Einträge für April 2007
Immer wieder Samstags
fällt der vor langer Zeit einmal sozialdemokratischen SPD ein, das sie sich von ihrem Koalitionspartner deutlicher abheben muss. Das ist schwierig, weil sie ja seit den Zeiten des Gerhard Schröders, genau wie die CDU/CSU, Befehlsempfänger der Bosse ist. Wenn zwei die Meinung des gleichen Herrn verkaufen müssen, wird es schwierig mit der Profilierung.
Aber zum Wochenende brauchen die Zeitungen Inhalte. Da macht sich so ein Koaltionkrach doch ganz nett. Dann bläst der Beck die Backen auf, das der dürftige Stoppelbart wie ein liebeskranker Seeigel aussieht. Natürlich darf er nicht pusten, sonst wird das nichts mit den schönen Aufsichtsratsmandaten nach seinem Ende als SPD-Chef. Also flötet er nur was vom Ende der Koalition.
Selbst Peter Struck, der so gerne beleidigt ist, wenn man ihm die Wahrheit über ihn selbst sagt, bläht sich auf und raunzt anstelle seiner Abgeordnetensklaven mal den politischen Gegner an. Gute Show. Macht was her.
Dummerweise scheint der Beck Schwierigkeiten mit dem Aufblasen und dem gleichzeitigen Verschluss der anderen Körperöffnungen zu haben. Schon am Sonntag hat er das Höschen voll und säuselt davon, das die Koalition nicht in Gefahr sei. Er kann sich vor Schreck über sich selbst gar nicht mehr einkriegen, der Held.
Wir Bürger hatten auch nicht erwartet, das eine von Beck, Müntefering und Struck geführte Partei sich so etwas wie eine eigene Meinung leisten will und kann. Ist doch viel zu teuer. Könnte ja die Altersversorgung gefährden.
Aber nun haben sie wirklich Grund die Hose voll zu haben. Die Halbwertzeit von Managerdankbarkeit ist nämlich denkbar kurz. Nachdem Werner Müller und sein getreuer Paladin Alfred Tacke geglaubt hatten, sich mit der Ministererlaubnis die ewige Dankbarkeit und damit auch Sicherheit erkauft zu haben, müssen die beiden Nichtbestochenen nun feststellen, das die Zeit der Dankbarkeit vorbei ist. Müller ist zum Abschuss durch die RWE freigegeben und Tacke wird wohl auch gehen müssen.
Natürlich wird es den goldenen Handschlag geben, aber das ist ein Almosen gegenüber dem, was die beiden Herren sonst noch hätten abzocken können.
Jetzt kommt sogar Wolfgang Clement ins Grübeln, der ja ganz zufällig und ohne das es einen Zusammenhang zu seiner bescheidenen Politik gegeben hätte, in die Aufsichtsräte gerutscht ist. Ich werde es mit Vergnügen sehen, wenn die auch ihn rauswerfen.
Ja so ist, das ein Verrat oder die Vernichtung einer sozialdemokratischen Partei reichen heute nicht mehr für dauerhafte Dankbarkeit. Müntefering und Struck werden wohl bis zum Rentenalter den Arbeitern das Geld stehlen müssen, die Sache mit den Jobs aus Dankbarkeit, läuft nicht mehr so gut wenn man die eigene Partei erst gründlich vernichtet hat.
Das ist natürlich nur Genuss an der Rache. An dem was Deutschland diesen Leuten zu verdanken, an den vernichteten Existenzen, den betrogenen Hoffnungen und an der verbauten Zukunft ändert das nichts mehr. Leider.
Aber wenn ein Handtaschendieb nicht gefasst werden kann, freut man sich doch wenn er vor ein Auto läuft. Das sieht dann irgendwie nach Gerechtigkeit aus, auch wenn es keine ist.
Was sich seit Marx geändert hat
Ich befürchte ich habe mit meinem Beitrag "Kommunismus ist nichts statisches" Daniel Weigelt von "Das rote Blog" nicht sehr glücklich gemacht, wenn ich seinen Artikel Gibt es heute noch Bourgeoisie und Arbeiterklasse? lese.
Ich bin darüber allerdings nicht traurig, weil ich schon lange der Ansicht bin, das diese Diskussion geführt werden muss.
Daniel schreibt:
Doch sind die grundsätzlichen Dinge des Kapitalismus, die Ausbeutung des Menschen durch die Aneignung seiner Arbeitskraft und des von ihm produzierten Mehrwertes heute noch immer die selben. Ohne genau diese Tatsachen, wäre es kein Kapitalismus mehr.
Das ist zweifellos richtig. Zu Zeiten von Karl Marx, konnte der Proletarier aber seinen Ausbeuter und dessen Handlanger noch benennen. Friedrich und Alfried Krupp waren sehr persönliche Gegner auch wenn sich Ausbeuter und Ausgebeuteter, wahrscheinlich niemals begegneten. Es gab einem Bezug.
Diesen Bezug gibt es zu der ThyssenKrupp AG eben nicht. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz als Vorstandvorsitzender ist kein Gegenüber mehr, zumal der sofort sagt, das er ja nur das macht, was sein Aufsichtsrat will. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Gerhard Cromme erzählt uns dann sofort, das er ja nur die Interessen der Kapitaleigentümer vertritt. Schuld, Verantwortung und Verpflichtung verlieren sich im Brei der Hauptversammlung. Der natürliche Gegner des Proletariats, das Kapital ist irgendwie diffundiert.
Daniel schreibt weiter:
Man liest also bei Jochen Hoff: “Ein Begriff wie Bourgeoisie ist genauso tot wie Karl Marx und der Begriff Arbeiterklasse.” Das ist einfach mal völlig falsch. In der Ausgabe des Kommunistischen Manifest von 1888 kommentiert Friedrich Engels die Überschrift “Bourgeois und Proletarier” folgendermaßen: “Unter Bourgeoisie wird die Klasse der modernen Kapitalisten verstanden, die Besitzer der gesellschaftlichen Produktionsmittel sind und Lohnarbeit ausnutzen. Unter Proletariat die Klasse der modernen Lohnarbeiter, die, da sie keine eigenen Produktionsmittel besitzen, darauf angewiesen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, um leben zu können.” Bisher hat es niemand geschafft, zu beweisen, dass diese Aussage heute nicht mehr zutrifft.
Ich werde mich hüten den wahren Kern dieser Aussage zu bestreiten. Wozu auch. Ich will wie schon zuvor darauf hinaus, das es den Besitzer der Produktionsmittel nicht mehr gibt oder besser, das er den Produktionsmitteln nicht mehr zuzuordnen ist. Nehmen wir Madeleine Schickedanz die rund fünfzig Prozent von KarstadtQuelle besitzt. Die Frauen die täglich über drei Stunden mit Bussen von und zur Arbeit in der Quelle-Kommissionierung in Fürth gekarrt werden und für einen 12-15 Stunden Tag eben nur acht Stunden miserabel bezahlt werden, können ihr trotzdem nicht zugeordnet werden. Sie lässt den Konzern verwalten. Nicht etwa über den Vorstandsvorsitzenden, der ist Angestellter, sondern über ihre Handlanger, die ihre Interessen durchsetzen, die aber niemand kennt.
Selbst in diesem einfachen Fall schaffen wir es kaum die Zusammenhänge herzustellen.
Daniel bemerkt weiter:
Solange er für den Besitzer der Produktionsmittel arbeitet, solange er selber keine Produktionsmittel besitzt, solange verkauft er seine Arbeitskraft als Ware an die Kapitalisten, solange wird er ausgebeutet. Da spielt auch der lächerliche Besitz von 5 rosa Aktien keine Rolle.
Den Besitzer der Produktionsmittel können wir leider nicht ausmachen. Wir verkaufen auch nicht mehr unsere körperliche Arbeitskraft sondern eine Mischung aus Erfahrung, Leistung, Wissen und Einsatzbereitschaft, die mit den Meßinstrumenten, die zur Akkordbestimmung in alten Zeiten benutzt wurden, nicht mehr meßbar sind. Arbeit hat in vielen Punkten ihre Vergleichbarkeit verloren. Selbst am Fließband und in der Zeche.
Natürlich ändert der lächerlichste Besitz etwas. Er symbolisiert Aufstieg. Weshalb wurde wohl der Begriff der Volksaktie erfunden. Natürlich um die Dummen zu fangen, aber auch um den Leuten vorzuspielen, das sie etwas zu verteidigen hätten. So hat Krupp schon seine Zechenhäuser für die Mitarbeiter gebaut. Gib einem Besitzlosen eine Ziege und er wird zum glühenden Verfechter des Besitzes.
Um eine Solidarität der Arbeitnehmer untereinander zu erreichen, auch die leitenden Angestellten sind übrigens Arbeitnehmer, fehlt also zum einen der Gegner und zum anderen steht der Schutzgedanke des eigenen Eigentums, der Stellung und der Ersparnisse im Wege. Das ist teuflisch gut gemacht und verhindert Solidarität in sehr weiten Bereichen.
Nehmen wir dazu die Medien, die von INSM und partikularen Interessen, wie der Familie Mohn gesteuert werden, mit den Wirtschaftsinstituten die alles beweisen, die Demoskopen die jede Jahrmarktswahrsagerin bei weitem übertreffen und ein Gebührenfernsehen das Handlanger einer gekauften Politikerkaste ist.
Deshalb werden ja sogenannte private Versorgungsformen wie Riesterrente gefördert und die Sozialversicherung immer mehr personalisiert. Wer Riester anlegt, muss ja die Interessen des vermeintlichen "Kapitals" vertreten, auch wenn er nur das wiederkaut, was andere, aus völlig anderen Interessen ihm vorgekauft haben.
Wir haben ihn also wirklich nicht mehr, den Proletarier und den Kapitalisten auch nicht. Zumindest nicht mehr für den normalen Bürger erkennbar.
Deshalb sind die alten Sätze vom Kampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie auch nicht mehr vermittelbar. Auch wenn sie in ihrem Kern richtig sind. Sie passen nicht mehr in diese Zeit. Wer hat denn Christan Klars Kapitalismuskritik in seinem Grußwort zur Rosa-Luxemburg-Konferenz verstanden. Eine Handvoll alter Männer und Frauen. Weder die Sprache, noch die Inhalte sind vermittelbar. Das ist auch mein ständiger Vorwurf an die Kommunistische Plattform. Redet so, das die Menschen es mit der Bildung, die man ihnen gelassen hat, auch verstehen können.
Wie soll ich heutzutage jemanden mit einem Marx-Zitat begeistern und aufwecken, der Big-Brother und DSDS sieht und Bild liest. Ich erinnere mich noch, das ich als sehr junger Jugendlicher beim Bier einigen meiner Schützenbrüder Dutschke übersetzt habe. Rudi hatte Recht, aber er konnte nicht zu den Massen sprechen. Er kannte ihre Sprache nicht und sie verstanden seine Sprache nicht.
Nicht einmal annäherungsweise einig bin ich mit Daniel in seiner Betrachtung von Hoffnung und Sehnsucht:
Ich überspringe den Teil des Beitrages von Hoffen und Sehnen und komme zum Schluss. “Denn Träume und Hoffnungen geben Kraft aus der mit ein wenig Wut und Entschlossenheit auch wieder Freiheit wird.” Träumen und Hoffen, verehrter Herr Bloggerkollege, hat noch nie einen Menschen satt gemacht. Hätten Che&Castro gehofft und von einem freuen Kuba geträumt, wäre die Insel heute noch immer quasie Privatbesitz von Bapista. Die Wut und die Entschlossenheit müssen eines bedeuten: Kämpfen! Kämpfen! Kämpfen!
