oder doch zumindest für seinen lassen sollten. Das ist einfach. Platz ist Raum und Raum ist Geld. Gut die Immobilienpreise sind auf dem Weg nach unten, oder besser wieder in Richtung Normalität. Aber Raum und Platz sind trotzdem knapp. Die Hartz IV Empfänger haben keinen und die Arbeiter und Angestellten auch nicht mehr.
Die Menschen können sich keinen Platz mehr leisten. Schließlich müssen die nicht nur die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten wie den Abtprimas Notker Wolf bezahlen und bedienen, sondern auch noch die Kirchensteuer abliefern und den Peterspfennig, damit der Papst, also Ratzinger, ein gutes Leben hat. Schlimmer noch ist allerdings, das sie über die Versicherungsgebühren bei der Allianz die Kosten dafür tragen müssen, das sich katholische Priester an Kindern vergehen und dafür Schadensersatz zu zahlen haben.
Die Hausratsversicherung der Armen, bezahlt den Mißbrauch von Kindern durch katholische Priester und die Bischöfe wie auch Ratzinger lachen dazu und unternehmen nichts. Aber Ratzinger unternimmt was. Er fordert Platz für seinen Gott. Den Gott der uns solche Priester schafft. Also ich hätte Platz für diesen Gott. Im Keller. Eingemauert. Ich würde den nie wieder rauslassen.
Aber das meint Ratzinger nicht. Da es seinen Gott nicht gibt, braucht der auch keinen physikalischen Platz. Er will in einen Platz in unserem Herzen. Da wo wir Kinder in Not einen Platz geben wollen, will er auch seinen Gott parken. Sozusagen an der Quelle. So wie wir armen Kindern und Menschen geben wollen, sollen wir auch seinem Gott geben. Quasi soll dieser Gott, den wahrhaft Bedürftigen gleichgestellt sein. Sein Gott der Reichen, soll bei uns eingeschmuggelt werden um uns abzuzocken. Der Gott über den Heine schon die Weber singen ließ:
Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten,
In Winterskälte und Hungersnöthen;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt
Man möchte das Gedicht quasi fortentwickeln in unsere Zeit:
Ein Fluch der Regierung, der Regierung der Reichen,
Die unser Elend nicht konnte erweichen,
Die den letzten Cent von uns erpreßt,
Und uns am liebsten wie Hunde erschießen läßt –
Nein, da kann der Ratzinger seinen Namen ändern so oft er will. Wir wissen wie er feige vor den Studenten floh, die nur diskutieren wollten. Wir wissen wie er für die Inquistion arbeitete, wie er stets als Feind der Freiheit und der Menschen auftrat. Wir fluchen ihn und seinem Gott und seinen lüsternen Priestern. Wir werden ihm keinen Platz geben. Nicht ihm, nicht seinem Gott. Nicht an unserem Tisch und schon gar nicht in unseren Herzen. Selbst unsere Hundehütten und Ställe bleiben ihm verschlossen.
Wir wissen es genau, wie wir es schon immer gewusst haben:
Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!
Leeres Wort: des Armen Rechte,
Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
Unmündig nennt man uns und Knechte,
duldet die Schmach nun länger nicht!
Kein Platz für Götter, wir brauchen jeden Platz und jede Kraft für unsere Nächsten. Solidarität unter Gleichen und Krieg den Palästen. Den Palästen mit und ohne Kreuz.
Was hat das SEK bei einem psychisch Kranken zu suchen
Ich habe nichts gegen das SEK. Es ist notwendig. Im Einsatz gegen Verbrecher, wenn diese andere Menschen bedrohen. Dann braucht man die Leute, denen das Gewissen weitgehend abtrainiert wurde, oder die zumindest so konditioniert sind, das sie eine tiefliegende Hemmschwelle zur Gewalt haben. Keine Frage, solche Leute werden gebraucht um Leben zu retten.
Genauso klar ist allerdings, das solche Leute keine Problemlöser sind, wenn das Problem nicht mit der Waffe zu lösen ist. Wer schnell und sicher einen tödlichen Schuß anbringen soll, darf nicht nachdenken, sonst ist die Gelegenheit vorbei. Der muss nach der Schußfreigabe abdrücken, ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen. Wer ohne überlegen auf Befehl schießen muss, stellt aber immer auch eine Gefahr für andere da, da er sich selbst nicht kontrollieren darf.
Noch einmal. Wir brauchen solche Leute für spezielle Aufgaben. Leider. Wir brauchen auch Feuerwehrleute und Rettungssanitäter die bei einer Massenkarambolage entscheiden, wem sie zu erst helfen. Die Situation ist ähnlich. Man entscheidet über Leben und Tod und fragt sich hinterher immer, ob man richtig entschieden hat. Es gibt keine Zufriedenheit.
Deshalb muss man sich überlegen, wen man wo einsetzt. Wenn jetzt, wie das ehemalige Nachrichtenmagazin berichtet, in Darmstadt das SEK eingesetzt wird, um einen psychisch Kranken, der niemanden außer sich selbst bedroht, zu fassen, dann hat nicht das SEK, sondern die gesamte Polizeiführung bis hin zum Innenministerium vollständig versagt:
Als die Beamten die Wohnung betraten, verbarrikadierte sich der Mann in seiner Küche. Er drohte zunächst damit, aus dem Fenster zu springen, dann damit, ein Blutbad anzurichten. Die Beamten zogen sich zurück und verständigten das Spezialeinsatzkommando sowie die Verhandlungsgruppe.
Als der Mann nicht zur Aufgabe gebracht werden konnte, beschlossen die Beamten kurz vor Mitternacht den Zugriff.
In der Wohnung sei es zum Schusswaffengebrauch gegen den Angreifer gekommen, so die Darmstädter Polizei. Der 66-jährige Heppenheimer starb noch am Tatort.
Wie bitte? Da sitzt so ein Typ alleine in seiner Küche und droht mit einem Blutbad oder damit aus dem Fenster zu hüpfen und die erschießen den? Wahrscheinlich war die Zeit für Verhandlungen überschritten und bevor das Verhandlungsteam Überstunden angerechnet bekommt, muss der Kerl erschossen werden. In Notwehr versteht sich. Käsemesser gegen SEK ist Notwehr. Ich glaube ich spinne.
Da hätte selbst ich alter Sack mich in Ruhe hingesetzt, Weihnachtspunsch bringen lassen und gewartet, bis der Vogel auf das Klo muss. Der war keine Gefahr, da gibt es keine Notwehr. Da gab es nur Unfähigkeit.
Die Unfähigkeit hat einen Verursacher und damit einen Namen. Die Unfähigkeit heißt Roland Koch. Neben den Stellen für Lehrer, war es ihm wichtig auch möglichst viele Polizisten los zu werden. Die kosten ja nur Geld und schützen so etwas Unnützes wie den Bürger und Steuerzahler. Aber man kann Polizei eben nicht schadlos ausdünnen und mit falschen Aufgaben verbrennen. Das rächt sich, wie in diesem Fall.
Wir müssen also nicht auf das SEK schimpfen sondern auf eine Polizeiführung, die sich willenlos einem Innenministerium und einem Ministerpräsidenten unterworfen hat, der keine Rücksicht auf die Menschen in seinem Land nimmt, solange seine neoliberalen Freunde von möglichst vielen Personenschützern umsorgt werden. Anstatt der Frankfurter Bankenszene zusätzlichen Schutz zu geben, hätte Koch die Polizei im Lande stärken sollen.
Aber der Schutz der Bürger und auch der Schutz dieses psychisch Kranken wäre ja seine Pflicht gewesen und Pflichterfüllung gibt es bei Neoliberalen nicht. Die zocken einfach nur ab. Wie Koch mit seinen Spenden die einfach nur Betrug waren. Wer den Bürger schützen will, muss Koch abwählen. Dabei ist es fast egal wer Koch ersetzt. Es kann nur besser werden.
Was Sprachforschern so wichtig ist
So sicher wie das Weihnachtsfest und Silvester kommen auch alle Jahre wieder unsere Sprachforscher um uns zu sagen, was wir nicht sagen dürfen. Portemonnaie musste schon vor langer Zeit durch Geldbörse ersetzt werden. Den damaligen Sprachforschern fiel es nicht auf, das Börse schon ein Behältnis für Geld war.
Heute geht es gegen X-Mas und Santa Claus. Da geht es um wichtige Werte, die von noch wichtigeren Sprachforschern verteidigt werden müssen. Gegen den bösen ausländischen Feind. Waren es früher die welschen Feinde die mit ihrem Französisch die deutsche Sprache verdarben, so sind es heute die bösen Amerikanismen.
Natürlich trauen sich diese Sprachforscher nicht wirklich antiamerikanisch zu sein. Sie hacken lieber auf den Leuten herum die ihre Sprache benützen. Was die Sprachforscher nämlich nicht erkannt haben, ist, das die Sprache den Menschen gehört, die sie sprechen. Diese Menschen entscheiden für sich, welche Worte sie brauchen und welche nicht. Worte werden geboren, leben eine Weile und sterben dann wieder. Das ist Leben, oder besser lebendige Sprache.
Dazu gehört selbstverständlich auch die Übernahme von Lehnwörtern. Ob X-Mas schön ist? Wen interessiert es. Es ist kurz und prägnant. Es scheint den Leuten zu gefallen und sie benutzen es. Andere, denen es nicht gefällt, benutzen es nicht. Es ist ein Wettbewerb. Wahrscheinlich wird X-Mas sich halten genau wie Santa Claus. Der heilige Sankt Nikolaus ist eben umständlicher und auch nicht das gleiche, wie der dicke amerikanische Weihnachtsmann, der immer ein wenig polternd und dumm daher kommt.
Während unser Nikolaus noch Knecht Ruprecht als Kindererschrecker braucht, ist der Santa Claus eben keine Bedrohung für die Kinder. Er verlangt keine Gedichte und hat keine Ruten im Gepäck. Eher mal einen anständigen Schnaps. Um die rote Nase zu erhalten. Die Menschen spüren diesen Unterschied. Der mit dem Büttel Ruprecht gehört ins finstere Mittelalter, dahin wo die Sprachforscher scheinbar leben oder sich doch zumindest hinsehnen.
X-Mas ist auch nicht dieses Weihnachten der stillen Nacht, wo das Streichholzmädchen erfriert. Es ist ein Fest das ablenken soll, vom Kummer und der Qual. Die Lichter sollen die Dämonen verjagen, die sonst immer da sind.
Die Leute bei uns wissen, das jenes Streichholzmädchen wieder erfriert, oder vorher aus dem Hochhaus geworfen wird. Verzweifelte inkompetente Eltern. Ein Staat der von seinen Politikern an die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten verkauft wurde und eine Sprache, die im Interesse der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten so verbogen wurde, das man mit ihr kaum noch Wahrheit ausdrücken kann.
