Horst Teltschiks Biografie bei Wikipedia ist für mich immer wieder ein Quell des Vergnügens. So erhielt Teltschik 1960 das Abitur. Stände das in einem Arbeitszeugnis wüsste, ich das man es ihm nachgeworfen hat. Aber gerade in Bayern musste man ja einen Dekanatsjugendführer - nein das hat nichts mit der Hitlerjugend zu tun, dafür war er viel zu jung - anständig belohnen. Dann wurde er RCDS-Vorsitzender an der FU ein Amt das ihn zu allem befähigte, Löwenthal, Kohl, Bertelsmann, BMW, Quandt, Boeing.
Natürlich ist er kein Lobbyist. Er ist ein Vertriebener und gehört damit zur einzigen deutschen Bevölkerungsgruppe die immer noch wächst. Denn jeder der in eine Familie von Vertriebenen einheiratet, wird automatisch zum Vertriebenen. Teltschiks Karriere verlief seltsam. Er war immer fast vorne, aber nie so ganz. Ein Vize, aber eben nicht mehr.
Nur bei der Münchener Sicherheitskonferenz, die alles tut um diese Welt unsicherer zu machen und neue Kriege loszutreten, da ist er vorne. Da ist er der Leiter. Aber diese Leitungsfunktion hat eher was von einem Kartenabreißer auf einem Jahrmarkt, vor der Bude mit der Dame ohne Unterleib, zu tun. Diese ganze Konferenz ist so etwas wie eine Werbevorstellung der Waffenhersteller und dient der Proklamation der nächsten amerikanischen Angriffskriege.
Nein ich halte Horst Telschik nicht für besonders helle. Sonst hätte ihn Kohl ja auch nicht geholt. Man hat in auch nicht abgelöst als er Lobbyist für Boeing wurde. Er ist einfach nicht wichtig genug. Man nimmt ihn nicht so richtig ernst. Wer einen echten Teltschik erleben will muss die Berliner Zeitung lesen. Dort referiert er für Afghanistan. Sein Ziel ist klar:
"Derzeit sehen alle noch eine Chance, Afghanistan zu befrieden." Dann müssten die Partner aber auch die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen. "Es ist völlig klar, dass das internationale Engagement nicht ausreichend ist , also auch das deutsche nicht."
Auch ein deutscher Einsatz im Süden des Landes müsse erwogen werden. "Wenn sich herausstellt, dass der Schlüssel zur Befriedung Afghanistans im Süden liegt, muss auch die Bundeswehr dort einen größeren Beitrag leisten", sagte Teltschik.
Ja. Wir können alle unsere Verluste wieder wettmachen, wenn wir auf den Gaul mit der Nummer fünf im sechsten Rennen setzen. So beginnen alle amüsantenGeschichten ums Geld. Natürlich wäre die einzige Lösung mit dem Gaul Geld zu verdienen, ihn in die Gulaschkanone zu packen und portionsweise zu vermarkten.
Das weiß auch Teltschik. Er konnte nämlich das Wasser nicht halten und sonderte auch diese Sätze ab:
"Die NATO-Partner müssen sich fragen, ob sie sich nicht auf ein Abenteuer eingelassen haben, das am Ende das Bündnis in seinen Grundfesten erschüttert."
Es sei möglich, dass der Afghanistan-Einsatz scheitere, sagte Teltschik. "Die Befürchtung ist leider berechtigt." Die NATO-Partner müssten gemeinsam entscheiden, ob sie Mut und Kraft hätten, lange genug zu bleiben, fügte Teltschik hinzu.
Wenn Teltschik mitbekommen hat, das der Einsatz scheitern könne, dann müssen wir davon ausgehen, das er schon seit geraumer Zeit gescheitert ist. Das hat ihm nur keiner gesagt, auch wenn es die Spatzen schon überall von den Dächern pfeifen. Jetzt müssen eben die Schuldigen für das Desaster gefunden werden.
Natürlich haben die Amerikaner sich nicht fahrlässig auf einen Krieg eingelassen, den sowohl die Engländer, wie auch die Sowjetunion schon mal verloren haben. US-Amerikaner sind generell unschuldig. Die wollten nur den Drogenanbau beschützen. Die Nato mit ihrer wahnsinnigen Erweiterung des Einsatzgebietes - der Hindukusch liegt wirklich nicht am Nordatlantik - darf auch nicht Schuld sein, weil wir ja dann, sofort mit dem Kriegsblödsinn in aller Welt aufhören könnten und uns auf Verteidigungsarmeen und Krieseneinsatzkommandos für kurze Zeit begrenzen könnten. Alleine mit dem Geld, das wir dann sparten, könnten wir die Bildung auf ungeahnte Höhen bringen und unsere Staatschulden zurückzahlen.
Aber dann würden die Waffenproduzenten ja nicht mehr so viel verdienen. Das geht also nicht. Afghanistan geht aber unaufhaltsam den Bach runter. Also müssen Schuldige her. Wie wär es mit den Deutschen. Weil die zuwenig, zu spät getan haben und weil die überhaupt da sind, könnten doch die Deutschen schuld sein. Klar die haben den Krieg zwar nicht angefangen, aber ihr Kriegsminister wollte doch die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigen. Auch wenn der gar nicht gewusst hat, wo der Hindukusch liegt. Das ist egal die Deutschen sind schuld.
Natürlich wird unsere Bunderegierung wie gewünscht reagieren. Wir werden tausende von Soldaten in Kampfeinsätze nach Afghanistan schicken. Weil wir doof sind und obwohl wir wissen, das der Krieg in Afghanistan verloren ist. In der Zeit ziehen die USA ihre Truppen aus Afghanistan ab, damit wir zum Schluß dort alleine untergehen, und die USA in Gegenden Krieg führen kann, wo es mehr zu stehlen gibt.
Es ist nicht nur möglich das der Einsatz in Afghanistan scheitert. Er ist bereits gescheitert.
Jetzt gilt es unsere Leute da raus zu holen und die Politiker zu entmachten, die einfach immer wieder vor die Wand fahren wollen, weil es so schön scheppert und ihnen sonst nichts einfällt. Es erfordert Mut eine Sache verloren zu geben, auch wenn sie sichtlich schon lange verloren ist. Ob unsere Politiker diesen Mut finden. Ich fürchte nein.



















Der ehemalige Chef der CIA und jetztige Kriegsminister der USA, Robert Gates, ist lustigen Medienberichten zufolge sauer, dass nicht mehr deutsche Soldaten am Krieg gegen Afghanistan teilnehmen und die meisten von denen, die daran teilnehmen, nicht gen... ...