Che und Fidel konnten gegen etwas kämpfen und sich selbst und ein paar Getreue motivieren. Das Volk konnten sie aber nur mit einem Traum gewinnen. Erst als das Volk Hoffnung auf Veränderung hatte, war es bereit zu kämpfen.
Dieses dreifache Kämpfen erinnert mich an einen der letzten Fernsehauftritte Möllemanns wo er uns an seinen Gedanken mit dem Satz "Kämpfen Jürgen! Kämpfen Jürgen! Kämpfen!" mitteilte und an die RAF, bei der es irgendwann nur noch um den Kampf ging.
Kampf ist völlig sinnlos, wenn es keine Sache gibt für die gekämpft werden kann. Sozialismus und Kommunismus sind Wegmarken aus der Vergangenheit. Wir aber müssen Ausschau nach Wegmarken für die Zukunft halten. Natürlich wäre es dumm, die Fundamente die uns Marx und andere liefern dabei zu zerstören. Nein wir können auf ihnen gut aufbauen, aber wir müssen sie eben auch so umbauen, das sie in unsere Zeit passen und auch noch für die nähere Zukunft geeignet sind.
Wir brauchen eine neue theoretische Diskussion die sich an unserer Wirklichkeit orientiert. Das ist machbar Herr Nachbar. Daraus lassen sich in unserer Sprache und innerhalb unserer Welt neue Ziele definieren. Neue Ziele und Träume bedeuten neue Hoffnung. Hoffnung bedeutet Kraft. Kraft ist die Grundlage um etwas zu verändern.
RAF Gerichtsverfahren
Die FAZ bietet ein ausgezeichnetes Interview mit Silke Maier-Witt
Über die Gerichtsverfahren in Sachen RAF halte ich folgendes für besonders wichtig.
Hat Sie es nicht gewundert, dass Ihre Aussage von der Justiz nicht aufgegriffen wurde? Folkerts wurde für den Buback-Mord zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nein, eigentlich nicht. Letztlich ist jedem, der in der RAF war, alles vorgehalten worden. Das war mehr so eine Art Kollektivbestrafung. Auch bei mir kam es nicht darauf an, was ich tatsächlich gemacht hatte, sondern darauf, alles Mögliche abzuhaken. In den Prozessen gegen die RAF-Mitglieder habe ich nicht das Bemühen entdeckt, die individuelle Schuld auszuloten.
Um zu verstehen, das innerhalb der RAF ein Denkprozess stattgefunden hat, folgendes Zitat.
Empfinden Sie Schuld oder Reue?
Reue ist schwierig. Ich empfinde eher Scham. Ich kann mich mit dem, was ich getan habe, nicht identifizieren. Sicher waren es nicht nur niedere Beweggründe, die mich zur RAF getrieben haben. Aber es war doch eher Schwäche als Stärke.
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, das die eifrigen Verfolger auch noch ins Nachdenken kommen. Aber das ist nicht sehr wahrscheinlich, denn das was sie für Gerechtigkeit halten ist zumeist nur Selbstgerechtigkeit oder die Unfähigkeit sich das eigene Versagen einzugestehen.
Kommunismus ist nichts statisches
Das rote Blog das sich selbst den Untertitel SOZIALISMUS 2.0 (beta) gibt, zitiert zu seinem ersten Geburtstag die Faschismusbeschreibung aus dem Programm der Kommunistischen Internationale (1928).
Im Grunde genommen kann der gesamte Auszug so wie er da steht, auf unsere heutige Situation und den neoliberalen Wirtschaftsfaschismus angewandt werden. Das bedeutet im Klartext, das wir seit 1928 nicht sehr weit in unserer Entwicklung gediehen sind.
Gleichzeit stellt der Besitzstandswahrer betrübt fest, das die Menschen keine Lösungen wollen, sondern Versprechungen und Hoffnungen.
Karl Marx starb am 14. März 1883 in London und Ernesto Che Guevara wurde am 9. Oktober 1967 in La Higuera, Bolivien im Auftrag der USA ermordet.
Das sind die unbestreitbaren Fakten. Wir haben einen seit 127 Jahre toten Philosophen und einen 50 Jahre toten Revolutionär. Auch wenn Karl Marx viele wichtige Dinge gesagt hat, so kommt er doch aus der Gründerzeit der Eisenbahn und das was der PC neben meinem Schreibtisch leistet, war während der Lebenszeit Che Guevaras überhaupt nicht vorstellbar. Die Messehallen in ganz Deutschland hätten zusammen nicht ausgereicht um solch einen Rechner aufzubauen, vom Stromverbrauch und der Störungsanfälligkeit gar nicht zu sprechen.
Auch wenn vieles was Karl und Ernesto gesagt haben, bis heute gültig ist, so stammt es in seiner geistigen Verankerung aus einer völlig anderen Zeit. Ein Begriff wie Bourgeoisie ist genauso tot wie Karl Marx und der Begriff Arbeiterklasse. Das sind Worte und Definitionen aus der Vergangenheit, an denen wir in falsch verstandener Treue festhalten.
Kein Mensch käme auf die Idee mit der Pferdekutsche zu Terminen zu fahren oder sich auf die Informationstechnologie aus den Zeiten von Che zu beschränken. Weshalb dann also diese ständigen geistigen Grenzen. Wir müssen die Mauern der Begriffe einreißen, die auf unsere Zeit einfach nicht mehr anwendbar sind.
Es gibt das Bürgertum des Karl Marx nicht mehr oder bestenfalls noch in aussterbenden Resten. Das Kapital wird mit zunehmender Geschwindigkeit auf immer weniger Menschen zusammengefasst, die nur noch wenige Handlanger brauchen und bezahlen.
Es gibt den Arbeitgeber des Karl Marx nicht mehr, weil die kleinen privaten Unternehmer auch nur noch Lohnsklaven oder wie man so schön sagt verlängerte Werkbank der Großen sind. Die Großunternehmen, deren Konzentration der Staat auch noch fördert, gehören niemandem mehr und lassen sich auch nicht mehr kontrollieren. Auch wenn es formal Aktionäre gibt, so sind diese doch machtlos. Die Macht gehört den Banken und anderen Kapitalsammlern und wird durch Vorstände wahrgenommen, die sich gegenüber niemandem verantwortlich fühlen und auch von niemandem verantwortlich gemacht werden.
Die Arbeiterklasse des Karl Marx mit ihren vielen Unterteilungen und Schichten gibt es schon lange nicht mehr. Es gibt zeitweilig Beschäftigte, bei denen die Art der Beschäftigung und die Entlohnung kaum noch etwas mit Qualifikation und Können zu tun hat, sondern von Faktoren wie gewerkschaftlicher Vertretung im Betrieb, momentaner wirtschaftlicher Situation und Glück bestimmt wird. Aber diese Gruppe der Beschäftigten hat keine Sicherheit und wird ständig durchmischt.
Die Welt hat sich geändert und anstatt den Rohstoff den uns die Arbeiterführer, Karl und Ernesto gegeben haben, weiterzuentwicklen, lamentieren wir lieber darüber, das der Mensch sich angeblich nicht nach dem Plan entwickelt. Dabei ist doch klar, wenn etwas nicht nach Plan läuft, dann ist der Plan falsch. Der Plan ist aber keine Hostie, kein Heiligtum sondern ein Werkzeug, nur Mittel zum Zweck.
Man macht einen Plan um ein Ziel zu erreichen. Ein Plan beschreibt den Weg von einem Zustand in einen anderen und nicht mehr. Die Planungsstrategen des real existierenden Sozialismus haben uns doch gezeigt, wohin der Glaube an den Plan und dessen unbedingte Durchsetzung führt. In die Unfreiheit, Armut und das Chaos.
Ernst Bloch hat uns mit seinen Prinzip Hoffnung und der konkreten Utopie ein Stück weitergeführt und vielleicht waren seine Schüler wie Braun, Holz, Zehm und Zwerenz nicht stark genug um weitere echte Wegmarken zu setzen. Es kann aber auch sein, das wir die Wegmarken nur gelangweit übersehen haben, weil wir ein Ziel am Horizont suchen und nicht vor unseren Füßen.
Meinen Kindern bringe ich bei auf den Weg zu achten, damit sie nicht auf die Nase fallen. Vielleicht sollten wir uns genau das in philosophischem Sinne erst einmal selbst beibringen. Anstatt nach dem Licht zu suchen, sollten wir Licht sein. Anstatt die Hoffnungen und Sehnsüchte der anderen zu verachten, sollten wir uns fragen, was wir zu deren Erfüllung tun können.
Jedes kleine Mädchen will Prinzessin werden und viele kleine Jungs Astronaut oder Lokomotivführer. Das sind gesunde Träume und Hoffnungen auch wenn sie sich nicht erfüllen. Menschen ohne Hoffnung sind tot, auch wenn sie noch atmen.
Das ist doch der Grund warum die neoliberalen Menschenverächter, den Leuten die Hoffnung nehmen und eine Hiobsbotschaft nach der anderen servieren. Sie haben Angst vor der Hoffnung. Denn Träume und Hoffnungen geben Kraft aus der mit ein wenig Wut und Entschlossenheit auch wieder Freiheit wird.
Wenn wir den neoliberalen Wirtschaftsfaschismus und seine Handlanger besiegen wollen, müssen wir den Menschen die Hoffnung und das Vertrauen zurückgeben. Das der planwirtschaftliche Sozialismus gescheitert ist, bedeutet doch nicht, das die gesamte Idee tot ist. Es ist nur ein Plan gestorben, der schon tot war, als er geplant wurde.
Ach, du lieber Augustin, alles ist hin!
Manche Nachrichten treiben einem einfach ein breites Grinsen ins Gesicht. Jörg Schönbohm hat ehemalige Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit aufgefordert, ihr Wissen über Details von RAF-Anschlägen zu offenbaren. Du kriegst die Tür nicht zu.
Ob irgendeiner von unseren Politikern überhaupt mal nachdenkt, bevor er das Maul aufmacht. Schönbohm will Unterstützung und Informationen von ehemaligen Stasi-Leuten. Das ist genauso dreist, als ob George W. Bush mal eben bei bin Laden anruft, um nachzufragen wie das Wetter in Pakistan ist.
Da hat der Schönbohm jahrelang mit allem was ihm einfiel, in einer mörderischen Tonart auf die Stasi, die Ex-DDR und ihre gesamten Bewohner eingeschlagen, sie endlos beleidigt und fordert nun Zusammenarbeit.
Aber es geht ihm gar nicht um Zusammenarbeit. Es geht ihm darum das die Presse seinen Namen erwähnt und das er demnächst sagen kann, das die Stasi ihm ja nicht geholfen hat, bei seinen "Aufklärungsbemühungen".
Er sucht nur einen Vorwand um weiterhin verdunkeln zu können. Für die Wahrheit ist genauso wenig stark genug, wie der brutalstmögliche Aufklärer Koch. Große Klappe, nichts dahinter.
Heydrich, Schäuble und Mohn/Bertelsmann - ein Forum für die Folter
Die Familie Mohn hat wirklich ein Herz für alle, die, die rechte neoliberale Gesinnung aufweisen und das Volk im Zaum halten, auf das es nicht an die Tische der Mohns kommt um sein Recht zu fordern.
So bot sie Wolfgang Schäuble während des transatlantischen Forums des German Marshall Fund of the United States und der Bertelsmann-Stiftung, gerne eine breite Plattform für seine Forderung nach Folter und Abbau der Menschenrechte.