Genau an dieser Stelle zeigt sich übrigens das unsere Sprachforscher und ihre Zeitung reine Geldverschwendung sind. Subventionen für Leute die keine Aufgabe erfüllen. Anstatt sich damit zu beschäftigen, was die Neoliberalen aus der Bedeutung einzelner Worte gemacht haben, regen sich diese angeblichen "Forscher" die sich vermutlich auch noch als "Wissenschaftler" sehen, über X-Mas, Santa Claus und die Weihnachtsbeleuchtung auf.
Diese Sprachforscher sind keine Forscher, keine Wissenschaftler. Sie spielen ein dummes kleines Spiel um sich interessant zu machen und wieder ein paar Steuergelder abzuzocken. Wir sollten sie auf den Müll werfen, auf den Müll, auf den dank neoliberaler Verantwortungslosigkeit immer mehr unserer sogenannten Wissenschaften gehören. Zu den Volkswirtschaftlern, den Statistikern, den Demoskopen, den Kernforschern und der gesamten Pharmaforschung. Sie werden nicht mehr gebraucht. Eigentlich wurden sie das ja noch nie.
Fröhliche Weihnachten
Nun ist es vorbei, ich kann mich nicht mehr wehren, meine Kinder zerren mich ins Weihnachtsfest. Ich wünsch euch allen das Beste und Schönste und davon für jeden reichlich.
Gelbe Schnittmengen und Übertritte
Die Führer von Parteien die weder Kanzlerin noch Bundespräsident stellen, haben es zum Jahresende hin schwer. Sie können weder eine schwachsinnige Weihnachtsansprache und schon gar keine noch schwachsinnigere Neujahrsansprache halten. Aber der Schwachsinn ist ja auch bei denen drin und will raus. Jeder der mal dringend aufs Klo musste und keins fand oder dem die obligatorischen Cents dafür fehlten, kann nachfühlen, wie es diesen armen Politikern geht.
Es drückt und quält. Es droht sogar in die Hose zu gehen. Da gibt es nur eins. Wat mutt dat mutt. Also werden mitten im Berliner Hauptbahnhof, in den Lübecker Nachrichten oder in der Bild am Sonntag, die Hosen heruntergelassen und es wird abgeprotzt. Gut in der Bild fällt weder der Gestank noch die Scheiße auf. Die sind dort, inkl. der braunen Farbe, ja zu Hause. Die Lübecker Nachrichten kann ich nicht beurteilen, aber das Marzipan ist gut und in Travemünde gibt es tolle Flußkrebse.
Wenn ich bei Kurt Beck und Guido Westerwelle trotzdem noch an gutes Essen denken kann, so zeigt das nur, wie abgehärtet der Mensch im Laufe der Jahre werden kann. Man gewöhnt sich halt an die Politikerscheiße und lässt sie links liegen. Wenn es allzusehr stinkt, atmet man eben durch den Mund. Wer in Deutschland überleben will, muss deutsche Politiker ertragen können. Das ist die wichtigste Grundvoraussetzung. Sonst liefen wir ja alle mit rotunterlaufenen Augen und Küchenmessern durch die Gegend.
Nein, wir sind zivilisiert. Uns kriegt auch der zugewachsene Beck mit der Vollfettstufe nicht aus dem Gleichgewicht wenn er feststellt:
Ich glaube, dass eine aufgeklärte Bürgerschaft und eine auf sozialen Ausgleich bedachte Kraft wie die SPD zusammenkommen können. Der Kampf für eine freiheitliche Gesellschaftsordnung, in der nicht im Schäuble'schen Sinne der Staat überall seine Nase reinsteckt, ist ein Ansatzpunkt. Die Bildungs- und Wissenschaftspolitik ist ein weiterer. Auch in vielen außenpolitischen Fragen sind sich SPD und FDP sehr nahe. Wenn man will, findet man viele Schnittmengen.
Wenn neoliberale wirtschaftsfaschistische Abzocker wie die FDP für Kurt Beck eine aufgeklärte Bürgerschaft sind, dann erklärt das einiges. Ob seine Gesichtsbehaarung sich eventuell aus der Gehirnmasse ernährt, oder vielleicht war von Anfang an gar kein Gehirn da und die Haare sind unschuldig. Man weiß es nicht. Aber seine Schnittmengen mit den Gelben sind gut. Er sagt damit nichts anderes, als das er mit jedem regieren würde, der es ihm erlaubt, weiterhin gegen die Interessen der Menschen in Deutschland zu handeln.
Zum Glück werden FDP und SPD bei den nächsten Bundestagswahlen zusammen gerade mal knapp dreißig Prozent erreichen. Die SPD schafft es schon noch ihr Projekt 18 zu realisieren. Vielleicht kann Westerwelle dem Beck verraten, wie man sich die Zahl 18 auf die Schuhsohlen einbrennen lässt.
Tante Westerwelle ist aber auch nicht viel schlechter, wenn sie in den Gärten der CDU/CSU wildern will:
"Ich rufe alle in der Union auf: Wenn Sie wirtschaftliche Vernunft wollen, gerade weil sie die Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit ist, kommen Sie zur FDP!"
Es ist zwar keine Voraussetzung, das man besonders klug sein müsste um in der CDU/CSU zu sein, aber man muss auch nicht so dämlich sein, das was die FDP treibt, für vernünftig oder gar sozial gerecht zu halten. Selbst ein unterdurchschnittlicher CDU-Wähler oder gar ein unterdurchschnittlicher CSU-Wähler (der hätte sonst nirgendwo auf der Welt ein Wahlrecht), weiß das die FDP eine reine Klientelpartei ist, die eben nur für die zehn Prozent der Deutschen arbeitet, die dafür aber fast ganz Deutschland besitzen.
Wenigstens haben sich die Führer von SPD und FDP vor Weihnachten noch erfolgreich öffentlich entleert. Das hält sie über die Feiertage im Zaum und am Dreikönigstag dürfen sie ja wieder neue Scheiße ausschütten. Schade nur, das die Bürger für diese Pfeifen auch noch bezahlen müssen. Das Leibwächter, Fahrer und Piloten bereitstehen, um die öffentlichen Entleerungen an verschiedenen Orten, gefahrlos zu ermöglichen.
Viel schlimmer als das verlorene Geld ist aber noch das, was die Leibwächter und Fahrer ertragen müssen. Acht Stunden Beck oder Westerwelle. Das ist Leistung. Das ist Heldentum. Da würde manch einer bestimmt gern die Waffe ziehen und dem grausamen Spiel ein Ende machen. Durch Selbstmord versteht sich. Beck und Westerwelle sind keine Kugel wert, selbst wenn sie sich hintereinander stellen. Die beste Strafe für die beiden ist, das sie weiter mit sich leben müssen. Das dürfte weh genug tun.
Freiheitskämpfer, Guerrillero, Partisan oder Terrorist
Wie immer, wenn mit vielen Worten möglichst wenig gesagt werden soll, mangelt es uns nicht an Definitionen. Der Guerrillero führt den kleinen Krieg, oder besser den Volkskrieg, gegen einen Gegner mit einer regulären Armee, erreicht dabei ab nie den Status eines Kombattanten und kann ohne Berücksichtigung internationalen Rechtes gefoltert und abgeknallt werden.
Der Partisan bekämpft meist hinter der Frontlinie den Gegner, der aus fremden Besatzern aber auch der Armee des eigenen Staates oder dessen Polizei bestehen kann. Selbstverständlich sind auch Partisanen nicht durch internationales Recht geschützt. Sie sind eben keine Kombattanten und werden gefoltert und gerne gehängt.
Der Terrorist verbreitet Furcht und Schrecken durch Anschläge und Entführungen um eine bestehende Ordnung zu stürzen. Er gilt eher als politischer Täter und ist natürlich auch kein Kombattant sondern darf gefoltert werden. Auch ist es nicht unüblich ihn in Hochsicherheitstrakten selbstermorden zu lassen.
Egal wie der Mensch auch benannt wird, es nützt ihm alles nicht. Sobald die Gewalt nicht von einem Staat, wie z.B. Nazideutschland oder den USA ausgeht, sind die Gewaltausübenden immer die Verlierer. Selbst die Nazis verloren zum Schluß weil es einen internationalen Gerichtshof gab. Aber den will die USA heute nicht mehr. Wär ja auch albern, wenn die gesamte us-amerikanische Regierung in Den Haag im Knast säße.
Begriffe wie Guerrillero, Partisan oder Terrorist sind also Etiketten, die jemandem von anderen aufgeklebt werden. Meine Tante Frieda nannte klebriges saures Zeug Marmelade und hatte auch diverse Etiketten dafür bereit. Aber aus dem sauren, klebrigen Zeug wurde eben doch keine Erdbeermarmelade, wenn sie das Etikett aufklebte.
Sprache ist eine mächtige Waffe. Man kann durch Etiketten viel verschleiern. Vor allem aber kann man durch bewusste Falschetikettierung täuschen. Wer macht sich schon die Mühe und prüft, ob zwischen Inhalt und Etikett eine meilenweite Lücke klafft.
Nehmen wir doch mal den typischen islamischen Terroristen, der mit einer Jacke voller Sprengstoff, vor der Hochzeitsgesellschaft eines afghanischen Polizeigenerals, von Amerikas Gnaden, auftaucht und sich in die Luft jagt.
Unterscheidet der sich eigentlich von jenem us-amerikanischen Kampfflieger, der gesteuert von deutschen Aufklärungsfotos, zielsicher eine Hochzeitsgesellschaft in afghanischen Hinterland anfliegt und mit Bomben und Bordwaffen alle Anwesenden tötet.
Klar der amerikanische Pilot ist danach noch am Leben, unberührt in seiner radarsicheren Maschine. Für ihn ist töten ein Videospiel, während der Selbstmordattentäter zumindest genau so tot ist, wie seine Opfer. Gibt es da einen Unterschied. Nur einen juristischen. Der eine Mörder ist durch die Haager Landkriegsordnung und ihre Nachfolger geschützt. Seine Bosse, die ihm das Morden befahlen sind ebenfalls so geschützt, bis hin zu jenem mörderischen Präsidenten.
Wenn wir noch genauer nachdenken, stellt sich die Frage einer Legitimation. Der amerikanische Kampfflieger wie auch der deutsche Tornadopilot haben einen Befehl. Den wird der Selbstmordattentäter oder Autobombenbauer vielleicht nicht haben. Vielleicht ist der mit Freunden einfach überein gekommen, das etwas getan werden muss und tut es. Ist ein Befehl eine bessere Legitimation als eine andere, freie Entscheidung. Wohl eher nicht.