Unnötig zu sagen, das dies wieder einmal nicht das Geld der Familie Mohn kostet, sondern lediglich Geld verwandt wird, welches sonst als Steuern fällig gewesen wäre.
Hier in Brüssel durfte Schäuble seine Folterträume offenbaren. Natürlich zunächst einmal nur die Anfänge. Da will er nur die Folterergebnisse der afrikanischen Staaten nutzen. Warum eigentlich nicht die, seiner folternden amerikanischen Gesinnungsbrüder. Aber wahrscheinlich wollte er nur nicht zugeben, das die Amerikaner leidenschaftlich gerne foltern. Die Familie Mohn wird es trotzdem gefreut haben. Sie braucht jemanden der dem Volk Angst macht, um von sich abzulenken.
Natürlich durften auch ein paar Foltergegner am Rande auftreten. Geht ja nicht anders. Aber das Hauptorgan für Fernsehdesinformation der Familie Mohn, der neoliberale Propagandasender n-tv verbreitete fröhlich, das Schäuble Folter will und verschwieg weisungsgemäß, das es Gegner gab.
Damit sich übrigens keiner täuschen lässt. Der Herr Schäuble, den wir ja schon in seiner Eigenschaft als Geldempfänger von Waffenschiebern, oberster Abhörer, Gesetzesverbieger und Lügner kennen, wird es nicht bei der Verwendung von Folterergebnissen belassen. Dazu macht ihm die Idee viel zu viel Spaß. Wer auf seine Lippen und die Augen achtet, wenn Schäuble von Folter spricht, der merkt schnell, was Schäuble denkt.
Er sieht sich im Rollstuhl durch düstere Gänge geschoben werden, während aus verschiedenen Kellern die Schreie der Folteropfer ertönen. Wahrscheinlich ist es das, wonach seine Seele dürstet. Seine Nähe zu Heydrich und die ähnliche Persönlichkeitsentwicklung hatte ich ja schon aufgezeigt. Aber langsam glaube ich, das es noch viel schneller gehen wird, als ich befürchtet habe.
Ich rechne ernsthaft damit, das er entweder neue Folterkeller bauen lässt oder, was noch besser zu seinem Charakter passsen würde, die alten der Gestapo wieder reaktiviert. Ich könnte mir vorstellen, das dies so recht nach seinem Geschmack wäre. Die der Stasi wird er nicht nehmen, die waren ihm sicher nicht brutal genug.
Unser Problem ist, das wir ihn mit legalen Mitteln kaum aufhalten können. Vielleicht ginge ja ein Amtsenthebungsverfahren wegen mangelnder Zurechnungsfähigkeit. Aber mit dem Geld der Familie Mohn im Rücken und den Propagandamitteln von Bertelsmann, Spiegel, Stern, rtl und n-tv ist da kaum Hoffnung, das Bürger etwas erreichen könnten.
Vielleicht denkt aber auch die Familie Mohn einmal nach. Julius Streicher war mit seiner Zeitung "Der Stürmer" bei den Nazis über lange Zeit sehr beliebt, aber dann entschied ein Parteigericht, das Streicher zu Menschenführung nicht fähig sei und warf ihm seine Raffgier vor. Gut, Streicher wurde erst 1946 nach einem Urteil des Nürnberger Gerichtshofes durch den Strang hingerichtet, aber bei Schäuble würde ich mich nicht darauf verlassen, das er nur wie die Nazis bei Streicher nur das Geld nimmt.
Ich nehme an, das Schäuble Geld und Leben haben will, wenn er die Chance bekommt. Auch wenn es vielleicht Liz und Reinhard Mohn aus biologischen Gründen nicht mehr betreffen wird, muss doch an die Kinder und Enkel gedacht werden.
Das ist nämlich das Problem, wenn man sich gefährliche Raubtiere hält. Man kann nie sicher sein, das sie sich nicht gegen einen selbst oder seine Kinder wenden. Dem deutschen Volk ist Schäuble so ein gefährliches Tier. Mag sein, das er die Hand der Mohns, die ihn füttert, wirklich nicht beißt, darauf wetten würde ich allerdings nicht.
“Raus! Bringt dieses Pack raus!”
Hallo Frau Kastner!
Ja, Frau Kastner, das ist doch mal ein völlig neues Gefühl. Das Volk ist da. Das sind die Leute für die Sie sonst nur ein verachtendes Grinsen übrig haben und plötzlich ist es da. In Ihrem Bundestag. Da wo sich die Elite der Korrupten, Gemeinen und hinterlistigen Lügner versammelt. Da erscheint plötzlich das Volk.
Ich verstehe ihr Entsetzen. Welcher deutscher Politiker rechnet schon mit dem Volk. Wo sich die Politik doch die Herren Schäuble, Bosbach, Beckstein und Wiefelspütz hält um das verdammte Volk zu bespitzeln und zu kontrollieren Und dann das. Das Volk mitten unter der herrschenden Klasse in Deutschland.
Sicher, Frau Kastner, das bringt Sie in Panik, wenn dieses Pack auftaucht. Aber keine Sorge, Sie werden sich daran gewöhnen. Wenn das Pack Sie morgens früh mal zur Kontrolle besucht, wie einen Hartz-IV-Empfänger und mal kurz Ihre Konten überprüft, ob und von wem Sie gerade bestochen werden. Sie sehen es macht Sinn sich vor dem Volk zu fürchten.
Wenn diese Bestie erwacht, dann hilft auch kein Rennen mehr und ich glaube nicht, dass Ihre neoliberalen Auftraggeber Sie mit dem letzten Hubschrauber ausfliegen werden. Ich fürchte eher, das Sie dann eine Großteil Ihres Gewichtes an Ihrem Hals spüren werden. Saddam Hussein können Sie ja leider nicht mehr fragen wie das ist.
Nein. Sie müssen nicht sofort flüchten. Die Deutschen sind es nicht gewohnt Revolution zu machen, die halten viel aus. Noch ist ihr Hals sicher und das ist wirklich gut so. Ich fand das bei Saddam mit dem Aufhängen schon nicht so gut. Bei mir ist Mord nämlich immer Mord.
Aber ich glaube das wir viel Platz in unseren Gefängnissen für Politiker wie Sie haben und ich bin mir sicher das wir irgendwann auch Gerichte und Richter haben werden, die das Pack vertreten und nicht nur angeblich im Namen des Volkes urteilen.
Ich kann mir Sie sehr gut vorstellen, in einer Brigade von anderen Volksbetrügern. Mit bunter modischer Flickenkleidung, Besen in der Hand, beim Reinigen unserer Städte. Natürlich werden Sie nie die Leistung eines Straßenfegers erreichen, aber das erwartet auch niemand von Politikern.
Wenn Sie wissen wollen, was andere aus dem Pack von Ihnen halten, dann empfehle ich Ihnen zu googeln. Der Satz “Raus! Bringt dieses Pack raus!” wird sicherlich unvergesslich mit Ihrer Person verbunden sein.
Danke für Ihre klaren Worte
Jochen Hoff als Teil des Packs
Es ist so schön Soldat zu sein,
denken sich unser Verteidigungsminister Josef Jung und der ehrenwerte CSU Abgeordnete Herbert Frankenhauser. Damit es noch schöner wird, sollen die Soldaten jetzt unsere Nationalhymne singen.
Nein die beiden Politschranzen haben kein Ding an der Waffel, zumindest nicht offiziell und die Berliner Zeitung berichtet auch ganz ernsthaft über diesen Schwachsinn.
Es ist ja nichts neues, das unsere ewig Gestrigen immer mal wieder diese unglückliche Lied hervorkramen. Sie sind zwar in der Vergangenheit gefangen, haben aber nichts begriffen, was bei Politikern nicht ungewöhnlich ist.
Natürlich sollen unsere Soldaten nicht von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt singen. Aber die kleinen braunen Seelen, die dieses Lied singen lassen wollen, die können das innerlich so schön mitsingen und träumen dabei vom deutschem Größenwahn. Die stört auch die Verbindung zum Horst-Wessel-Lied nicht, sondern sorgt eher dafür, das sich der Tote in der Hose noch mal regt.
Und sie sollen mir auch bitte nicht mit der dritten Strophe kommen. Einigkeit der Abzocker, Recht des Stärkeren und Freiheit für das Kapital. Kannegißers INSM, Pierers Bestecherfirma und Mohns Desinformateure streben brüderlich danach das Volk zu knechten. Das Glück nur für die Kriecher und Schleimscheißer als Belohnung für treuen Verrat. Unsere Kinder als Unterpfand um dem amerikanischen Imperialismus militärisch zur Hand zu gehen.
Geblüht hat alles schon bei Herrn Kohl, der uns bis heute noch nicht gesagt hat, wer ihn bestochen hat. Aber in den Ruinen der Industrie blühen die Blumen, die viele Unkraut nennen. Glänzend sind nur die Gewinne der Aktiengesellschaften, die unter dem Beifall unser Politiker die Löhne drücken. Selbst das mit dem Vaterland, erledigt sich für immer mehr Deutsche, die ihr Glück woanders suchen müssen, weil ihnen hier nichts zum Leben gelassen wird.
Aber der Josef und der Herbert die brauchen den Gesang, damit sie erbauet werden. Für die beiden ist das alles nur ein lustiges Spiel. Nicht nur das sie die Soldaten in unnötige Kriege schicken, sie wollen von den Soldaten auch noch ergötzt, noch unterhalten werden.
Ich käme vor Lachen nicht mehr in den Schlaf, wenn solch eine Ehrenformation mal mit scharfer Munition aufträte und ihnen als Salut Viehsalz in den Hintern schösse. Man muss solche Typen nicht umbringen, es reicht wenn ihnen der Arsch ein paar Monate juckt, weil das Salz rauseitert.
Mein Gott was leisten wir uns für perverse Idioten.
Glos versteht mal wieder etwas nicht
Bei unserem bayrischen Michel ist es ziemlich egal, was er nicht versteht. Die Liste der Dinge die er versteht ist auf jeden Fall wesentlich kürzer. Bösartige Menschen behaupten das auf dieser Liste überhaupt nur zwei Sachen stehen, die nicht mit niedrigsten Körperfunktionen zu tun haben. Aber das ist eine unerquickliche Diskussion.
Auf jeden Fall stellt der Michel im Handelsblatt nicht nur fest, das er nichts versteht sondern er weist uns außerdem darauf hin, das er seinen wirtschafts- und finanzpolitischen Sachverstand doch nicht an der Garderobe abgibt, nur weil er im Kabinett sitze.
Das ist gut so. Ich stelle mir gerade vor, wie der Michel Glos einer Garderobenfrau oder einem Garderobenmann seinen gesamten wirtschafts- und finanzpolitischen Sachverstand übergeben will und nur in erstaunte Gesichter blickt. Man kann an einer Garderobe einen Mantel abgeben, aber das Kunststück keinen Mantel abzugeben und eine Garderobenmarke für nichts zu erhalten, ist noch niemandem gelungen.
Wo sollte auch die andere Garderobenmarke festgemacht werden.
Also lieber Onkel Michel, du musst deinen gesamten wirtschafts- und finanzpolitischen Sachverstand immer mit dir rumtragen, weil man Nichts, nicht abgeben kann. Aber du hast einen Vorteil. Nichts wiegt auch nichts.
Beispielhafte Verantwortungsträger
Beginnen wir mit Herrn Oettinger, dem Naziunterstützer, der jetzt seinen Redenschreiber für das zur Verantwortung zieht, was er selbst bei der Beerdigung des Nazirichters und Mörders Filbinger gesagt hat. Starke Leistung Herr Oettinger. Wen wird er wohl dafür entlassen, das er Ermittlungsergebnisse der Polizei frühzeitig ausgequatscht hat. Wahrscheinlich den Polizisten, der ihn informierte. Der hätte doch wissen müssen, das Oettinger ein Idiot ist, der das Wasser nicht halten kann.
Gut ist auch das die Herren Ackermann und Cromme so verantwortlich sind, bei Siemens den Pierer, den Kleinfeld und weitere Vorstände rauszuschmeißen. Könnte ja sonst noch jemand auf die Idee kommen, das sie im Aufsichtsrat die Aufsicht über das Unternehmen hatten und verantwortlich sein könnten. Gut Ackermann und Verantwortung, das geht nicht zusammen, aber hatte Cromme nicht irgendwelche Regeln aufgestellt? Ist ja auch egal die sollten ja nur für die Anderen gelten.
Oliver Haustein-Teßmer lamentiert in der Welt über den vermeidbaren Tod am Arbeitsplatz, nennt aber dabei natürlich nicht unseren Arbeitgeberpräsidenten Hundt der die Unfallversicherung dahingehend reformieren will, das sie nicht mehr existiert und mit seinen neoliberalen Mitstreitern ständig mehr Leistung bei weniger Lohn und längeren Arbeitszeiten fordert. Aber Hundt, Kannegießer und die INSM sind ja mit Springer in der gleichen neoliberalen Religionsgemeinschaft. Wenn die Menschen durch immer mehr Druck töten oder verletzen und ihnen gleichzeitig die Versicherung stehlen, dann ist das sehr verantwortungsvoll. Für die eigene Brieftasche und die zehn Prozent der Deutschen, denen neunzig Prozent Deutschlands gehört.
Jürgen Goldfuss, ein Management-Coach und Bestsellerautor, mährt sich im Handelsblatt darüber aus, das die Kollegialität in den Betrieben auf der Strecke geblieben ist. Er weint den Zeiten nach
als ein Kollege am Krankenbett erschien mit einem Blumenstrauß, als man nach Genesung von einer Krankheit mit echter Wiedersehensfreude empfangen wurde, als der Gruß auf dem Flur noch zur Normalität gehörte. Und als der Kollege nach einem Skiunfall von der Personalabteilung unaufgefordert einen Parkplatz in der Nähe seines Arbeitsplatzes zugewiesen bekam, kostenlos.
und tut damit so, als ob es nicht seine Beraterzunft und die Schreiberlinge des Handelsblattes gewesen wären, die immer fein artig nach der neoliberalen Glaubenslehre, die Menschen gegeneinander gehetzt hätten. In den Zeiten wo sich ein Ackermann und eine Familie Mohn schamlos bereichern und die Steuerzahler dafür aufkommen müssen, ist kein Platz mehr für Kollegen. Morgen kommt ein Unternehmensberater und empfiehlt wieder Entlassung. Die Leute haben Angst, da ist kein Platz für Freundschaft und genauso wurde es doch gewollt. Das ist die Art der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten Verantwortung zu tragen.
Gestapo-Schäuble weiß, dass der Verfassungsschutz illegal Online-Durchsuchen macht und mißachtet Gerichtsurteile. Er stoppt das offiziell erst dann, als ihm zu viele an den dürren Hals wollen und droht aber gleichzeitg, das er die Gesetze schon zurechtbiegen wird. Zusammen mit seinen verantwortungsvollen Freunden Bosbach, Beckstein und Wiefelspütz. Gegen die Menschen um jeden Preis. Er will Deutschland meinungsfrei melden können. Wahrscheinlich macht er die letzte Meldung dann an sich selbst.
Auch unsere Justiz zeigt Verantwortung in Wuppertal bekämpft ein völlig durchgeknallter Staatsanwalt die Babyklappe durch gnadenlose Verfolgung der Mütter und gegen jede Gerichtsentscheidung.
In Frankenthal hat die Staatsanwaltschaft schon eine Verantwortliche für den verhungerten Hartz-IV-Nichtempfänger gefunden. Sie ermitteln gegen dessen unternährte Mutter. Natürlich gibt es keine Ermittlungen gegen die Behörden, die die beiden alleine ließen. Behörden und Staatsanwaltschaften dürfen unverantwortlich handeln, das scheint dazu zu gehören. Aber sie finden immer andere die verantwortlich sind.
Auch in Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft nur gegen die Mutter, die ihre Kinder über Wochen und Monate praktisch allein ließ. Natürlich ist die Mutter verantwortlich, aber diese Verantwortlichkeit schränkt sich doch sehr stark ein, wenn man der Deutschland-Debatte und ihrem Bericht "Erziehungsauftrag justiziabel machen!" folgt.
Demnach wird die Mutter und damit die ganze Familie bereits seit 1998 vom Jugendamt betreut wurde und sich sowohl der Hausbesitzer beim Jugendamt gemeldet hatte, als auch die Mutter dem Jugendamt den Zutritt zur Wohnung verweigerte. Gestern Abend trötete dazu noch die Leiterin des zuständigen Jugenamtes in irgendein Mikrophon, das der Zwölfjährige, der die Familie notdürftig zusammen gehalten hatte, so schlau gewesen sei, Schule und Jugendamt zu täuschen.
Gut das ich die Dame nicht in Reichweite meiner Füße hatte. Der Tritt wäre nicht nur eine Körperverletzung gewesen, sie würde auch noch die nächsten zehn Jahre auf einer Erdumlaufbahn kreisen. Das muss man sich vorstellen. Da versteckt sich eine unfähige und wahrscheinlich auch unwillige Behörde hinter einem Zwölfjährigen. Wenn Schule und Jugendamt sich von einem Zwölfjährigen täuschen lassen, dann gehören sowohl die Lehrer als auch die Jugendamtsmitarbeiter nicht auf ihre Posten. Aber Verantwortung tragen ja immer nur andere. Es wird sich ein Richter finden, der die Mutter verurteilt und die Verantwortlichen aus Jugendamt und Schule werden als Zeugen aussagen, sich wichtig fühlen und auch noch Zeugengeld kassieren.
Bei soviel beispielhafter Verantwortung fällt mir nur eines ein, das Ende der Fahnenstange ist zwar längst erreicht, aber es wird genauso verantwortungslos weitergehen.
Selbst Mohn/Bertelsmann lässt Zweifel an den RAF-Prozessen zu
Wir dürfen nicht vergessen, das sich Stefan Aust vom Spiegel für den alleinseligmachenden Experten in Sachen RAF hält und bisher voll auf der Linie des Staates und seiner Organe argumentiert. Er ließ sich von keinem Gegenbeweis aus der Ruhe bringen, wusste er doch, das Lügen für den Staatserhalt und die Staatsräson von einigen als Tugend gewertet wird. Für andere wie mich, bleibt eine Lüge, eine Lüge und eine dumme Lüge ist unverzeihlich.
Aber nun scheinen selbst die neoliberalen Hardliner der Mohn/Bertelsmanngruppe zu fürchten, das die Karawane weiterziehen könnten während sie noch den arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger anbellen. Völlig erstaunt durfte ich gerade diesen Spiegel-Artikel von Michael Sontheimer zur Kenntnis nehmen.
Sontheimer bezeichnet den Stammheim-Prozess als "Beispiellose Blamage für den Rechtsstaat" und schildert den unwürdigen Kleinkrieg zwischen dem unsouveränen Vorsitzenden Theodor Prinzing und den Verteidigern. Er weist darauf hin, das um zu einem Urteil zu kommen, auf ein weiteres, eigens für die RAF gemachtes Sondergesetz zurückgegriffen werden musste, obwohl schon der ganze Prozess unter Sondergesetzgebung und Sonderbedingungen stand.
Er spricht mir damit aus der Seele. Die RAF-Prozesse hatte alle diesen Geschmack von Unrecht und Polizeistaat. Wer damals auf die besondere deutsche Situation mit den Sondergesetzen und Sondergerichten der Nazis zurücksah und einigen Richtern beim Reden zuhörte, der war nicht von fairen Prozessen überzeugt. Genau daran aber krankte die Auseinandersetzung.
Straftäter müssen bestraft werden, damit Menschen friedlich zusammenleben können. Gleichbehandlung ist dabei ein wichtiger Ansatz. Wenn aber die gleiche Justiz, die die Massenmörder der Nazis nur äußerst unwillig und mit lächerlichen Strafmaßnahmen verfolgte, so vehement gegen Linke vorgehen, wie sie es in Deutschland ja bis heute tun, dann regt sich Widerstand.
Es muss die Frage erlaubt sein, ob wir bei fairen und halbwegs gerechten Urteilen überhaupt die Nachfolgeorganisationen der RAF gehabt hätten, bzw. ob diese die gleiche Solidarität bekommen hätten, wie es nach diesen miesen Prozessbetrügereien der Fall war. Um es klarzustellen. Juristisch durfte die Justiz tun, was sie tat. Aber das durfte Freisler auch. Für mich war die Haltung und das Vorgehen von Prinzing, dem Freislers zumindest ähnlich. Das sah damals auch Otto Schily noch so, der in der Zwischenzeit aber alle seine Überzeugungen verraten hat.
Ich persönlich sehe eine kausalen Zusammenhang zwischen den ersten Urteilen und den nachfolgenden Taten. Es wurde eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt und ich bin fest davon überzeugt, das Springer und viele Altnazis genau diese Spirale wollten, um alles beim alten belassen zu können, was ihnen ja weitgehend auch gelungen ist.
Genau da haben wir aber den springenden Punkt. Wir müssen über die Taten, die Täter und deren Motive reden und ihre Rechtfertigung analysieren. Das gleiche gilt aber auch für die Ermittler, Staatsanwälte, Richter und Justizbediensteten, vor allem aber über die Medien und die verantwortlichen Politiker.
Wenn Rechtsanwälte wie Werner Siebers in seinem strafprozess.blogspot davon reden, das die Ex-Terroristen das Labern anfangen, dann zeigt mir das, wie weit unsere Justiz noch von einer echten Auseinandersetzung mit sich selbst entfernt ist. Man kann es allerdings auch so interpretieren, das Leute wie Siebers eine öffentliche Auseinandersetzung über das was die Justiz treibt, genauso fürchten wie der Teufel das Weihwasser.
Unsere Justiz und die Ermittlungsbehörden haben sichtlich Mist gebaut. Ob da strafbares bei ist, vermag ich nicht zu sagen und halte ich offen gestanden auch für egal. Ich glaube nicht, das mit einer Bestrafung dieser Täter irgendjemand genützt würde. Mit Sicherheit nicht den Opfern der RAF, auch nicht den Toten der RAF und schon gar nicht den Überlebenden.
Die Taten der RAF stehen in dieser Debatte nämlich nur am Rande der Diskussion. Die sind weitgehend abgeurteilt und wenn sie fehlerhaft abgeurteilt wurden, ist das heute nicht mehr zu heilen und eine Heilung auch kaum einer breiten Öffentlichkeit, die so lange belogen wurde, zu vermitteln.
Es kann nur noch um Aufklärung gehen um Wiederholungen zu vermeiden. Die Perspektive 2010 warnt zu Recht vor dem, was dem neoliberalen Abschaum und seinen willigen Handlangern zur Zeit nur unbequem sein mag, aber irgendwann auch in loderndes Feuer umschlagen kann.