Aber um noch genauer zu werden. Der Kämpfer in Afghanistan bekämpft Leute, die sein Land besetzt halten, oder mit solchen Leuten zusammen arbeiten. Er kämpft für die Freiheit seines Landes. Ob er für die richtige Freiheit kämpft. Keine Ahnung. Aber die Freiheit für die Peter Struck und Bush in Afghanistan kämpfen lassen, die Freiheit des Drogenanbaus, die Freiheit des westlichen, neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Gesellschaftssystems, dafür kämpfen zu lassen, ist mindestens ebenso fragwürdig.
Es gibt eben nur subjektive Gründe, die einen Kampf rechtfertigen. Jede objektive Betrachtungsweise würde den Kampf verhindern. Wenn es aber keine objektiven Gründe für den Kampf gibt, dann ist die Wertung, also das Etikett das dem Kämpfer aufgeklebt wird, ebenso subjektiv. Ist der Terrorist in Afghanistan vielleicht einfach nur ein Freiheitskämpfer, ein Partisan, ein Guerrrillero?. Gibt es vielleicht gar keine Terroristen sondern nur Freiheitskämpfer?
Ein Selbstmordattentäter in einem Kindergarten in Israel lässt uns zweifeln. Das kann doch kein Kampf für die Freiheit sein. Genausowenig wie auf Kinder schießende israelische Soldaten. Subjektiv fühlen die sich alle im Recht, auch wenn sie objektiv im Unrecht sind. Freiheitskämpfer, Guerrillero, Partisan oder Terrorist sehen die Welt nur mit ihren Augen. Je mehr sie ausgegrenzt werden, desto schwieriger wird es für sie, auch nur noch einen objektiven Blick auf die Realität zu bekommen.
Wir, die angeblich Objektiven, sind ja gar nicht gegen Attentate auf die kämpfende Truppe. Zumindest nicht wenn wir ehrlich sind. Aber wir wollen keine Gewalt gegen Zivilisten. Ein frommer Wunsch. Wenn die Art der Waffen, nämlich Bomben, Raketen und Mörser aus weiter Entfernung, immer den Tod von Zivilisten billigend in Kauf nehmen, dann muss die andere Seite mit ähnlicher Münze zurückzahlen können.
Die andere Seite hat aber eben keine Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen, Bomben und Mörser. Sie greift also zu den Waffen, die sie hat. Sprengfallen, Autobomben und Selbstmordattentäter, zu Entführungen und der Ermordung von Entführten. Natürlich ist das nicht schön. Aber verständlich. Welche Gnade hatten und haben denn die Unschuldigen in Guantanamo zu erwarten. Welche Gnade kennen die Folteropfer der CIA und anderer Geheimdienste überall auf der Welt.
Die Politiker und Generäle dieser Welt fordern immer die Gleichheit der Waffen, meinen aber damit nur, das sie den anderen jede Waffe nehmen wollen, um selbst um so ungefährdeter zu siegen. Die Geschichte hat nämlich auch diesen Herrschaften gezeigt, das man gegen Widerstandskämpfer auf Dauer nicht siegen kann. Mann kann sie töten, einsperren, ihre Familien foltern und töten, aber man kann sie nicht besiegen. Weil es nicht um den Einzelnen, sondern um die Sache geht.
Natürlich ist der Krieg in Afghanistan, Irak, Libanon, Israel und auch der noch gar nicht begonnene Krieg gegen den Iran, schon heute verloren. Ob die Sieger besser sein werden, als die heutigen Besatzer. Keine Ahnung. Vermutlich lernen sie zuviel von den Besatzern. Das Regime im Iran hat ja viel vom Geheimdienst des Schahs gelernt, der von den Israelis und den US-Amerikanern aufgebaut wurde. Dumm gelaufen.
Für die Freiheit zu kämpfen ist an sich noch kein Qualitätssiegel. Die eigene Qualität und Menschlichkeit muss man täglich beweisen. Die Sowjets stalinistischer Prägung konnten das nicht, genauso wenig wie die deutschen Kommunisten die sich ihnen freudig unterwarfen. Kuba ist sicher nicht das Land der Glückseeligkeit, aber in Anbetracht der Milliarden Dollar, die von den USA, für die Entrechtung der Kubaner bereits aufgewandt wurden, ist Kuba ein Erfolg. Sie trotzen dem Imperialismus schon verdammt lange und auf hohem Niveau.
Natürlich nicht auf unserem Niveau oder dem der Amerikaner. Aber wer sich Panama und die Staaten Mittelamerikas oder Mexiko ansieht, der weiß, was in Kuba geleistet wurde. Es geht aber gar nicht mehr um Kuba, nicht mehr um das Öl im Irak und im Iran. Heute kämpft das Kapital gegen alle Völker dieser Welt. Sie nennen es Globalisierung und meinen nur die ganz große Abzocke. Sie wollen nicht alle Menschen gleichberechtigt an dem Handel dieser Welt teilnehmen zu lassen, sondern alle Menschen dieser Welt gleichzeitig um ihre Löhne betrügen.
Da arbeiten sie gerne mit den Diktatoren in China zusammen, wie sie es mit Saddam Hussein getan haben, als er ihnen bei der Bekämpfung der Russen und des Irans noch nützlich war. Auch wenn sie scheinbar die Israelis unterstützen, dann ist das doch alles nur Show. Sie nehmen auf niemanden mehr Rücksicht. Sie bekämpfen alle, die noch Widerstand leisten oder gar Lohn fordern.
Deshalb ist es ihnen auch so wichtig den Widerstand zu teilen. Freiheitskämpfer, Guerrillero, Partisan oder Terrorist, sie sind allen feindlich gesinnt, hoffen aber durch Teilung die Gegner zu zersplittern um sie einzeln leichter überwinden zu können. Dieser Kampf ist aber nicht teilbar. Er geht uns alle an.
Vielleicht müssen wir heute noch nicht zu den Waffen greifen. Wir haben ja noch ein paar Scheinwahlen vor uns. Aber wir müssen uns vorbereiten. Denn vielleicht reicht es noch ihnen zu zeigen, das wir bereit sind. Wir sind viele und in Deutschland ist es schwer zu fliehen. Vielleicht können wir sie noch halbwegs friedlich zum gehen zwingen und unser Land wieder für die Menschen zurückerobern die hier leben und arbeiten.
Ich persönlich glaube das unsere Gegner in Deutschland im Grunde ihres Herzens keine Kämpfer sind. Sie kaufen sich Kämpfer, wie sie Demoskopen und angebliche Wissenschaftler in Massen gekauft haben. Sie kaufen sich Journalisten und Medien. Aber sie gebieten nur über Mietlinge. Gekaufte lassen sich auch von anderen kaufen. Wer einmal ein Verräter war, bleibt ein Verräter. Niemand kann einem Käuflichen oder einem Verräter trauen.
Wenn es in den Kampf geht, werden die Gekauften die Waffen strecken. Wir kennen das von 1945, da hatten sie alle nichts gewusst, da gab es einen Befehlsnotstand. Sie waren niemals Täter. Genauso wird es diesmal sein. Wir müssen ihnen ja nicht glauben. Lassen wir sie ruhig die Waffen strecken. Wir müssen ihnen ja nicht verzeihen. Erst den Kampf gewinnen und dann ist immer noch Zeit die Gekauften und die Verräter abzuurteilen. Wir dürfen sie nur nicht vergessen.
Mag sein, das wir auf diesem Wege viele Täter nicht bekommen. Es wird allerdings auch den Leuten in anderen Ländern Mut machen sich zur Wehr zu setzen. Wer sagt uns das sich nicht in der Schweiz die Bürger aufstehen und die Verbrecher ausliefern. Wer ist sicher das die Regierungen von Offshore-Ländern nicht einfach die Konten beschlagnahmen und die Gauner ausliefern.
Wir haben gute Chancen, wenn wir bereit und willig sind zu kämpfen. Es ist die richtige Zeit für einen neuen Anfang.
Lammert kritisiert
Norbert Lammert ist ein typischer deutscher Politiker. Er weiß genau was alle anderen falsch machen. Auf die Idee, das seine Politik und die Haltung unserer korrupten Politiker, erst zu vielen Fehlentwicklungen in diesem Land geführt haben, kommt er natürlich nicht.
Es war die CDU, die neben der FDP alles getan hat, um dem Kapital jede nur denkbare Freiheit zu verschaffen und die arbeitende Bevölkerung zu entrechten. Es war Norbert Lammert, der bis heute nicht gegen die Abgeordneten vorgegangen ist, die ihrer gesetzmäßigen Auskunftspflicht, über ihre Nebeneinnahmen nicht nachkommen. Es war Norbert Lammert, der ein gültiges Gesetz aufhob, damit die Kaste der Politiker alles tun konnte, um die größten Exzesse noch zu verstecken.
Wenn nun der gleiche Norbert Lammert, die Gehälter von Managern oder Fußballern beim FC Bayern gleichermaßen kritisiert, dann ist dies nichts als Heuchelei. Es ist die erklärte Politik der CDU, ja das politische Lebenswerk des Norbert Lammert, alles zu tun was den Reichen und den Betrügern nützt. Er hat gerne mit gegen die Arbeitslosen gehetzt und die Alleinerziehenden benachteiligt. Wir haben kein Wort von ihm gehört, als Lehrer, Polizisten und Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Altenpfleger weggekürzt wurden. Er war für Studiengebühren.
Norbert Lammert hat nie ein Wort gegen Massenentlassungen zur Profitsteigerung gesagt und auch die Managergehälter waren ihm immer scheiß egal. Wenn er heute über Fußballprofis spricht, dann ist das genauso unehrlich, wie bisher alles was aus seinem Mund und dem seiner politischen Freunde kam.
Ich mag den FC Bayern nicht. Ich mag auch nicht wie über Gemeinnützigkeit, der gemeine Nutzen finanziert wird. Aber wenn wir unter dem Deckmäntelchen Sport ein solches Geschäft erlauben, dann muss in unserem System der geldgierigste und reichste Verein eben auch das Recht haben, so zu handeln wie er handelt. Oder wir müssen das System ändern, was dringend angebracht wäre.
Fußballer, wie auch andere Sportler, haben nur eine begrenzte Zeit in der sie Geld verdienen können, da sich ihr Talent und ihre Fähigkeit verbrauchen. Das kann ein Politiker nicht einsehen, da er weder Talent noch Fähigkeiten braucht um an Geld zu kommen. Geld von Lobbyisten und Waffenschiebern zu kassieren, wie es Wolfgang Schäuble tat, ist keine Fähigkeit. Dazu ist der Dümmste in der Lage.
Sich selbst vor rechtlicher Verfolgung zu schützen und das Recht zu Unrecht zu verbiegen, ist ebenfalls keine Fähigkeit, sondern nur Mißbrauch der Macht, der durch unterwürfige Staatsanwälte und Richter erst möglich wird. Wenn ich Norbert Lammert eine Empfehlung geben müsste, dann würde ich ihm raten einfach die Schnauze zu halten. Es glaubt ihm niemand auch nur ein Wort. Er soll wenigsten schweigend sein schmutziges Geld kassieren.
Die Zeit barmt um die bedeutungslosen Blogger
Die Zeit macht sich in ihren Mediadaten selber Mut und attestiert sich für ihr Käseblättchen eine verkaufte Auflage von 491.000 Exemplaren im zweiten Quartal 2077 und rechnet sich daraus eine Reichweite von 2.120.000 Lesern aus. Das ist mutig. Ich sehe das Blättchen meist in irgendwelchen Empfangsräumen und Wartezimmern für das billige Volk rumliegen. Kennt irgendjemand irgendjemanden der das Blättchen wirklich liest. Nein ich meine natürlich nicht die Mitarbeiter.
Ich bekomme den RSS-Feed der Online-Ausgabe. So im Schnitt alle zwei bis drei Wochen haben die mal was, das sich anzuklicken lohnt und vielleicht alle Vierteljahr etwas, das man zitieren könnte. Normalerweise sind sie wie die FAZ einfach viel zu langsam. Bis die eine Nachricht verarbeitet haben, ist sie Schnee vom vergangenen Jahr.
Da es ihr an aktuellen Themen mangelt, bekämpft sie ihren ärgsten Feind, nämlich die Blogger. Natürlich tut sie das mit der Art von Überheblichkeit, die unseren Qualitätsjournalisten ja so eigen ist. Sie muss diffamieren, damit ihr Publikum davon abgelenkt wird, das sie selbst eigentlich nur ein Verlautbarungsorgan für die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten und ihre Anzeigenkunden ist. Eng wird es, wenn die Anzeigenkunden mitbekommen, das niemand das Blatt wirklich liest.
Heute gibt es einen netten Vorwand, wieder einmal gegen die Bloggerkonkurenz zu Felde zu ziehen und dabei gleichzeitig ein Buch schönzureden. In einem Interview mit dem Medienwissenschaftler Geert Lovink der sein Buch ""Zero Comments" im Januar auf Deutsch vermarkten muss.
Selbstverständlich ist Geert Lovink laut Zeit der bedeutendste Medienwissenschaftler seit Jesus Christus und überhaupt der Fachmann schlechthin und das Schöne ist, das sein Buch netzkritisch sein soll. Ich kenne Geert Lovink nicht. Habe genauer gesagt, noch nie etwas von ihm gehört und kann nach diesem Interview auch gut damit leben, nie wieder etwas von ihm zu hören.
Lovink meint, das Bloggen vor allem auf der leichten Handhabbarkeit von Blogsoftware beruht. Die Ansicht ist nicht neu. Sie entspricht ungefähr der Ansicht, das die Verfügbarkeit von Hammer und Meißel, sowie Steinen, zu einem enormen Anstieg der Michelangelos geführt habe. Er begreift nicht, das viele Autoren im Netz nur einfach ein weiteres Medium nutzen, das sie in anderer Form, lange vor den Blogs schon bedient haben. Für die Zeiten des Usenet ist er vielleicht einfach zu jung.
Das merkt man auch an dieser Stelle:
Lovink: Eindeutig ist die Blogosphäre etwas Einsames, Reflexives. Man stellt sich dar, obwohl man vielleicht gar nicht mehr weiß, wem man sich offenbart. Blogging betreibt einen Kult um das Individuum unter individualismusfeindlichen Bedingungen, insofern ist es der Nachfolger des Tagebuchs. Allerdings handelt es sich um eine vollkommen neue Tagebuchkultur, die weder öffentlich ist noch privat, sondern in einem Zwischenbereich spielt. Obwohl Blogging Schrift ist, hat es etwas Informelles: Wie ein Gerücht verblasst und vergeht es sehr schnell. Und das hat es noch nicht gegeben. Bis vor Kurzem noch herrschte eine äußerst starke Trennung zwischen dem Gespräch, das verweht, und dem schriftlich Notierten.
Ich seh ihn vor mir, den einsamen Nerd, der ins Nichts schreibt mit fettigen Haaren. Was Lovink wie viele andere nicht begreifen, ist das bloggen sehr kommunikativ ist und die Ebene von Blogbeitrag und Kommentar sehr schnell verlässt. Ich habe mir nur in diesem Jahr 1900 Kommentare eingehandelt, aber sicher noch mal die gleiche Anzahl an Mails und Anrufen von Chat-Kontakten nicht zu reden. Selbst beim Einkaufen werde ich auf einzelne Beiträge angesprochen, oder wenn der Hund an den Baum pinkelt.
Die Zeit ist traurig darüber, das sich die Relevanz von Bloggern nur dadurch bemisst, ob sie Clicks und Rankings erreichen. Ich möchte die Herrschaften an ihre Mediadaten erinnern, die ich nicht umsonst an den Anfang dieses Beitrages stellte. Ich habe vor einiger Zeit aufgehört mich um diese Art von Relevanz zu kümmern. Ich sehe nicht mehr nach, wie viele Leute mich lesen oder wo ich stehe. Ich glaube ich werde dadurch authentischer. Aber selbst das kann täuschen.
Lovink beschäftigt sich auch mit Relevanz:
Denn die Mehrzahl der Blogs wird ja gerade nicht gelesen, sie spielen in einer Grauzone der Öffentlichkeit, von der sich einige wenige Spitzen-Blogger abheben. Die Null, die in der Software aufscheint – kein Verkehr, niemand da gewesen, das »Nihil« von Nihilismus –, ist die Regel, nicht die Ausnahme.
Das erinnert sehr stark an den Nichtschwimmer, der darüber redet die Havel oder den Rhein zu queren. Das was er sagt, hört sich bedeutungsvoll an, ist aber trotzdem Unsinn. Es gibt den Blog, den keiner liest, überhaupt nicht. Alle werden gelesen. Vielleicht nur von der Oma und den drei besten Freunden. Wer las noch mal die Zeit?
Das ist Autorenschicksal. Meine Krimis werden zur Zeit eben auch nur von Leuten gelesen die mich mögen und deshalb in ihrem Urteil nicht frei sein können. Deshalb kann ich da jeden Scheiß verzapfen. Wenn ich sie allerdings nicht verkaufe, dann weiß ich das sie keinen Markt haben und muss bessere schreiben.
Ich bediene in meinem Blog eine bestimmte politische Ecke. Leider habe ich den Katzencontent nicht dem Lovink so viel Bedeutung zumisst. Das liegt wahrscheinlich daran, das die beste aller Lebensgefährtinnen eine Katzenallergie hat, oder zumindest eine vorgibt, um die Katzentoilette zu vermeiden. Dafür habe ich Hundecontent. Ab und an.
Lovink, vielleicht bedingt durch die Fragetaktik der Zeit, macht einen grundsätzlichen Fehler. er begreift die Tiefe des Bloguniversums nicht. In meinem Feedreader sind "Das blonde Alien", Citronengras und ZAFmit ein paar hundert anderen friedlich vereint. Aber damit habe ich nicht annähernd einen Querschnitt der deutschen Blogszene. Nicht einmal die Spitze des Eisbergs.
Mein Feedreader spiegelt meine Lesegewohnheiten und Vorlieben. Er wird doch Leute beeinflusst, die ich auch mag und die mir Leseempfehlungen geben. In einem unendlichen Universum von Blogs, schaffe ich mir mein endliches Abbild. Mehr ist auch nicht möglich. Weder für mich, noch für Lovink oder gar die Ignoranten der Zeit. Man kann nichts abschließend bewerten, das man nicht mal in Bruchteilen kennt.
Lovink und die Zeit können das nur, weil sie anstatt nachzudenken, ihr Wunschdenken herausplappern. Ich freue mich an meiner Hand voll Sandkörner, aber ich vermag nichts über die Wüste zu sagen. Selbst die paar Sandkörner scheinen in unterschiedlichem Licht völlig anders zu sein, als ich sie gerade noch sah.
Blogs werden von Menschen gemacht. Da gibt es nicht nur unterschiedliches Licht, sondern unterschiedliche Stimmungen, Entwicklungen, Einflüsse. Da gibt es Leben. Wer den Prozess des Lebens dadurch verstehen will, das er das Leben tötet um es zu sezieren und dann schlaue Bücher darüber schreibt, wie sich ihm das tote Leben darstellt, der mag sich vielleicht erfolgreich selbst befriedigen, aber Antworten hat er nicht.
Die Zeit muss übrigens keine Angst vor den Bloggern und dem Internet haben. Die werden das Ende der Zeit nicht beschleunigen. Die Zeit ist wie ein alter toter Baum. Er steht noch, aber er ist trotzdem schon tot. Der Wind in seinen Ästen spielt schon lange nicht mehr das Lied des Lebens, sondern beweint den Tod des einstmals stolzen und schönen Baumes.
Merkel zieht positive Jahresbilanz
Das war ja auch nicht anders zu erwarten. Das machen Bundeskanzler, Regierungschefs, Diktatoren und die Vorsitzenden von Karnickelzuchtvereinen auch jedes Jahr. Nicht ungewöhnlich also. Äußerst ungewöhnlich ist allerdings die Nichtreaktion der Presse. Kein tosender Jubel wie sonst immer wenn die Kanzlerin verkündet, das sie erfolgreich auf der Toilette war.
Zwar melden alle pflichtschuldigst das die ehemalige FDJ-Agitatorin eine positive Jahresbilanz zieht, aber damit hat es sich. Vielleicht sind ja schon alle im Weihnachtsurlaub, aber das ist wirklich dünn.
Dabei hat Angela Merkel doch recht mit ihrer positiven Jahresbilanz. Für sie ist doch alles bestens gelaufen. Es gab eine kräftige Gehaltserhöhung, für die sie selbst gestimmt hat. Schön wenn man sich das Gehalt selbst bestimmen kann. Das hat sie bestimmt an die SED erinnert. Da ging das ja auch so. Allerdings musste der Genosse Minister mitspielen.
Angela bekommt auch ihren Anteil an der Reisefreiheit, für die, die Bürger der DDR gekämpft haben. Sie darf sogar kostenlos reisen. Vielleicht ist sie ja ein wenig traurig, das ihre ehemaligen Mitbürger nichts von der Reisefreiheit haben, weil ihnen aufgrund von Angelas mieser Politik, die Mittel zum reisen fehlen. Aber Angelas Jahresbilanz ist positiv.
Lasst Zahlen sprechen sagt sie sich, und ist damit zufrieden, das wieder mehr Leute in Arbeit sind. Weshalb sollte sie sich dafür interessieren, das in diesen neuen Arbeitsverhältnissen viel weniger Lohn gezahlt wird. Das sind doch Details. Nebensächlichkeiten. Für die Bundesangela ist alles positiv. Sie ist Politikerin und ehemalige Politkommissarin aus der FDJ, wieso sollte ausgerechnet die, irgendwas verstehen.