Feuer verhindert man am besten durch umsichtiges Handeln, das die Umstände berücksichtigt und verantwortungsvoll ist. Solange man ein Feuer noch ersticken kann, ist es leicht löschbar. Wenn die Flammen aber erst lodern, zerstören sie alles. Das Gute wie das Schlechte. Sie nützen niemanden. An einem Großbrand kann sich keiner erwärmen oder Würstchen grillen.
Auch wenn die Brandstifter von INSM, Mohn/Bertelsmann und Springer heute wieder kräftig zündeln. Auch wenn Springer um Florida-Rolf zu ärgern, andere gerne verhungern lassen will und wenn die Familie Mohn das ganze Land unterwerfen möchte. Es ist noch Zeit aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Das Zerschlagene zu ersetzen und den Menschen die Hoffnung und damit den Mut wiederzugeben.
Eine umfassende Aufklärung der RAF-Geschichte könnte wieder Vertrauen zu unserer Justiz schaffen. Die Entlassung und Ausgrenzung der Schnüffelschurken aus Amt und Parteien wäre ein weiterer Schritt. Ehrliche, verständliche Gesetze, die zum Wohl des Bürgers ausgelegt werden ein großer Sprung auf dem Weg. Wenn in einer solchen Gesellschaft ein paar Anwälte weniger oder gar kein Geld verdienen, dann bleiben denen doch immer noch die Gurkenflieger und Spargelfelder.
Und dann waren da noch die Gehwegradfahrer
Radfahren ist vernünftig und gesund. Solange man ein Fahrrad benutzt und sich an die Regeln hält. Dia anderen Radfahrer, die nach oben buckeln und nach unten treten, sind überflüssig oder Politiker, was ja auch nur ein anderes Wort für überflüssig ist.
Radfahrer und Regeln. Fängt beides mit R an, scheint aber irgendwie nicht zusammen zu passen. Nein, nicht der pubertierende Schnösel auf dem Bild. Der darf auf dem Gehweg fahren. Geistig ist der noch unter sechs und hat auf dem Radweg und der Fahrbahn nichts verloren. Den meine ich nicht.
Aber was ist mit der Mittzwanzigerin, die mit Helm und unter lautem Geklingel sich machtvoll ihren Weg auf dem Bürgersteig zwischen Werbeplakaten Kaffeehaustischen, spielenden Kindern und der Schlange an der Eisdiele bahnt und auf leises Murren der Fußgänger sofort kreischend fordert, das die doch alle zuhause bleiben können, wenn denen das nicht passt. Dabei fährt sie in Fahrtrichtung, keinen Meter von einem breiten Radweg entfernt. Aber der ist rot. Vielleicht gefällt ihr die Farbe nicht, oder sie versucht Kontakt zu ihren Mitmenschen aufzunehmen. Komische Art der Kontaktaufnahme.
Was ist nur mit dem Endvierziger. Ihn sehe ich täglich. Sicher der Bürgersteig ist breit, aber durchbrochen von drei Ausfahrten, davon eine Tankstelle. Er hat es eilig, oder er trainiert für die Tour de France. Ob er vielleicht gedopt ist und deshalb was am Hirn hat. Als er wieder mal auf mich, meine und fremde Kinder, sowie ein paar spielende Kinder zurast, reicht es mir. Ich stelle mich in seinen Weg. Damit hatte er nicht gerechnet.
Wen ich irgendjemand im Weg stehe ist das ein Hindernis. 1,93 Meter groß und aus der Gewichtsklasse der Elefanten. Kleinwagen brauchen Tankstops um mich zu umkurven. Er klingelt und schätzt die Lage ein. Ich grinse ihn an. Meine Kinder, ein paar Nachbarn und die Hunde werden aufmerksam. Er sieht meinen Blick und stoppt lieber. Wahrscheinlich hat er ausgerechnet wie lang meine Arme sind und ich hätte sie benutzt um ihn anzuhalten.
Ich gehe gleich einen Schritt nach vorne, so das ich sein Vorderrad zwischen meinen Beinen habe. Er kann nicht mehr weg, ohne meine Jeans zu beschmutzen. Das wäre der Hose und mir egal, kann er aber nicht wissen. Er fragt mich ob ich völlig bescheuert bin. Ich nicke freundlich und sage: " Ja, bin ich. Aber trotzdem einen schönen guten Tag. Ich wollte sie nur auf eine Modernisierung in unserer Stadt aufmerksam machen."
Er: "Häh. Ich habs eilig."
Ich: "Das heißt nicht Häh, sondern wie bitte, und wenn sie mich nicht unterbrechen geht es viel schneller"
Er schaut mich zweifelnd und ein wenig ängstlich an. Vielleicht bin ich ja wirklich irre.
"Also mein Freund, " dabei grinse ich ihn furchterregend an, wie meine Nachbarn später meinen. "unser Berliner Senat hat weder Kosten noch Mühen gescheut und in Berlin etwas völlig ungewöhnliches eingeführt. Wir haben die Verkehrswege von einander getrennt. U-Bahnen fahren unter der Erde, S- und Straßenbahnen auf eigenen Gleiskörpern und Autos auf der Straße. Fußgänger bewegen sich auf Bürgersteigen oder Gehwegen. Es gibt sogar ganze Fußgängerzonen. Wichtiger für sie ist aber, das es auch eigene Wege für Radfahrer gibt. Das nennt man Radwege ..."
Er ist kurz vor der Explosion. "Hälst du Arsch mich eigentlich für völlig bescheuert ..."
"Bitte keine Fangfragen, ohne Beisein meines Anwaltes, aber in dem Fall will ich einfach mal großzügig sein. Ja. Ich halte dich für völlig bescheuert und für völlig verantwortungslos, sonst würdest du einfach den Radweg benutzen."
Er schnappt nach Luft, überprüft mit den Augen noch mal meine Ausmaßes und tönt dann: "Ich kann fahren wo ich will, das ich mir doch nicht verbieten und wenn du mir jetzt nicht aus dem Weg gehst, rufe ich die Polizei, das ist ja Nötigung."
Ich grinse wieder: "Du hast recht das ist Nötigung, wie du über den Gehweg jagst, möchtest du mein Handy um die Polizei zu rufen, oder hast du ein eigenes?"
Er resigniert, reißt sein Fahrrad zurück, und schiebt es rennend über den Gehweg, den Radweg auf die Fahrbahn, wo er aufspringt und davonjagt. Durch das Hupen der wütenden Autofahrer höre ich noch wie er mich im Wegfahren beschimpft.
Ein Nachbar erklärt mir das der Typ Grundschullehrer ist. Na dann wundert mich gar nichts mehr.
Man muss keinen Kult aus der Radfahrerbeschimpfung machen, wir alle verhalten uns verkehrt im Verkehr, ob aus Unwissen, oder wie ich meist aus stinkender Faulheit. Das wäre kein besonderes Thema. Aber es scheint das immer mehr Radfahrer frei drehen. Wer auf das Bild des dummen Jungen klickt, sieht die ersten Gegenreaktionen, die auch nicht für gut halte.
Ich habe dann mal rumgefragt bei einigen Radfahrern. Meist ist es Faulheit, um abzukürzen, oder weil man in die Auslage eines Geschäftes sehen will. Aber ein Punkt kam mehrfach. Die PIN AG mit ihren Verteilern macht das doch ständig. Das ist leider richtig und meine alte Aufregung über diesen Verein, hat nur dazu geführt, das sie nicht mehr bei mir klingeln. Auf dem Gehweg sind die nach wie vor lebensgefährlich. Aber damit habe ich mich abgefunden. Nachdem die, die Post für den öffentlichen Dienst transportieren, haben sie scheinbar keine Gesetze mehr zu befolgen.
Übrigens ein Radfahrer der bei uns den Hügel runterrast, kommt auch als ungeübter leicht über 40 km/h, was das bei einem Aufprall mit einem Kind bedeutet, brauche ich wohl nicht näher zu erklären.
Breites Grinsen am Samstag morgen
Gerade lese ich auf indymedia von einem wirklich netten Hartz-IV Kontrollbesuch in Köln. Das Bespitzeln des Spitzels. Wie man lesen kann war Herr Markus Galle nicht besonders amüsiert und rief die Ordnungsmacht zur Hilfe. Die ihm natürlich half.
Dabei stellt sich wieder einmal die Frage. Wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure. Ich halte die Idee für gut, für wiederholungsfähig und vor allem für Ausbaubar. Mitarbeiter die entlassen wurden, könnten so ihre Vorstandsvorsitzenden und auch Ex-Vorstandvorsitzenden besuchen. Wir alle könnten mal bei Wolfgang "Geldkoffer" Schäuble vorbeischauen und seinen PC inspizieren oder bei Herrn Wiefelspütz. Nett wäre auch eine Ausweiskontrolle bei Otto Schily oder ein Blick auf die Zahlungen die Per Steinbrück oder seine Frau so erhalten.
Es gäbe wirklich viel zu kontrollieren. Fangen wir an.
Die Krake Mohn/Bertelsmann
Foto Michael Joachim Lucke / wikimedia
So langsam wird es ein tödliches Gift für die Demokratie in Deutschland
So langsam wird es ein tödliches Gift für die Demokratie in Deutschland
Ob der pöbelnde Prolet Dieter Bohlen bei RTL oder die neoliberalen Desinformateure bei n-tv, Spiegel und Stern. Die Universitäten vergiftet das CHE, die Politiker erhalten die Falschinformationen von der Bertelsmannstiftung. Weitere Einzelheiten haben die Nachdenkseiten, die man über das Foto erreicht. Nun kommt die gefährliche Krake auch noch als arvato Bertelsmann in die öffentliche Verwaltung.
Jeder der sich über den von Schäuble, Bosbach, Beckstein und Wiefelspütz geforderten totalen Überwachungsstaat aufregt, sollte sich einmal ansehen was Bertelsmann treibt. Die Gefahr, das diese Krake für ihre neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Ziele den kümmerlichen Rest an Bürgerrechten ganz auf Null bringt, ist mehr als akut.
In England hat arvato Bertelsmann bereits die Verwaltung des Distriktes East Riding, einen ganzen Landkreis mit 325.000 Einwohnern übernommen wie wir schon mehrfach im Spiegel nachlesen durften. Was die Engländer machen ist mir ziemlich egal und eigentlich bin ich an Würzburg nur wegen des "Würzburger Steins" interessiert, den ich aber auch dann noch kaufen kann, wenn Bertelsmann mit Würzburg fertig ist und es sich total unterworfen hat. Dem Wein wird das nicht wesentlich schaden.
Typisch ist da der Titel des Spiegel-Beitrags "Bertelsmann macht, was Würzburg nicht schafft". Daran kann jeder normale Bürger ermessen wie Mohn/Bertelsmann denkt und wie menschenverachtend die handeln. Ich glaube nicht das die Oberbürgermeisterin Pia Beckmann von der CSU den Wink mit dem Zaunpfahl begreift, dafür ist sie wahrscheinlich in der falschen Partei.
Würde mir ein Auftragnehmer öffentlich und mit der Medienmacht zu verstehen geben, das ich und meine Mitarbeiter zu dämlich für unsere Aufgaben sind, würde ich den Auftragnehmer sofort feuern und ihn mit Fußtritten aus meinen Räumen entfernen. Aber in Bayern ist ja alles anders.
Was nicht anders ist. Die Verluste die zur Zeit in dem Geschäft von arvato Bertelsmann gemacht werden, zieht dieser glänzend verdienende Konzern einfach von dem ab, was er an Steuern bezahlen müsste. Das bedeutet die Menschen in Würzburg, Bayern und ganz Deutschland müssen auch noch mehr Steuern bezahlen, damit Mohn/Bertelsmann sie verarschen kann.