Aber das die Presse sie nicht überschwenglich lobt. Das sollte sie nachdenklich machen. Entweder haben die Herrscher aus den neoliberalen Arbeitgeberverbänden, der INSM und Mohn/Bertelsmann ihr die Huld entzogen, oder selbst die gekauftesten Medien der Welt, sind nicht mehr in der Lage, Angelas Totalversagen, schön zu reden.
Warten wir auf Ihre Neujahrsansprache. Eigentlich könnte sie die vom letzten Jahr nehmen. Was neues ist von ihr ja nicht mehr zu erwarten.
Einer von uns
Im SZ-Magazin findet sich ein mehr als lesenswerter Beitrag über einen Hartz IV Empfänger, der vorher einer der sogenannten Leistungsträger der Gesellschaft war. Die Autoren bezeichnen ihn als "Einer von uns". Weil es sich eben nicht um einen der Verlorenen handelt, als die, die Hartz IV Empfänger immer so gerne dargestellt werden, sondern wirklich um einen, der aus den Reihen der deutschen Journalisten und des mittleren Managements stammen könnte. Also einen, der wirklich einer von denen ist.
Der Artikel ist gut geschrieben, auch wenn nur er das wiederkäut, was längst an anderer Stelle gesagt wurde. Natürlich macht Hartz IV einsam, weil es soziale Kontakte schon aus finanziellen Gründen ausschließt. Deshalb bekommen ja dank Olaf Scholz kranke Hartz IV Empfänger auch weniger Geld, damit ihre Familien oder die Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft sie eben nicht besuchen können. Sonst würden die eventuell ja wieder gesund.
Es wird auch schön beschrieben, das die Arbeitgeber keine Hartz IV Empfänger als Bewerber haben wollen. Dafür haben ja unter anderem auch die Journalisten von der Süddeutschen mit ihrer schäbigen und unwahren Berichterstattung gesorgt. Vom Springer-Dreck gar nicht zu reden.
Interessant finde ich, das man bei den Autoren des Artikels spürt, das sie zum ersten mal betroffen sind. Sie erkennen sich selbst in dem von ihnen beschriebenen Hartz IV Empfänger wieder. Er ist einer von ihnen. Sie sind nicht so dumm, den sich daraus ergebenden Schluß zu negieren. Sie könnten morgen selbst dort angekommen sein. Ohne jede Hoffnung. Das macht ihnen sichtlich Angst.
Braucht die Süddeutsche nach dem Verkauf eigentlich noch alle Leute? Kann man da nicht rationalisieren? Kosten sparen? Journalisten rauswerfen? Vom Journalisten bei der überregionalen Tageszeitung direkt zum Lumpenpack. Das ist Deutschland.
In der Hartz IV Gemeinde ist der ohne jede Ausbildung heute eben neben dem Ingenieur mit Auslandserfahrung. Da sitzt der Ex-Top-Vertriebsmann neben der Personalleiterin. Die MTA neben dem Dipl. Chemiker. Die Hartz IV Gemeinde wird immer mehr zum Spiegelbild der deutschen Gesellschaft. Nur die Pfaffen und Politiker fehlen. Aber die ersten Volkswirte aus Wirtschaftsinstituten sollen in Berlin und Köln schon aufgetaucht sein.
Der neoliberale Wirtschaftsfaschismus wendet sich eben nicht nur gegen die ganz Schwachen. Er schwächt alle und jeden, bis jeder zum Opfer wird. Da hilft es nicht bei BMW am Band mehr Leistung zu bringen und nie krank zu sein. Das hilft auch nicht in der Personalabteilung. Achttausend Leute weniger in der Produktion machen übermorgen auch tausend in der Verwaltung übrig.
Mittleres Management ist doch nichts anders als eine freundliche Bezeichnung für Hartz IV Empfänger im Wartestand. Niemand braucht ein mittleres Management. Die Aufgaben gehen entweder an die Geschäftsleitung oder an einfache kaufmännische oder technische Angestellte. Da in deutschen Großunternehmen ja keine Innovationen mehr in neue Produkte umgesetzt werden, können alle entlassen werden, die teuer sind, weil es nur ihre Erfahrung möglich machte, neue Verfahren einzuführen.
Der Industriemeister der die Möglichkeiten seines Maschinenparks nachts um drei im Vollrausch runterbeten könnte, wird nicht mehr gebraucht. Genausowenig wie der Reparaturschlosser der mit etwas Draht und drei Zaubergriffen, die Maschine über zwei Schichten am laufen hält um sie in der Dritten dann richtig zu reparieren.
Wer braucht schon noch die Kostenrechnerin, die schon mit einem Blick Abweichungen erkennt und sie gar nicht erst zur Bedrohung werden lässt. Das machen heute Computer, deren Vorgaben allerdings genauso schwammig, wie die Politik der Bundesregierung sind. Wenn wir den gleichen alten Dreck nur zu immer geringeren Lohnkosten weiterproduzieren, dann brauchen wir den Ingenieur nicht mehr, der mit neuer Formgebung erhöhte Stabilität bei geringerem Materialaufwand schafft.
Wir brauchen auch die Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung nicht mehr, wenn sich die Manager nicht mehr trauen, wirklich Neues in die Produktion zu bringen. Für die heute gebauten BMWs braucht man keine Topverkäufer. Das kann ein Prospekt erledigen. Es gibt ja nichts neues was erklärungsbedürftig wäre, oder den Wagen aus der zähen Masse der kaum verkaufbaren hervorheben könnte.
Wenn die Firmen aber keine Forschung mehr brauchen, weshalb dann noch Universitäten und Gymnasien unterhalten. Hartz IV kann man auch mit Hauptschulabschluß beziehen. Wenn die nächste Serie von neuen BMWs sich dadurch auszeichnet, das sie ein Plastikväschen mit einer Plastikblume und Plastikwasser aus China am Armaturenbrett trägt und Siemens die nächsten medizinischen Geräte mit Holzimitation verkleidet, dann brauchen wir viele Leute nicht mehr.
Wir brauchen dann auch die Bankangestellten nicht mehr. Die geben ja schon lange keine Kredite mehr für Innovation oder gar an den Mittelstand oder die kleinen Unternehmen. Die wollen ja Renditen wie Ackermann. Produktion bedeutet aber immer auch das Risiko des Scheiterns. Risiko ist aber etwas das in der Welt der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten niemand mehr tragen will. Sich verspekulieren mit Aktien oder Hypotheken. Das ist nicht wichtig. Das gehört dazu. Aber einen Kredit für ein neues Produkt in den Sand zu setzen, ist einfach abwegig. Das Geld hätte man doch in amerikanischen Hypotheken verlieren können.
Wer von Wachstum redet, darf nicht neoliberal denken. Neoliberal zu denken und zu handeln, bedeutet direkt von staatliche Subventionen und durch harte Gesetze geschützt zu existieren. Es bedeutet Verantwortungslosigkeit und die Unfähigkeit ein Risiko einzugehen. Neoliberal zu sein, bedeutet aber auch eine starke Verschiebung der Wahrnehmung, weg von der Realität und hin zu einer Scheinwelt, in der es als Leistungsnachweis ausreicht, andere um ihren Lohn, oder ihre Chancen betrogen zu haben. Eine Welt in der Subventionen und gesetzliche Vorteile wie eigene Leistung gewertet werden.
Die Anhänger der Religion der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten entfernen sich immer weiter von der Wirklichkeit und versuchen ihre Scheinwelt, als die einzig wahre darzustellen. Das ist krank. Allerdings ist keine Behandlungsmöglichkeit bekannt. Man kann die Erkrankten nur aus dem Entscheidungsprozess herausnehmen und pflegen.
Dann können reale Menschen, reale Entscheidungen in einer realen Welt treffen, die allen nützen und deren Schaden so gering wie möglich gehalten wird.
Gemein zu Frau Kiewel
Ich muss zunächst gestehen das ich Frau Kiewel nicht kenne. Ich vermeide die Gebühren erpressenden Sender weitgehend, auch wenn ich sie bezahlen muss. Ich will nämlich nicht so tief sinken, von dem Kakao, durch den ich gezogen werde, auch noch zu trinken. Wobei die weniger Kakao, sondern eher Scheiße liefern.
Vom Fernsehgarten habe ich nur eine diffuse Vorstellung. Wird da nicht gesungen? Volksmusik oder so? Florian Hinterlader und Susi Reblaus. Mir schüttelt schon der Gedanke. Aber nu is ja vorbei mit die Herrlichkeit. Der ehrenhafte Herr ZDF-Intendant Markus Schächter und der noch ehrenhaftere MDR mit der vielen Volksmusik haben Frau Kiewel wegen Schleichwerbung bei Kerner gefeuert.
Ick wusste gar nich, das es bei Kerner oder Beckmann schleichende Werbung gibt. Das ganze sind doch Dauerwerbesendungen für Schwachsinnige. Aber sie schleichen so dahin. Ick brauche maximal zehn Minuten bis ick eingeschlafen bin. Würde ich an Schlafstörungen leiden, würde ich Kerner und Beckmann auf DVD brennen. Aber ich habe drei kleine Kinder und Schlaf ist Luxus. Trotzdem würde ich Kerner und Beckmann gerne brennen, aber das gehört nicht hier hin.
Die Kiewel hat also bei Johannes dem Entkernten Reklame für die Weight Watchers gemacht. Die finde ich eher lustig. Es hat schon was, wenn so eine Horde übergewichtiger Damen in einem Hühnerwald, im Hinterzimmer darüber sinniert, das sie gerade zehn Gramm abgenommen haben und dann nach vereinter Mühe, vorne die Hähnchen mit Pommes auffressen. Ich watche mein Weight auch immer. Ist lustig. Entweder tilt die Waage oder ich hab die falsche Brille auf.
Aber was verdammt noch mal stört den Schächter, das ZDF und den MDR an Schleichwerbung. Wenn Maybritt Illner die Interessen der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten vertritt, dann hat der Schächter und das ZDF doch auch nichts dagegen. Genauso wenig wenn der von Fallobst im Phönix das gleiche tut, oder die Slomka bei den angeblichen Nachrichten wütet. Der MDR hat sich auch noch nie die Aufgabe von Sabine Christiansen oder jetzt der Will gefordert. Die dürfen für Kannegießers INSM, Werbung bis über das kollektive Erbrechen hinaus machen.
Was unterscheidet neoliberale Wirtschaftsfaschisten denn von irgendwelchen Gewichtsbeobachtern. Ich sehe da keinen Unterschied. Die Gewichtstanten kosten vielleicht ein wenig Geld, vor allem wenn man das Zeug ißt, das sie in Läden verkaufen wollen, aber eigentlich sind die ungefährlich. Man kann da jahrzehntelang Mitglied sein, ohne abnehmen zu müssen. Die lieben geradezu die schweren Aufgaben.
Anders ist es bei den neoliberalen Wirtschaftsfaschisten gegen die Schächter, das ZDF und der MDR gar nichts tun. Die kosten nicht nur ein Vermögen, sie ruinieren in ihrer neoliberalen Verantwortungslosigkeit auch das ganze Land und stürzen Millionen Menschen ins Elend, nur um ein paar verkommene Kapitalbesitzer glücklich zu machen.
Die sollen die Frau Kiewel weiter schleichend Werbung machen lassen, wenn sie nicht aktiv etwas gegen die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten unternehmen wollen, die praktisch das gesamte Programm unterlaufen haben. Aber der Schächter vom ZDF und seine Freunde bei der ARD haben die Quittung ja längst gekriegt.
13,4 Ouote für die ARD und 12,8 Prozent für das ZDF bestätigen das die Zuschauer den Gebührenerpressern weglaufen. Niemand will deren Schleichwerbung für neoliberale Wirtschaftsfaschisten mehr sehen. Das stört die Herren von ZDF und ARD allerdings wenig. Denen ist es egal wer sie sieht. Bezahlen müssen ja doch alle.
Würde man mir persönlich einen Wunsch freigeben, dann möchte ich gerne wissen, was Herr Schächter und die Herren der ARD, an Geld für ihre neoliberale Schleichwerbung bekommen. Aber diesen Wunsch wird mir wohl keine Fee gewähren. Selbst Feen sind machtlos gegen den neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Dreck. Aber das die Bürger immer weniger hinsehen ist ein gutes Zeichen. Die Bürger sind schlauer und beginnen sich zu wehren.
Da kann der Schächter auf Nebenkriegsschauplätzen machen was er will. Es glaubt ihm keiner mehr.
1, 2, 3, 4, Eckstein,
1, 2, 3, 4, Eckstein,
Alles muß versteckt sein
Hinter mir und vorder mir
Gildet nicht
Komme!
Wieso fällt mir nur ein Kinderreim ein, wenn ich an BMW denke. Das deren Obermime Norbert Reithofer freudig 8.000 Menschen entlassen will, um den vom rechtsgültig verurteilten Ackermann, vorgegebenen Renditewerten näherzukommen, ist bestimmt kein Kinderreim. Obwohl es natürlich gut möglich ist, das Reithofer oder seine Mannen, einfach an den Stempelkarten abzählen, wer bleiben darf und wer gehen muss. Manager treffen ja selten Entscheidungen mit Verstand.
Bei der Rendite ist es wie mit dem Schwanzvergleich unter kleinen Jungs. Keiner hat wirklich etwas zu bieten, aber alle sind mit dem Vergleich beschäftigt. Rendite sagt nämlich leider überhaupt nichts über die Leistungskraft des Unternehmens aus. Siemens verdiente durch Bestechung ganz gut. Ackermann und die Deutsche Bank ließen sich ihre Verluste aus der amerikanischen Hypothekenkrise im wesentlichen über die Länderbanken, die IKB und die Kreditanstalt für Wiederaufbau, sowie diverse Kommunen erstatten, die zweifelhafte Produkte der Deutschen Bank aufgedrückt bekamen.
Wenn sie also alle da rumstehen und mit ihren nutzlosen Renditepipimännern imponieren wollen, dann ist das Quatsch, zumal die damit noch nicht einmal pinkeln können. Die Frage, wie eine Rendite erwirtschaftet wurde und wer sie bezahlt hat, wird mit der Prozentzahl der Rendite aufs Kapital nicht beantwortet. Einige haben ihre Rendite nur vom Steuerzahler, oder wie die Energieversorger durch ein Monopol. Mehdorn lässt einfach die Bahnstrecken verfallen, um beim Schwanzvergleich mit dabei sein zu können.
Nun könnten uns Deutschen die Entlassung bei BMW so ziemlich egal sein. Außerdem Motorradwerk in Berlin, handelt es sich um ein innerbayrisches Problem. Vermutlich werden Beckstein und Huber sofort Staatsknete von Frau Merkel beantragen, um BMW zu subventionieren, was zwar nichts an den Entlassungen ändert, aber die Rendite hebt und damit den Wirtschaftsstandort Bayern wieder einmal auf Kosten aller Deutschen glänzen lässt.
Zum anderen sollen viele Zeitarbeiter betroffen sein, was auch nicht schlecht ist, da es selbst dem Dümmsten klar machen müsste, das Zeitarbeit eben keine Arbeit, sondern befristete Lohnsklaverei ist, die weder Sicherheit noch sonst irgendetwas über die Situation eines Tagelöhners hinaus bietet und nur für so seltsame Sozialdemokraten wie Wolfgang Clement etwas Gutes ist.
Natürlich sind Entlassungen wie immer völliger Blödsinn. Sie sind das Eingeständnis, das, das Management eben zu dumm war, um seine Aufgaben zu erfüllen. Es reicht eben nicht seine Fahrzeuge mit allerlei Tricks in irgendwelchen Automagazinen gut aussehen zu lassen, wenn sie grundsätzlich immer weiter am Markt vorbeigehen. Ich erinnere mich noch gut an meinen letzten BMW. 7er. Die ersten mit dem Mäusekino, das mir erzählen wollte, wann ich in die Werkstatt musste. Wirklich genial.
Kaum hatte ich die Karre abgeholt, wollte sie schon wieder in die Werkstatt. Ein- zweimal bin ich ja noch hingefahren, dann habe ich das Mäusekino und seine ulkigen Anzeigen ignoriert. Zumal das Ding nach 700 km schon neue Reifen oder Bremsen haben wollte. Aber da hatte ich nicht mit BMW gerechnet. Die Karre blieb einfach stehen. Ich habe mich dann von dem Drecksding teuer scheiden lassen und mir ein Auto gekauft das fuhr, wenn ich fahren wollte.
Heute sind solche Probleme kein Thema mehr. Zumindest gibt es eine Mobilitätsgarantie oder gab sie. Eigentlich kauft man sich ja ein Auto um mobil zu sein. Aber egal. Heute höre ich von BMW-Fahrern, das die Kutschen irgendwie veraltet sind. Gar nicht so im Detail, als mehr im Gefühl. Es ist wie die hundertsechunddreißigste Folge vom Terminator. Man konnte die dritte kaum ertragen.
Es ist auch nicht so, das BMW nichts in der Forschung hätte, das einen hinreißen könnte. Aber zwischen Forschung und real existierendem BMW ist ein Loch. So ähnlich wie zwischen der Traumfrau und dem täglichen Einerlei. Nur das die Traumfrau erreichbarer ist. Mir fällt kein Grund ein, mir einen BMW zu kaufen. Gar keiner. Das ist nicht gut. Mir fallen nämlich Gründe für einige Daimler und ganz viele Porsche ein, um die zu kaufen. Auch andere Hersteller könnten mich reizen. Aber BMW lässt mich kalt.
Würde mich BMW anmachen, wenn sie billiger wären, oder mehr Rendite erwirtschaften. Ich fürchte nein. Das Problem von BMW sind also nicht die Kosten oder die Rendite sondern langweilige Autos. Ich bitte die Dreierfahrer muslimischen und nichtmuslimischen Glaubens einfach wegzuhören. Ihr seid nicht gemeint. Für euch ist BMW interessant. Aber wenn es um Autos geht. Dann ist dort Fehlanzeige.
Dieser nachgemachte Geländewagen. Dafür gehe ich nicht einmal vor die Tür. Der von Porsche gefällt mir äußerlich auch nicht. Aber der hat innere Werte. Unter der Haube. Den alten G von Daimler würde ich sogar persönlich zu Fuß am Werkstor abholen. Aber einen BMW. Den will ich nicht einmal geliefert.
Natürlich bin ich nicht die Allgemeinheit und ein guter Kaufmann hat mir mal gesagt: "Jeden Morgen steht ein Doofer auf, dem man alles andrehen kann. Man muß ihn nur finden.". Mag ja sein, das die noch genug Kunden finden, aber nicht mehr zu den Preisen und Margen die sie gerne hätten. Wenn es aber nicht mehr genug Dumme ..., Verzeihung, Kunden gibt, die die Preise zahlen, die man haben möchte, dann sollte man das Produkt ändern und nicht die Mitarbeiter entlassen.
Obwohl. Den Vorstand und den Aufsichtsrat, der die Firma in diese mißliche Situation gebracht hat, den sollte man feuern. Besser gesagt mit Fußtritten aus dem Laden befördern und natürlich keine Abfindungen zahlen, sondern Schadensersatz fordern. Aber das bleibt in Deutschland ein Traum. Hier werden die Gehälter der Verantwortlichen erhöht und diejenigen die nichts dafür können, müssen die Verantwortung tragen und werden gefeuert. Aber wenigstens werden sie danach noch als arbeitsunwillig beschimpft. Das ist Deutschland. Aber nicht mein Deutschland.
Der irre Pit
Gestern Abend tauchte der irre Pit mal wieder bei uns in der Kneipe auf. Eigentlich heißt er ja nicht Pit, aber da er seit Jahrzehnten als einzige Droge, auf jene prickelnden Brausebonbons steht, die mal als Prickel-Pit bekannt waren, ist der Name Pit an ihm haften geblieben. Mir fällt sein richtiger Name zwar noch ein, aber der tut nichts zur Sache.
Pit ist Saisongast. Er taucht nur zu den Feiertagen wie Weihnachten, Ostern und nur natürlich Pfingsten auf, dazu meist noch ein paar mal im Sommer in der Ferienzeit. Er ist Insasse einer psychatrischen Klinik, die früher mal Nervenheilanstalt, Klapse oder Irrenhaus hieß. Scheinbar werfen die da in den Ferien und zu den Feiertagen alles raus, was nicht an der nächsten Straßenecke ein Messer zückt und Passanten zerlegt. Pit würde nie Passanten zerlegen. Pit ist und war immer schon anders. Er ist tödlich, aber eher nervtötend.
Diesmal trat er in einem hellen Kamelhaarmantel auf, der Schnallen mit dunkelbraunen Lederknöpfen auf den Schultern und sonst auch ziemlich knopfbesetzt war. Auf den Schulterklappen waren jeweils zwei USB-Videocameras befestigt von denen eine nach vorne und einenach hinten sah. Die Drähte aus den Kameras liefen auf dem Rücken in einem alten C-Netz Funktelefon der Firma Siemens zusammen, das in einer Ledertasche steckte, die mit dem Mantelrücken vernäht war.
Die Anschlüsse sahen professionell aus, wenn auch die Anzeige des Funktelefons verriet, das es schon lange keinen Strom mehr hatte. Aber es gab ja auch schon lange kein C-Netz mehr. Während der Mantel in die 60er Jahre gehörte, passte das Handy ans Ende der 80er Jahre.