Mensch was müssen wir blöd sein, um uns das gefallen zu lassen.
Die Hammel sind mal wieder gesprungen
Es war ein lustiger Tag im Reichstagsgebäude, das zur Zeit vom deutschen Bundestag okkupiert wird. Zunächst einmal hat ein Trüppchen Aufrechter darauf hingewiesen, das dieses Gebäude schon lange nicht mehr "Dem deutschen Volke" dient und kurzerhand vor der bekannten Aufrschrift ein Transparent aufgehängt, das den Text "Der deutschen Wirtschaft" beinhaltete. Leider auch zu kurz gedacht. Wäre das Haus für die deutsche Wirtschaft könnten wir alle zufrieden sein. Es ist aber nur für das "Internationale Großkapital und sonstige Abzocker" gedacht und vertritt ausschließlich deren Interessen. Die zahlen halt besser und bieten hinterher bessere Jobs.
Dann wollten die Abgeordneten der Opposition doch tatsächlich unsere Laienministerin für
Familie, Ursula von der Leyen im Parlament sehen, als wenn die zwischen ihren Presseauftritten zur Vorbereitung einer eigenen Kanzlerschaft, noch Zeit für solchen Unfug wie Demokratie und Parlamente hätte. Das es um ihr angebliches Lieblingsthema, nämlich den Ausbau der Kinderbetreuung ging, spielte auch keine Rolle, das sie hat ja nur aufgebracht um irgendetwas zu haben, mit dem sie sich bekannt machen und profilieren kann.
Aber die Parlamentarier waren sauer. Sie sollten bei schönstem Sonnenschein in diesem Scheiß-Parlament sitzen während Urselchen sich vergnügte. So nicht sagten sie und forderten eine Abstimmung darüber ob die Olle erscheinen müsse. Dazu wurde der Hammelsprung eingesetzt den ich ja leider schon einmal ausführlich beschrieben habe. Dabei mag ich es wenn die Hammel springen müssen. Es passt so direkt in mein Bild von der deutschen Politik, wie sie ihren Leithammeln folgen. Im wahren Leben gibt es bei der Schafschlachtung immer Judasse die als Leithammel die anderen unter das Messer führen und deshalb überleben dürfen. Ein herrliches Bild.
Aber heute half alles telefonieren nichts. Es kamen zuwenig Hammel zusammen, Frau von der Leyen musste nicht antreten, sie hätte eh nicht gewusst was sie sagen sollte, es hat ihr doch niemand etwas aufgeschrieben. Die anderen Hammel bekamen frei, weil es nicht genug dumme Hammel waren die sich dort rumtrieben. Ich gönne unseren Parlamentariern wenn sie frei haben. Dann können sie wenigstens nicht jedem Mist rechtsgültig zustimmen.
Ob die fehlenden Hammel nun Gehaltsabzüge kriegen, weil sie ihre Pflicht nicht getan haben. Ich glaube eher nicht. Verantwortung, Einsatzfreude und Fleiß wird ja nur von Hartz IV Empfängern und den kleinen Arbeitern und Gehaltsempfängern verlangt. Unsere Politiker haben keine Pflichten. Nur offene Hände und Taschen.
Steinmeiers Spirale
Nun ist unser Herr Steinmeier, das ist der, der deutsche Gefangene in Guantanamo verwahren ließ, damit er keine Arbeit hatte, besorgt und sehr enttäuscht. Wenn der wüsste wie enttäuscht wir Deutschen über so einen Kanzleramts- und Außenminister sind, der noch dazu von sich behauptet ein Sozialdemokrat zu sein, dann wüsste er vielleicht was Enttäuschung bedeutet. Wir sind sehr besorgt, das er uns lachend in einen neuen kalten oder sogar heißen Krieg führt, nur damit er im Weißen Haus aus der Besuchertoilette trinken darf.
Aber natürlich ist Steinmeier nicht wegen seines Charakters oder seiner politischen Handlungen besorgt. Nein er sorgt sich darüber, das Rußland sich nicht weiter provozieren lässt und den KSE-Prozess ausgesetzt hat. Das hatten er und sein Busenfreund der Kriegsverbrecher Bush, sich so eigentlich nicht gedacht. Sie wollten doch nur eine weitere Runde des Wettrüstens einläuten, damit die Waffenindustrie endlich wieder einmal Supergewinne machen kann.
So ein paar Raketen in Tschechien und Polen das ist doch fast nichts, das fällt doch nicht auf. Pustekuchen, der Putin hat es gemerkt. Sofort wurde gelogen was das Zeug hält. Die sollen Europa vor den Angriffen des Irans und Nordkoreas schützen. Die Lüge war so dick, da konnte Rußland einfach nicht so tun, als würde es nichts merken. Aber anstatt nun selber neue Raketen aufzubauen, hat Putin unsere poltischen Helden bei den Eiern gefasst und einfach ein bereits verhandeltes Abkommen außer Kraft gesetzt. Das kostet zunächst kein Geld, macht aber gehörig Druck.
Soviel das Herr Steinmeier über die Spirale des Mißtrauens philosophiert. Der gute Mensch, solche Sorgen, wo er doch so friedlich ist. Die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus. Rußland hat Öl und Gas, das die USA und Europa gerne haben möchten. Natürlich weitgehend umsonst. Deshalb wurde ja auch schon der Irak überfallen und soll der Iran angegriffen werden.
Das geht aber nur bei einem schwachen Rußland. Das könnte man sich so schön aufteilen. Ein Stück für die USA, ein Stück für China und ein Stück für Europa. Dummerweise hat Putin auch das gemerkt. Ein paar Milliardäre deren Anfänge von der CIA finanziert wurden, sind ausgewandert worden, einige im Knast. Das macht die amerikanischen Kapitalgeber natürlich wütend. Deshalb wurden neue, angeblich unverdächtige Hilfstruppen engagiert wie der Herr Kasparow, der zwar ein toller Schachspieler, aber ansonsten nicht sehr clever ist.
Unsere Medien berichten auch brav und ständig darüber, wie gemein der Putin doch ist und keine Demokratie zulässt und die bösen Demonstranten verhauen werden. Was werden die gleichen Medien wohl sagen wenn am Zaun von Heiligendamm die Demonstranten verprügelt werden. Nichts werden sie sagen. Die sind ja für Freiheit, die darf man schlagen. Die Demonstranten die in Moskau geschlagen werden sind für den ungehemmten Kapitalismus, die schützen unsere Medien gerne.
Aber ich habe einen Tip für Herrn Steinmeier und seine Freunde. Hört einfach damit auf Rußland zu bedrohen und schon ist alles wieder in schönster Ordnung. Aber wenn mich jemand erpressen und berauben will, dann reagiere ich auch wütend.
Ein ehrlicher CIA-Chef
Was so ein Ex vor einem Titel doch so ausmachen kann. Ein Ex-CIA-Chef sieht manche Dinge eben völlig anders als es ein amtierender CIA-Chef gesehen hat. Das ist nicht etwa Entwicklung oder neu entdeckte Ehrlichkeit, sondern schlichte Wut über den Rauswurf.
Für uns als Bürger dieser Erde, ist der Rauswurf von George J. Tenet, dem früheren CIA-Chef jedoch eine feine Sache. Nun hatte der Mann Zeit und Muße ein Buch zu schreiben und mit seinen früheren Chefs abzurechnen. Damit sich das Buch auch gut verkauft, bringt die New York Times New York Times eine kurze Inhaltsangabe, die auch von anderen Blättern aufgegriffen wird.
In Zeiten des Heimatschutzgesetzes und der Heimatschutzbehörde, dem amerikanischen Gegenstück zur Gestapo und Stasi, kann es sich auch ein Ex-CIA-Chef nicht leisten zu lügen. Deshalb wiegt das, was er berichtet noch bei weitem schwerer.
Der Kernpunkt seiner Vorwürfe besteht darin, das er behauptet, das über den amerikanischen Angriffskrieg gegen den Irak überhaupt nicht diskutiert wurde, und das auch das vorliegende Material der Geheimdienste über den Irak nie seriös gewürdigt wurde. Ebenfalls wurden nie andere Weg diskutiert mit denen Saddam Hussein hätte in Schach gehalten werden können. Das ist eine geradezu schallende Ohrfeige und sicherlich für einige Leute auch eine Neuigkeit.
Besser informierte Kreise wussten von Anfang an, das der Krieg nicht wegen der Freiheit, dem Irak oder gar dem 11. September geführt wurde, sondern von Anfang an nichts anderes als ein Raubüberfall auf das irakische Öl war. Halliburton und andere Kapitalgeber der Familien Bush und Cheney hatten das beschlossen und so wurde es durchgeführt, genau wie es jetzt um das iranische Öl gehen soll.
Wir können heute also zusammenfassend sagen, das das Bush-Regime bewusst die Weltöffentlichkeit belogen und einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg initialisiert hat. Dafür gehört die gesamte Buschregierung vor den Internationalen Gerichtshof. Aber unsere Bundesangela und mit ihr die anderen Politiker, finden es ja viel schicker sich auf dem G8 Gipfel mit dem Kriegsverbrecher Bush fotografieren zu lassen. Vielleicht fühlt unsere Bundeskanzlerin Merkel sich ja auch sexuell erregt wenn sie neben einem Massenmörder sitzen darf. Es scheint ihr auf jeden Fall gut zu gefallen, da sie ständig seine Nähe sucht.
Den Bogen überdehnt
Gestern taten wir noch so, als ob wir Deutschland verteidigen wollen, heute erobern wir im Auftrag der USA die ganze Welt.
Das Politiker zu blindem Aktionismus neigen ist altbekannt. Besonders gerne lassen sie dabei andere aktiv werden, ohne über die Folgen nachzudenken. Egal ob sie in Ex-Jugoslawien vermeintlich Gutes tun oder für Peter Struck am Hindukusch angeblich die Freiheit Deutschlands verteidigen, sich aber in Wirklichkeit nur dafür entschuldigen sollen, das wir den Irak nicht mit überfallen haben, um dessen Öl für die USA zu stehlen.
Fest steht seit langem, das die Bundeswehr für das, was sie da machen sollen, in keiner Weise vernünftig ausgerüstet ist. Hinzu kommt jetzt noch, was man als Bürger in Gesprächen mit Soldaten ja schon seit langem gespürt hat, das sich die Bundeswehr allein gelassen fühlt. Wichtig ist dabei, das sich die Bundeswehr auch von den Bürgern verlassen glaubt. Das unsere Poltiker uns veraten und verkaufen, sind wir als Deutsche ja gewohnt, das erstaunt niemanden mehr.
Umso wichtiger ist es das wir als Bürger uns um unsere Soldaten kümmern, die ja unsere Söhne und Töchter sind. Die Lektüre des Berichtes zur Mitgliederbefragung auch Strohmeier-Studie genannt, ist da sehr empfehlenswert und auch hilfreich um die Probleme zu verstehen.
Für mich und einige andere die sich mit dem Thema beschäftigt haben, gibt es eigentlich nur zwei Maßnahmen, die man sofort aus diesem Bericht ableiten kann. Zum einen müssen die Auslandeinsätze sofort, oder doch schnellstmöglich, zumindest halbiert werden. Ein guter Ansatz wäre der vollständige Rückzug aus Afghanistan, wo unsere Soldaten doch nur dazu mißbraucht werden, us-amerikanische Schurkereien mit dem pakistanischen Diktator (der übrigens mit amerikanischer Billigung Atombomben besitzen und damit drohen darf) und den Drogenbaronen unter CIA-Führung, zu decken.