Wir brauchten Pit nicht zu befragen, was das ganze sollte. Das war ja schließlich sein Auftritt. Er erklärte uns, das er jetzt für das Innenministerium arbeite und gerade die aktuelle Version der neuen Bürgertotalüberwachung teste. Das sei viel besser als all die Abhörmaßnahmen, die ja doch nicht funktionierten. So könne Wolfgang Schäuble oder seine Beauftragten direkt mit dabei sein. Die Kameras hätten ja alle neben dem Objektiv auch ein Mikrophon.
Pit erwartet schon lange keine Kommentare mehr zu seinen Auftritten. Eigentlich erwartet er gar nichts mehr. Er will kein Geld, keinen Alkohol. keine Drogen. Gerade weil er nichts mehr will, macht er doppelt betroffen. Aber Pit wäre nicht Pit, wenn er uns nicht auch noch einen Ausblick auf die Zukunft schenken würde.
Vor Ostern soll er ein neues Modell der Bürgertotalüberwachung bekommen. Viel leistungsfähiger. Die Kameras sollen dann in einer Brille integriert sein und an den äußeren Ecken positioniert, quasi wie Froschaugen einen seitlichen, sowie einen nach vorne gerichteten und sogar einen rückwärtigen Blick erlauben, wobei nur noch an der Scharfeinstellung in den Grenzbereichen gearbeitet würde.
Der wirkliche Clou aber sei, das auf die Innenseite der Brille Nachrichten und Filme dargestellt würden, um dem Bürger die notwendigen Anweisungen und Anregungen zum Denken zu geben und ihn in Notfällen ganz vom Blick auf seine reale Umwelt zu trennen. Unnötig zu sagen, das dies von Musikeinspielungen in Hörgeräte unterstützt würde. Damit sei dann endlich nicht nur die Rundumüberwachung, sondern auch der Rundumschutz des Bürgers vor schlechten Wahrheiten gewährleistet.
Ich glaube ich sagte schon das Pit nervtötend ist. Verrückte und kleine Kinder können Dinge aussprechen, die man selber kaum zu denken wagt. Früher konnten wir uns ja immer fragen, welche Droge er gerade genommen hat, aber heute wissen alle, das bei Pit keine Drogen mehr wirken. Daran verzweifeln ja auch seine Irrenärzte. Sie können in ihn reinpumpen was auch immer sie wollen, er reagiert nicht und wenn dann nur mit einem übergangslosen Totalzusammenbruch.
Genauso beim Alkohol. Er kann trinken, bis die die Leber versagt. Ihm sind auch zwei Flaschen Wodka nicht anzumerken, bis er zusammen bricht. Er schiebt das auf seine erste Runde in der Klapse. Das war damals, als die alle ruhig stellten, bis sie die Patienten auf die Leine hängen konnten. Damals müssen sie seiner Meinung nach, seine Rezeptoren für Drogen durchgebrannt haben.
Ich kenne ihn schon ewig. Er hat damals an der TU Maschinenbau studiert. Da er körperlich groß ist, interessierte er sich für Mikromaschinen. Logisch. An den Großmaschinen waren die ganz kleinen Ingenieure. Er war damals noch ziemlich normal. Nur das er ab und an auf die Aussichtsplattformen an der Berliner Mauer ging, seinen Schwanz rausholte und onanierte bis er abspritzte und dabei rief, das er den deutschen Osten befruchten wolle, verwirrte andere ein wenig.
Aber in jener irren Zeit, in der unser Zeitungszar gegem jeden und vor allem die Mauer und die Menschen im Osten hetzte, war dieses Verhalten nicht absonderlich genug, um wirklich Aufmerksamkeit zu erregen. Da gab es viel verrücktere Vorschläge. Außerdem war, wenn auch nicht die Befruchtung des Osten, so doch ein regelmäßiger Verkehr, durchaus das, was viele wollten.
Selbst hässliche Männer mit überzähligen Jeans und wenigen Westmark fanden im Osten schöne, kluge und vor allem sexuell freie Frauen, die den Jungs aus der Hose und zur Befreiung verhalfen. Die mangelnde Moral des real existierenden Sozialismus wirkte sich positiv auf das Selbstwertgefühl der Westberliner Männer aus.
Vor allem aber diente die Mauer als sichere Grenze. Dabei wäre die bei den Ostfrauen, die ja viel selbstständiger und freier als die im Westen waren, gar nicht nötig gewesen. Die wollten häufig ja gar keinen festen Kerl, sondern befanden sich ständig in den Wechseljahren. Nur wechselten sie die Kerle. Aber ich schweife in fröhlichen Erinnerungen ab.
Nachdem Pit mit seiner Mauerwichserei nicht so richtig Erfolg gehabt hatte und ihm für sein Studium entweder das Geld oder die Lust fehlte, ergriff er einen der beiden wichtigsten Berufe für Hochschulabgänger in Berlin und wurde Taxifahrer. Das war schwierig, da man dort Kenntnisse der Berliner Straßen nachweisen musste. Deshalb wurde die Mehrzahl ja auch Kellner. Aber Pit fuhr Taxi. Meist in der Nähe der Uni.
Ich weiß nicht ob er irgendwie noch weiter studierte, oder nur die Nähe von Bekannten suchte. Irgendwann war er jedoch verschwunden. Das war damals nicht weiter wild. Die Leute kamen und gingen. Ein paar gingen sogar wieder nach Hause um sich ihren Eltern und deren Vorstellungen von einem wirklichen Leben zu unterwerfen. Solange kein unbezahlter, trauender Vermieter zurückblieb, interessierte das niemanden.
Irgendwann hörte ich das Pit in eine Kirche eingetreten sei. Zu der Zeit hatte ich eine Kneipe, in der ich allabendlich dafür sorgen musste, das nicht nur Bier, Schnaps und Essen in ausreichender Menge und angemessener Qualität vorhanden waren, sondern auch noch für die Unterhaltung meiner Gäste verantwortlich. Die Ansprüche waren damals sehr hoch.
Deshalb war jeder Wirt bemüht, sich einen endlosen Strom von Miniauftritten zu sichern. Das war aber nicht weiter schwierig weil viele Leute nur davon lebten, solche Auftritte zu gestalten. Egal ob die Laugenbrezelverkäufer, die Händler von Raubdrucken, Wanderbands, das alternde Blumenmädchen, das mit Ende vierzig nicht nur Blumensträußchen im Biedermeierstil vertickerte, sondern auch oft genug einen jungen willigen Hahn auf der Toilette vernaschte.
Natürlich auch "Wollen Rose kaufen", die Heilsarmee, den Einzelsänger oder Gedichtevortragskünstler und jene Afrikaner, die echtes Elfenbein aus Rinderknochen und ganze Elefantenherden aus Holz anboten, aber auch Tiermasken und Schilde. Hauptsache es passierte was.
Der Wirt hatte nur dafür zu sorgen, das diese Gauklertruppen sich nicht gegenseitig ins Gehege und in die Haare gerieten. Es war eine schöne Zeit. Auch Pit tauchte da immer wieder als Verkünder seinen charismatischen, pfingstlerischen Glaubens auf. Seine Kirche glaubte, das Gott sie so lieb habe, das er an ihnen das Pfingstwunder ständig wiederholte. Sie glaubten das sie in fremden Sprachen reden könnten, wenn sie im religiösen Überschwang vor sich hin brabbelten. Aber die Show war gut. Zumal er auch Prophezeiungen bot und in seiner Kirche sogar Heilungen versprach.
Damals freute sich Pit noch über ein Essen. Trank den Schnaps aber nur heimlich hinter der Tür mit dem Schild "Privat". Der Weg vom Frommen zum Pharisäer ist eben kurz. Ich gebe allerdings zu, das ich meinen Spaß daran hatte und ihm eher einen mehr gab. Bei Gras hatte er übrigens weniger Probleme, weil das den Geist angeblich erweiterte. Da hatte er ja auch nicht ganz unrecht. Auf Gras spinnt sich viel leichter als auf Wodka.
Plötzlich veränderte sich Pits Aussehen. Vom ewigen Studenten zum Mann im Anzug. Zwar hatte er immer noch kein Geld, aber nun wollte er Mitglied bei den Geschäftsleuten des vollen Glaubens werden. Wenn ich ihn richtig verstand, waren das welche, die viel spendeten und deshalb einen besseren oder schnelleren Platz im Himmel bekommen würden. Ich sah sie eher, als diejenigen, die jene Gutgläubigen abzockten. Aber damals war mir das egal.
Mit seinem Taxifahreinkommen und den paar Spenden die er auf den Kneipentouren einsammelte, konnte er aber kaum mit diesen Geschäftsleuten mithalten. Das sah auch Pit ein und kam auf eine verblüffend einfache Lösung. Er raubte eine Bank aus. Auf den veröffentlichten Fahndungsfotos, war er in voller Größe und ohne jede Tarnung zu erkennen. Trotzdem dauerte es Wochen oder gar Monate bis ihn jemand verpfiff.
Als Pit dann erklärte das Gott ihm befohlen habe, die Bank zu überfallen und das Geld zu spenden, trennten sich seine Kirche und die gläubigen Geschäftsleute von ihm und der Richter steckte ihn nicht in den Knast, sondern in eine damals berüchtigte Klapse, wo sie ihn in einem rosaroten Nebel der Glückseeligkeit versenkten.
Obwohl sie die Dosis immer weiter erhöhten, bekamen sie ihn nicht ruhig. Freunde spielten mir später mal die Dosierungen zu. Damit hätte man sämtliche Insassen längerer afrikanischer Flüsse auf einen Dauertrip schicken können. Moral ist eben wenn man trotzdem lacht und verordnet. Aber bei Zwangseinweisungen war man damals auf der sicheren Seite. Nur selten kümmerten sich Bürger um das, was diese Art von Ärzten trieb.
Auf jeden Fall wurde Pit wohl immer klarer und anstatt den Rasen mit der Nagelschere zu mähen, verabschiedete er sich aus der Klapse und tauchte nach einigem hin und her Nachts bei uns in der WG auf. Als ich mitten in der Nacht nach Hause kam, saß Pit in unserem Wohnzimmer und anstatt mit der mitgebrachten Frau für die Nacht meinen Spaß zu haben, durfte ich Pits Horrorgeschichten aus der Irrenanstalt über mich ergehen lassen.
Weil ich ja schon damals zu jedem Scheiß meinen Senf dazugeben musste, hatte ich das Ding natürlich an der Backe. Man breitete den Fall vor mir aus und erwartete einen detaillierten Plan, was zu tun sei. Natürlich war in dieser Nacht nichts mehr mit vögeln und die Frau von damals bewundert mich nach eigenem Bekunden zwar heute noch, aber wir haben nie miteinander geschlafen, weil sie am nächsten Mittag abreiste und wir nur noch telefonischen und brieflichen Kontakt hatten.
Die Sache an sich war einfach. Vom geraubten Geld hatte Pit ein Auto der Oberklasse gekauft, das aber noch nicht geliefert war, um mit den Geschäfsleuten auf du und ich oder so ähnlich agieren zu können und den wesentlichen Rest gespendet. Für sich selbst hatte er nur eine Miete bezahlt und einen weiteren Anzug mit Socken gekauft. Die Socken waren ihm damals wichtig.