Die Gelegenheit ist übrigens besonders günstig, weil der französische Präsidentschaftskandidat Sarkozy, nach Medienberichten, die französischen Truppen ebenfalls zurückziehen möchte, wenn er gewählt wird. Selbst wenn das nur ein billiges Wahlkampfmanöver ist, könnten wir es benutzen, um uns zu verabschieden.
Aber leider haben wir ja eine Meute blutgieriger Politiker, die nichts mehr wünschen, als das viele deutsche Soldaten in Leichensäcken nach Hause kommen, weil sie dafür von ihren Auftraggebern geschmiert werden und auch noch die Besuchertoilette des weißen Hauses benutzen dürfen. Dafür ist den Herrschaften kein Opfer unter den Kindern anderer Leute zu groß.
Es sind die gleichen Politiker, die lieber Eurofighter kaufen, die niemand brauchen kann, als für klimatisierte Schiffe zu sorgen, wenn sie schon Schiffeversenken im Golf von Aden oder im Mittelmeer spielen wollen. Es sind die Politiker die keine zehn Minuten in der Hitze der Wüste oder der Kälte der Berge in einem Leopard aushalten würden, die andere mit einem Lachen dazu verurteilen.
Für den so gerne beleidigten Herrn Struck, noch einmal zur Verdeutlichung. Wenn ich hier im allgemeinen von Politikern rede, dann meine ich insbesondere ehemalige Sozialdemokraten, die alles verraten haben, für das Sozialdemokratie einmal stand und die ich nur deshalb nicht direkt beschuldigen kann, weil mir kein Staatsanwalt bei der Aufklärung der Frage helfen würde, wie bestimmte Meinungswechsel bezahlt wurden oder nach dem Ausscheiden aus der Politik noch bezahlt werden. Für Müller, Clement und Schröder haben wir da ja schon die Antwort, auch wenn wir die Wohltaten immer noch nicht Bestechung nennen dürfen. Bei Struck warte ich in Ruhe ab. Besonders bezeichnend für unsere Politiker ist, das sie heute darüber abstimmen ob wir nicht auch noch Soldaten in den Sudan schicken, wo die USA ebenfalls ein ganzes Volk dafür bestraft, das Osama bin Laden dort mal gewohnt hat.
Unsere Politiker können wir mit demokratischen Mitteln nicht mehr ändern. Die werden auch unserer Bundeswehr nicht helfen. Was wir aber tun können, ist Vernunft walten lassen und vernünftiges vorschlagen. Dazu gehört in erste Linie die Verkleinerung der Bundeswehr auf ungefähr die Hälfte des heutigen Mannschaftsstandes. Das macht aus Kostengründen Sinn und erlaubt auch die Anforderungen an den einzelnen Soldaten wieder etwas höher zu schrauben.
Wo wir früher vielleicht noch dumm und stark zum Sandsack füllen und Schützengänge graben, gebrauchen konnten, brauchen wir heute kluge Menschen mit hohem technischen Verständnis und hoher körperlicher Fitness. Die sind schwer zu bekommen, weil solche Leute überall gesucht werden. Sie sind ganz sicher nicht für den jetzigen Wehrsold zu haben, der ja eher eine Beleidigung als eine Bezahlung darstellt.
Die Verkleinerung der Bundeswehr wirft automatisch aber auch ein weiteres Problem auf. Die allgemeine Wehrpflicht bedingt, das von jedem Jahrgang ein großer Teil gezogen werden muss, um eine Art Gerechtigkeit zu schaffen. Ist dies nicht mehr möglich, weil zu wenig Leute benötigt werden, wird die Wehrpflicht höchstrichterlich gekippt.
Wenn wir mal von dem schwachsinnigen Spruch, des Bürgers in Uniform absehen, hat die Wehrpflicht für die Wehrbereitschaft nur negative Folgen. In der kurzen Zeit der Wehrpflicht mit der Grundausbildung ohne Sinn und Verstand, sind keine brauchbaren Soldaten auszubilden. Die heutige Waffentechnik ist etwas, was man ernsthaft lernen muss. Schon alleine deshalb ist eine Berufsarmee sinnvoll. Da in einer deutschen Armee auch nur deutsche Bürger Dienst tun, haben wir dann auch den Bürger in Uniform, der ja unbedingt gewollt ist. Allerdings werden wir die Bundeswehr in ihrer geistigen Haltung auch weiterhin beobachten müssen, aber das müssen wir ja auch jetzt schon.
Natürlich verstehen Politiker nicht das Soldaten gut ausgebildet und ausgerüstet sein müssen. Für ihren eigenen Beruf benötigen sie ja weder das eine noch das andere. Sie brauchen nur Ohren um zu hören was ihnen befohlen wird und Hände um sie aufzuhalten.
Ein echter Hacker
Der Pantoffelpunk hat gestern Abend auf einen IRC-Mitschnitt vom stophiphop.de hingewiesen. Ich wisch mir gerade die Lachtränen aus den Augen.
Eugene Kaspersky der Meister der schwarzen Farbe
Nachdem Microsoft ihm auf seinem eigentlichen Heimatmarkt, dem Viren- und Trojanermagneten Windows, direkte Konkurrenz in Sachen Virensoftware macht, braucht Eugene Kaspersky, wie auch andere Virenspezialisten, dringend einen neuen Markt.
Also malt er mal wieder ein wenig tiefschwarz. Der tecchannel bringt ein Interview das ursprünglich von PC Pro stammt und selbstverständlich auch vom Spiegel, dem ehemaligen Nachrichtenmagazin referenziert wird.
Kaspersky hat messerscharf erkannt, dass er einen Anstieg der Attacken auf Linux und Mac erwartet, weil Vista momentan so mies ist, das es häufig von sieht Mac OS X und Linux ersetzt wird. Es ist zwar richtig das Mac OS und Linux auf dem Vormarsch sind, aber Kasperskys Schlußfolgerung ist einfach der gleiche Bockmist wie immer. Mehr Angreifer auf Linux oder Mac OS als früher sind eben nicht zu erwarten.
Unsere Virenbekämpfer haben doch schon alles mögliche versucht um sich auch dort einen Markt zu schaffen und sind bisher jämmerlich gescheitert. Es besteht nämlich ein wesentlicher Unterschied zwischen einem echten Betriebssystem mit äußert lebendiger internationaler Entwicklerschaft und einem Unternehmen wie Microsoft. Es ist die Manpower.
Den Aufwand den die vielen Millionen Linux-Leute weltweit betreiben, kann kein Unternehmen kontern. Auch wenn sich dieser Entwicklungsaufwand nicht so leicht auf umsatzträchtige Bereiche kanalisieren lässt, wie bei Microsoft, wo ein einfacher Befehl reicht, würde sich diese Entwicklermannschaft mit aller Kraft gegen Viren und Trojaner, Würmer und sonstiges zur Wehr setzen, sobald ihr Hauptwerk ernsthaft bedroht ist.
Natürlich gibt es immer wieder Sicherheitslücken, es wird ja auch ständig weiterentwickelt, aber zumindest mir ist bisher außer Schwarzmalerei keine echte Bedrohung bekannt.
Kasperskys Interessen sind leicht zu erkennen. Etwas schwieriger ist es schon, dahinter zu kommen, weshalb Mohn/Bertelsmann über den Spiegel ein Interesse an der Verbreitung solcher Märchen hat. Aber auch das ist einfach. Linux bedeutet Freiheit, Verschlüsselung, technischer Fortschritt, ohne das es eine steuernde Hierarchie dahinter geben würde. Das ist für die Beherrscher der Desinformation aus dem Hause Bertelsmann das schlimmste was es gibt. Freiheit und gar Informationsfreiheit untergräbt ihre Autorität und ihr Monopol.
Wenn uns also Mohn/Bertelsmann in Richtung Windows scheuchen wollen, so heißt das nur, das sie uns in Unfreiheit halten wollen, genau, wie sie anstatt Steuern zu bezahlen, lieber Desinformation verbreiten. Aber sie sind auf Dauer chancenlos.
Das Rattenrennen hat begonnen,
so urteilt gestern Don Alphonso unter dem Titel "Die Gemeinschaft der Asozialen". Allerdings hat das Rat-Race nicht begonnen, es läuft schon eine geraume Weile. Wer auf die Grafik klickt, bekommt einen brandeinsOnline Artikel der das Rennen unter dem Aspekt der Fusionits kommentiert.
Das ständige recyclen untauglicher Ideen, ist der klassische Managementfehler. Anstatt die Schuld für den Fehler in der falschen Idee zu suchen, glauben Manager gerne, das es nur am falschen Management gelegen hat. Vor allem wenn das letzte Aufkochen dieser Idee von fremden, also dümmeren Managern in einem anderen Hause gemacht wurde. Aber wie Peter Turi eindrucksvoll in einem Interview mit politik-digital ausfüjhrt, gibt es sogar Leute, die glauben aus ihren eigenen Managementfehlern gelernt zu haben und nun hoffen, mit der gleichen falschen Idee im zweiten, dritten oder vierten Anlauf endlich Geld zu verdienen.
Ich muss da immer an meine Großmutter denken, die mir sagte: "Natürlich kannst du mit den gleichen Teeblättern zweimal Tee kochen. Aber wenn er dir schon beim ersten Mal nicht geschmeckt hat, warum solltest du es noch einmal falsch machen." Allerdings ist das scheinbar ein menschlicher Trieb. Vor die Wand rennen, sich schütteln, Anlauf nehmen und wieder anrennen. Selbst wenn sie mal einer Wand ausweichen, muss es die nächste dann unbedingt sein.
Auch zu den Beratern habe ich ein anderes Gefühl. Ich lese da ab und an, wenn ich zuviel Zeit habe, die Aussagen des absoluten Experten Dr. Frank Huber, der ziemlich genau und ausführlich erklärt wie es geht, wie es gehen sollte und was alle anderen falsch machen. Ich bin dann jedesmal zutiefst beeindruckt.
Ich komme ja aus einer bäuerlichen Umgebung. Wir hatten da schon früh Experten, die über den Zaun hinweg unsere Arbeit kommentierten. Die wussten genau, warum das nicht wachsen, dies nicht gedeihen würde und das so nicht gemacht werden durfte. Wir haben immer aufmerksam zugehört und unsere Arbeit weitergemacht. Wenn wir am Ende des Sommers die Ernte einbrachten und konnten wir sehen, das unsere Berater all ihre Zeit auf unsere Beratung, anstatt auf ihre Äcker verwandt haben, dann waren wir nicht erstaunt, das dort nichts erwähnenswertes wuchs.
In all den Jahren bin ich immer wieder Unternehmensberatern begegnet. In vielen Branchen, in der eigenen Firma, bei Kunden und auch bei Kongressen und Messen. Ich habe genau zwei in Erinnerung, die selbst aufgrund ihrer eigenen Arbeit und ihrer Kenntnisse erfolgreich waren, tausende die aufgrund unsinniger Rechnungen und dummer Kunden Erfolg hatten und noch viel mehr, die ihren einzigen Anzug schonen mussten.
Das die Printmedien online gehen wollen, ist zunächst ja nicht einmal verkehrt. Den gleichen Content mehrfach zu vermarkten ist ja grundsätzlich keine schlechte Idee. Wenn ein Content allerdings schon im Printbereich zu mies ist um ihn vermarkten zu können, dann ist er das in der viel breiteren Online-Welt erst recht. Eine schlechte Zeitung ist auch in ihrer Online-Ausgabe schlecht. Ich habe die FAZ und die Süddeutsche im RSS-Feed. Auf einen FAZ Artikel den ich lese kommen mindestens zwanzig in der Süddeutschen.
Ich persönlich glaube das unsere Verleger auf ein totes Pferd setzen. Ihre Rennratten sehe ich schon so enden, wie auf dem Bild.
Denn während die Hunde noch den Mond anheulen, ist die Karawane längst weiter gezogen. Klein-Bloggersdorf ist voll im Globalisierungsrausch und zwar in einem sehr positiven. Es fließen immer mehr Informationen aus fremdsprachlichen Quellen in die so oft gescholtene Selbstbezüglichkeit ein. Das Spektrum wird breiter und damit auch das Fundament.
Ich mag die Readers Edition nicht, weil sie ihren Ursprung in der Welt des Ralf-Dieter Brunowsky hat, von dem ich noch weniger als gar nichts halte und auch Michael Maier halte ich nur bedingt für geeignet sich in den Abgründen der Demokratie und Freiheit zu bewegen, was auch ein Grund für meine Ablehnung der Reader Edition ist. Ich kenne die ziemlich harte Zensur gegenüber linken Gedanken und das wohlwollende Streicheln von Nazis und Faschisten noch aus Speakers Corner.
Aber die Idee des Empfängers, der zugleich auch Sender ist, bedeutet für mich die Zukunft der Medien. Im Grunde genommen stellen wir uns mit unseren RSS-Feeds ja schon lange eigene Zeitungen zusammen. Das bedeutet Aufwand für den einzelnen und ständige Suche nach weiteren wichtigen Quellen. Eine Aufgabe die nicht von jedem geleistet werden kann.
Deshalb glaube ich das die Medien der Zukunft Contentsammler und Contentvermittler sind. Es wird digitale Presseerzeugnisse geben, die sich nur durch Werbung finanzieren und ihre Autoren einfach an diesen Einnahmen partizipieren lassen. Der Leser baut sich seine Zeitung nach seinen Interessen. Bei dem einen wird das dann ein Kicker, beim anderen ein Spiegel alter Prägung, der dritte hat ein buntes Blättchen und der vierte eine Kunst- oder Architekturzeitung. Ganz andere haben ein Wissenschaftsmagazin mit Comics aus dem gleichen Inhaltsangebot gemacht.
Dem Makler können die Inhalte egal sein, er braucht nur die Werbung um seine Aufgabe und die Inhalte zu bezahlen. Die Autoren sind frei, schwerer als jetzige Journalisten zu beeinflussen, weil es einfach zu viele sind. Einige wenige sind leicht zu bestechen, eine große Masse kaum. Da redet immer jemand. Auch der Leser wird zufrieden sein, weil der das bekommt, was er haben will.
Die Ansätze dafür sind überall sichtbar. Jetzt muss nur noch jemand die Fäden in die Hand nehmen und loslegen. Ein Anfang könnte sein mit den Presse- und Bildagenturen zu Verträgen zu kommen und die Gründung von Videoagenturen zu fördern.
Ein trauriges Schmunzeln
Ich bin gewissermaßen süchtig. Süchtig auf 500beine, die Gräfin und Frau Moll.
Der Ethikrat und die Organspenden
Ich muss doch ein ziemlich verquerer Mensch sein. Das ich mit Kauder und den Grünen, sowie Teilen der SPD über Kreuz liege ist ja gewollt, aber was Monika Knoche antreibt erschließt sich mir nicht. Auch die Argumentation der von mir sehr geschätzten Perspektive 2010 kann ich so nicht akzeptieren.
Das Kauder Angst hat, das wenigstens seine Organe noch etwas nützliches für einen Menschen in Deutschland tun könnten, ist mir klar. Er ist halt so daran gewöhnt unnütz und nur als Ärgernis vorhanden zu sein. Die Grünen machen immer dann einen auf Betroffenheit, wenn es darum geht, ehrlich mit sich und den realen Abläufen umzugehen. Recycling ist dann ein Schimpfwort.
Die Perspektive 2010 macht Anschauungs- und religiöse Gründe geltend. Alles gut und richtig.
Aber der Ethikrat hat ja nicht vorgeschlagen, alle Menschen zwangsweise zu Organspendern zu machen, sondern will nur das Verfahren umdrehen. Bisher musste jemand wie ich erklären, das er Organspender ist. So eine Karte trage ich mit mir rum. Kommt die bei einem Autounfall oder sonstiger Gelegenheit nicht beim Arzt an, rutschen die wenigen verwendbaren Organe von mir in die Urne und werden bestenfalls noch Blumendünger.
Nun soll einfach von jedem Menschen angenommen werden, das er Organspender ist, es sei denn, er erklärt auf einem Kärtchen das er es nicht ist. So könnten vielleicht einen Nicht-Organspender, aufgrund der fehlenden Karte, trotzdem Organe entnommen werden. Damit würde dann aber ein anderer Mensch vielleicht gerettet.
Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen und ich haben das Thema mehrfach ausführlich diskutiert. Nicht wegen uns, wir sind beide Spender, sondern wegen unserer Kinder. Vor Geburten und so im allgemeinen Leben muss man ja auch einmal über die Gefahren und mögliche Reaktionen darauf nachdenken. Ich bezweifle das man das im Ernstfall wirklich kann. Deshalb macht es Sinn Entscheidungen vorzubereiten und sie natürlich auch von Zeit zu Zeit zu überprüfen.
Transplantation ist eine Sache der Geschwindigkeit. Trauer braucht Zeit und Ruhe. Wir haben uns dafür entschieden, auch unsere Kinder in einem solchen Fall zur Transplantation freizugeben. Andererseits hoffen wir inständig, das es in umgekehrter Richtung auch für die eine Chance gibt.
Ich halte es für viel besser, das einer, der das nicht spenden wollte, trotzdem irrtümlich als Spender verwendet wird, als das irgendjemand stirbt, obwohl ein Spender vorhanden war, aber dessen Einwilligung fehlte.
Wenn ich tot bin, ist mein Körper für mich nutzlos. Wenn er anderen nützen kann, bedeutet das für mich Freude.
Nur gut, das die sonst nichts zu tun haben
Wenn ich aus einem Bundesland, dessen Regierung unfähig ist einen Bären einfangen zu lassen und seine ständigen Gammelfleischskandale nicht in den Griff bekommt folgende Top-Meldung bei n-tv lese, dann haut es mir nicht nur den Draht aus der Mütze sondern auch sämtliche Stangen aus dem Korsett.
Folgende furchtbare strafbare Handlung wurde von den bajuwarischen Ordnungshütern aufgenommen:
Die Polizei hat in München vor dem Konzert der Band (Tokio Hotel) am Dienstag die Personalien von 400 Fans aus ganz Deutschland notiert, von denen die jüngsten gerade einmal zehn Jahre alt waren. Die Teenager hatten teils schon am Montag, vor allem aber seit Dienstagmorgen vor der Olympiahalle ausgeharrt, um abends als erste eingelassen zu werden und Plätze ganz nahe an der Bühne zu bekommen.
Die Namen und Anschriften wurden den Schulen und den Erziehungsberechtigten mitgeteilt. "Wir gehen davon aus, dass die allermeisten der Kontrollierten ihrer Schulpflicht nicht nachgekommen sind", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Damit die Beamten wussten, wer schon überprüft worden war, erhielten alle einen roten Dienststellenstempel auf den Handrücken -"freiwillig", wie der Sprecher betonte. Das weitere Vorgehen sei nun allein Sache der betreffenden Schulleitungen.
Noch schlimmer ist aber der nächste Satz:
Die Berliner Polizei will dem Münchner Vorbild folgen und an diesem Donnerstag vor dem Tokio-Hotel-Konzert im Velodrom ebenfalls nach Schulschwänzern Ausschau halten.
Den Bayern halte ich einfach zugute, das sie die Welt um sich herum nicht verstehen. Der bayrischen Staatskanzlei und dem bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz, sowie der bayrischen Polizei scheint ja extrem langweilig zu sein.
Wenn aber meine Berliner bei einem solchen Unfug mitmachen, dann sollte der Herr Polizeichef sehr genau darauf achten, das nicht durch den fehlerhaften Einsatz von Kräften, an anderer Stelle der Stadt Menschen zu Schaden kommen. In dem Fall würde ich ihn nämlich bis zum europäischen Gerichtshof für den Schaden haftbar machen.
Ich mag Tokio Hotel nicht, weil die Musik und damit in meinen Ohren Lärm machen. Meine Lebensabschnittsgefährtin und meine Kinder finden sie toll. Wären meine Kinder schulpflichtig hätte ich nur zwei Möglichkeiten. Dem Lehrer schreiben, das meine Kinder zu Tokio Hotel gehen und er sich seinen Unterricht klemmen kann und dann die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen mitschicken, oder sogar zitternd dulden das Töchterchen oder Söhnchen alleine durch die Landschaft dackelt.
Aber das Geld das dieser Schwachsinn gekostet hat und die Angst vor der Polizei und diesem Staat die den Kindern damit eingeplanzt wurde, die wird sich mit Sicherheit noch irgendwann rächen. Gerade die Bayern die viel zu wenig Leute zum Abitur bringen, weil sie die Kosten sparen und lieber Leute aus anderen Gegenden abwerben, sollten solche Spiele unterlassen.
Hätte einer dieser Beamten mein Kind gestempelt, würde ich den Münchner Polizeipräsidenten stempeln. Allerdings völlig ohne Stempelfarbe. Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel. Ein ganz klein wenig bitte auch nach Bayern, selbst wenn die nichts damit anfangen können.
Legal, Illegal, Scheißegal - und sie durchsuchen doch
Jedem einigermaßen vernünftig denkenden Menschen war klar, das die Anfrage nach Erlaubnis des Bundestrojaners nur gestellt wird, um bereits durchgeführte illegale Durchsuchungen nachträglich zu legitimieren. Nichts als Schmierentheater wie schon gehabt.
Heise meldet soeben, das die Onlinedurchsuchungen schon seit 2005 laufen, wie die Bundesregierung mitteilt. Dazu meint der Blog sowhy, das es das wohl mit dem Rechtsstaat gewesen sei.
Otto Schily - ob er auch bei der Firma für den Bundestrojaner im Aufsichtsrat sitzt - hat die Sache mit einer Dienstvorschrift in die Wege geleitet und Gestapo-Schäuble freut sich über sein Spielzeug zur Unterdrückung.
Witzig finde ich daran, das die Bundesregierung sich über die vielen Daten beschwert die bei den Durchsuchungen anfallen. Wenn die alle Bildchen aus meiner Zeit als Jäger und Sammler auspacken, haben die wenigstens ein paar lustige Wochen.
Nein es wundert mich nicht. Ich habe damit gerechnet. Das die Parteiendiktatur in ihrer Maßlosigkeit und Verfressenheit keine Grenzen mehr kennt, ist mir schon lange klar. Ich hoffe auf kein Gericht, das mich schützen würde oder könnte. Vor diesen gekauften Parteien und deren Abnickern gibt es keine Chance auf Demokratie oder Freiheit. Wie die Nazis ändern sie sich Grund- und andere Gesetze, bis sie den Zwecken des Unterdrückungsstaates entsprechen.
Ich habe keine Idee was man auf demokratischem Wege noch tun könnte, außer sinnlos in meinem Blog zu lamentieren und den Dreck zu beschimpfen. Das was mir an illegalem einfällt, gefährdet immer Unschuldige. In unserer Diktatur der Parteien bleibt einem wahrlich kein Ausweg der Vernunft.




