Die Kirche gab die Spende wieder zurück und das Autohaus mache den Vertrag und die Anzahlung rückgängig. Ein paar Freunde brachten die fehlende Summe auf und ich konnte mit einem Anwalt, sowohl die Bank, als auch die Staatsanwaltschaft davon überzeugen, die Sache etwas herunter zu fahren und dafür zu sorgen das Pit nicht in die Klapse sondern in den Knast kam. Er kriegte sieben Jahre, mit denen er ganz zufrieden war, zumal er schon vor der Zweidrittelstrafe wieder herauskommen sollte.
Dummerweise verlor er im Knast seinen Glauben, nicht weil die JVA-Tegel so gemein zu ihm gewesen wäre, sondern weil sein Pastor beim Fremdficken erwischt wurde und ein paar seiner Geschäftsleutefreunde wohl mit den Händen in der Kasse der Kirche waren, was in diesem Zusammenhang auch hochkam. Ich hatte das ganze nicht wirklich verfolgt, nur der bumsende Paster bestätigte mal wieder meine Vorurteile über die Frommen.
Nun hatte Pit keinen Glauben mehr und entwickelte sich immer extremer. Mal wurde er an der Gedächtniskirche mit jener Frau beim öffentlichen Geschlechtsakt erwischt, die Ficken für den Frieden propagierte, mal hat er öffentlich eine Ziege in einem Park gevögelt, wobei mir immer noch nicht klar ist, wo er mitten in Berlin die Ziege her hatte.
Für Pit begann damit die typische Drehtürkarriere. Rein in die Klapse, Therapieversuch, raus aus der Klapse. Da Medikamente nicht halfen, kam die Gesprächstherapie. Pit wurde zum ausgefuchsten Hasen. Egal womit der Seelenklempner auch kam, Pit erkannte schon an den ersten drei Worten welche Melodie gespielt wurde, und spielte eifrig mit. Irgendwann müssen die Jungs in Weiß aufgegeben haben.
Der Gesellschaft waren Pits Eskapaden auch ziemlich egal. Nur das er in der Psychatrie eine weibliche Patientin und eine Pflegerin wohl ziemlich gleichzeitig geschwängert hat, sorgte noch einmal für Rauschen im Blätterwald. Ich weiß nicht ob sie ihn dann kastriert haben, aber es liefen solche Gerüchte rum. Ihn selbst habe ich nie gefragt.
Allerdings wurden seine Auftritte anders. Das kann aber auch am Alter liegen. Er wurde kritischer. Trat in immer neuen Rollen auf, in denen er die Dinge erschrecken auf den Punkt brachte. Ich erinnere mich noch gut wie er mit einem Gestell und vielen Leinen auftauchte.
Er hatte auch eine Erklärung. Er übe das Führen von Pferden an den Fahrleinen, das Griffeklopfen, da er demnächst Fahrer bei Wolfgang Clement werden solle, der unbedingt mit einem Sechzehnerzug von Arbeitslosen gefahren werden wolle, und da müsse er doch mit Leinen zurechtkommen, damit die Arbeitslosen in den Kurven nicht übereinander fallen.
Genauso war er mal Fallensteller für Angela Merkel. Er sollte die CDU und CSU Obermimen wegfangen die ihr im Weg waren, oder sie doch zumindest zu Fall bringen. Davor lief er mit einem ganz kleinen Hämmerchen durch die Gegend und klopfte alles ab um dann in Blümschen Tonfall zu erklären, das die Rente und der Tisch oder das Haus sicher seien. Da war er vom Rententüv.
Natürlich ist Pit irre. Vollständig irre. Warum zum Teufel erscheint er mir nur ab und so verflucht normal? Ich habe da einen Verdacht. Gerade als er den Tester für Schäubles Bürgerüberwachtung gab. Ist er vielleicht gar nicht verrückt. Sieht er vielleicht nur Dinge, vor denen wir unsere Augen fest verschlossen haben.
Natürlich ist Schäubles Bürgerüberwachung in Pits Stil schon rein technisch nicht machbar. Aber wird das Schäuble und Co. aufhalten. Der BKA-Herold hat bei seinen Rasterfahndungen damals auch Ergebnisse eingefahren und Daten gespeichert, die wir bis heute noch nicht alle verarbeitet haben. Hauptsache sammeln. Was tun, wenn Pit gar nicht so verrückt ist?
Kaffesatzleserei in Sachen Mohn/Bertelsmann
Das ich persönlich die Geschäfte der Mohn/Bertelsmanngruppe sehr kritisch sehe, dürfte meinen Lesern bekannt sein. Ich halte die Aktivitäten, die zb. im Auftrag der Familie Mohn durch die Bertelsmannstiftung durchgezogen werden für zutiefst demokratieschädlich und für den Beginn einer Diktatur durch das Unternehmen. Unnötig zu sagen, das dich die Nähe dieser verabscheuenwürdigen Stiftung zu Gewerkschaften und Politik auf das schärfste verurteile.
Thomas Middelhoff wollte Bertelsmann demokratisieren, indem er auf die Börse und den Kapitalmarkt als Gegengewicht zur Familie Mohn setzte. Die Familie Mohn, will aber ein Medien- und Verlagsunternehmen in dieser Größenordnung als Familiensache verstehen und hat Middelhoff gefeuert. Der Steuerzahler musste durch entgangene Steuereinnahmen dafür sorgen, das sich die Familie Mohn, die Bertelsmannanteile von 25,1 Prozent wiederholen konnte, die an Albert Frère, Herrscher über die Groupe Bruxelles Lambert (GBL) gegangen waren und die dieser an die Börse bringen wollte.
Jetzt will Bertelsmann Teile seines Buchclubgeschäftes und dem Vernehmen nach auch Gruner und Jahr verkaufen und gleichzeitig die letzten RTL-Anteile übernehmen. Das bedeutet im Klartext, das Bertelsmann Gewinne realisiert und den Steuerzahler wieder einmal nicht daran beteiligen wird, sondern das die Familie Mohn ihre Marktmacht im Fernsehen ausbaut. Auf Kosten aller Steuerzahler.
Damit würde RTL von den Börsen und aus jeder demokratischen Kontrolle verschwinden. Praktisch waren die verbliebenen 10 Prozent die nicht Mohn/Bertelsmann gehörten ja schon lange nicht mehr an Entscheidungen beteiligt, aber die Börsengesetze zwangen Mohn/Bertelsmann zu einer, wenn auch minimalen Offenheit.
Diese Offenheit wird es in Zukunft nicht mehr geben. Statt dessen kann die Familie Mohn tun und lassen was sie will. Durch die Gemeinnützigkeit ihrer Stiftung ist sie außerdem vor Steuerzahlungen weitgehend geschützt und kann damit alle Gewinne direkt dazu verwenden um Demagogie zu betreiben.
Dies wird bedeuten, das wir in der nächsten Zeit eine enorme Propagandawelle erleben werden, in der Private Partnership, also die Übernahme staatlicher Aufgaben durch die Privatindustrie, als das beste was den Menschen passieren kann, publiziert wird. Der Name Arvato wird dabei ständig fallen. Damit soll die Bevölkerung dafür reif geschossen werden, das die Familie Mohn persönlich darüber bestimmen kann, wer in Deutschland einen Personalausweis, Führerschein oder Reisepass bekommt.
Das ganze wird natürlich vornehmer ausgedrückt, indem Arvato, also die Familie Mohn und Bertelsmann, als Serviceunternehmen nur die Dienstleistungen erbringen, die sonst der Staat erbringen müsste. Selbstverständlich zunächst einmal billiger als Staat. Das mit dem billiger ist natürlich Unfug. Wie die private Müllentsorgung wird es um ein vielfaches teurer. Die Familie Mohn hat ja nichts zu verschenken, sondern will Ertrag und Mitspracherecht.
Wir können sicher sein, das über kurz oder lang, mißliebige Personen keine Ausweise mehr bekommen werden, nicht mehr beim Kindergeld oder der Rente berücksichtigt werden. Natürlich nur zufällig. Einzelschicksale. Nicht aussagekräftig. Verfahrensfehler. Tatsächlich aber wird die Familie Mohn die Macht übernehmen und die Macht mit RTL und n-tv auch noch zementieren können.
In diesem Zusammenhang fällt auf, das wichtige Standbeine wie Stern und Spiegel, sowie diverse Wirtschaftsmagazine, scheinbar nicht mehr wichtig sind. Kann es sein, das die Familie Mohn den Printmedien schon heute keine Bedeutung mehr zumisst, oder doch davon ausgeht, das sie in der Bedeutungslosigkeit verschwinden?
Mohn macht mit Arvato die Logistik für Printmedien. Mohn sammelt mit Arvato auch Adressen. Ist es schon soweit, das sich Mohn sicher ist, die Adressbestände der Deutschen auch so, und über die Melde- und Finanzämter in viel besserer Qualität zu bekommen. Sind die Entscheidungen für Mohn als Dienstleister und damit Herrscher über die deutschen Meldeämter schon gefallen?
Das alles ist Kaffeesatzleserei. Ich weiß es auch nicht. Aber ich bin mehr als beunruhigt. Ich finde wir sollten Bertelsmann und die Familie Mohn enteignen. Grund genug haben sie uns schon lange genug gegeben. Zumindest aber sollten wir die Gemeinnützigkeit für die Bertelsmannstiftung aufheben und am besten für alle anderen Vereinigungen auch. Diese Stiftungen und Vereine sind meist gemein, aber so gut wie nie nützlich.
Colorado sortiert die elektronischen Wahlmaschinen aus
Selbst in Colorado sind die Leute so schlau geworden die elektronischen Wahlcomputer in allen 64 Counties auszusortieren. Die vielfältigen Manipulationsmöglichkeiten an diesen Geräten, erlauben es den Machthabern in den USA sogar in ländlichen Bezirken nicht mehr, die Dinger einzusetzen. Die Gefahr das die Wähler auf die Barrikaden gehen, ist einfach zu groß.
Logisch, das die Dinger nun bei uns eingesetzt werden sollen. Anders können die machthabenden Politiker ja gar nicht mehr darauf hoffen, an der Macht zu bleiben. Egal was sich die Demoskopen zusammenlügen, ist mit erdrutschartigen Bewegungen zu rechnen, wenn die nächsten Wahlen nicht manipuliert werden können.
Deshalb werden wir bei der nächsten Bundestagswahl vermutlich flächendeckend Wahlmaschinen vorfinden. Wahrscheinlich müssen wir dann auch gar nicht mehr zur Wahl gehen. Das erledigt dann Wolfgang Schäuble für uns. Der weiß ja eh besser was für uns gut ist, als wir selbst.

















